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Nadine Hampel

Nadine Hampel

Fußball verrückte,Bier trinkende Kaffee- und Schokoladenliebhaberin mit einem Hang zu Video, Radio, Volunteering und Extremsituationen

Mittwoch, 14 Dezember 2016 13:32

Beim ersten Mal tat’s noch weh...

Ok. Danach auch noch. Aber egal. Die meisten Menschen kommen früher oder später in ihrem Leben mal an den Punkt, eine Fernbeziehung führen. Laut einer Statistik von 2014 führt sogar jeder 8. in Deutschland eine. Der eine hat nen neuen Job, will vielleicht zur Familie zurück, muss sich um jemanden kümmern oder geht studieren. Was auch immer es ist: ES NERVT. So isses einfach, es is kacke. Keiner will es, aber man versucht es halt und manchmal funktioniert es. Klar ist: die Liebe leidet.

Sonntag, 03 Juli 2016 12:04

Im Panik-Autopilot

"Kleiner Zwischenfall auf Pariser Fanzone" war die erste Schlagzeile deutscher Medien, die wir nach dem Deutschlandspiel online lesen konnten. Ich fand es gut, dass es nicht aufgebauscht wurde, dass keine übertriebenen Superlative benutzt oder dass gar voreilig von Terror (der ja wirklich nichts damit zu tun hatte) gesprochen wurde. Trotzdem kam man sich auf komische Weise verhöhnt vor, denn wir waren froh, aus diesem "Zwischenfall" gerade alle unverletzt  herausgekommen zu sein.

Mittwoch, 18 Mai 2016 22:51

Es ist noch Suppe da

Nehmen wir mal an, wir sitzen vor einer richtig leckeren Suppe. Sagen wir mmmh Käse-Hack-Lauch-Suppe. Das ist ne super Suppe. Mit viel Hack. So. Wir haben noch relativ viel auf dem Teller als jemand zum großen Topf geht und sagt „n bisschen is noch da“. Kurze Überlegung. Wenn ich jetzt ganz schnell die Suppe aufesse, kann ich nochwas haben. Ich brauch es vielleicht nicht und vielleicht wäre es auch zuviel (wahrscheinlich sogar) aber wenn nochwas da ist hätte ich es schon gern.....also beeilen wir uns, essen den Teller leer und just bevor wir aufstehen macht jemand den Topf leer. Keine Suppe mehr da. Mmmh, na gut. Wir sind auch eigentlich satt, es ist also schon ok. Aber irgendwie hätten wir trotzdem einfach gern noch Suppe gehabt.

Donnerstag, 24 März 2016 11:04

Der Steiger kommt….ach nee doch nicht

Da ist der Drops wohl gelutscht, die Messe gelesen, die Lore abgefahren, die Laterne aus. Aufstieg ade. Aber mal ehrlich: hätten wir das gewollt? Also ja, sicher, natürlich hätten wir das gewollt. Aufstiegsparty whoop whoop. Aber für den Verein selbst, für die Mannschaft, wäre das das Richtige gewesen? Vermutlich eher nicht. Denn wenn der Verein eins gut kann, dann ist es, sich zu übernehmen. Mit einem recht plötzlichen Aufstieg in die erste Liga nach Dümpeljahren im Mittelfeld der zweiten plus stetiger Tendenz Richtung „Hey, lass nochma den Thrill im Abstiegskampf mitnehmen“ hätte man sich vermutlich richtig grazil übernommen.

Mittwoch, 02 September 2015 21:41

Männer die auf Siege starren

Wer die Filmparallele zieht: Nein, die Bochumer Spieler haben keine Psychotricks drauf. Sie können den Gegner nicht mit bloßem Anstarren ausschalten. Aber fast. Aber darum geht es auch nicht. Es geht um Willenskraft. Und um das Unglaubliche. Aber fangen wir vorne an.

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Der Pottler an sich ist ein Gewohnheitstier in freier Wildbahn. Freitags gibt’s Mett, Samstag 15.30 Uhr ist Fuppes, Montag geht’s wieder auf Maloche. Und am Anfang jeder Saison spielt der VfL gut. Ist oben. Gaaanz was anderes als letzte Saispon,jaja, ganz sicher. Der VfL kann Meister werden – wenn auch nicht sofort.

In den letzten Jahren war die Euphorie zu Beginn der Saison daher kaum zu halten. Dieses Mal steigen wir auf! Nach der Hälfte bzw. der Winterpause dann Na guuut...aber einstelliger Tabellenplatz, das klappt! Am Ende wähnte sich die blau-weiße Achterbahn nochmal kurz mit dem Abstiegskampf konfrontiert und pendelte sich dann so um den 12. Platz ein. Der Zonk lief winkend weiter und alles war eben wie immer. Wir sind beim Fuppes um uns aufzuregen und der VfL gibt uns, was wir brauchen.

Jetzt fängt es wieder ganz genauso an. Allerdings sieht man sich nach fünf Spieltagen mit voller Punkteausbeute noch immer an der Tabellenspitze. Es ist der erfolgreichste Saisonauftakt in der Vereinsgeschichte. Nicht nur das: es sind auch gute Spiele. Es ist schöner „schaut her, wie sind der VfL“- Fußball. Der Kader funktioniert, der Knipser knipst und trotz aller Befürchtungen gab es doch kein offizielles Abwerbe-Angebot für Simon T(o)erodde in Richtung Bundesliga.

Trotzdem ist etwas entscheidend anders. Also, außer dass alles funktioniert. Man ist...gelassen. Ein bisschen vosichtig sogar. Man starrt die Tabelle an....kippt sie um? Ist sie ein Psychotrick? Keiner druckt schonmal Aufstiegs-Shirts wie viele es in den letzten Jahren gefühlt getan haben.

Das klingt verhalten und im ersten Momrnt nicht gut – aber es ist pur. Es ist das ganz einfache und grundständige Genießen der momentanen Situation. So fühlt es sich jedenfalls an. Natürlich kann niemand zumindest den Gedanken abstellen, dass es die Saison sein könnte....DIE Saison....aber fürs erste genießen alle und überstürzen nicht. Vielleicht ist es genau das. Vielleicht ist die Person Hochstätter doch der mit der richtigen Methode. Verbeek als Trainer strahlt ebenfalls diese Ruhe aus.

Ich mochte Pedda. Denn Pedda war Pedda. Und all die Leute, die, als er am Montag im Stadion auftauchte, meinten sie würden ihn gleich persönlich wieder vor die Tür setzen, sollten mal überlegen was er doch alles irgendwann mal für den Verein getan hat. Aber Pedda sprach als Experte eines Sportsenders natürlich direkt vom Aufstieg. Von Hype. Es hat mir einen Stich versetzt als ich es sah. Und ich war nicht die einzige.

Die Atmosphäre am Montag im Ruhrstadion war pure Freude. Nicht, als sich die Leute fast um die letzten Tickets für die Ost gekloppt haben und Fans, die schon seit anno Tobak zum VfL kommen plötzlich das Nachsehen hatten, weil der VfL grad wieder in ist. Aber die proppevolle Ost und die, die dann auf die West ausweichen mussten, auf der sonst nur jemand sitzt, wenn man den Preis selbst bestimmen kann, das war wieder ein Anblick zum Korkenknallen. Macht aber keiner. Denn alle sind – und ich habe lange fürs richtige Wort überlegt – romantisiert.

Nicht falsch verstehen; das am Montag war kein gutes Spiel. Aber man hatte mehr Vertrauen. Das 2:0 fiel einfach nicht. Aber es sah auch nicht ständig nach dem 1:1 aus. Der Schiri hat das über ne ganze Weile ohne Farbkarton weggepfiffen. Aber man fühlte sich gar nicht so ungerecht behandelt wie sonst. Denn die Jungs waren trotzdem einfach besser. Pur besser.

Vielleicht kann der VfL am Ende die Zweite Liga anstarren und sie fällt einfach um. Fürs erste bleiben wir aber vorsichtig und genießen.

 

Eure Nadine

 

 

Dienstag, 11 August 2015 23:25

Mein Eis ist weg

Wenn man als Kind mal wegen irgendwas Anschiss bekommen hat, dann hatte man immer dieses komische Gefühl. Dieses bedrückende Gefühl, als hätte dir jemand dein Eis weggenommen. DEIN Eis. Oder als hättest du die schönste aller Sandburgen gebaut und dann kam dieser eine blöde Junge und ist einfach mitten reingesprungen. Denn ja, dazu braucht es nur einen doofen Jungen.
Genau das mussten gestern alle an der Bremer Brücke mal wieder schmerzlich erkennen – es braucht nur einen Doofen.

Freitag, 29 Mai 2015 15:06

Liebe Fußballromantik...

 Liebe Fußballromantik,

so lange habe ich dich nicht gesehen. Hier und da mal ein Fünkchen, aber ein echtes Date haben wir nie hinbekommen. Mal schick anne Wurstbude essen gehen oder ein Bier aus nem guten Jahrgang zusammen am Ascheplatz neben dem Stadion trinken. Du bist wie Deutschland im ESC, hast wenig bis keine Punkte in der ersten Liga, aber du nimmst es mit Humor, denn trotzdem bist du immer in der Kurve dabei. Irgendwie.

Sports Bar Disney Village (Quelle: Wikipedia)Jeder hat seinen Lieblingsort auf dieser Welt. Aber es gibt diese „andere Welt“ Orte, an denen es nichts Böses gibt, sich niemand weh tut und alles gut ist. Das Disneyland Paris ist der friedlichste und fröhlichste Ort. Zwischen Micky Maus und Cinderella wird selbst die letzte Eisprinzessin automatisch von Musik, Blumen und Magie fröhlich gestimmt.

Wie ein Riss in dieser heilen Welt ist es daher, wenn am Abend die Champions League ansteht. Und zwar nicht irgendein Spiel, sondern Paris St. Germain gegen den FC Barcelona. Das Rückspiel. Nach einer Hinspielniederlage – es geht um ALLES. Zeitgleich Bayern München gegen den FC Porto, nach einem überraschenden Hinspielsieg der Portugiesen könnte auch hier ein spannendes Spiel drin sein. Das ist jetzt schon was her, ja, aber es geht hier auch mehr um die Erfahrung als um die Spiele an sich.

Eine einzige Sportsbar bietet das Disneyland. Gefühlt Tausend Pariser wollen nur wegen Micky aber nicht auf Fußball verzichten und ihr St. Germain siegen sehen. Ich selbst bin mit einem gut gelaunten, erwartungsfreudigen Portofan unterwegs. Nur eine Handvoll Zuschauer ist für Barca und – natürlich – auch gleich für Bayern.

Natürlich weiß jeder halbwegs versierte Fußballfan, wie die Spiele ausgegangen sind. Auf zwei Leinwänden und ein paar weiteren Bildschirmen mussten sich viele eigentlich sehr fröhlich gestimmte Franzosen ansehen, wie Ibrakadabra & Co. einfach weggespielt wurden. Lange Gesichter, viele französische Schimpfworte, das sah man. Die Art Schimpfwörter, die man beim ersten Schüleraustausch mit Franzosen als erstes lernt weil das ja voll witzig ist (danke dafür, ich hab alle verstanden ;) ). Am friedlichsten Ort der Welt stehen rund 300 fluchende Menschen und sind…naja…gar nicht mehr friedlich.

Den paar Portofans dagegen fiel das Gesicht gleich ganz herunter. Mit Vorsprung und Selbstvertrauen, aber ohne Flügel in dieses Viertelfinale gegangen, wurden sie einfach abgeschlachtet. Dort sah man aber eher stilles Entsetzen.

Am Ende war das treffendste Bild des Abends der aus Versehen los gelassene Minnie-Maus Luftballon, der oben am Dach mit sich selbst und seiner ausweglosen Lage kämpfte. Ein weinendes Kind, das seinen Ballon zurück haben wollte. Der Vater, der sein Team in der Champions League zurück haben wollte. Und die Mutter, die gern wieder die Idylle vom sonnigen Mittag auf der Wiese vor dem Disneyschloss haben wollte.

Mein Schwager, verlassen von jeglicher Hoffnung, der witzigerweise am nächsten Tag Geburtstag hatte und um 12 einige Geschenke mit dem Portowappen bekommen würde, wollte nach einigen Flüchen eilig aus der Sportbar verschwinden. Beim Gehen fiel mein Blick noch einmal auf Micky Maus, die einen am Parkeingangsschild begrüßt. Sie lächelte milde, als würde sie wissen, dass am nächsten Morgen, wenn all die Paris- und Portofans wieder durch das Tor gehen, in die bunten Straßen des Disneylands mit der „Magic everywhere“- Musik – dann wäre alles wieder gut und die Flüche des Vorabends am eigentlich friedlichsten Ort wären vergessen. Vielleicht ist das der Geheimtipp für schwere Spiele des Lieblingsvereins…

Und Micky hat immer Recht.

Eure Nadine

Samstag, 21 Februar 2015 15:12

Echte (Fan)Liebe

Nein, hier geht es trotz des “Echte Liebe”-Mottos nicht um den BVB. Wer jetzt dachte oder gesagt hat "das Motto ist ja auch geklaut" dem sei mit einem Zwinkern gesagt: niemand mag Klugscheißer. Worum es wirklich geht ist -Trommelwirbel - Rot-Weiß Oberhausen. Was? Ja!

Dienstag, 17 Februar 2015 14:43

Dünn die Hose runter

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Neues Jahr, neues Glück , was viel zu oft gesagt wird stimmt doch immer wieder beim VfL, seinen Fans und sicherlich vor allem beim neuen Trainer Gertjan Verbeek. Dessen Einstandssatz "Dem Gegner muss es dünn die Hose runterlaufen" ziert nicht nur das Parkhaus des Bochumer Hauptbahnhofs als überdimensionales Plakat, sondern auch die Spieltagszeitung und die Hoffnungen der Fans.

Gegen Braunschweig ist natürlich kein Spaziergang als erstes Heimspiel. Im Rücken ne echte Graupenvorstellung in Berlin, vor der Nase den KSC und schon wieder zweite Tabellenhälfte....nicht die besten Voraussetzungen. Da ist es nicht überraschend dass, seien wir mal ehrlich, beim 0:1 für Braunschweig nach 2:38 Minuten man rund 78% seiner Siegeshoffnungen schon summend Richtung Grabe trug.

Wo auch immer es plötzlich herkam, aber Kombinationen, Tricks, schnelle Antritte; Dinge die man allzu oft im Ruhrstadion vermisst brachten erst den Ausgleich und dann das 2:1. Die ausbrechende Euphorie auch nach dem schlussendlichen 3:2 war nicht die nach einem Sieg. Es war die nach einem gedrehten Spiel. Ja, das ist was anderes. Etwas völlig anderes. Es vermittelt Kampfeswille, Stärke , Überlegenheit. Es bewegt das Fanherz mehr als ein "normaler" Sieg (natürlich kein Abwertung, wir sind über jeden Sieg froh). Überraschenderweise überzeugt die Mannschaft meistens gegen die Gegner, die in der Tabelle weiter oben stehen und vermeintlich überlegen scheinen. Und auch mit einem neuen Trainer oder nach einer längeren Pause steckt neue Energie in den Spielerbeinen. Natürlich kann ein Gertjan Verbeek keine Euphorie àla Peter Neururer auslösen. Aber ein gedrehtes Spiel-das schon.

Ich hoffe wirklich wir können diese Euphorie mit nach Karlsruhe nehmen. Nachdem Timo Perthel in einem Interview sagte, er freue sich schon auf die Sommerpause, hatte ich schon befürchtet, die Mitivation schafft es nicht mal bis in die Kabine ;).

Mit noch ein paar solcher Auftritte könnte es dann vielleicht doch noch dem ein oder anderen Gegner "dünn ...." na, ihr wisst schon.

Eure Nadine 

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