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Mittwoch, 25 Februar 2015 12:40

Nach der Marinho-Mark der Tönnies-Tausender?

geschrieben von

GeldIm heutigen Handelsblatt und der Sportbild denkt unser Pressespr…, pardon, Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies im Zusammenhang mit einem möglichen Transfer von Sami Khedira auf Schalke laut über alternative Finanzierungsideen nach: "Wir haben 132.000 Mitglieder. Nur mal ein Gedankenspiel: Mitglieder zahlen freiwillig einen einmaligen Betrag von 1000 Euro. Wären es 132.000, könnten wir die Finanzverbindlichkeiten weitgehend tilgen und sparen so rund 25 Millionen an Zins und Tilgung, und das jedes Jahr. Das macht in zehn Jahren insgesamt 250 Millionen mehr…. Dann spielten wir, was die zukünftigen finanziellen Möglichkeiten betrifft, plötzlich in einer ganz anderen Liga. Und das als eingetragener Verein ohne Investoren und Fremdbestimmung."

 

Bei diesem „Gedankenspiel“ – böse Zungen könnten es auch Testballon nennen – weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll:

Kann der das ernst meinen?

Weiß er überhaupt, was 1.000 € pro Vereinsmitglied (immerhin das Zwanzigfache! des Mitgliedsbeitrags für Vollzahler; eine satzungsgemäße Sonderumlage dürfte nicht ohne Grund nur einen Mitgliedsbeitrag betragen) für viele Schalker Familien – nicht wenige der 132.000 sind noch minderjährig – bedeuten würden?

Sollen jetzt wirklich Oppa Pritschikowski und Erna Schibulski den Sparstrumpf plündern, weil auf Schalke jahrelang über die Verhältnisse gewirtschaftet wurde? Damit „Stars“ wie Kevin Prince Boateng künftig nicht mit 8, sondern 9 Millionen Euro in Mailand shoppen gehen können? Damit die Finanzverantwortlichen gar nicht erst in die Versuchung kommen, vernünftig wirtschaften zu lernen und nur Geld auszugeben, das man auch hat?

Meine ganz persönliche Meinung: Dieser Vorschlag ist eine absolute Unverschämtheit! Hier soll auf eine ganz miese Tour die verrückte Liebe vieler Schalker zu ihrem Verein ausgenutzt werden. Egal, ob so doch eine Ausgliederung erpresst werden soll, wir nur schonend darauf vorbereitet werden, dass keine Kohle zur Rückzahlung der Fananleihe da ist oder man uns "nur" künftig entgegenhält „selbst schuld, dass wir nicht oben mitspielen, Ihr wart ja zu geizig“: Den königsblauen Karren sollen bitteschön die aus dem Dreck ziehen, die ihn hineinbefördert haben. Insbesondere, wenn sie auf über 500 Mio € Privatvermögen geschätzt werden.

Als Song für Samstag schlage ich deshalb „Keine Mark für Clemens, denn Clemens soll selbst zahlen…“ vor.

Kopfschüttelnde blau-weiße Grüße

Susanne Blondundblau

Dienstag, 24 Februar 2015 13:45

Was Sie bei einer Winter-WM beachten sollten...

geschrieben von

Die FIFA. Die FIFA hat Executives. Die FIFA hat eine Task Force. Allein diese Bezeichnungen sorgen für ein ungutes Gefühl. Jetzt wurde vorgeschlagen, die eh schon umstrittene WM 2022 in Katar im Winter stattfinden zu lassen. Es gilt als sicher, daß dieser Vorschlag umgesetzt wird. Das wird hierzulande eine Menge Neuerungen mit sich bringen. Damit die Beteiligten nicht den Kopf verlieren, folgen ein paar bös gemeinte Ratschläge.

Sonntag, 22 Februar 2015 10:25

TV-Gelder: Der Anfang vom Ende?

geschrieben von

 

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Man stelle sich zum Beispiel nur mal vor, der SC Freiburg hat sein neues Stadion fertig, die Hütte ist immer voll. Aber mithalten kann er nicht mehr. Chancenlos, weil sich alles nur noch ums TV-Geld dreht und da zählen ausschließlich die Einschaltquoten mit Erfolgsgarantie.

Der  Tabellenletzte der Premier League  bekommt zukünftig  so viel an TV-Geldern wie der Tabellenerste in der Bundesliga. Der krasse Unterschied verdeutlicht die Dimensionen (9,5! Milliarden Euro inklusive Auslandsvermarktung) des neuen TV-Vertrags in England. Viele Buli-Manager sehen schon ihre Felle davon schwimmen und pochen auf "unpopuläre" Ausgleichsmaßnahmen, der ein oder andere freut sich insgeheim wahrscheinlich  heimlich ins Fäustchen. Mit dem englischen Hammer-Deal kann man nun viel plausibler fordern was bislang als unantastbar galt. Die Schublade kann nun geöffnet werden. Jetzt scheint nichts mehr unmöglich: Anstoßzeiten, Spieltagszersplitterung, Montagsspiele, Spiele in der Winterpause, Freilose für den DFB-Pokal um konkurrenzfähig zu bleiben, und um  noch mehr live-Fußball im TV anbieten zu können.

Die Frage ist doch: Will man das? Will man wirklich auf so herrliche Konferenz-Samstage wie den letzten verzichten, will man auf Teufel komm raus mit Systemen mithalten, die ihre Gelder unter Umständen generieren die schlicht ungesund, teils mehr als fragwürdig sind ? Will man ernsthaft die Zweiklassengesellschaft – Bayern München ist nur der Anfang – in der Buli vorantreiben, nur damit einige wenige sich weiter im europäischen Wettbewerb adäquat messen können? Will man die nationale Konkurrenz zu Gunsten von europäischen Meriten opfern?  Muss man?

Klares Nein. Muss man nicht! die Bundeliga ist trotz jetzt schon derbe vorhandenen finanziellen Unterschieden konkurrenzfähig, sie schickt sich gerade an England im UEFA-Ranking von Platz zwei zu verdrängen. Die Bundesliga ist unter anderem deshalb so attraktiv, weil sie eben noch nicht völlig abgehoben ist, und das zieht auch Spieler an, die nicht nur auf Kohle aus sind. Ja, klar, zugegeben etwas romantisch, aber ey, vielleicht hat nicht jeder Bock für eine Mio. mehr sein halbes Leben in der Ölwüste von Ural Jekaterinburg zu kicken. Die Spannung, das Flair, die Stimmung  sind ebenfalls Attribute, die so nur die Buli vorzuweisen hat. Rein sportlich ist sie die spannendste Topliga Europas, wenn man vom Dauer-Leider-Meister mal absieht. Die gern medial vorgeführte Fankultur, die bei oben angedachten "Maßnahmen" erheblich in Gefahr ist endgültig von den Marktmechanismen verschluckt zu werden,  das Live-Erlebnis, sind weitere wesentliche Merkmale warum Fußball so in Deutschland funktioniert. Nur so.  Auf den kleinen roten Knopf an der Fernbedienung kann jeder drücken, die gewachsene Liebe kann man nicht eben mal so ausschalten. Die Ausgaben der Stadiongänger macht mittlerweile ein Drittel der Gesamteinahmen eines Vereins aus. Das waren mal weniger. Wenn es schier unmöglich ist Spiele zu besuchen, insbesondere Auswärts zu fahren,  bricht eben genau der aktive Stamm weg, der in jeder Bilanz der verlässlichste ist, auch wenn es mal nicht läuft. 

 Klar ist, dass mit dem neuen TV-Vertrag in England die Geld-Spirale mächtig an Fahrt gewonnen hat, und klar ist auch, dass die Bundeliga da nicht mithalten kann, wenn sie nicht dagegen steuert. Der Preis könnte allerdings ein zu  hoher sein. Der olympische Geist ist endlich, die Geldspirale auch. Irgendwann wird der zahlende Medienfan vom täglichen Fußball mit unpersönlichen Vereinen auch die Schnauze voll haben, der Stimmungsmacher, der, für den der Fußball vor Ort alles war,  und ihn groß gemacht hat, wird dann allerdings längst aus dem Stadion verschwunden sein.

Ist das mehr Geld es wert?

 

Samstag, 21 Februar 2015 15:12

Echte (Fan)Liebe

geschrieben von

Nein, hier geht es trotz des “Echte Liebe”-Mottos nicht um den BVB. Wer jetzt dachte oder gesagt hat "das Motto ist ja auch geklaut" dem sei mit einem Zwinkern gesagt: niemand mag Klugscheißer. Worum es wirklich geht ist -Trommelwirbel - Rot-Weiß Oberhausen. Was? Ja!

Donnerstag, 19 Februar 2015 13:04

VfL Osnabrück gegen Arminia

geschrieben von

 Rundumbeobachtungen DSC14/15-18

Dienstag, 17 Februar 2015 14:43

Dünn die Hose runter

geschrieben von

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Neues Jahr, neues Glück , was viel zu oft gesagt wird stimmt doch immer wieder beim VfL, seinen Fans und sicherlich vor allem beim neuen Trainer Gertjan Verbeek. Dessen Einstandssatz "Dem Gegner muss es dünn die Hose runterlaufen" ziert nicht nur das Parkhaus des Bochumer Hauptbahnhofs als überdimensionales Plakat, sondern auch die Spieltagszeitung und die Hoffnungen der Fans.

Gegen Braunschweig ist natürlich kein Spaziergang als erstes Heimspiel. Im Rücken ne echte Graupenvorstellung in Berlin, vor der Nase den KSC und schon wieder zweite Tabellenhälfte....nicht die besten Voraussetzungen. Da ist es nicht überraschend dass, seien wir mal ehrlich, beim 0:1 für Braunschweig nach 2:38 Minuten man rund 78% seiner Siegeshoffnungen schon summend Richtung Grabe trug.

Wo auch immer es plötzlich herkam, aber Kombinationen, Tricks, schnelle Antritte; Dinge die man allzu oft im Ruhrstadion vermisst brachten erst den Ausgleich und dann das 2:1. Die ausbrechende Euphorie auch nach dem schlussendlichen 3:2 war nicht die nach einem Sieg. Es war die nach einem gedrehten Spiel. Ja, das ist was anderes. Etwas völlig anderes. Es vermittelt Kampfeswille, Stärke , Überlegenheit. Es bewegt das Fanherz mehr als ein "normaler" Sieg (natürlich kein Abwertung, wir sind über jeden Sieg froh). Überraschenderweise überzeugt die Mannschaft meistens gegen die Gegner, die in der Tabelle weiter oben stehen und vermeintlich überlegen scheinen. Und auch mit einem neuen Trainer oder nach einer längeren Pause steckt neue Energie in den Spielerbeinen. Natürlich kann ein Gertjan Verbeek keine Euphorie àla Peter Neururer auslösen. Aber ein gedrehtes Spiel-das schon.

Ich hoffe wirklich wir können diese Euphorie mit nach Karlsruhe nehmen. Nachdem Timo Perthel in einem Interview sagte, er freue sich schon auf die Sommerpause, hatte ich schon befürchtet, die Mitivation schafft es nicht mal bis in die Kabine ;).

Mit noch ein paar solcher Auftritte könnte es dann vielleicht doch noch dem ein oder anderen Gegner "dünn ...." na, ihr wisst schon.

Eure Nadine 

"Unsere Kurve" nimmt zu den Überlegungen von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert, zugunsten eines TV-Milliardendeals auch "unpopuläre Maßnahmen" zu ergreifen, wie folgt Stellung:

Weitere Aufsplittung von Spieltagen ist fanunfreundlich und inakzeptabel

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat angekündigt, unpopuläre Maßnahmen in Betracht zu ziehen, um die Konkurrenzfähigkeit des deutschen Fußballs im Vergleich zum englischen Fußball zu erhalten. Anlass für diese Aussagen ist der Abschluss eines neuen TV-Vertrages für die englische Premier League in Höhe von 6,9 Milliarden Euro. Neben Christian Seifert äußerten sich auch andere Fuballfunktionäre bereits zu möglichen neuen Anstoßzeiten und einer weiteren Aufsplittung von Spieltagen.

Die IG Unsere Kurve lehnt jede weitere Aufsplittung von Spieltagen entschieden ab und appeliert an die Verantwortlichen, eine mögliche Neuordungung der Spieltage und Ansetzung genau zu überdenken.

„Der aktuelle Stand ist für Fußballfans bereits eine absolute Zumutung. Die Planung von Spielbesuchen aufgrund später Terminierungen und frühen oder zu späten Anstoßzeiten ist langfristig nicht möglich und damit fanunfreundlich“, sagt Robert Pohl, Sprecher der IG Unsere Kurve. „Das gilt für Auswärtsspiele mit mehr Planungsaufwand für Urlaub, An- und Abreisereise und notwendigen Übernachtungen als auch für Heimspiele, denn viele Vereine verfügen über ein großes Einzugsgebiet, so dass Fans längere Anreisewege haben“. Anstoßzeiten müssen es möglich machen, innerhalb eines Tages, an- und wieder abzureisen. „Alles andere ist nicht fanfreundlich. Der Stadionbesucher darf im Vergleich zum Fernsehzuschauer definitiv nicht noch schlechter gestellt werden“, so Pohl weiter.

Die Summe von 6,9 Milliarden Euro für die TV-Rechte in England sind genau genommen nicht mehr rational zu bewerten. Das ist unvorstellbar viel Geld und es muss die Frage erlaubt sein, wohin die finanzielle Spirale sich noch drehen soll? „Wir hegen starke Zweifel, ob das dauerhaft gut für den Fußball ist, wenn sich alles nur noch um Geld dreht und der sportliche Wettkampf über finanzielle Möglichkeiten definiert wird. Man muss vor allem aufpassen, dass Vereine mit diesen TV-Geldern ordentlich wirtschaften und sich nicht davon abhängig machen, genau wie von Investoren“, fordert Robert Pohl.

Fließen irgendwann aus diesen Quellen keine Mittel mehr, steht das ganze System vor dem Zusammenbruch. Zahlreiche Beispiele in den großen europäischen Spielklassen, auch in Deutschland, sollten eine Warnung sein, finanzielle Investitionen genau zu überprüfen und nicht als ausschließliche Lösung für besseren Wettbewerb anzusehen. Letztendlich wird der Fan in England die Zeche zahlen, wenn er weiter seinem Interesse am Fußball nachgehen möchte, denn die TV-Sender müssen ihre Investition irgendwie refinanzieren. Neben hohen Eintrittspreisen bezahlt der Zuschauer dann auch noch hohe Gebühren dafür, dass er ein Spiel seines Lieblingsvereins wenigstens im Fernsehen anschauen kann.

Die Vertreter der IG Unsere Kurve sehen die Gefahr darin, dass ein Wettrüsten beginnt und sich der Erfolg nur noch über finanzielle Mittel definiert, die Schere zwischen international spielenden Vereinen und dem Rest größer wird. Dabei hilft viel mehr Geld nicht unbedingt, den Wettbewerb attraktiver zu machen. Er muss in erster Linie ausgeglichen sein, um die Spannung zu erhalten. Die Bundesliga sollte sich erst einmal darüber Gedanken machen, wie sie in Deutschland den Spannungsbogen aufrecht erhält, bevor sie sich um die Konkurrenzfähigkeit in Europa sorgt.

Wenn sich abzeichnet, dass die unpopulären Überlegungen über Anstoßzeiten und Spieltagsplanung in eine Richtung gehen, den derzeitigen Status Quo für den Fan weiter zu verschlechtern und keine ernsthaften Angebote der Verantwortlichen für Dialog und Mitbestimmung von Fans in dieser Sache erfolgen, ist es möglich, auf breiter Basis wieder einen Protest zu führen, wie wir ihn von der Kampagne 12:12 kennen.

Unsere Kurve sieht sich als Interessenvertretung der Fans aller Vereine und tritt ein für den Erhalt der Fankultur und den Erhalt der Freiräume. Getrennt in den Farben, gemeinsam in der Sache!

Montag, 16 Februar 2015 18:20

Arminia gegen den MSV Duisburg

geschrieben von

Rundumbeobachtungen DSC14/15-17

Die Sicherheitskonzepte von Fußball- und Ligaverbänden führen nicht nur in Deutschland zu Diskussionen und Protesten. In Dänemark hat Danske Fodbold Fanklubber (DFF), die Dachorganisation dänischer Fanclubs und landesweite Vertretung der dänischen Fußballfans, eine Kampagne gegen eine Neuregelung für Auswärtstickets ins Leben gerufen.

Donnerstag, 12 Februar 2015 12:34

Machte schon Sinn

geschrieben von

Beitrag zur Blogparade #daserstemalimstadion von elfgegenelf.de

Mit der WM 1986 hatte mich Fußball endgültig angefixt. Ich schaute dann auch jede Woche in die Sonntagszeitung, wie der damals zweitklassige Verein meiner Heimatstadt, Arminia Bielefeld, denn gespielt hatte. Ein Spieler namens Westerwinter traf so gut wie immer, trotzdem wurde oft verloren. Doch das Interesse wuchs und irgendwann waren die Ergebnisse dann auch nicht mehr egal. Ich wußte nicht, daß Arminia anderthalb Jahre vorher nach fünf Jahren Bundesliga abgestiegen war. Ich wußte auch nicht, mit welchen Folgeschäden der Abstieg verbunden war. Mit knapp elf Jahren war ich also jung und unbedarft genug, um Fan dieses alles andere als nervenschonenden Clubs zu werden.