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Sonntag, 16 Juli 2017 12:55

Wo laufen sie denn!?

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Livestreams von Testspielen sind eine tolle Sache und ein gutes Mittel gegen die Entzugserscheinungen in der Sommerpause. Die Anbieter der Streams scheuen keine Mühen, eine perfekte Übertragung zu gewährleisten. So auch beim Spiel eines ostwestfälischen Zweitligisten gegen einen tschechischen Zweitligisten. Allerdings ließ das Bild ein paar Wünsche offen – zum Beispiel den Wunsch, das Spiel zu sehen. Der Ton funktionierte auch nicht. Was war nur los? Wir haben es herausgekriegt (vermutlich).

 

heyrod2Es wird Fußball gespielt, das Stadion ist voll, 1 Millionen sitzen vor dem Bildschirm und schauen gespannt zu. Ganz normal? Nein, denn es handelt sich hierbei um eSport. Profi-Gamer treten in Turnieren gegeneinander an und spielen dabei um das große Geld, viele der Profis sind bereits Multi-Millionäre. In einer US-Universität gehört Zocken bereits zum Lehrplan.

In einer 3-teiligen Serie möchte ich mich mit diesem Thema genauer befassen und herausfinden, was hinter der Faszination eSport und Streaming steckt.

Anfangen möchte ich dabei mit einem noch recht neuen Streamer, der bereits erfolgreich durchgestartet ist. Sein Name ist Konrad, 26 aus Niedersachsen. Konrad spielt unter dem Nickname heyrod1990 und bietet in seinen Livestreams hauptsächlich das Spiel FIFA17 an.

Konrad gehört zu den Streamern im Netz, die eine große Sympathiewelle erreichen. In kleinen Interviews mit seinen Zuschauern wird immer wieder Bodenständigkeit, die ruhige Art und die Hilfsbereitschaft erwähnt. Aber besonders vorgehoben wird die Kommunikation mit seinen Zuschauern, denn diese Form ist ungewöhnlich und gleichzeitig erfolgreich sympathisch.

Streamlink ist: https://www.twitch.tv/heyrod1990

Ich habe Konrad dann um ein Interview gebeten und einige interessante Antworten erhalten.

Der erleichterte Spielbericht

Schalke 04 mit 120 Minuten und einer fetten Enttäuschung in den Knochen und ohne Leon Goretzka, der Tabellenzweite RB Leipzig ausgeruht und mit früher Führung ausgerechnet (!!!) durch Timo Werner: Klingt furchtbar, ist es aber nicht. Mit einer Energieleistung erkämpfen sich die Königsblauen einen Punkt und sind am Ende dem Sieg sogar näher.

Hand aufs Herz, lieber Fußballfreund, wie viele Berichte über das Revierderby haben Sie gelesen, in denen nicht über Aubameyangs Jubel und Erwins Rote Karte gegen Schiedsrichter Zwayer berichtet wurde? Und das nicht beiläufig am Rande, sondern als Aufhänger und in bisweilen epischer Breite? Watzke gegen Aubameyang, Heidel für Erwin, alle gegen Zwayer und gegen den humorlosen DFB sowieso. Wer die nach-derbyliche sonntägliche Medienwelt betrachtet, muss zu dem Schluss kommen, dass es in Deutschland keine wichtigen Themen gibt. Von BILD bis kicker, Welt bis Focus, 11 freunde bis reviersport: Erwin, Auba, Erwin, Auba. Aufmacher, Fotos, groß. Fehlte nur noch der Brennpunkt über „Maskottchengate“ statt des Tatorts.

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