Euphorie bei Borussia hält an
geschrieben von Redaktion in Deutschland
Die Euphorie bei Borussia Mönchengladbach hält an. Nach der Rettung vor dem Abstieg folgte eine sensationelle Saison mit dem Lohn UEFA Championsleague. Die Fans sind begeistert und strömen in Massen zur offiziellen Saisoneröffnung.Bundesliga steuert auf neuen Dauerkarten-Rekord zu
geschrieben von Redaktion in Deutschland
Stars wie Shinji Kagawa und Raul haben der Bundesliga den Rücken gekehrt - doch der Zustrom der Fans ist ungebrochen. Vielleicht ist es die unendlich erscheinende Sommerpause, vielleicht sind es aber auch die neuen Spieler wie Marco Reus, Xherdan Shaqiri oder Luuk de Jong, die den Fußballanhängern Geschmack auf die Jubiläumssaison bereiten.
Fakt ist: In der 50. Saison der höchsten deutschen Spielklasse steuert die Bundesliga auf einen neuen Rekord an verkauften Dauerkarten zu. Bislang haben die 18 Erstligisten nach eigenen Angaben 480 595 Jahreskarten verkauft und damit nur rund 240 weniger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Und noch ist jede Menge Zeit: Erst in 18 Tagen gebührt dem Doublesieger Borussia Dortmund die Ehre, im heimischen Stadion gegen Werder Bremen die neue Saison zu eröffnen. 80.645 Zuschauer werden dann live dabei sein, 54.000 davon werden eine Dauerkarte besitzen. Damit konnte der BVB seinen Rekord aus dem Vorjahr noch um einige hundert Jahreskarten übertreffen. Auf dem zweiten Platz folgt Dortmunds Erzrivale Schalke 04 mit 43.195 verkauften Dauerkarten. Der Rekordmeister Bayern München liegt mit 38.000 Saisontickets auf dem dritten Platz.
Traditionell erfahren die Aufsteiger einen regelrechten Boom beim Absatz der begehrten Papiere. Fortuna Düsseldorf schnellte demzufolge mit 31.000 Dauerkarten gar auf den vierten Platz vor. Der Verkauf wurde mittlerweile gestoppt. Auch Frankfurt mit 26.000 und Fürth mit 13.000 haben die Umtauschphase beendet.
Nur minimal zurückgegangen sind die Absätze in Leverkusen (derzeit 18.500 im Vergleich zu 19.000 im Vorjahr) und Hoffenheim (16.500/18.000).
Durch Einspruch doch noch Derby-Stimmung?
geschrieben von Redaktion in Deutschland
Bisher sind für das Heimspiel von Fortuna Düsseldorf vom DFB keine Zuschauer zugelassen. Ausgerechnet das Derby gegen Mönchengladbach soll als Geisterspiel durchgeführt werden. Die Fortuna legt dagegen Einspruch ein.
Nach Medienberichten hat der Verein aus Düsseldorf schon angekündigt, im Falle eines Scheiterns in der für 10. August angesetzten mündlichen Verhandlung vor das DFB Bundesgericht ziehen zu wollen. Damit verbunden sind neue Fristen die eine endgültige Entscheidung vor dem Spieltermin am 1.9. unwahrscheinlich machen. Düsseldorf könnte damit die gleiche "Lösung" suchen, wie der Karlsruher Sportclub. Der KSC hatte ebenfalls zum Saisonauftakt ein Geisterspiel zu erwarten, konnte aber durch den Einspruch ebenfalls Zuschauer zur Heimpremiere empfangen. Für Düsseldorf ist dies eine neue Chance die Rückkehr ins Oberhaus mit einem Fußballfest vor heimischer Kulisse zu bestreiten. Womöglich kommt auch dem DFB diese Option nicht ungelegen. Sicherheitstechnisch ist das Spiel gegen den SC Freiburg weit weniger kritisch.
RB Salzburg scheitert in der CL-Quali
geschrieben von Redaktion in Europa
Mit hohen Ambitionen ist der Douple-Gewinner aus Österreich in die neue Saison gestartet, nun muss der Club von Sportdirektor Ralf Rangnick schon zu Beginn eine heftige Schlappe einstecken.
Der Verein aus Salzburg, der seit Jahren mit millionenschweren Investitionen den Sprung in die europäische Elite schaffen möchte, scheiterte überraschend gegen den Meister aus Luxemburg F91 Düdelingen. Zwar gelang im Rückspiel ein 4:3 Sieg, nach der 1:0 Hinspielniederlage war dies jedoch zu wenig für ein weiterkommen. Für die beiden deutschen Verantwortlichen, Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Roger Schmidt, wird damit schon direkt zum Saisonstart die Luft dünn. Rangnick soll die Clubs des Getränkeherstellers sportlich auf Spur bringen. Nicht nur bei Salzburg läuft das vorhaben bisher nicht rund, auch RB Leipzig (RasenBallsport Leipzig) erfüllte bisher nicht die Erwartungen und verspielte vergangene Saison erneut den fest eingeplanten Aufstieg.
Polizei und Fanforscher wollen kooperieren
geschrieben von Redaktion in Allgemein
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Kompetenzgruppe „Fankultur und Sport bezogene Soziale Arbeit“ (KoFaS) der Universität Hannover wollen künftig beim Thema Fußball eng zusammenarbeiten. Das teilte die GdP in einer Pressemitteilung mit. In verschiedenen Zukunftswerkstätten der KoFaS soll der Dialog zwischen Fans, Polizei sowie anderen Beteiligten gefördert werden. Die GdP will sich daran beteiligen.
Vertreter des GdP, unter anderem Landesvorsitzenden Dietmar Schilff, trafen sich aus diesem Anlass mit KoFaS-Leiter Prof. Dr. Gunter A. Pilz sowie Gerd Dembrowski im Institut für Sportwissenschaften in Hannover und stellte den Wissenschaftlern die geplante GdP-Aktion „Gemeinsam und fair!“ vor, die Anfang August für die Fußball-Regionalliga Nord an den Start geht. Ziel der Aktion ist es, öffentlichkeitswirksam für ein friedfertiges Miteinander rund um die Fußball-Begegnungen zu werben.
Bewährungsstrafen und 34 Stadionverbote nach Auseinandersetzungen
geschrieben von Redaktion in Deutschland
Eine Sonderermittlungsgruppe der Bundespolizeiinspektion Frankfurt/Main hat nach mehr als einjähriger Arbeit 50 Randalierer ermittelt, die an Ausschreitungen beim Bundesliga-Spiel Eintracht Frankfurt - 1. FC Kaiserslautern am 5. März 2011 beteiligt waren.
Dies teilte die Bundespolizeidirektion Koblenz am Freitag mit. Bereits vor dem 0:0 im Kellerduell hatten sich Fußballfans beider Lager am Bahnhof «Stadion» heftige Auseinandersetzungen geliefert und Polizisten angegriffen.
Die Sonderermittlungsgruppe «Reflex» erhielt von der Polizei insgesamt 74 Datenträger (DVDs und Speicherkarten) mit Hinweisen auf Straftäter, 374 Personen wurden als Tatverdächtige herausgefiltert. Insgesamt wurden 202 Straftaten angezeigt - darunter 65 Landfriedensbrüche, 61 Körperverletzungsdelikte und 39 Vermummungstatbestände.
Sechs Beschuldigte erhielten inzwischen Bewährungsstrafen von bis zu elf Monaten, 22 Beschuldigte Strafbefehle mit einer Gesamtsumme von 50 000 Euro. Bei 20 Personen wurde das Verfahren nach Zahlung einer Geldauflage oder nach dem Jugendgerichtsgesetz eingestellt. Zudem bekamen 34 Fans Stadionverbote. (Quelle: dapd)
Bengalowurf? Vor Gericht nicht mehr klar
geschrieben von Redaktion in Deutschland
Auf der Sicherheitskonferenz in Berlin wurden härtere Sanktionen gegen Krawalle und Pyrovergehen beschlossen. Wie schwierig es in der Praxis wird, die Täter letztlich auch zu finden und zu verurteilen wird im Prozess gegen einen Bremer Ultra deutlich.
Rückblick: Beim Spiel FSV Mainz gegen Werder Bremen im Februar 2011 wurde Pyrotechnik im Gästeblock gezündet. Ein 28 Jähriger Bremer Ultra soll bei dieser Aktion einen brennenden Bengalo Richtung Spielfeld geworfen und dabei ein Balljungen getroffen und verletzt haben. Die Sachlage schien klar: Noch am Spieltag wurde der mutmaßliche Werfer durch Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen identifiziert und einige Spieltage später verhaftet und ohne Verhandlung zu 4.000€ Strafe verurteilt.
Der Bremer Anhänger legte Einspruch ein und somit kam es vor dem Amtsgericht in Mainz zur mündlichen Verhandlung. So klar wie es sich Anfangs darstellte ist der Fall nun aber doch nicht. Wie die Allgemeine Zeitung berichtete konnte die Sichtung der Videobeweise am ersten Verhandlungstag keine Klarheit bringen. Die sollte am zweiten Verhandlungstag durch einen Hauptbelastungszeugen erfolgen, der seine Aussage laut Bericht in der Rhein-Zeitung nun aber nicht mehr bestätigen kann. Er sei kurzsichtig und habe zudem den Angeklagten auf dem Polizeifoto nicht identifiziert und verwies auf seinen Kollegen. Der wiederum machte am ersten Verhandlungstag die Aussage, er sei zum Zeitpunkt des Wurfes nicht im Block gewesen und sei erst später dazu gekommen. Inzwischen ist also sogar unklar wer den Täter auf dem Foto markiert hat.
Angesichts der Entwicklung vor Gericht ist auch die Staatsanwaltschaft inzwischen nicht mehr sicher den Richtigen auf der Anklagebank zu haben. Klarheit soll nun ein weiterer Gutachter bringen.
Bildquelle: basel1 / pixelio.de