Ligaverband wehrt sich: Zerrbild der Realität
geschrieben von Redaktion in Deutschland
Die Kampagne 12doppelpunkt12 hat in der englischen Woche ein eIndrucksvollen Protest-Auftakt hingelegt. In fast allen Medien wurden die 12 Minuten und 12 Sekunden beachtet. Einig ist man sich, das Fußball so kein Spaß macht. So gesehen hat "Ohne Stimme keine Stimmung" schon nach dem ersten Protest-Spieltag ein Ziel erreicht. Der Ligaverband DFL hat heute jedoch in einer Stellungnahme auf die Statements der Kampagne im Internet und auf den Stadionflyern reagiert. Die Statements seien in vielen Punkten "Unterstellungen ("DFL und Polizei spielen falsch.") oder Pauschalierungen"
Die DFL sieht dadurch die sachliche Auseinandersetzung behindert und stellt nochmal klar, man wolle sich weiter für den Erhalt der Stehplätze einsetzen und die täterorientierte Aufklärung zur Vermeidung von Kollektivstrafen in den Fokus der Maßnahmen rücken.
Neue Initiative für eine transparente und bürgerfreundliche Polizei mit individueller Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte
geschrieben von Redaktion in Deutschland
Noch immer ist die fehlende individuelle Identifizierung von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten in Bayern sowie in ganz Deutschland ein zentrales menschrechtliches Problem. Die fehlende Möglichkeit dieser individuellen Identifizierung trägt immer noch dazu bei, dass bei ungesetzlicher Polizeigewalt die beteiligten PolizeibeamtInnen nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Deshalb fordert die Initiative „Für eine transparente/bürgerfreundliche Polizei“ die Einführung einer individuellen Kennzeichnung für alle uniformierte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte in Bayern und Deutschland.
Eine individuelle Kennzeichnung ist für die Zuordnung und Identifizierung der eingesetzten Beamtinnen und Beamten unerlässlich. Dies zeigen langjährige Erfahrungen vieler Unterstützer dieser Initiative z. B. bei Beobachtungen polizeilicher Einsätze bei Großveranstaltungen, Demonstrationen oder bei Fußballspielen und bei der Begleitung von Ermittlungspraxis und juristischer Aufarbeitung. Es gibt keine nachvollziehbaren Gründe, die gegen eine individuelle Kennzeichnungspflicht sprechen, gerade wenn diese nicht mit Namensnennung sondern z. B. mit einer Buchstaben- oder Zahlenkombination erfolgt. Das Bundesland Berlin kann hier als Vorbild dienen, wo bereits eine individuelle Kennzeichnungspflicht gilt und keine negativen Erfahrungen damit gemacht wurden.
Die Initiative „Für eine transparente/bürgerfreundliche Polizei“ ist ein Zusammenschluss von Einzelpersonen und Gruppen. Zu den Unterstützern zählen mit Stand 27.11.2012:
- Amnesty International
- Initiative Bayerischer Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger e.V.
- Humanistische Union e.V. (Regionalverband München-Südbayern)
- Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten (Hamburger Signal) e.V.
- Komitee für Grundrechte und Demokratie
- Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte e.V. (BAG)
- Arbeitsgemeinschaft Fananwälte
- Löwenfans gegen Rechts (Anzeigeerstatter in Sachen USK-Schlagstockattacke am 09.12.2007 im Grünwalder Stadion)
- Familie Brandmaier, Rosenheim (Opfer polizeilicher Gewalt)
- Gymmick, Liedermacher, Nürnberg (Opfer polizeilicher Gewalt)
- Klaus Schultz, Diakon Evang. Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau
- Eberhard Schulz, "Nie wieder - Initiative Erinnerungstag im deutschen Fußball“
- Kolbermoorer Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (afa) in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
- sowie Rechtsanwälte und verschiedene Fangruppen in Deutschland/ (eine genaue Auflistung folgt)
Kontakt:
Initiative „Für eine transparente/bürgerfreundliche Polizei“
c/o Rechtsanwalt Marco Noli
Rottmannstr. 11a, 80333 München
Telefon: 089/5427500, Telefax: 089/54275011
Email:
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Im Internet ist die Initiative in Kürze unter www.transparente-polizei.de zu erreichen.
FA ermittelt wegen Antisemitismus-Verdacht gegen Fans von West Ham United
geschrieben von Redaktion in Europa
Die Fans der Tottenham Hotspur müssen in diesen Tagen viel ertragen: Erst vor drei Tagen kam es im Rahmen des Auswärtsspiel in der Europa League bei Lazio Rom zu einem Überfall von maskierten Tätern auf Anhänger der Spurs in einer Kneipe. Bei der Attacke wurden die Engländer unter anderem mit Messern angegriffen. Dies sollen nun, drei Tage später, einige Fans von West Ham United zum Anlass genommen haben, im Rahmen des Premier-League-Spiels an der White Hart Lane zu skandieren: „Können wir euch jede Woche abstechen?“ und „Viva Lazio!“ Einige Fans sollen zudem zischende Laute in Richtung der Spurs von sich gegeben haben - und damit auf die Gaskammern im Dritten Reich angespielt haben. Die Supporter der Spurs werden aufgrund des jüdischen Hintergrundes weithin auch als „Yid Army“ tituliert. Der englische Fußballverband FA hat Ermittlungen aufgenommen.
Ermittlungen gegen Schalker Ultras nach Pyro-Einsatz
geschrieben von Redaktion in Deutschland
Die Polizei Gelsenkirchen hat Ermittlungen gegen Schalker Ultras eingeleitet. Die Personen wurden nach der Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt durch die Polizei zur Feststellung der Personalien abgefangen. Ihnen wird vorgeworfen zu Beginn der zweiten Halbzeit am Abbrennen von bengalischen Feuern beteiligt gewesen zu sein.
Die letzte große Heimspielschlacht
geschrieben von Oliver Gottwald in Deutschland
Wenn man Anhängern des Maya-Kalenders glauben darf, geht am 21.12.2012 die Welt unter. Die kurze Zeit, die einem noch bleibt, will sinnvoll genutzt sein. Also schnell noch wichtige Dinge erledigen: Heiraten, Porsche kaufen, zu Westfalia Herne gehen…
Wohin? Ja, richtig gelesen: In die ABISOL-Arena (für Nostalgiker: Stadion am Schloss Strünkede) zur Oberliga Partie von Westfalia Herne gegen Wattenscheid 09. Denn in Anbetracht des nahenden Weltuntergangs bewirbt der westfälische Sportverein dieses letzte große Heimspielschlacht vor dem Weltuntergang als „Apokalypse Blau“ und verschenkt 10.000 Karten an Bürger in Herne.
Ein genialer Werbeschachzug, der den Verein (mindestens) deutschlandweit ins Gespräch bringen dürfte. Man darf gespannt sein, wieviele Zuschauer zum „finalen“ Spiel kommen. Und wenn der Weltuntergang ausbleibt, vielleicht kommt der eine oder andere von den 10.000 ja auch mal wieder….
Ring of Fire - Pyroshow in Rumänien und der Boulevard erstaunt
geschrieben von Redaktion in Europa
Pyroshow in der 5. Rumänischen Liga. Beim Spiel ASU Politehnica gegen AS Nadrag brannten rund um das Feld Bengalos. Eine Aktion die man gut oder schlecht finden kann. Interessant jedoch was EXPRESS.DE dazu berichtet.
Polizeigewerkschaften fordern hartes Durchgreifen
geschrieben von Redaktion in Deutschland
Nach der Veröffentlichung der neuesten Zahlen der Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) für die Saison 2011/2012 hat sich der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in einer Pressemitteilung deutlich geäußert. Vereine müssten aufhören die Ultras zu verhätscheln sondern den Maßnahmenkatalog der DFL und Stadionverbote konsequent umsetzen. Nach den Statistik der ZIS sind die Zahlen der Strafverfahren um 70% und die der verletzten Personen um 120% gestiegen.