Mi19Jun2013

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hsv scWeiterer Erfolg für die Faninitiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar bleiben" Nach Borussia Dortmund und Hertha BSC hat nun auch der Hamburger SV angekündigt, ab der kommenden Saison Änderungen an der Preisstruktur vorzunehmen.

fortuna duesseldorfDer Verein Fortuna Düsseldorf wird in der Sommerpause den 2. Düsseldorfer Fankongress ausrichten. Zusammen mit den Fandachverbänden, dem Fanprojekt Düsseldorf und den Ultras Düsseldorf wird der Kongress am 15./16. Juni organisiert und dabei dieses Jahr verstärkt auf das Thema Organisation und Fankultur eingegangen. Der Verein setzt damit weiterhin auf den Dialog mit den Fans und lädt alle Anhänger ein, sich an den beiden Tagen zu informieren und selbst einzubringen. Auf dem Programm stehen Podiumsdiskussionen mit prominenten Gästen und anschliessenden Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen.

kein zwanniAufsteiger Hertha BSC hat angekündigt, für die kommende Saison die Ticketpreise für Gästefans einheitlich auf 15€ festzusetzen. Der Verein gab auf seiner Webseite bekannt, das man damit Eintrittspreise langfristig so gestalten will, damit die soziale Bedeutung des Fußballs aufrecht erhalten wird und Fans aller Gesellschaftsschichten und Altersklassen einen Stadionbesuch ermöglicht wird.

Die Preisgestaltung kommt nicht von ungefähr. Die Faninitiatve "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar bleiben" macht seit Jahren auf die wachsenden Ticketpreise aufmerksam und mahnt faire und ausreichend bezahlbare Ticketpreise an. Gerade Fans von Topvereine wie Dortmund und Bayern müssen für ihre Auswärtsfahrten im Schnitt deutlich tiefer in die Tasche greifen. Daher wurde am vorletzten Spieltag der Saison nochmal in vielen Stadien, unter anderem Dortmund-Fans in Wolfsburg, auf diesen Missstand hingewiesen.

Die Berlinger Kein Zwannnig AG hat den Verein auf die Probleme der Preisgestaltung hingewiesen und gemeinsam nun ein Modell entwickelt, das dem Wunsch der Faninitiative nachkommt. Ingo Schiller, Geschäftsführer bei Hertha BSC, sagt dazu in der Mitteilung:  "Es war und ist uns immer ein Anliegen von Hertha BSC gewesen, das Erlebnis eines Fußballspiels für jedermann bezahlbar anbieten zu können",

Zuletzt hatte schon Borussia Dortmund angekündigt, in der kommenden Saison auf Topzuschläge für Gästefans weitesgehend zu verzichten. Wie auch Dortmund hofft die Hertha darauf, das weitere Vereine diesem Beispiel folgen.

Quelle: Webseite Hertha BSC

clubnr12Noch drei Tage bis zum Championsleague Finale in Wembley. Die Vorbereitungen für das große Spiel laufen. Bevor sich der FC Bayern München auf den Weg nach London macht, hat sich der Club Nr. 12 in einem offenen Brief an die Mannschaft gewand. "Die unglaubliche Reise dieser Saison ist also noch nicht zu Ende - es ist unser Jahr und diesmal holen WIR den Pokal wieder nach Hause an die Isar!" heißt es in diesem Schreiben vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund. 

fankulturAm kommenden Samstag steigt das Championsleague-Finale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund in Wembley. Um die 50.000 Fans aus beiden Lagern werden dem Highlight im europäischen Vereinsfußball ein würdigen Rahmen verleihen. Das dieser Rahmen äußerst eingeschränkt sein wird, hat man der UEFA und den rund 30.000 Gästen aus der "UEFA Familie" zu verdanken.

Dienstag, 21 Mai 2013 10:28

Choreoverbot in der Cannstatter Kurve

vfb mainz choreo 1213

Zum letzten Spieltag der Saison sind die Fankurven meist besonders bunt und laut bevor es in die Sommerpause geht. Dabei gehören Choreos fast schon zur Tradition. Die Cannstatter Kurve in Stuttgart wollte das Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 ebenfalls mit einer geplanten Kurvenchoreo beginnen. Ein Verbot durch die örtlichen Behörden machte diesem Vorhaben auf Drängen der Polizei einen Strich durch die Rechnung. Grund für das Verbot sollen demnach Verfehlungen der Fans rund um die beiden Spiele gegen den SC Freiburg sein. Im Statement der Ultras heißt es, das Laufen in einer großen Gruppe auf der Straße, Zünden von Pyrotechnik außerhalb des Stadion und Provokation der Freiburg-Fans nach dem Pokalsieg seien die Gründe der Behörden um den konstruktiven Dialog mit der Fanszene in Stuttgart auf Eis zu legen.

Mittwoch, 15 Mai 2013 11:15

Rostock-Fans als Trikot-Sponsor

hansa fans sponsor

Zwei Spieltage vor Saisonschluss der 3. Liga präsentiert der FC Hansa Rostock einen neuen Sponsor. Keine Firma sondern Fans werden auf dem Trikotärmel präsentiert. Die Fan-Initiative "A.F.D.F.C.H. – Alles für den F.C. Hansa" hatte die Idee und unter den Fans zum Sammeln aufgerufen. Ursprünglich war eine Summe von 1.965€ für ein Spiel geplant, nun sind innerhalb kurzer Zeit schon 5.000€ zusammen. Daher wird das Logo der Initiative für zwei Spielen den Trikotärmel zieren.

vfr aalenDie Mannschaft des VfR Aalen hat einen offenen Brief an die Fans und Anhänger des Vereins veröffentlicht und darin um finanzielle Unterstützung gebeten. Der Aufsteiger der letzten Saison hat eine sportlich erfolgreiche Saison bestritten und als einziger Neuling den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft. Mit Platz 8 in der Tabelle steht man sogar auf einem mehr als soliden Mittelfeldplatz. Dem gegenüber stehen jedoch Probleme mit der Erteilung der Spielerlaubnis für die kommende Saison.

Weserstadion Name unverkäuflichMarco Bode, Mitglied im Aufsichtsrat von Werder Bremen, schliesst einen Verkauf der Namensrechte nicht mehr kategorisch aus. In einer Gesprächsrunde des Weser-Kurier sagte der ehemalige Werder-Profi: "Das wäre für mich denkbar..Aber es hätte natürlich einen hohen Preis" Bisher hat der Verein einen Verkauf des Stadionnamens nicht in betracht gezogen und verzichtet dabei auf Millionen-Einnahmen. Neben Werder Bremen verzichtet bisher nur Borussia Mönchengladbach als weiterer Bundesliga-Verein auf einen Sponsor im Stadionnamen. In den obersten drei Ligen haben nur noch ein Drittel der Spielstätten einen sponsorenfreien Namen., das Weserstadion übrigens durchgängig seit 1947.

Eine mögliche Lösung ohne Namensänderung auszukommen und denoch nicht vollständig auf mögliches Geld zu verzichten liegt im Corporate Social Responsibility Sponsoring (CSR-Sponsoring) Wie und was das ist, haben wir schon einmal in einem Artikel aufgegriffen. Werder Bremen könnte der erste Verein sein, der diese innovative Lösung nutzt und damit erhöhte Aufmerksamkeit erlangen.

kein-zwanniDie Initiative "Kein Zwanni für nen Steher" möchte am 33. Spieltag nochmal ein Zeichen für faire Ticketpreise setzen. Fans von Borussia Dortmund wollen beim letzten Auswärtsspiel der Bundesliga-Saison in Wolfsburg die ersten 20 Minuten nicht den Stehplatzblock betreten.

"Es ist an uns, erneut Zeit ein Zeichen zu setzen und die Vereine daran zu erinnern, dass Fußball durch seine Fans lebt." so die Initiative zur Begründung. "Wenn die Preisentwicklung so weiter geht, werden wir bald - wie in England - überwiegend ein Opernpublikum haben." und ist froh, dass der eigenen Verein angekündigt hat, in der kommenden Saison auf Topzuschläge weites gehend zu verzichten. Man wolle nun weiter dazu beitragen, dass sich weitere Vereine diesem Vorgehen anschließen.

Der Dortmunder Anhang musste in dieser Saison bei 17 Auswärtsspielen insgesamt 150€ mehr für sein Platz bezahlen im Stadion bezahlen, als ein Anhänger des FC Augsburg.

Die Forderungen sind dabei recht schnell zusammengefasst:kein zwanni

  • Stoppt die Topzuschläge für Gästefans
  • Keine Zusammenarbeit mit Online-Ticketplattformen
  • Preisstopp bei den Stehplatzpreisen
  • Ausreichende Anzahl Karten in der günstigen Sitzplatzkategorie

Zwar richte sich die Aktion am Samstag auch gegen den VfL Wolfsburg, jedoch nicht ausschließlich. Es soll eine Warnung und Zeichen für die ganze Liga sein: Fußball muss bezahlbar sein.

Quelle: Schwatzgelb.de

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