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Mittwoch, 08 Mai 2013 17:14

Weserstadion möglicherweise mit neuem Namen?

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Weserstadion Name unverkäuflichMarco Bode, Mitglied im Aufsichtsrat von Werder Bremen, schliesst einen Verkauf der Namensrechte nicht mehr kategorisch aus. In einer Gesprächsrunde des Weser-Kurier sagte der ehemalige Werder-Profi: "Das wäre für mich denkbar..Aber es hätte natürlich einen hohen Preis" Bisher hat der Verein einen Verkauf des Stadionnamens nicht in betracht gezogen und verzichtet dabei auf Millionen-Einnahmen. Neben Werder Bremen verzichtet bisher nur Borussia Mönchengladbach als weiterer Bundesliga-Verein auf einen Sponsor im Stadionnamen. In den obersten drei Ligen haben nur noch ein Drittel der Spielstätten einen sponsorenfreien Namen., das Weserstadion übrigens durchgängig seit 1947.

Eine mögliche Lösung ohne Namensänderung auszukommen und denoch nicht vollständig auf mögliches Geld zu verzichten liegt im Corporate Social Responsibility Sponsoring (CSR-Sponsoring) Wie und was das ist, haben wir schon einmal in einem Artikel aufgegriffen. Werder Bremen könnte der erste Verein sein, der diese innovative Lösung nutzt und damit erhöhte Aufmerksamkeit erlangen.

Freitag, 12 April 2013 11:01

DFB bittet Vereine zur Kasse - Bayer04 erstattet Anzeige

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pyro fortunaDer DFB bittet einige Vereine zur Kasse und ahndet damit Vergehen von Fans. Betroffen sind Eintracht Frankfurt, der VfL Bochum und Energie Cottbus. Der Verband bestraft dabei den Einsatz von Pyrotechnik sowei Würfe von Gegenständen Richtung Spielfeld.

Mittwoch, 10 April 2013 15:27

Präsident Mäuser tritt ab, Bobic im Vorstand

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Der VfB Stuttgart hat mit zwei Meldungen auf seiner Webseite Veränderung in der Vereinsführung bekannt gegeben. So wird Fredi Bobi, bisher Sportdirektor, in den Vorstand berufen um dort in Zukunft die sportliche Seite zu Vertreten. Zurücktreten wird hingegen Gerd E. Mäuser. Nicht sofort, aber zum 3. Juni, wird der umstrittene Präsident sein Amt niederlegen und damit Platz machen für Neuwahlen bei der Mitgliederversammlung am 22. Juli 2013.

Montag, 08 April 2013 14:32

Politik fordert Konsequenz bei Stadionverboten

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polizei kontrolleKaum ein Thema ist bei Fans so umstritten wie Stadionverbote. Für Polizei und Politik bleibt es aber ein probates Mittel gegen sogenannte Störer im Umfeld von Fußballveranstaltungen vorzugehen. Der Innenminister von Baden-Württemberg Reinhold Gall (SPD) hat nun die Vereine im Land aufgefordert, die Maßnahmen noch konsequenter zu Verfolgen und die Zusammenarbeit mit der Polizei zu intensivieren.

Mittwoch, 27 März 2013 13:02

Mehr Sonntagsspiele ab der neuen Spielzeit?

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bundesligaDie Deutsche Fußball Liga prüft nach Medienberichten offenbar die Möglichkeit, in der kommenden Spielzeit mehr Sonntagsspiele wie bisher durchzuführen. Hintergrund seien Klagen der Vereine, die durch die Teilnahme in internationalen Wettbewerben nur kurze Erholungsphasen haben. Sollten in der neuen Saison erneut so viele Bundesligisten die Gruppenphase in Championsleague und Europaleague ereichen, denkt die DFL offenbar über eine Verschiebung der Spieltage nach. Laut Sport Bild seien demnach an mehr Spieltagen drei Sonntagsspiele möglich, bisher war dies an maximal fünf möglich. Als Alternative wird über englische Wochen nachgedacht, die bisher nicht vorgesehen waren. Die DFL wollte die Berichte bisher nicht kommentieren.

Fans werden von solchen Plänen wenig begeistert sein, der Sender Sky hingegen könnte sich über zusätzliche Spiele am Sonntag freuen.

Dienstag, 26 März 2013 13:47

1. FC Kaiserslautern verhängt 52 Stadionverbote

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fc kaiserslauternDer 1. FC Kaiserslautern hat gegen insgesamt 52 Anhänger Stadionverbote ausgesprochen. Die Sanktionen beziehen sich auf Ausschreitungen und Vorfälle bei mehreren Spielen des Vereins, hauptsächlich aber rund um das Zweitliga-Spiel gegen Dynamo Dresden sowie der Reservemannschaft gegen Waldhof Mannheim.

Die Maßnahmen wurden nach Angaben des Vereins mit der Polizei abgestimmt und individuell gehandhabt. Erstmals auffällige Personen sollen demnach die Möglichkeit erhalten, das bis 30. Juni 2014 laufende Stadionverbot zum Jahresende prüfen zu lassen und können so auf eine vorzeitige Aufhebung hoffen. Minderjährige Betroffene erhalten zunächst kein Stadionverbot sondern wurden am 5. April zu einer Anhörung geladen. Für alle Wiederholungstäter wurde das Stadionverbot bis zum 30. Juni 2015 ausgesprochen. 

Sollten sich durch die Sichtung von Videomaterial weitere Täter ermitteln lassen, sollen auch diese mit entsprechenden Sanktionen belegt werden.

Für das Spiel am 5. April gegen den 1. FC Köln sind unterdessen von der Stadt Kaiserslautern und dem Polizeipräsidium Westpfalz 78 Bereichs- und Betretungsverbote verhängt worden. Aus Köln wurden ebenfalls 40 Betretungsverbote gegen Kölner Anhänger verhängt.

Quelle: Webseite FCK

meyer1Der einstige Sport der Unterschicht ist schon lange im Bildungsbürgertum angekommen und so beschäftigen sich mittlerweile nicht nur Sporttrinker und Kurvenchaoten mit ihm, sondern auch Autoren und Literaturfreunde. Dem lesenden Fußballfan bietet der Buchmarkt anlässlich des 2013 begangenen runden Geburtstages der höchsten deutschen Spielklasse eine Reihe neuer Veröffentlichungen. Darunter befindet sich „Fast alles über 50 Jahre Bundesliga“ des für das Magazin „11 Freunde“ schreibenden Christoph Biermann und seines Chefredakteurs Philipp Köster. Diese nutzten das Kölner Literaturfest lit.Cologne, um ihr Werk am Abend des 14. März auf einem vor der Kölner Altstadt zunächst angelegten Ausflugsschiff vorzustellen. Unterstützt wurden sie dabei von Hans Meyer, der im Magazin mit einer eigenen Kolumne vertreten ist. Der Vorstandsangehörige von Borussia Mönchengladbach und ehemalige Trainer diverser Bundesligavereine sollte die Veranstaltung mit dem für ihn typischen Humor prägen.

Den zur Abendveranstaltung eintreffenden Fußballfans zeigte sich rasch, dass sie sich auf einer Buchvorstellung im Rahmen einer Literaturmesse befanden, denn der ein oder andere Zuhörer lauschte den Ausführungen sittsam bei einem Glas Rotwein oder ließ tagesmüde die Worte an sich vorbeiziehen. Eine Flucht war nach Veranstaltungsbeginn nicht mehr möglich, da das Ausflugsschiff ablegte und den Rhein befuhr. Zu hektischen Absetzbewegungen ergab sich für die Besucher allerdings auch kein Grund, denn es entwickelte sich ein äußerst interessanter Abend. Er bestand aus einer Mischung aus vorgetragenen Textpassagen des Jubiläumsbuches, eingespielten Filmausschnitten und munteren Plaudereien. Optischer Höhepunkt war die Präsentation einer Auswahl von vornehmlich aus den 1970er und 1980er Jahren stammenden Spielerbildern, die die eigenwillige Haar- und Bartmode jener Zeit dokumentierten. Ästhetisch reizvoll war auch die Inszenierung der Gesprächsrunde, erschien doch als Hintergrundbild über dem im Zentrum des Podiums sitzenden Meyer ein Foto, das den ehemaligen Bayer Leverkusen-Manager Reiner Calmund mit voller körperlicher Präsenz im Bürostuhl sitzend zeigte.

Thematisch ging es um ungewöhnliche Spielertypen wie Ansgar Brinkmann, mit Managern verhandelnde Spielerfrauen wie Gaby Schuster oder skurrile Werbespots wie Franz Beckenbauers Anpreisung der Eintöpfe eines bekannten Suppenherstellers. Insgesamt wurde eine Aneinanderreihung von Anekdoten aus fünf Jahrzehnten Ligafußball dargeboten. Bei dieser war keine Struktur erkennbar. Sie wäre andererseits bei einem so breit gefächerten Thema auch nur schwer herstellbar gewesen und war offenbar auch nicht gewollt, denn die Vortragsweise entsprach dem Aufbau des Buches. Dieses ist ein unterhaltsamer, kurzweiliger „Kessel Buntes“, angereichert mit Statistiken, Grafiken und alten Fotos. Damit ist das Buch zwar kein ausgewogener Rückblick auf ein halbes Jahrhundert deutscher Fußballsportgeschichte, jedoch eine lockere Lektüre für die Bahnfahrt zum nächsten Spiel.

meyer2Hans Meyer erwies sich im Verlauf der Veranstaltung nicht nur als humorvolle, sondern auch als inhaltliche Bereicherung. Das betraf etwa seine Schilderung der Sicht der DDR-Fußballer auf die Bundesliga oder seine korrigierenden Aussagen zu der gegenwärtig verbreiteten Verklärung des Fußballs der 1980er Jahre. Gegen diese „früher war alles besser“-Haltung verwies Meyer zutreffend auf die doch erheblich gesteigerte Qualität des heutigen Spiels mit seiner größeren Laufbereitschaft, seinen beengten Räumen und den sich dadurch ergebenden höheren technischen Anforderungen. Tiefe ergab sich aus Meyers Hinweis auf die bestehenden Belastungen für die in der Öffentlichkeit häufig lediglich als privilegierte Spitzenverdiener wahrgenommenen Profis. Er verwies auf Schattenseiten ihres Berufs und erinnerte an Spielerschicksale, die vom Leistungsdruck während der aktiven Laufbahn oder Sinnkrisen nach deren Ende negativ geprägt wurden.

Als das Schiff nach etwas weniger als zwei Stunden wieder am Anleger festmachte, hatte sich den Gästen der doppelte Genuss einer abwechslungsreichen Lesung und einer nächtlichen Panoramaflussfahrt geboten. Dabei deutete sich an, über welch außerordentlich großen Wissensfundus Hans Meyer verfügt. Diese Erkenntnis wurde aber durch seine Aussage getrübt, dass er nicht beabsichtigt, ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Das wiederum ist sehr bedauerlich, denn gerade er hätte mit seinen Erfahrungen im DDR-Fußball und seiner Trainerkarriere nach der Wiedervereinigung im Vergleich zu vielen anderen Akteuren des Profifußballs einiges zu sagen. In diesem Sinn bleibt zu hoffen, dass er seine Haltung eines Tages ändert.

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