News aus dem Gerichtssaal - Teil III: Diesmal mit deutlich ernstem Hintergrund. Vor dem Bielefelder Landgericht begann heute der Prozess gegen einen Bielefelder Hooligan. Der Angeklagte soll Haupttäter beim Überfall am 5. Mai auf einen 26-Jährigen Anhänger von Werder Bremen II gewesen sein. Das Opfer wurde dabei lebensgefährlich verletzt und leidet noch heute an den Folgen des Schädel-Hirn-Traumas.
Neben dem 20-Jährigen Haupttäter sind noch weitere zehn mutmaßlich beteiligte Personen zwischen 19 und 23 Jahren angeklagt. Zum Prozessauftakt bestritt er den Vorwurf der Tötungsabsicht. Nach eigenen Angaben habe er "im Rausch wild um mich herum geschlagen" und sei erst in der Gefängniszelle wieder zu Besinnung gekommen. Das Gericht wird in den kommenden Verhandlungstagen unter anderem auch Videoaufzeichnungen der Polizei sichten, um bewerten zu können, ob sie der Argumentation der Anklage folgen. Diese unterstellt dem Angeklagten einen hinterlistigen Überfall aus niederen Beweggründen mit der Absicht einen Menschen zu töten.
Quelle: DerWesten