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Dienstag, 05 Februar 2013 12:48

Die Ultras GE verlassen Fan-Club Verband

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ultras geEin Fan-Club Verband, als Fanvertretung gegenüber dem Verein gedacht, sollte ja eigentlich die Meinung der in ihm organisierten Fans vertreten. Zumindest sollte man das meinen. Die Ultras GE sind nun aus dem Schalker Fan-Club Verband ausgetreten. In Ihrem Statement zum Ausstieg geben sie der Fanvertretung kein gutes Zeugnis. Die Verantwortlichen des Fanverbands vertreten nach Meinung der Ultras GE nicht mehr die Meinung der Fanclubs sondern in kritischen Themen die Argumente des S04 Vorstands. Die Ultras GE ziehen daraus nun die Konsequenzen. Bei der aktuellen Stimmungslage auf Schalke möglicherweise nicht die einzige Gruppe die sich diesen Schritt überlegt.

Donnerstag, 31 Januar 2013 15:02

Kein Zwanni: Brief an die Bundesliga

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kein zwanniBrief von "Kein Zwanni für nen Steher" an die Bundesliga

Liebe Bundesliga

manchmal fragt man sich, was im Kopf einiger Verantwortlicher Deiner Mitgliedsvereine vorgeht. Du stehst sportlich so gut da wie lange nicht mehr. Alle deutschen Vereine sind noch im Europacup vertreten und Du knabberst in der "5-Jahres-Wertung" den Vorsprung der Premier League weg und - falls es Euch noch nicht aufgefallen sein sollte - Pep Guardiola wechselt zum FC Bayern München. Gratulation Bundesliga, Du stehst gut da. 

Wenn Du den Grund für Deinen Erfolg suchst, dann sei Dir ein Besuch im Ausland angeraten. Es gibt nämlich nur sehr wenige Fans, die von den tollen Fußballern in Deutschland schwärmen. Die meisten sprechen eher von der tollen Stimmung. Oder anders gesagt: Falls Du es nicht gemerkt hast: Du verdankst Deinen Erfolg auch den Fans. 

Und wie danken es einige Vereine den Fans? Mit massiven Preiserhöhungen. Dass der Hamburger Sport-Verein - nicht nur - zum Derby gegen Werder Preise aus der Hölle nimmt, ist ja bekannt. Und auch dass Borussia Mönchengladbach gerne mal einen Schluck aus der Pulle nimmt ist - leider - nichts Neues. Dafür reiht sich aber nun auch Bayer Leverkusen im Kreis der Unverschämten ein. Im Endergebnis waren weder die Gastspiele von Schalke bei Leverkusen, noch das von Werder beim HSV ausverkauft. Und beim Spiel der beiden Mannschaften vom Niederrhein blieben 3.000 Karten unverkauft. 

Eigentlich möchte man schreien, liebe Bundesliga, dass es sich - nach jahrelanger Abstinenz - 3000 Menschen nicht leisten konnten oder wollten, sich das Derby am Niederrhein anzuschauen. Aber irgendwie ist das auch ein Zeichen der Hoffnung. Ein Zeichen dafür, dass die Menschen nicht alles mitmachen. 

Aber liebe Bundesliga, müssen einige Deiner Mitgliedsvereine wirklich mit dem Arsch einreißen, was wir gemeinsam aufgebaut haben? Müssen wir wirklich beweisen, dass man eine Liga die Erfolg hat auch wieder ruinieren kann? Muss man wirklich den Volkssport mit Füßen treten? 

Lass uns drüber reden.

Quelle: http://kein-zwanni.de/

polizeiDer FC Augsburg hat heute auf seiner Webseite einen offenen Brief an den bayerischen Innenminister Joachim Hermann veröffentlicht, in der man die Geschehnisse rund um das Gastspiel in Fürth zur Sprache bringt. Walther Seinsch, Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg, nimmt dabei nicht nur Bezug auf den Bericht des Fanbeauftragten, sondern lässt aus eigener Erfahrung kein gutes Haar an den USK-Einsätzen bei Fußballspielen. 

"Wenn ich unsere bisherigen Erfahrungen mit dem USK rekapituliere, dann komme ich zu der Erkenntnis, dass die Fußball-Fans und auch normale Zuschauer als Ausbildungsobjekte (Stichwort Terrorbekämpfung) für das USK herhalten müssen und dass die Konfrontationen provoziert werden, um einen Ausbildungseffekt zu erzielen" so Seinsch in seinem Brief.

Im Bericht des FCA Fanbeauftragten ist von massiver, unverhältnismäßiger Gewalt und Beleidigungen von Seiten des USK der Bereitschaftspolizei Nürnberg gegenüber Augsburger Anhänger beim Spiel in Fürth am 15.12.2012 die Rede. So erlitt durch den Einsatz unter anderem ein Fan ein Fingerbruch, auch der FCA-Sicherheitsbeauftragte soll durch körperliche Gewalt an seiner Arbeit gehindert worden sein. Erschreckend an dem Bericht ist vor allem die Tatsache, das offensichtlich nicht einmal der Einsatzleiter der Polizei Fürth, Roalnd Gradl, Einfluss auf die Einsatztaktik des USK aus Nürnberg hatte. Gradl selbst entschuldigte sich bei einem Treffen mit Fan- und Sicherheitsvertretern aus Fürth und Augsburg vergangene Woche für die übertriebene Einsatztaktik. Offensichtlich wurde im Anschluss an dieses Gespräch das Thema auch gegenüber der Einsatzleitung des USK angesprochen.


Stellungnahme zu den Vorfällen SpVgg Greuther Fürth gegen FC Augsburg

Am Samstag, 15.12.12 reisten ca. 1800 Fans des FC Augsburg zum Auswärtsspiel ihres Teams nach Fürth. Die meisten Anhänger trafen per Zug oder mit Fanbussen in der Stadt ein. Insgesamt eine ruhige, friedliche und auch mit der Polizei unproblematische Anreise auf allen Ebenen. 

Zu betonen ist dabei, dass die aktive Szene des FCA bereits morgens nach Fürth fuhr, um dort in einer Innenstadt-Kneipe etwas zu trinken. Dies wurde vom USK der Bereitschaftspolizei Nürnberg unterbunden und die Fans wurden zum Stadion begleitet. Dort warteten sie mehrere Stunden an ihren Bussen auf den Einlass. Dies geschah friedlich und ohne Probleme.

Auch während des Spiels gab es keine nennenswerten Vorfälle, die das spätere Handeln des USK rechtfertigte. 

Ca. 17.30 Uhr, also kurz nach Spielende, kam es zum ersten Einsatz des USK. Ca. 300 Personen bewegten sich 200 Meter Richtung Parkplatz der Shuttlebusse, die alle Zugfahrer zum Hauptbahnhof bringen sollten. Dabei überquerten sie eine Seitenstraße. Von dort wurden die Augsburger Fans von Fürther Anhänger angegriffen. Das USK, das hier absichern sollte, war nicht bzw. zu spät vor Ort um dies zu verhindern. Erst nach dem Angriff der Fürther Fans, griff das USK ein und zwar in dem Sinne, dass jetzt die Augsburger Fans mit Schlagstockeinsatz zusammengetrieben wurden. Unbeteiligte wurden getroffen, Personen wurden
beleidigt.

Hier stellt sich ganz klar die Frage, warum nach einem Angriff der Fürther Anhänger Augsburger die Opfer von einem massiven Einsatz des USK wurden?! Auch deeskalierendes Einwirken von Mitarbeitern des Fanprojekts und auch der Augsburger Fanbetreuung wurde bewusst unterbunden. Im Gegenteil, dies wurde mit harschen Worten und zum Teil mit Schlägen gegen den Körper beantwortet. Begründet wurde das Einsetzen von Schlagstöcken mit einer sogenannten „Einsatztaktik“, um die Personen gesammelt zu den Shuttlebussen zu treiben.

Gewalt von Augsburger Fans gegenüber der Polizei ging keine Sekunde aus.

Ca. 18.30 Uhr, nach der Abreise der zugreisenden Fans, eskalierte ein weiterer Einsatz des USK am Gästeparkplatz. Zwei Busse der aktiven Szene warteten auf einen Fan, der nach einem Sturz noch im Krankenhaus geröntgt wurde.

In dieser Phase warteten wiederum rund 100 Fürther Fans in der Nähe, um Augsburger Fans abzufangen. Dies alarmierte das USK. Aber mit folgendem und nicht nachvollziehbarem Ergebnis: Obwohl zu diesem Zeitpunkt der Gästeparkplatz leer war, die Fans ruhig an den Fahrzeugen standen, kesselten die Beamten des USK die Busse ein, drängten die Fans in die Busse, ebenfalls mit Schlagstöcken in den Händen. Dies geschah mit massiven Beleidigungen gegenüber den Personen, auch Frauen wurden bewusst beleidigt und intensivem Körpereinsatz ausgesetzt. Ein Fan des FC Augsburg erlitt einen Fingerbruch, nachdem ihn ein USK-Beamter geschlagen hatte. Hier wurde Anzeige erstattet.

Der FCA-Sicherheitsbeauftragte Edgar Schweininger, der deeskalierend mit den Fans und den Beamten sprechen wollte, wurde ebenfalls mit körperlicher Gewalt an seiner Arbeit gehindert. Zeugen der Vorfälle waren sowohl der Fanbeauftragte und Sicherheitsbeauftragte aus Fürth, als auch der Fürther Polizei-Einsatzleiter, der, was zu betonen ist, hier keine Einflussnahme-Möglichkeit auf das USK und dessen eigenen Einsatzleiter hatte. 

Insgesamt ist von massiver körperlicher Gewalt gegen Augsburger Fans und Offiziellen die Rede. Von Seiten der Augsburger ging keine Gewalt aus, so dass hier ein absolut unverhältnismäßiges Eingreifen des USK der Bereitschaftspolizei Nürnberg vor sich ging.

Der FC Augsburg hat mit Bestürzung diese Vorfälle wahrgenommen. Gleichzeitig war allen Beteiligten klar, dass diese nicht ohne weiteres hingenommen werden können. Daher wurde umgehend das Gespräch mit der Polizei gesucht. 

Positiv ist zu vermerken, dass Herr Roland Gradl, Einsatzleiter der Polizei Fürth, sofort ein Gespräch anbot. Zusammen mit dem Fan- und Sicherheitsbeauftragten aus Fürth trafen sich die Fanbetreuung und der Sicherheitsbeauftragte des FCA in Fürth, um die Vorfälle aufzuarbeiten. 

Am Gesprächstermin, der am 16.1.13 in der Trolli-Arena stattfand, entschuldigte sich Polizeioberrat Gradl für die übertriebene Einsatztaktik des USK und vor allem für die Beleidigungen gegenüber den Augsburger Fans. Gleichzeitig versprach er, dies mit der Einsatzleitung des USK klar anzusprechen und die Dinge aufzuarbeiten.

Alle Beteiligten des Gesprächs waren beeindruckt von der Reaktion Herr Gradls und seinem Bemühen, die Vorfälle nicht zu vertuschen, sondern offen zu klären. Dies soll positiv erwähnt werden.

Kurze Zeit später erhielten wir die Meldung aus Fürth, dass Polizeioberrat Gradl das Gespräch mit der Einsatzleitung des USK tatsächlich suchte und dort diese Vorfälle deutlich thematisierte. Offensichtlich gab es auch Fehlereingeständnisse von Seiten des USK. Der Hundertschaftsführer des USK wird hier mit seinen Mitarbeitern ein klärendes Gespräch führen.

Der FC Augsburg hat sich trotzdem entschieden, diese Stellungnahme öffentlich zu machen, um einige Dinge deutlich zu machen:

    1. Es lag an diesem Spieltag eine objektive Unverhältnismäßigkeit des USKEinsatzes gegenüber Augsburger Anhängern vor, die weder gewaltbereit noch gewaltsuchend waren
    2. Es wurden Personen grundlos geschlagen, verletzt und beleidigt
    3. Deeskalierendes Einwirken von Fanbetreuern und Sicherheitsbeauftragten wurde verhindert
    4. In Zeiten, in denen von Fangewalt inflationär gesprochen wird, muss es auch erlaubt sein, Fehlverhalten von Seiten der Polizei aufzuzeigen
    5. Ebenfalls ist aber hervorzuheben, dass die Fürther Polizei diese Fälle nicht vertuschen will, sondern sehr offen aufzuarbeiten versucht. Dies ist nicht der Normalfall
    6. Der FCA bedankt sich für das offene Gespräch mit der Polizei und deren Einsatz, die Vorfälle mit dem USK zu klären.
    7. Gleichzeitig hoffen der FC Augsburg und seine Anhänger, dass sich ein derartiges Verhalten eines USK nicht mehr wiederholt. Die Polizei ist für die Sicherheit zuständig, diese darf sie aber nicht selbst gefährden und zur Eskalation beitragen.

Den gesamten Brief inklusive Anschreiben an Innenminister Hermann gibt es auf der FCA Homepage

Freitag, 21 Dezember 2012 16:12

BVB bezieht Stellung im Kampf gegen Rechts

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bvbBorussia Dortmund hat sich endlich mal offiziell zu dem andauernden Angriff von Rechtsradikalen bei Heimspielen, Auswärtsspielen und in den Fanszenen geäußert.

In der Pressemitteilung geht man auch konkret auf die Fälle und Maßnahmen ein, die der Verein im Kampf gegen Rechts auf sich nimmt und durchsetzt.

In den letzten Wochen und Monaten kam es immer wieder dazu, dass sich rechtsorientierte Gruppierungen öffentlich im Stadion präsentierten. Der Spiegel deckte dann auf, dass sich auch im Kreise der Sicherheitskräfte rechtsradikale Mitarbeiter befanden.

Auch stellt der BVB hier seinen Standpunkt klar auf und distanziert sich von allem rechten Gedankengut und ruft zu mehr Toleranz auf in den Fanreihen. 

Der Link zur Pressemitteilung: 
HIER KLICKEN

Mittwoch, 19 Dezember 2012 10:10

BVB: Protest richtet sich nicht gegen das Team!

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1212Nach dem ersten offenen Brief an die Dortmunder Fanszene hatte sich der Verein Borussia Dortmund ebenfalls in einer Stellungnahme an die BVB Fans gewandt und um unterstützung gebeten. Das 12doppelpunkt12-Bündnis Dortmund stellt nun nochmal klar, das der Protest sich ausdrücklich nicht gegen die Mannschaft richtet und diese den Protest respektiert.Die 12:12min Schweigen sind nochmals als Appell an die DFL gerichtet, den ehrlichen und lösungsorientierten Dialog mit den Fans zu suchen.

Das Statement aus Dortmund

Hi Leute,

nach vielen Gesprächen mit diversen Gruppen, Fanclubs und Einzelpersonen haben wir von 12doppelpunkt12-Dortmund uns dazu entschieden, auch beim Pokalspiel gegen Hannover 96 zu protestieren. Wir rufen dazu auf, in den ersten 12:12 Minuten zu schweigen und ab dann in gewohnter Art und Weise das Team zu unterstützen.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Nach dem öffentlichen Brief der Mannschaft möchten wir noch Einmal betonen, dass sich der Protest nicht gegen das Team richtet, sondern gegen das DFL-Sicherheitspapier.

Sebastian Kehl suchte bereits das Gespräch mit der Kampagne und akzeptiert den Protest stellvertretend für die Mannschaft. Er respektiert den Protest, bittet uns Fans jedoch eindringlich, nach 12 Minuten und 12 Sekunden die Mannschaft wieder lautstark und bedingungslos zu unterstützen.

Wir BVB-Fans möchten in den 78 verbleibenden Minuten auch dafür sorgen, der Mannschaft für das fantastische Jahr 2012 zu danken und nebenbei natürlich auch noch unserem Verein einen würdigen Geburtstag ermöglichen.

Die Kampagne 12doppelpunkt12 appelliert eindringlich an die DFL, auf die Fans zuzugehen, in ihnen einen kompetenten Gesprächspartner zu sehen und einen ernsthaften und und lösungsorientierten Dialog mit den Fans zu initiieren.

Mit freundlichen Grüßen
Jan-Henrik Gruszecki
Sprecher 12doppelpunkt12-Dortmund

 

Dienstag, 18 Dezember 2012 20:18

VfB Fanvertreter mit einer gemeinsamen Erklärung

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vfb fanausschussEigentlich war für den gestrigen Montag die letzte Sitzung des VfB Fanausschuss für dieses Jahr vorgesehen. Der Termin wurde nun aber durch die jüngsten Geschehnisse von den Fanvertretern abgesagt. Das Gremium gibt nun ein Tag vor dem letzten Pflichtspiel 2012 in einer ausführlichen Erklärung den aktuellen Stand zu den strittigen Themen an die Stuttgarter Fans weiter. Unter anderem geht es um die Position und Kommunikation des Fan-Ausschuss gegenüber und mit dem Verein, den Deal mit der Ticketbörse viagogo und das, in ganz Deutschland diskutierte, verabschiedete Sicherheitspaket.

Nach Ansicht der Fanvertreter möchte man den Dialog im nächsten Jahr fortführen, fordert aber vom Verein eine Auseinandersetzung mit den Kritikpunkten der Fans. Im Gegensatz zu anderen Fanszenen wird man in Stuttgart beim Pokalspiel gegen Köln aber wohl auf einen organisierten Stimmungsboykott verzichten.

Dienstag, 18 Dezember 2012 11:50

Schwatz-Gelbe Post-Offensive: Offener Brief vom BVB

geschrieben von

post daBriefe schreiben hat bekanntlich Tradition, erst recht zur Weihnachtszeit. So gesehen hat die Deutsche Post eh schon genug zu tun und wird nun auch noch im Fußball von Briefen überhäuft: den offenen Briefen. Schon ordentlich am Schwitzen nach dem "Offenen Brief an Harald Strutz“ der in Mainz fast jeden Haushalt erreicht hat, wird nun auch in Dortmund der Briefkasten kontaktiert.

Los ging‘s gestern mit der Stellungnahme der BVB Fanbeauftragen zum DFL Sicherheitspapier. Das sorgte für eine „Express-Zustellung“ vom Dortmunder Sprecher der 12doppelpunkt12 Initiative. Im offenen Brief an die Fans werden die Hintergründe für den geplanten Protest beim Pokalspiel erklärt.

Brief? Können wir auch sagt sich der Ballspielverein Borussia 09 Dortmund und schickt umgehend ebenfalls die Briefzusteller los. Bezeichnenderweise sind die Briefkästen eh Gelb-Schwarz

Wir helfen gerne bei der Zustellung. Hurra, die Post ist da!

Offener Brief an alle BVB-Fans

Liebe BVB-Fans,

Borussia Dortmund blickt auf das vielleicht erfolgreichste Jahr der 103-jährigen Klubgeschichte zurück. Gemeinsam haben wir als große  BVB-Familie das Double aus Deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal gefeiert. Wenige Monate später haben wir die  Vorrundengruppe der Königsklasse mit dem spanischen Meister Real Madrid und dem englischen Champion Manchester City souverän als Sieger abgeschlossen. Das alles, ohne einen Euro Schulden zu  machen. Darauf können wir stolz sein!

Zwischen unsere junge Mannschaft und Euch Fans passte im Jahr 2012 kein Blatt Papier. Ganz Europa hat bewundert, welches WirGefühl in Dortmund gewachsen ist. Wie respektvoll wir alle miteinander umgehen. Wie intensiv und echt das Miteinander in unserem ganz besonderen Fußballverein ist, der immer  – und übrigens auch auf dem Weg zum DFL-Sicherheitspaket  – den Austausch mit seinen Anhängern gesucht, gefunden und aktiv dafür gesorgt hat, dass Fanbedenken nicht nur gehört, sondern berücksichtigt werden. Eure Ängste und Sorgen sowie den daraus entstandenen Protest der vergangenen Wochen haben wir akzeptiert und respektiert. Es ist uns nicht leicht gefallen, unter  diesen ungewohnten Bedingungen Fußball zu spielen. Wir wissen, dass auch für das Pokalspiel gegen Hannover Teile der Fanszene einen Protest planen. Wir wissen aber auch, dass uns viele Fans schon von Beginn an unterstützen möchten und werden. Wir bitten Euch alle, keine Gräben innerhalb der Fan-Gemeinschaft und zwischen uns und Euch entstehen zu lassen.

Morgen wird im SIGNAL IDUNA PARK vor 80.000 Zuschauern und vor Millionen Menschen an den Fernsehern der Schlussakkord dieses atemberaubenden BVB-Jahres gespielt. Einmal noch geht es um alles oder nichts. Um die schwere Partie gegen Hannover 96. Um unser Weiterkommen im DFB-Pokal. Und am Ende vor allem auch darum, den Traum von einem weiteren Abend für die Ewigkeit im Berliner Olympiastadion nach wie vor träumen zu dürfen. Es geht um Tage wie diese, damals im Mai 2012. Euch, die BVB-Fans, möchten wir deshalb bitten, uns morgen Abend wieder zu unterstützen. Lautstark. Bedingungslos. Geduldig. So, wie wir Euch kennen. Und falls nötig 120 Minuten lang.Ihr Fans habt es zweifellos verdient, dass der DFB-Pokal über den Sommer hinaus in Dortmund bleibt! Wenn Ihr wiederum glaubt, dass wir nach diesem unfassbar erfolgreichen Jahr Eure Unterstützung verdient haben, dann wünschen wir uns von Euch nur eines: Verwehrt uns diese nicht.

Unterschrieben von

Hans-Joachim Watzke (Vorsitzender Geschäftsführung)
Michael Zork (Sportdirektor)
Jürgen Klopp (Cheftrainer)
Sebastian Kehl (Kapitän)

Quelle: BVB.de

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