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Freitag, 10 April 2015 20:04

Stellungnahme des Münchner Fanprojektes zum Amateurderby

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Zum Münchner Amateurderby am 6.4.2015 und den damit einhergehenden medialen sowie politischen Entwicklungen nimmt das Fanprojekt München wie folgt Stellung:

Football Supporters Europe veröffentlicht folgende Stellungnahme zu Gesprächsrunden über kollektive Strafen:

 

Am 16. März fand das jährliche Treffen des FSE Komitees mit der UEFA statt, an dem auch unsere Partner Supporters Direct Europe und Centre for Access to Football in Europe (CAFE) teilnahmen. Während hinsichtlich des Problems elektronischer/personalisierter Tickets genauso wie bei Reiserestriktionen Fortschritte erzielt werden konnten und sogar ein gemeinsames Vorgehen diskutiert wurde, und auch hinsichtlich anderer Agendapunkte ein eher positives Fazit gezogen werden kann, müssen wir leider festhalten, dass die UEFA sich hinsichtlich der Kollektivbestrafung von Fans weiterhin kein Stück bewegt.

 

Das FSE Komitee vermisst von der UEFA noch immer ein grundlegendes Zeichen des Verständnisses dafür, dass eine Bestrafung von Fans, die sich nichts haben zu Schulden kommen lassen, sowohl unangemessen ist als auch rechtsstaatlichen Grundsätzen widerspricht. Sie ist somit kontraproduktiv für das Ziel, Fans zum wichtigen Kampf gegen Rassismus zu motivieren.

Daran änderten auch die absolut berechtigten Beschwerden der Fangruppen von Bayern, Manchester City und Nordirland nichts, die FSE-Komitee-Mitglieder anlässlich des Treffens vorgetragen haben. Diese beziehen sich insbesondere auf die Fans gegnerischer Vereine, die für das verurteilenswerte Verhalten einiger Weniger in einem anderen Verein mit einem Spiel vor leeren Rängen bestraft werden und bis heute nicht einmal für ihre bereits getätigten Ausgaben für Anreise, Tickets und gegebenenfalls Unterkünfte entschädigt wurden. Die UEFA tritt mit ihren Maßnahmen also gerade diejenigen mit Füßen, die an dem sanktionierten Vorfall gänzlich unbeteiligt sind und/oder sich als Fans sogar aktiv gegen Diskriminierung einsetzen.

Die bei der UEFA vorherrschende Meinung, dass sich das System dieser Kollektivbestrafung bewährt habe, ist für das FSE Komitee daher nicht nachvollziehbar. Dass dem nicht so ist, zeigt nicht nur die Tatsache, dass einige Clubs wiederholt wegen des rassistischen Verhaltens ihrer Fans bestraft wurden sondern auch die europaweiten Proteste der Kampagne „#Respect Fans“, an welcher sich bis heute große nicht-rassistische Fangruppen von über 15 Vereinen aus den europäischen Club-Wettbewerben beteiligt haben. Dies führt deutlich vor Augen, dass die Straflogik der UEFA in essentiellen Punkten als nicht nachhaltig, falsch und ungerecht bewertet werden muss. Das FSE-Komitee unterstützt diese Proteste ausdrücklich und ruft Fans dazu auf, weiterhin die Missstände bei der Sanktionierung von Fans, die sich nichts zuschulden haben kommen lassen, anzuprangern und diese Proteste sogar gegebenenfalls zu intensivieren.

Wir appellieren an die UEFA, bei diesem zentralen Thema unbedingt auf die Fans zuzugehen, da wir ansonsten die Gefahr einer fortgesetzten Radikalisierung der Fans als Reaktion auf ihre aktuelle Position befürchten. 

Dies kann in niemandes Interesse sein. Trotz unserer großen Enttäuschung über den Ausgang des Treffens, ist FSE daher auch weiterhin zu Gesprächen mit der UEFA bereit. Es wäre ein wichtiges Zeichen einer positiven Partnerschaft, wenn die UEFA einen Schritt auf die nicht-rassistischen Fans  zu zu gehen, mit der ehrlichen Absicht, die gegenwärtigen Ungerechtigkeiten im System beseitigen zu wollen.

Das FSE Komitee

Kevin Miles (England), Victoria Dominguez Almela (Spanien), Tine Hundahl Jensen (Dänemark), Dirk Vos (Belgien), Riccardo Bertolin (Italien), Başar Yarimoglu (Türkei), Martin Endemann (Deutschland), Thomas Gassler (Leiter FSE Fans Embassies), Goran Grosman (Leiter FSE Anti-Discrimination) & Daniela Wurbs (FSE-Koordination / Geschäftsleitung)

Quelle: Football Supporters Europe

 

Zur öffentlichen Darstellung und Reaktion auf das BGH-Urteil zur Frage der Einordnung von sogenannten Hooligan-Gruppierungen als kriminelle Vereinigungen äußert sich die AG Fananwälte wie folgt:

"Die Arbeitsgemeinschaft Fananwälte kritisiert die Kommentierung der Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 22.01.2015, 3 StR 233/14, zur Frage der Einordnung von sogenannten Hooligan-Gruppierungen als krimineller Vereinigung. Ohne die schriftlichen Urteilsgründe abzuwarten, wurden nach Bekanntwerden der Entscheidung angeblich erweiterte polizeiliche Befugnisse insbesondere von Seiten der Polizeigewerkschaften begrüßt. Insbesondere wurde suggeriert, der BGH habe die „kriminelle Vereinigung“ begrifflich erweitert.

Dies ist jedoch nicht zutreffend. Der Bundesgerichtshof nimmt mit seiner Entscheidung keine Erweiterung des Begriffs der kriminellen Vereinigung vor, sondern hält seine ständige Rechtsprechung aufrecht. Eine Ausdehnung des Begriffs der kriminellen Vereinigung beispielsweise auf Ultrafangruppen lässt sich durch das Urteil des Bundesgerichtshofs gerade nicht begründen.

Nach der Rechtsprechung des BGH setzt eine kriminelle Vereinigung voraus, dass Ziel und Zweck einer Personenvereinigung die Begehung von Straftaten ist, wobei sich – als wesentliches Abgrenzungsmerkmal zu nichtkriminellen Vereinigungen – die Gruppenmitglieder unter Zurückstellung ihrer individuellen Einzelmeinung der Willensbildung der Organisation und diesem Ziel unterwerfen.

Dies ist bei Ultrafan-Gruppierungen nicht der Fall. Die Mehrheit der Mitglieder von Ultrafan-Gruppierungen verfolgt das Ziel, die jeweilige Fußballmannschaft zu unterstützen und stellt das verbindende Fußballerlebnis in den Vordergrund. Das Begehen von Straftaten ist nicht das gemeinsame Ziel, was bereits aus der Heterogenität der Zusammensetzung folgt. Das Urteil des BGH stellt eine reine Einzelfallentscheidung dar und betrifft nicht die Ultrafan-Gruppierungen.

Soweit einige Medienäußerungen von Polizeigewerkschaften darauf hindeuten, das Urteil zum Anlass nehmen zu wollen, Fußballfans oder Gruppierungen zum Gegenstand von Ermittlungsverfahren oder Überwachungsmaßnahmen zu machen, weist die Arbeitsgemeinschaft Fananwälte dies als Populismus zurück und erinnert daran, dass erkennbar Unschuldige von Gesetzes wegen nicht verfolgt werden dürfen, § 344 StGB.

Pressemitteilung der AG Fananwälte: PM 12.03.2015-2
Entscheidung des Bundesgerichtshofs"

Quelle: http://www.fananwaelte.de/?p=261

"Unsere Kurve" nimmt zu den Überlegungen von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert, zugunsten eines TV-Milliardendeals auch "unpopuläre Maßnahmen" zu ergreifen, wie folgt Stellung:

Weitere Aufsplittung von Spieltagen ist fanunfreundlich und inakzeptabel

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat angekündigt, unpopuläre Maßnahmen in Betracht zu ziehen, um die Konkurrenzfähigkeit des deutschen Fußballs im Vergleich zum englischen Fußball zu erhalten. Anlass für diese Aussagen ist der Abschluss eines neuen TV-Vertrages für die englische Premier League in Höhe von 6,9 Milliarden Euro. Neben Christian Seifert äußerten sich auch andere Fuballfunktionäre bereits zu möglichen neuen Anstoßzeiten und einer weiteren Aufsplittung von Spieltagen.

Die IG Unsere Kurve lehnt jede weitere Aufsplittung von Spieltagen entschieden ab und appeliert an die Verantwortlichen, eine mögliche Neuordungung der Spieltage und Ansetzung genau zu überdenken.

„Der aktuelle Stand ist für Fußballfans bereits eine absolute Zumutung. Die Planung von Spielbesuchen aufgrund später Terminierungen und frühen oder zu späten Anstoßzeiten ist langfristig nicht möglich und damit fanunfreundlich“, sagt Robert Pohl, Sprecher der IG Unsere Kurve. „Das gilt für Auswärtsspiele mit mehr Planungsaufwand für Urlaub, An- und Abreisereise und notwendigen Übernachtungen als auch für Heimspiele, denn viele Vereine verfügen über ein großes Einzugsgebiet, so dass Fans längere Anreisewege haben“. Anstoßzeiten müssen es möglich machen, innerhalb eines Tages, an- und wieder abzureisen. „Alles andere ist nicht fanfreundlich. Der Stadionbesucher darf im Vergleich zum Fernsehzuschauer definitiv nicht noch schlechter gestellt werden“, so Pohl weiter.

Die Summe von 6,9 Milliarden Euro für die TV-Rechte in England sind genau genommen nicht mehr rational zu bewerten. Das ist unvorstellbar viel Geld und es muss die Frage erlaubt sein, wohin die finanzielle Spirale sich noch drehen soll? „Wir hegen starke Zweifel, ob das dauerhaft gut für den Fußball ist, wenn sich alles nur noch um Geld dreht und der sportliche Wettkampf über finanzielle Möglichkeiten definiert wird. Man muss vor allem aufpassen, dass Vereine mit diesen TV-Geldern ordentlich wirtschaften und sich nicht davon abhängig machen, genau wie von Investoren“, fordert Robert Pohl.

Fließen irgendwann aus diesen Quellen keine Mittel mehr, steht das ganze System vor dem Zusammenbruch. Zahlreiche Beispiele in den großen europäischen Spielklassen, auch in Deutschland, sollten eine Warnung sein, finanzielle Investitionen genau zu überprüfen und nicht als ausschließliche Lösung für besseren Wettbewerb anzusehen. Letztendlich wird der Fan in England die Zeche zahlen, wenn er weiter seinem Interesse am Fußball nachgehen möchte, denn die TV-Sender müssen ihre Investition irgendwie refinanzieren. Neben hohen Eintrittspreisen bezahlt der Zuschauer dann auch noch hohe Gebühren dafür, dass er ein Spiel seines Lieblingsvereins wenigstens im Fernsehen anschauen kann.

Die Vertreter der IG Unsere Kurve sehen die Gefahr darin, dass ein Wettrüsten beginnt und sich der Erfolg nur noch über finanzielle Mittel definiert, die Schere zwischen international spielenden Vereinen und dem Rest größer wird. Dabei hilft viel mehr Geld nicht unbedingt, den Wettbewerb attraktiver zu machen. Er muss in erster Linie ausgeglichen sein, um die Spannung zu erhalten. Die Bundesliga sollte sich erst einmal darüber Gedanken machen, wie sie in Deutschland den Spannungsbogen aufrecht erhält, bevor sie sich um die Konkurrenzfähigkeit in Europa sorgt.

Wenn sich abzeichnet, dass die unpopulären Überlegungen über Anstoßzeiten und Spieltagsplanung in eine Richtung gehen, den derzeitigen Status Quo für den Fan weiter zu verschlechtern und keine ernsthaften Angebote der Verantwortlichen für Dialog und Mitbestimmung von Fans in dieser Sache erfolgen, ist es möglich, auf breiter Basis wieder einen Protest zu führen, wie wir ihn von der Kampagne 12:12 kennen.

Unsere Kurve sieht sich als Interessenvertretung der Fans aller Vereine und tritt ein für den Erhalt der Fankultur und den Erhalt der Freiräume. Getrennt in den Farben, gemeinsam in der Sache!

hsv die-fahne-weht

Als Reaktion auf die Ausgliederung der Profiabteilung wird die Hamburger Gruppe "Chosen Few" ihre Aktivitäten bei Heim- und Auswärtspielen der Profimannschaft einstellen. Im Statement wird dabei vor allem der respektlose Umgang mit Kritikern während der Mitgliederversammlung und das Verhalten des Vereins im Nachgang zum Blocksturm der Polizei aufgeführt.

Statement Chosen Few Hamburg

Die CFHH wird in der kommenden Saison die ausgegliederte Profiabteilung nicht unterstützen. Das beinhaltet sämtliche Aktivitäten im Stadion bei Heim – und Auswärtsspielen und das darüber hinausgehende ehrenamtliche Engagement.

Diese Entscheidung ist uns als Gruppe nicht leicht gefallen und die Gründe dafür sind vielfältig. Einige Aspekte, die uns zu dieser wohldurchdachten Entscheidung gebracht haben, wollen wir kurz erläutern.

Die vergangenen Wochen und Monate waren gezeichnet durch Grabenkämpfe innerhalb des HSV. Während wir gemeinsam mit vielen anderen HSVern erfolgreich für den Klassenerhalt gekämpft haben, wurde von anderen mit Hilfe des Boulevard die Ausgliederung der Profifußball-Mannschaft in eine Aktiengesellschaft und somit die Abschaffung der Mitgliederrechte und der Verkauf von Teilen des HSV an Investoren vorangetrieben. Sehr viele Fans haben sich zunächst darüber gefreut, denn ihnen wurde versprochen, dass durch die Ausgliederung alles viel professioneller wird und der HSV wieder zeitnah Titel holt.

Doch wir als CFHH glauben nicht an die Heilsversprechen und sehen darin vor allem die Abschaffung sämtlicher Mitbestimmung, den Verkauf des HSV und das Überbordwerfen des letzten Funkens Eigenständigkeit auf dem Weg zur totalen Fremdbestimmung und zum totalen Kommerz.

Bereits nach wenigen Wochen wurden unsere negativen Erwartungen erfüllt. Die neu geschaffene HSV Fußball AG ist bereits vor ihrem tatsächlichen Beginn zu einer Marionette des so genannten Investors geworden und auch die angeblich so professionellen neuen Aufsichtsräte machen genau da weiter, wo ihre Vorgänger aufgehört haben – wohlgemerkt sogar bereits vor ihrem offiziellen Amtsantritt. Die Vorstellung, dass der HSV Fußball jetzt und auf alle Ewigkeit durch diese Leuten gekauft wird und somit ihnen gehört, ist für uns unerträglich.

Dabei ist auch nicht nur die Deutlichkeit des Mitgliedervotums für uns und unsere Ideale ein Schlag ins Gesicht, sondern vor allem auch die Art und Weise, wie im Vorfelde argumentiert, teilweise manipuliert und agiert wurde. Durch das konsequente Ausbuhen, Zwischenrufen und auch die Argumentation einiger Mitglieder auf der Versammlung ist vielen von uns klar geworden, dass wir uns in diesem Kreise schlicht und ergreifend nicht ansatzweise zuhause fühlen. Das Niveau, auf dem beispielsweise verdiente Amateursportler auf der MV angegangen wurden, weil sie zur Vorsicht mahnten, ist nicht hinnehmbar.

Hinzu kommt das Verhalten des Vereins im Zusammenhang mit dem Angriff der Polizei beim München-Spiel auf den Block 22c, bei dem etwa 150 Fans verletzt wurden. Zu keinem Zeitpunkt hat uns hier der Verein unterstützt. Im Gegenteil, später kam heraus, dass der Vorstand des HSV diesen Einsatz abgesegnet hatte und später noch in einer Stellungnahme gegen uns nachgetreten hat. Unsere Kommunikationsangebote und unser offener Brief bleiben bis zum heutigen Tage unbeantwortet.

Stattdessen hat sich der HSV offenbar entschieden, unseren Infostand und den Choreo-Lagerraum im Stadion zu verbieten. Das Absurde daran ist, dass uns bis heute nicht mitgeteilt wurde, dass dies offenbar eine Sanktion für die nicht angemeldeten Spruchbänder beim München-Spiel ist, sondern uns wurden lediglich mögliche Termine zur Räumung zugetragen. Wenn man bedenkt, dass dieser Raum seit über zehn Jahren für viele Fans und Gruppen dazu diente, gut und gerne 80-100 Choreos zu lagern und zu organisieren und wenn man beachtet, dass die CFHH diese Raumnutzung nie missbraucht hat, dann ist diese Maßnahme nicht nur dumm, sie ist auch absolut überzogen.

Abgesehen von der sehr eindeutigen Symbolik dieses Vorgehens macht uns diese "Sanktion" auch die Umsetzung von Choreos unnötig schwerer. Ohne Infostand: kaum Choreo- Spendengeld. Ohne Choreo-Lagerraum: kein Platz für Choreos.

Das unsägliche Thema Beleidigungen und andere Lächerlichkeiten durch Möchtegern-HSVer vor allem im Internet und deutlich seltener im Stadion gegen Mitglieder und Freunde unserer Gruppe und das trotzdem existierende Anspruchsdenken "Ey, macht mal ne Choreo, das ist ja schließlich eure Aufgabe!" wäre zwar ein weiterer Punkt. Wir wollen ihn hier aber nicht groß vertiefen. Nur soviel: Die CFHH lässt sich von diesen Leuten nicht einschüchtern!

Wir sind nicht bereit, weiter für einen HSV, der offenbar mit allen Mitteln versucht, kritische Stimmen mundtot zu machen und eine Tribüne, die offenbar zu sehr großer Mehrheit andere Ziele und Ideale hat, die Unterhalter und Animateure zu spielen. Ein Verein, nein eine Organisation, in der kaum ein Mitglied mehr die Möglichkeit hat mitzureden, in der man ganz bewusst kritische Stimmen ausgrenzen will und die sich immer mehr in die finanzielle Abhängigkeit von Investoren bewegt, anstatt sich auf die eigenen Stärken und die Unterstützung der Mitglieder zu verlassen, widerspricht dem, wofür die CFHH seit 15 Jahren kämpft und steht.

Kritiker mögen sagen, dass es auch andere Fanszenen gibt, die AGs unterstützen, dass Kühne ein echter HSVer ist, der nur das Beste will und dass Dietmar Hopp und Red Bull Leipzig total klasse sind, weil sie so viel für die Region und die Jugendarbeit tun. Einige werden sagen, dass die Polizei und der Vorstand genau richtig gehandelt haben, denn die Spruchbänder waren nicht in Ordnung und dafür haben wir nun mal "eins in die Fresse verdient". Euch möchten wir gar nichts sagen, denn wir sind euch keine Rechenschaft schuldig!

Ausdrücklich danken möchten wir hingegen dem Block 22c, allen Freunden, Weggefährten und Gruppen, die uns in den letzten Jahren zur Seite standen und uns in dieser Entscheidung  unterstützen, ja vielleicht sogar folgen werden.

Wir bedauern diesen Schritt, doch er ist für uns unter diesen Umständen die einzig ehrliche Möglichkeit.

Wir werden in der Zukunft regelmäßig zu Alternativveranstaltungen unter anderem rund um den HSV e.V. aufrufen und freuen uns, euch auch weiterhin bei unseren Donnerstagstreffen begrüßen zu können.

Chosen Few Hamburg am 1. Juli 2014

Quelle: http://cfhh.net/?p=4553

KölnschalDas vermehrte Auftauchen schwarzgelber Fan-Artikel im Müngersdorfer Stadion und auch in dessen Herzen, der Südkurve, ist der Kölner Ultra-Gruppierung „Coloniacs“ ein Dorn im Auge. Unter der Überschrift „Respekt und Toleranz“ wendet sich die Gruppe daher nun auf ihrer Homepage mit einem Appell gegen eine angebliche Freundschaft zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund zu Wort.

Einleitend legen die „Coloniacs“ in dem Text dar, was Freundschaft grundsätzlich für sie bedeutet - und dass sie die Kurve behutsam mit bestehenden Fan-Freundschaften vertraut machen. „Freundschaft [ist] etwas Besonderes. Ein unschätzbar hohes Gut, das durch Taten und nicht durch Worte gepflegt wird. [...] Es wird darauf geachtet, dass sich andere FC-Fans nicht überrumpelt fühlen durch die Anwesenheit unserer Freunde.“ Genannt werden im Text in diesem Zusammenhang die Städte Paris und Florenz. Weiter heißt es: „Seit Jahren klären wir aktiv über diese Freundschaften auf. Etliche Besuche und Reisen dokumentieren diese. Es ist einfach ein Niveau erreicht worden, auf dem diese Freundschaft offen im Stadion gelebt werden kann.“

Vor diesem Hintergrund langjährig aufgebauter Freundschaften stören sich die „Coloniacs“ nun daran, dass in letzter Zeit vermehrt Fan-Utensilien des Revierclubs Borussia Dortmund im Müngersdorfer Stadion zu sehen waren - als Sympathiebekundung für den BVB, teils sogar in der Südkurve, dem Heiligtum des FC.

Im Blick haben die Ultras dabei eine Interessenseite in dem sozialen Netzwerk „Facebook“ mit dem Titel „1. FC Köln & BVB 09 - Fanfreundschaft“, die aktuell über mehr als 42.000 „Gefällt mir“-Angaben verfügt - Tendenz steigend. Diese „Facebook“-Seite verbindet User, die sowohl Sympathien für den 1. FC Köln als auch für den BVB hegen. Es werden unter anderem Fotos gesammelt und veröffentlicht, die diese Verbindung belegen, etwa durch das Tragen von Fanutensilien des einen Vereins im Stadion des anderen. Zugleich wurden über diese Seite bereits zwei Fantreffen organisiert. Das erste fand im Jahr 2012 statt, das zweite erst kürzlich am 18. Januar 2014 in einer Gaststätte in unmittelbarer Nähe des Kölner Doms.

Köln FBDie Organisatoren der Seite ließen zudem einen rotweiß-schwarzgelben Schal mit den Aufschriften „Köln“, „Dortmund“ sowie auf der Rückseite „Tradition verbindet“ produzieren und boten diesen zum Kauf an. Insbesondere diesen Schal sieht man bei Heimspielen des FC häufiger im Müngersdorfer Stadion - und vereinzelt auch im Dortmunder Westfalenstadion. Dies stößt bei den „Coloniacs“ jedoch auf Unverständnis, „wenn Menschen ohne jeglichen Bezug BVB-Schals in der Südkurve tragen. Gleiches gilt für die unsäglichen ,Freundschafts‘-Schals“. Diese dienen in ihren Augen nur dazu, „windigen Geschäftsleuten die Taschen zu füllen“; sie sprechen in diesem Kontext von der „Ware Freundschaft“. Die „Facebook“-Seite wird durch die „Coloniacs“ abgelehnt: „Ein Aufruf bei Facebook macht noch keine Freundschaft [...] und das Tragen eines Freundschaftsschals lässt keine Freundschaft entstehen.“

Auch die in den beiden Vereinen weit verbreitete Abneigung gegenüber dem FC Schalke 04 lassen die Kölner Ultras nicht als Argument gelten: „ein gemeinsamer Gegner macht den anderen nicht zum Freund“. Die Gruppe kommt daher in ihrem Text zu dem finalen Aufruf: „Wir lehnen diese Entwicklung ab und positionieren uns im Stadion auch klar in diese Richtung. Tut euch selber einen Gefallen und lasst diese Scheiße zuhause.“

Als leidenschaftlicher Dortmund-Fan und mittlerweile seit einigen Jahren auch FC-Sympathisant stimme ich den „Coloniacs“ in einem Punkt zu: Das Tragen von Fanartikeln des jeweils anderen Vereins im Herzen des Stadions - der Südkurve in Müngersdorf und der Südtribüne in Dortmund - halte ich für ein hochsensibles Thema. Zwar dulde ich selbst etwaige Köln-Schals auf der Gelben Wand im Westfalenstadion aufgrund meiner Sympathie zum FC, würde aber selbst nicht auf die Idee kommen, bei Besuchen in Müngersdorf einen BVB-Schal in der Südkurve zu tragen. Sympathie ist hier der eine Aspekt, Respekt jedoch der andere.

Da ich mir der Ablehnung des BVB bzw. einer engen Bindung zwischen dem BVB und dem FC Köln von Teilen der Südkurve bewusst bin, würde ich das Tragen schwarzgelber Fan-Utensilien als respektlos gegenüber dem FC und seiner Fankurve ansehen. Als unproblematisch erachte ich hingegen das Tragen des bereits angesprochenen Freundschaftsschals - den ich selbst übrigens ebenso wenig besitze wie grundsätzliche FC-Fanartikel - im Rest des Stadions außerhalb der Heimkurve, in Köln wie in Dortmund.

Widersprechen muss ich den „Coloniacs“ jedoch in einem anderen, zentralen Punkt, scheinen mir hierbei doch Ursache und Wirkung vertauscht worden zu sein. So haben sich die „Coloniacs“ in ihrem Appell anscheinend auf die „Facebook“-Seite eingeschossen und suggerieren, dass ein entsprechender Aufruf im Internet die Verbindungen zwischen beiden Vereinen erst begründen bzw. eine Basis dafür legen würde. Richtig erscheint mir jedoch eher eine andere Wechselwirkung zu sein, nämlich die, dass die „Facebook“-Seite bereits vorhandene Sympathien lediglich reflektiert und kanalisiert.

Um hier falschen Ansichten vorzubeugen, möchte ich betonen, dass ich mit der „Facebook“-Seite über mein „Gefällt mir“ hinausgehend nichts zu tun habe, also auch hier nicht Gefahr laufe, Eigenwerbung zu betreiben.

Kritisch zu hinterfragen ist auch, warum die „Coloniacs“ - eine Gruppe, deren Engagement ich grundsätzlich durchaus wohlwollend verfolge - für sich in Anspruch nimmt, der gesamten Fan-Szene des FC Köln vorschreiben zu können oder zumindest zu wollen, für welchen Verein man individuell Sympathie empfindet und diese mitunter auch optisch zum Ausdruck bringt. Als Außenstehender scheint sich dies mit den eigentlich erfrischend offenherzigen Worten auf der Website der „Coloniacs“ zu widersprechen, heißt es doch dort, dass der „Austausch mit Gleichgesinnten extrem wichtig“ sei, „da alle davon profitieren können“. Man versuche daher, „einen entspannten Umgang mit allen zu pflegen, die nicht explizit unsere Feinde sind. Solange wir ein neutrales Verhältnis zu anderen Gruppen haben, werden wir dieses von uns aus nicht ändern, da dies nicht unserer Vorstellung von einer funktionierenden Subkultur entspricht.“

Es erscheint daher falsch, die Existenz einer - zumindest rudimentären - Freundschaft oder mindestens wechselseitigen Sympathie bei einem Teil beider Fanszenen zu negieren. Dem widerspricht auch die freundschaftliche Beziehung zwischen der Kölner Ultra-Gruppierung „Boyz“ und den Dortmunder „Desperados“, wenngleich diese völlig losgelöst von der auf Supporter-Ebene anzusiedelnden „Facebook“-Seite zu betrachten ist.

Im Sinne einer „funktionierenden Subkultur“ ist daher festzuhalten: Schwarzgelbe Schals in der Südkurve müssen tatsächlich nicht sein; sich in eine „Facebook“-Seite mit über 40.000 „Likes“ zu verbeißen und dieser und der allgemeinen Beziehung zwischen manchen Kölnern und manchen Dortmundern das Entwicklungspotenzial abzusprechen, halte ich für falsch - auch die Freundschaften nach Paris und Florenz haben einmal klein angefangen.

vfb ckVergangene Woche bestätigte der DFB eine Neufassung der Stadionrichtlinien. Auch wir hatten uns mit den Richtlinien beschäfftigt und nicht nur negative Änderungen gesehen. Die Ultras-Gruppe "Commando Cannstatt" sieht in der Novellierung die Position von betroffenen Fans weiter geschwächt.

Die Stellungnahme des Commando Cannstatt von diesem Freitag:

 

Stellungnahme zur Novellierung der SV-Richtlinien

In den letzten Tagen konnte man verschiedenen Medien entnehmen, dass eine Änderung der "Richtlinien zur einheitlichen Behandlung von Stadionverboten" geplant oder bereits vollzogen sei. Uns liegt dieses Dokument vor und wir sind erschüttert über das Selbstbild des DFB und der Sicherheitsbeauftragten der in seinem Ligaverband organisierten Vereine. Von Fußballverbänden ist man an Anmaßung und Selbstherrlichkeit ja schon einiges gewohnt, aber diese Neuerungen können jeden Fußballfan nur noch sprachlos zurücklassen. Um unsere Argumente nachvollziehbar zu machen und eine fundierte kritische Auseinandersetzung mit der Rolle des DFB zu ermöglichen sind diese, inklusive der mitgelieferten Hinweise und Erläuterungen, im Anhang an unsere Stellungnahme zum Download bereitgestellt. Wir wollen im Folgenden nur auf die gravierendsten Auswüchse dieser Novellierung eingehen um deutlich zu machen was die Stunde geschlagen hat. Für eine grundsätzliche Kritik am System der Stadionverbote, die sowohl wir als Ultras, als auch Interessengruppen, wie beispielsweise die AG Fananwälte, bereits mehrfach formuliert haben bleibt hier nur teilweise Platz.

  1. Stadionverbote werden in Zukunft auch bei einer Verletzung der Menschenwürde verhängt.
    Die aktuellen Richtlinien erwähnen diese Möglichkeit in §5 Abs.4 Nr. 18 zwar bereits, allerdings ist uns kein Fall bekannt in dem mit dieser Begründung ein Stadionverbot ausgesprochen wurde. Nach unserem Kenntnisstand zieht eine Beleidigung allenfalls dann ein Stadionverbot nach sich, wenn sie aus rassistischen oder fremdenfeindlichen Motiven erfolgt. Dies ist auch insofern sinnvoll, als dass eine simple Beleidigung kein Indiz für zukünftiges sicherheitsbeeinträchtigendes Verhalten sein kann, was nach der bisherigen Fassung der Stadionverbotsrichtlinien jedoch erforderlich ist. In der Präambel der Neufassung bricht der DFB mit diesem Grundprinzip. Nunmehr soll für die Verhängung eines Stadionverbots entweder ein sicherheitsbeeinträchtigendes Verhalten ausreichen oder ein Verhalten, welches "in einer die Menschenwürde verletzenden Art und Weise“ begangen wird. Dabei muss das Eine das Andere nicht einschließen. In der Zielsetzung ist dann allerdings ganz klar festgehalten, dass Stadionverbote ein zukünftiges sicherheitsbeeinträchtigendes Verhalten verhindern sollen. Sprich wer heute in irgendeiner Form die Menschenwürde eines anderen verletzt, verhält sich morgen sicherheitsbeeinträchtigend. Die Gretchenfrage in dieser Diskussion ist die Definition der Menschenwürde. Der DFB kreiert hier willkürlich die Kategorien "Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion, Geschlecht und Herkunft", in denen eine Verletzung der Menschenwürde erfolgen kann, die dann auch ein Stadionverbot nach sich zieht. Wir müssen an dieser Stelle die Frage stellen, ob ein Fußballverband allen Ernstes für sich in Anspruch nehmen kann, konsistent und allgemeingültig zu definieren, wann eine Verletzung der Menschenwürde beispielsweise aufgrund der Herkunft erfolgt. Ist ein skandiertes "XYZ-Stadt Arschlöcher" schon genug? Wie wird mit den im Fußballkontext üblichen Abwertungen des Gegners umgegangen? Wie soll sichergestellt werden, dass an allen Fußballstandorten nach dem selben Prinzip die selben Äußerungen geahndet werden? Und zwar alle? Wer leitet ein Stadionverbotsverfahren ein? Eine Richtlinie, die so allgemein ist, kann nur in Willkür, Intransparenz und Wahnsinn enden. In Italien werden Kurven geschlossen, weil die Süditaliener aus Neapel im Norden mit "Wir sind keine Neapolitaner" begrüßt wurden. Das Stichwort hier heißt territoriale Diskriminierung. Wollen wir solche Szenarien in der Zukunft haben? Mit diesen Richtlinien sind wir auf dem besten Weg dazu und zu einem allmächtigen DFB der sich eine Definitionshoheit weit über geltendes Recht hinaus anmaßt. An dieser Stelle sei auch eine kleine Anmerkung zu den definierten Kategorien erlaubt. Sexuelle Orientierung beispielsweise und die damit einhergehende Homophobie soll offensichtlich keine Verletzung der Menschenwürde darstellen. Auch Anspielungen auf den sozialen Status "schlaft unter Brücken oder in der Bahnhofsmission" oder das Auspfeifen von schlechten sportlichen Leistungen könnten hier genannt werden. Dies komplettiert allerdings keinesfalls die Liste, sondern demonstriert nur nochmal den Irrsinn und die Anmaßung, eine solche abseits des geltenden Rechts erstellen zu wollen.

  2. Stadionverbote können vermehrt ohne Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ausgesprochen werden.
    Zusätzlich zu vermeintlichen Verletzungen der Menschenwürde sollen weitere Graubereiche geschaffen werden. So wird in Zukunft die "aktive Unterstützung" des Abbrennens von Pyrotechnik ebenfalls mit Stadionverbot bedacht. In den Erläuterungen wird als eine mögliche aktive Unterstützungshandlung das Hochhalten eines Doppelhalters genannt, hinter dem Pyrotechnik gezündet wird. Ob der Doppelhalter aus diesem Grund hochgehalten wurde oder ob das Hochhalten des Doppelhalters als normaler Stadionvorgang gesehen wird, dürfte dabei von der Laune des Sicherheitsbeauftragten abhängen. Da keine strafbare Handlung vorliegt, ist dem Betroffenen der Rechtsweg verbaut. Zumindest an dieser Stelle zeigt der DFB so etwas wie Unrechtsbewusstsein, heißt es doch in den Erläuterungen zu § 4: "Das Hochziehen / Hochhalten einer Blockfahne sollte nicht automatisch zu Stadionverboten für den gesamten Block führen, wenn z.B. in einer Ecke unter der Blockfahne pyrotechnische Gegenstände gezündet werden." Darüber hinaus wird mit dem § 4 Abs. 4 Nr. 20 ein weiterer Gummiparagraph eingeführt, der es ermöglichen soll, sicherheitsbeeinträchtigendes Verhalten auch abseits einer strafbaren Handlung, einer Verletzung der Menschenwürde oder einem schweren Verstoß gegen die Stadionordnung herbei zu definieren. Auf welcher Grundlage der Nachweis dafür erbracht werden soll, bleibt unklar.

  3. Vor Verhängung eines Stadionverbotes soll der Betroffene eine schriftliche Stellungnahme abgeben.
    Dem Betroffenen wird innerhalb einer Frist von zwei Wochen das Recht auf eine schriftliche Stellungnahme zugebilligt. Dies klingt erst mal gut, ist aber nicht unproblematisch. Sollte dem Stadionverbot ein Strafverfahren zu Grunde liegen, wird in vielen Fällen der anwaltliche Rat lauten, keine Angaben zur Sache zu machen und erst recht keine schriftliche Stellungnahme zu verfassen, die dann dem Verein vorgelegt wird und zu der die Polizei ebenfalls Stellung nehmen darf. Auf diese Weise wird das ureigenste Recht von Beschuldigten, nämlich zu einem Tatvorwurf zu schweigen, perfide durch die Hintertür ausgehebelt. Selbstverständlich könnten Sicherheitsbeauftragte auch einfach als Zeugen geladen werden und müssten dann in einem etwaigen Gerichtsverfahren die Stellungnahme des Betroffenen wiedergeben. Da der fristgerechte Eingang einer Stellungnahme positiv berücksichtigt werden soll liegt im Umkehrschluss nahe, dass die Wahrung des eigenen Rechts auf Schweigen einen Nachteil bedeuten könnte.

  4. Die Maximaldauer von Stadionverboten wird auf 5 Jahre erhöht.
    Dieser Punkt ist sicher die plakativste Verschärfung der Richtlinien und wird von den allgegenwärtigen Sicherheitsfanatikern unverständlicherweise immer noch als zu milde dargestellt. Wer wird sich, selbst im schwersten denkbaren, Fall anmaßen, das Verhalten eines Menschen für die nächsten 5 Jahren zu prognostizieren? Sozialpädagogen oder Psychologen könnten aufgrund jahrelanger Berufserfahrung und persönlichen Gesprächen mit der Person eventuell eine Aussage treffen, ein Sicherheitsbeauftragter, der nur die schriftliche Stellungnahme des Betroffenen und die der Polizei kennt, sollte etwas dezenter mit solchen Prognosen sein. Selbstredend wird durch die größere Spannweite der Dauer die Transparenz und Konsistenz in den Entscheidungen nicht erhöht.

  5. Der DFB leitet Daten über Stadionverbote an UEFA, FIFA oder andere Landesverbände weiter.
    In der aktuellen Vergabepraxis von Stadionverboten ist die Weitergabe von Daten seitens der Polizei an Vereine und Verbände schon äußerst umstritten. Eine Grundlage für die Übermittlung von Daten an die UEFA, FIFA oder andere Landesverbände ist schlicht nicht gegeben und diese wäre daher illegal.

Fazit:

  • Mit der Neufassung der Stadionverbotsrichtlinien wird die Position der betroffenen Fans gegenüber dem DFB und den Vereinen weiter geschwächt.
  • Der DFB und seine Vereine beanspruchen die Definitionshoheit über den Komplex der Menschenwürde für sich.
  • Die Sicherheitsbeauftragten des DFB und der Vereine wollen Kläger, Richter, Staatsanwalt und psychologischer Gutachter in Personalunion sein.
  • Der DFB manifestiert sich als Staat im Staate und entkoppelt sich zunehmend von geltendem Recht.

Quelle: cc97.de

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