Mi22May2013

Back Aktuelle Seite: Aus der Kurve Groundhopping Phillip Rapp
Phillip Rapp

Phillip Rapp

Geboren bin ich im Jahre 1982, aufgewachsen in 8000 München 90; München-Giesing (wo ich immer noch wohne) und arbeite im öffentlichen Dienst.

Ich bin Allesfahrer beim TSV 1860 München und leidentschaftlicher Groundhopper mit einem besonderen Fable für Amateurgrounds.

Wenn Ihr mehr über meine Touren lesen wollt könnt Ihr das in meinem regulärem Blog "Fußballtagebuch eines Blauen" welches Ihr unter http://oidgiasinger.blogsport.de/ findet.

Viel Spaß beim schmöckern!

Samstag, der 18. Mai 2013
ing2amas130Es war heute um 14 Uhr 02 als BFV-Schatzmeister Faltenbacher sowie der Spielleiter der Regionalliga Bayern Josef Janker vor 500 jubelnden Fans Markus Bühler dem Mannschaftskapitän der U21 den Meisterwimpel übergab und damit die letzte Woche errungene Meisterschaft amtlich beglaubigte. Im Anschluss schlugen die kleinen Löwen dank eines Tores von Basti Maier den Namensvetter aus Rosenheim (den bayerischen Pokalsieger) mit 1:0, es war der achte 1:0 Sieg der Saison, der sechste im Jahr 2013, weiß-blauer Minimalismus also. Das Tor fiel früh, bereits nach 6 Minuten, letzte Woche war das noch anders

.
ing2amas131Rückblick: Letzte Woche spielten wir in Ingolstadt bei der Zweitvertretung des FCI. Zwischen 500 und 700 Fans begleiteten den Tabellenführer und wollten endlich mal (wieder) eine Meisterschaft mit Ihren Löwen feiern. Mit diesem Andrang hatten die Gastgeber überhaupt nicht gerechnet, am Ende waren die Tickets aus und wer dann noch ins Stadion wollte musste sich für 10 € ein Kreuz auf den Arm zeichnen lassen um Zutritt zum altehrwürdigen ESV-Stadion zu erlangen. Anschließend wurden die Fans auf harte eine Geduldsprobe gestellt und das am Bierstand. Denn es gabe genau einen und das ist bei so vielen trinkfesten Löwenfans nicht gearde viel. Ich persönlich fand aber immer einen der in der Schlange ganz vorne stand und mir ein Bier mitbrachte daher störte mich diese Schlange eher wenige und ich konnte mich auf das Spiel konzentrieren. Aber gut der Bierkonsum ist natürlich nur eine Randnotiz, auch wenn er beim Löwenfan im Allgemeinen nur schwerlich wegzudenken ist. Auch das Spiel selbst war eine Geduldsprobe und ließ uns beinahe verzweifeln. Sechzig dominierte das Spiel und hatte einige gute Chancen, wohingegen sich der eher passive Gegner so gut wie keine erspielen konnte. Besonders in der ersten Hälfte hatten wir Chancen zum Saufuttern, alleine Markus Ziereis hätte sich an der Spitze der Torjägerliste absetzen können. Aber das Tor fiel ums Verrecken nicht. Es schien so als würde sich die Meisterschaftsfeier noch verschieben und ich als chronischer Pessimist hatte im Hinterstübchen sogar noch den Gedanken, dass wir die Meisterschaft komplett verspielen könnten. Denn ärgster Verfolger war die zweite Mannschaft des roten Abschaums. Bayerndusel gepaart mit dem typischen Sechzger Unvermögen…….dunkle Gedanken waren das.


ing2amas132Schließlich lief sie, die Nachspielzeit. Wie es bei solchen Geschichten allzu oft ist, hatte man sich mit dem 0:0 bereits abgefunden. Ein Tor in der Nachspielzeit bei Sechzig? Nie!! Dieses Glück haben die von der Seitenstraße gepachtet. Aber dann bekam Goalgetter Markus Ziereis in der 92. Spielminute den Ball vor die Füße und plötzlich zappelte die Kugel im Netz und das musste ich erst mal verarbeiten. Jetzt spielte sich in meinem Kopf vieles auf einmal ab und die Welt um mich herum nahm ich zunächst nur noch in Zeitlupe war. Erst mal realisieren, war der Ball wirklich drinnen? Ein Tor für uns? 1:0? Ja er war wirklich drinnen. Dann schnell auf die Reaktion der Spieler und der Schiedsrichter achten, zählt das Tor überhaupt? Ja es zählt! Das heißt doch wir sind Meister, wir sind durch, wir haben es gepackt GEIL! Diese Gedankenspiele dauerten nur wenige Momente und als ich die Welt wieder in normalen Tempo war nahm hieß es nur noch hemmungslos Jubeln und grenzenlose Freude. Die Spieler liefen zu den Fans, fielen sich um die Arme ebenso fielen wir uns im Gästeblock in die Arme. Einige waren den Tränen nah (auch ich), ja diese Liebe zur zweiten gibt es wohl nur bei Sechzig. Es war ein unglaubliches Gefühl wie ich es im Erwachsenenleben glaub ich noch nie erlebt habe (ich hab zwar mit den Profis drei Aufstiege miterlebt aber beim letzten war ich gerade 11 Jahre alt und als Kind nimmt man solche Erlebnisse einfach anders war). Die Betreuer verteilten nun auch gleich die Meister-Shirts an die Spieler und Trainer Markus von Ahlen wurde mit der obligatorischen Bierdusche bedacht. Anschließend feierte das komplette Team noch ausgiebig mit den Fans bevor es für alle zurück in Richtung Heimat ging. Die Zugfahrt heimwärts war natürlich entsprechend heiter und auch das massive Polizeiaufgebot welches uns wegen den roten Touriten am Münchner Hbf. empfing verdarb diese Laune nicht. In München feierte ich die Meisterschaft mit einem guten Kumpel noch sehr ausgiebig was mit diversen Filmrissen endete und die Fahrt zu den Profis nach Paderborn am Folgemorgen nicht gerade angenehm gestaltete.


Ja Markus von Ahlen, nach der Herbstsaison war er als Ersatz für Alex Schmidt gekommen welcher sich freiwillig zu den Profis strafversetzen lies. Unter den 16 Ligaspielen unter seiner Regie verloren die Amas lediglich ein einziges Match und spielten nur zweimal unentschieden, eine sagenhafte Bilanz. Aber es war allgemein eine sagenhafte Saison, die eigentlich ganz anders begann. Am ersten Spieltag siegte man zwar zum Einstand mit 3:0 in Buchbach, aber anschließend verlor man vier Spiele in Folge und stand nach dem fünften Spieltag mit gerade 3 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Aber die Mannschaft fing sich und verlor in den 32 Spielen seitdem genau so häufig wie in den ersten fünf, genau viermal. Jetzt haben wir am vorletzten Spieltag unglaubliche 77 Punkte auf dem Konto und den Rest der Liga weit hinter uns gelassen. Das alles spricht für den Geist der Mannschaft und des gesamten Teams um die U21, denen ich für Ihre Arbeit an dieser Stelle von Herzen danken möchte. Ein Dank auch an Alexander Schmidt, welcher bei den Profis jetzt so gescholten wird, ohne seine Vorarbeit in der Herbstsaison (incl. Derbysieg) hätte Markus von Ahlen dieses Wunder nicht vollenden können. Ihr alle habt bewiesen, dass Sechzig auch jetzt noch mehr ist als dieses ganze Tohuwabohu drum herum.


ing2amas133Die Saison ist jetzt fast vorbei, am letzten Spieltag spielen wir im Frankenstadion bei den Amateuren des Glubb wo wir hoffentlich noch die 80 Punkte Marke knacken werden. Anschließend geht es in die Aufstiegsrunde wo wir auf den zweiten der RL Süd-West treffen (wohl Elversberg, könnte aber auch noch Kassel werden). Heute beim Heimspiel gegen Rosenheim wo wir indirekt noch den bayerischen Superpokal gewannen hieß es zudem Abschied nehmen von unserer Ausweichquartier in Ismaning, nächste Saison tragen wir unsere Heimspiele endlich wieder in der geliebten Heimat in Giesing aus und unabhängig davon wie die Relegation läuft, ich freu mich jetzt schon drauf. Natürlich möchte ich dem FC Ismaning (welcher aus der RL abgestiegen ist) für seine Gastfreundschaft danken und wünsche Ihm viel Erfolg in der Bayernliga Süd. Apropos Ausweichquartier! Auch wenn wir die meisten Heimspiele in Ismaning ausgetragen haben, hatten wir trotzdem vier verschiedene Heimspielorte. Neben dem Stadion an der Lindenstraße in Ismaning trugen wir ein Heimspiel im Sportpark Unterhaching aus (Derby aus Sicherheitsgründen), zwei Nachholspiele im Sportzentrum Vaterstetten (mangels Flutlicht in Ismaning) und ein Nachholspiel fand sogar am Trainingsplatz der Profis in Giesing statt (weil Ismaning am Tag zuvor den Platz sperrte). Wenn man bedenkt, dass das Relegationsheimspiel bedauerlicherweise in der Arena stattfinden muss sind es sogar fünf Heimspielorte in einer Saison, sowas erlebt man auch nicht alle Jahre. 

 

Was in der Saison auch immer viel Spaß gemacht hat, waren die Auswärtsfahrten. Ein paar neue Grounds waren für mich dabei, aber auch ein paar Klassiker aus guten alten Bayernligatagen habe ich nach über 20 Jahren mal wieder gesehen. Die Bandbreite der Stadien bzw. Plätze der Regionalliga Bayern waren sehr groß. Vom Bundesligastadion wie Fürth oder Nürnberg, über den Old-School-Ground wie Hof oder Würzburg bis hin zum gemeinen Dorfsportplatz der außer einer Bande (und inzwischen einem Gästekäfig) gar keine Aufbauten hat wie z.B. Eltersdorf war wirklich alles dabei. Und die Regionalliga bleibt interessant, denn mit dem ehemaligen Zweitligisten Schweinfurt steht ein großer Traditionsverein vor der Rückkehr und mit dem Meister aus der Bayernliga Süd wird nun auch der Bezirk Niederbayern endlich mit einem Verein in der Regionalliga vertreten sein. Aber es gibt auch Kritikpunkte an der Regionalliga und damit meine ich aus Fansicht vor allem die Gästekäfige in den kleineren Stadien. Das Dorfvereine wie beispielsweise Eltersdorf oder Rain am Lech solche Käfige bauen müssen ist mehr als lächerlich. Die wenigsten Vereine verfügen über eine echte Fanszene sondern haben meist das durchschnittlich Landesligapublikum und bringen auswärts praktisch keine Leute mit. Und die Vereine die wirkliche Fanszenen haben (Bamberg, Hof, Würzburg und die Zweitvertretungen) verfügen alle auch über ein echtes Stadion in dem es auch einen ganz normalen Gästeblock gibt. ing2amas135Oben habe ich ja bereits den Platz in Eltersdorf beschrieben, nur eine Bande, keinerlei Stufen, Tribünen oder ähnliches, nur das Vereinsheim auf der Hauptseite. Wenn wirklich mal 200-250 Leute  in diesem Käfig stehen, haben die Leute die nicht ganz vorne am Zaun stehen kaum noch die Chance etwas vom Spiel zu sehen. Dies wiederum würde mit Sicherheit etwas Unmut Heraufbeschwören. Den besten Gästekäfig gibt es beim DFB-Pokal-Qualifikanten Illertissen. Hier wird der Gästekäfig praktisch ab absurdum geführt. Der Gästekäfig befindet sich hier auf der Gegengerade welche aus einem großen Naturstehwall besteht. Und mitten auf diesen Naturstehwall steht jetzt irgendwie komplett sinnlos dieser Käfig in der Landschaft herum den wohl nie ein Gästefan ernsthaft betreten wird. Denn der Eingang zum Gästebereich befindet sich hinter dem Tor und zwischen dem Eingang und dem Gästekäfig befindet sich ein riesen Stück nicht eingezäunter Naturstehwall. Und so stellten sich alle Fans entweder neben den Gästekäfig oder gar darüber und so bleiben die Wellenbrecher im Käfig verweist. Sinnlose Käfigauflagen, da ist der Verband gut, aber Auflagen für ausreichend sanitäre Anlagen gibt es bedauerlicherweise nicht. In Würzburg durften sich 300 Löwenfans mit gerade Mal zwei Dixi-Klos begnügen, in Illertissen stand den 200-250 Löwenfans gar nur ein einziges zur Verfügung. In Rain am Lech gab es im Block nichtmal ein Klo, man musste das Stadion verlassen um ca. 250 Meter in ein anderes Gebäude außerhalb des Stadion zu gehen. Das freut den Fan der gerade 10 € Eintritt gezahlt hat natürlich ungemein das er für jedes Bedürfnis mindestens 5 Minuten vom Spiel verpasst. 

ing2amas134Ich finde auch Kritik muss erlaubt sein. Trotz allem finde ich, dass die Regionalliga Bayern durchaus ein Erfolg ist und ich bin wirklich froh, dass Sie eingeführt wurde. Denn Sie ist dank Ihrer ländlichen Prägung einfach relaxter und weiter weg vom Mainstream. In den meisten Spielen bleibt man von den lästigen Nebeneffekten die man in anderen Regionalligen oder in Profiligen hat verschont. Hier seien übereifrige Polizisten oder lästige sich wichtigmachende Pubertäre Möchtegernultras gemeint die außer dumm daherreden nicht viel können. Gerne denke ich da an Frohnlach zurück, an die Vereinskneipe wo man nach dem Spiel noch gemütlich ein paar Hoibe trank, sich mit gegnerischen Anhängern gemütlich unterhielt und sich sogar gegnerische Spieler zu einem an den Tisch setzten. Keine permanente Schwanzvergleiche die einem aufgezwungen werden einfach nur Fußball in seiner Reinform.


Ja das war mein Bericht zur Meisterschaft und eine kleine Bilanz zur fast beendeten Regionalligasaison. GIESING´S EHRE SECHZIG AMATEURE!

Fotos:
1. Anne Wild/Wochenanzeiger, Meisterehrung
2. Anne Wild/Wochenanzeiger, Gästeblock beim Spiel in Ingolstadt
3. Anne Wild/Wochenanzeiger, Jubel nach dem Siegtreffer in Ingolstadt
4. Anne Wild/Wochenanzeiger, Heimspiel in Vaterstetten gegen Eltersdorf
5. Phillip Rapp, Gästeblock in Eltersdorf
6. Phillip Rapp, Blick auf den Gästeblock in Illertissen

1860 altSechzig und das Chaos ja Sechzig ist ja in der Öffentlichkeit schon fast ein Synonym für Chaos, vielleicht erhalten wir diesbezüglich sogar einen Eintrag im Duden. Aber mich nervt, dass Sechzig immer nur auf das Chaos reduziert wird wobei die berüchtigten Münchner Medien auch Ihren Teil dazu beitragen. Wie zuletzt, als die Presse dem fucking Investor eine Plattform geboten hat gegen alle Vereinsverantwortlichen zu hetzen. Aber ich bin kein Schmierfink eine Boulevardzeitung ich bin Fan, ich bin Giesinger! Sechzig ist nicht nur mein Lieblingsfußballverein, nein Sechzig ist für mich auch der Verein aus der Nachbarschaft, so wie ihn jeder Stadtteil, jedes Dorf etc. hat. Es hat schon seinen Grund warum ich hier nie über das Chaos schreibe, denn was soll ich schreiben, ich beteilige mich nicht an diesen medialen Schlammschlachten, nicht mal als Blogger. Das ich gegen den Investor bin habe ich früher schon betont und das alle Fans die um JEDEN Preis Pro-Investor sind für mich charakterlose Subjekte sind hab ich auch schon mal geschrieben.


Viele der Sachen die bei uns passieren wären bei anderen Vereinen vielleicht was neues spektakuläres, aber bei uns ist die Zeit vorbei. Wenn mal wieder der neuste „Skandal“ oder das neuste „Chaos“ ausgebrochen ist schüttel ich nur noch den Kopf und denk mir „a scho wurscht“ und konzentriere mich auf das was der TSV noch zu bieten hat. Beispielsweise haben wir eine U21 die momentan sensationell Tabellenführer in der Regionalliga ist und sieben Punkte Vorsprung auf den nächsten Konkurrenten hat. Und das obwohl viele gemeint haben die Mannschaft würde gegen den Abstieg spielen, erst recht als in den ersten fünf Saisonspielen nur drei Punkte auf dem Konto standen. Das ist eine echte Leistung mit so einer jungen Truppe!!! Am Dienstag erzielte der Torhüter der U21 Vitus Eicher beim Nachholspiel gegen Buchbach ein Tor aus knapp 80 Metern. Fallen solche Tore in der dritten maltesischen Liga wird das überall hoch und runter gespielt, aber bei uns interessiert es kaum weil wir ja „Chaos“ zu bieten haben. Daher schreibe ich hier zuletzt auch nur noch Blogs über die Spiele der U21, weil die es einfach verdient haben im Gegensatz zu den Profis oder zu den Funktionären.


Ein anderes Beispiel: Letzten Donnerstag fand in Planegg (ein Vorort von München) eine außerordentliche Zusammenkunft des höchsten Vereinsorgans statt, eine Delegiertenversammlung (DV). Der Sinn und Zweck diese DV war eigentlich die neue demokratisierte Satzung zu verabschieden. Nach diversen Querelen mit dem Uhu aus dem Morgenland (Investor) trat Dieter Schneider vor ein paar Wochen als Präsident zurück und Hep Monatzeder, dritter Bürgermeister der Stadt München und Mitglied des Aufsichtsrats wurde von diesem Rat als neuer Präsident bestellt. Dieser musste nun von den Delegierten bestätigt werden und so kam dieser Punkt auch noch auf die Tagesordnung. Aber von Anfang an war klar das Hep Monatzeder mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bestätigt werden würde und schon waren die Medien wieder richtig geil darauf bei der DV einen richtigen Krach zu erleben und wieder von einer Schlammschlacht beim TSV berichten zu können. Ich bin mir sicher, wenn dieser Punkt nicht auf TO gestanden hätte, wären neben den lokalen Sportreportern kaum andere Medienvertreter wie z.B. Sky-Sport-News dagewesen. Eine neue Satzung und mehr Demokratie verkaufen sich halt nicht, Schlammschlachten hingegen schon. Daher fand ich es sehr gut, dass ein Delegierte am Beginn der Versammlung den Antrag gestellt hat die Presse bei der Abstimmung über das Präsidium auszuschließen. Der Antrag wurde mit breiter Mehrheit angenommen und so mussten die Herren bzw. Damen der Presse, wenn auch wiederwillig den Saal verlassen. Während C.M. von der TZ wie ein Rohrspatz auf Demokratie schimpfte, nörgelte z.B. Ex-Löwenspieler und Sky-Reporter Torben Hoffmann herum das man Ihn nach neun Jahren Knochen hinhalten jetzt bei den Löwen vor die Tür setzt. Der Münchner Merkur meinte heute sogar „Bei den Löwen wird die Demokratie ausgesperrt“. Der Spruch ist einfach nur frech und unverschämt. Wenn die Mehrheit für einen Antrag stimmt ist das für mich Demokratie pur. Aber für diese Presseheinis gilt ja nur ein demokratischer Grundsatz, die Pressefreiheit und diese nutzen Sie bei jeder Gelegenheit schamlos aus und alle anderen Grundrechte sind denen doch herzlich egal, wenn Sie durch Rechtsbruch Auflage machen.


Aber ich glaube eh Sie wären enttäuscht gewesen die Herrschaften von der Presse, denn die Schlammschlacht blieb aus. Das neue Präsidium stellte sich vor, wobei die beiden neuen Vizepräsidenten überzeugen konnten. Monatzeder fiel jedoch durch und fast alle Redebeiträge bei der Aussprache zum Präsidium waren gegen Monatzeder gerichtet. 99,9 % der Beiträge waren sehr sachlich, kein gegenseitiges Beschimpfen wie bei früheren Versammlungen nichts auf was sich Medienheinis stürzen hätten könnten. Bei der geheimen Abstimmung fiel der Hep schließlich im hohen Bogen durch und zwar mit 66 zu 130 stimmen. Aber eins müssen wir betonen, die Ablehnung seiner Person als Präsident lag nicht daran das er sich mit dem Investor überworfen hat, da der Großteil der Delegierten gegen den Investor ist. Nein es lag ein seiner Rolle die er in der Vergangenheit bei Sechzig gespielt hat. In seiner Funktion als Aufsichtsrat war er maßgeblich an den desaströsen Entscheidungen beteiligt welche Sechzig in das aktuelle Elend führten. Der Bau der verreckten roten Arena und der Verkauf der Anteile der KGaA an den komischen Möchtegernscheich seien hier als Beispiel genannt.


abstimmungAber nun aber kurz zurück zum wichtigen Thema, der neuen Satzung. Nachdem frühere Versuche die Satzung zu ändern gescheitert sind gelang es extrem engagierten Vereinsmitgliedern/Löwenfans an deren Arbeit anzuknüpfen bzw. aufzubauen und auch mit Unterstützung der Vereinsgremien die neue Satzung endlich soweit zu bringen das Sie diversen Stellen wie dem Finanzamt und natürlich ganz wichtig der DFL vorgelegt werden konnten. Als auch diese Ihr ok gaben, konnten die Delegierten einberufen werden und über die Annahme der Satzung abgestimmt werden. Nach dem die zwei der Hauptverantwortlichen die neue Satzung nochmals kurz vorstellten, gab es eine kurze konstruktive Aussprache bevor es schließlich hieß: „Wer für die Annahme der neuen Satzung ist, möchte bitte jetzt seine Stimmkarte heben“. Es war ein voller Erfolg bei nur 17 Gegenstimmen und 12 Enthaltungen wurde Sie angenommen. Riesenjubel und Erleichterung bei uns Delegierten, wir haben uns abgeschafft und das ist auch gut so, vor allem wenn man bedenkt was viele unserer Vorgänger als Delegierte für Verbrechen an meinem geliebten TSV begangen habe (auch hier z.B. der Arena-Bau). Erst mal tönte ein lautes „Auf die Löwen auf die Löwen PROOOOST“ durch den Saal und es wurde miteinander angestoßen, bevor der ganze Saal den Sechzgermarsch zum Besten gab. Nun herrscht im Verein endlich richtige Demokratie, es war ein wirklich bewegender Moment. Zum Schluss möchte ich mich bei allen bedankten die sich mit dieser Materie so auseinandergesetzt haben und die Satzung erarbeiteten. Aber auch alle Delegierte die diesen Abend zu einem schönen sachlichen Vereinsabend gemacht hatten verdienen hier ein großes Dankeschön. GEMEINSAM HABEN WIR GESCHICHTE GESCHRIEBEN und daher nochmal ein großes AUF DIE LÖWEN!! Das hat an diesem Abend gezählt, der Rest war nur Ergänzung!

Foto: Anne Wild/Wochenanzeiger

Auch wenn ich mal wieder etwas spät dran bin, möchte ich euch einen Beitrag über das Gastspiel der U21 der Münchner Löwen in Hof nicht vorenthalten, denn dort trafen die kleinen Löwen auf den wohl traditionsreichsten Gegner in der Regionalliga Bayern, die SpVgg Bayern Hof.

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hof131Die oberfränkische Stadt Hof (an der Saale) hat gut 45000 Einwohner und liegt im ehemaligen Zonenrandgebiet unweit der sächsischen und tschechischen Grenze. Internationale Aufmerksamkeit erhielt die Stadt vor allem 1989, als dort die Züge mit DDR-Flüchtlingen aus der Prager Botschaft in der BRD ankamen. Von München aus ist Hof am besten mit dem ALEX zu erreichen, ein Zug der binnen 3,5 Stunden direkt von München quer durch Ostbayern bis Hof fährt
. Ich und ca. 30 weitere Löwenfans wählten auf jeden Fall diese Variante, denn mit dem Bayernticket ist dieser Trip einfach unschlagbar günstig und bequem zu bewältigen. Die Fahrt war super kurzweilig, viel Gerstensaft und jede Menge gute Laune sorgten dafür, dass die Reise nach Nordbayern wie im Fluge verging. Vom Bahnhof ist das Stadion „Grüne Au“ dann in gut 25. Minuten zu Fuß zu erreichen, ich allerdings hasse es gut betüdelt weite Wege zu gehen und fuhr daher mit ein paar anderen Löwenfans mit dem Taxi.

Der FC Bayern Hof, gegründet wurde er im Jahre 1910 und gehörte früher lange zu den bayerischen Topteams. Vor der Einführung der Bundesliga spielten die Hofer zuletzt in der Oberliga Süd, der damals höchsten Spielklasse im deutschen Fußball. Ab 1963 verweilten Sie bis 1978 in der zweithöchsten deutschen Spielklasse (bis 74 Regionalliga, dann 2. Bundesliga), anschließend stieg man in die Bayernliga ab. In den 80ern verbrachten die Franken viel Jahre sogar in der Landesliga, hielten sich zuletzt aber die meiste Zeit in der inzwischen viert- bzw. fünftklassigen Bayernliga auf. Für die neue Regionalliga qualifizierte sich Hof als Vizemeister der letzten traditionellen eingleisigen Bayernliga relativ souverän und kämpft in dieser Saison gegen den Abstieg. War die SpVgg in der Winterpause eigentlich schon abgeschrieben, starteten Sie im Jahre 2013 eine super Serie und kämpften sich wieder an die Relegationsplätze ran. Zudem schlugen Sie wenige Tage vor dem Spiel gegen unsere Amas die SpVgg Unterhaching im Viertelfinale des bayerischen Toto-Pokals und haben damit noch Chancen auf die Teilnahme am DFB-Pokal. Also ein Gegner dem man auf jeden Fall Respekt Zollen muss. Im Jahre 2005 fusionierte der FC Bayern Hof von 1910 übrigens mit der SpVgg Hof 1893 und heißt seit dem SpVgg Bayern Hof.

hof133Das Stadion Grüne Au. Ich muss sagen, es ist einer der schönste Old-School-Grounds in Deutschland, ein traumhaft schönes Stadion. Normal gehen bis zu 20.000 Zuschauer hinein, inzwischen ist das Stadion nur noch für gut 8000 Zuschauer zugelassen, was allerdings bei einem Schnitt um die Tausend auch ausreichend ist. Ein guter Freund von mir definierte ein richtig geiles Stadion daran, dass jede Seite anders aussieht und dies ist in Hof gegeben. Die Gegengerade ist eine schöne alte überdachte Holztribüne welche knapp 1335 Zuschauern Platz bietet und sich fast über die gesamte Spielfeldlänge zieht. Auf der Hauptseite befindet sich die sogenannte neue Tribüne welche aus Beton besteht. Diese ist relativ schmal, hat dafür zwei Ränge. Der untere Rang besteht aus Stehplätze, wo der harte Kern der Hofer Fanszene steht. Der obere Rang bietet hingegen 800 Sitzplätze. Eine Besonderheit an dieser Tribüne ist mit Sicherheit das Sie nicht wie üblich in der Mitte der Gerade angebracht ist, sondern in der westlichen Hälfte des Spielfeldes. In der Mitte dieser Gerade befindet sich das Mundloch mit Spielereingang und darüber befindet sich ein Balkon für ca. 100 Personen, welcher an die Stadionwirtschaft anschließt. Dieser Balkon ist der VIP-Bereich der Grünen Au. Die östliche Hälfte der Hauptgerade sowie die West- und Ostkurve bestehen aus hohen Erdstehwällen, deren Stufen mit Betonplatten eingeschalt worden sind. Allerdings wurde die die Stehränge im Osten letzten Sommer aus baulichen Gründen zugeschüttet und abgesperrt. Wer im Osten stehen will kann dies nur noch auf dem Weg oberhalb der Stehränge tun. Allerdings können diese Stehränge bei erhöhtem Zuschauerbedarf jederzeit freigeschaufelt werden. Naja, absperren ohne zuschütten hätte es wohl auch getan. Sei´s drum, auch so ist es ein super Stadion, ich kann dieses Stadion jedem Hopper nur ans Herz legen, Ihr werdet begeistert sein.

hof132Gut 1100 Zuschauer waren zum Spiel gegen meinen geliebten TSV gekommen darunter waren leider nur knapp über 100 Löwenfans. Bei den Rahmenbedingungen schon etwas enttäuschend, vor allem von der aktiven Fanszene hätte ich mir da mehr erhofft. So versuchten sich zeitweise wieder eher unerwünscht Individuen in den Mittelpunkt zu stellen und Leute die man noch nie gesehen hat machten auf einmal auf Anheizer. Sowas hasse ich wie die Pest! Das Spiel begann sehr flott, bereits nach 6. Minuten gingen die Löwen in Führung und nur drei Minuten später glichen die Oberfranken wieder aus. In der 16. Minute sprach uns der Schiri einen selten klaren Strafstoß zu und Gregorios Makos verwandelte diese souverän. Hof dränge nun, aber es kam nicht zählbares raus und in der 45. Minute fiel schließlich die Vorentscheidung. Sebastian Maier bekommt den Ball bei einem Bilderbuchkonter kurz vor der Mittelinie zugespielt und bringt den Ball zum 1:3 im Kasten unter. Das Zuspiel war klar kein Abseits, auch wenn der Hofer Stadionsprecher das Tor als Abseitstor deklarierte. Als dann kurz nach der Pause Daniel Felgenhauer (früher ua. Gladbach und Fürth) auf Hofer Seite vom Feld musste war das Spiel für die Gastgeber endgültig gelaufen. Den Schlußpunkt zum 1:4 Endstand setzt schließlich Abwehrspieler Chris Wolf, ein Ergebnis mit dem ich nie im Leben gerechnet hätte.

Die Stimmung auf unserer Seite war eigentlich sehr gut, allerdings fand ich ein paar Schmähgesänge etwas überflüssig. Zudem nervten gelegentlich die bereits oben beschriebene Personen die sich in den Vordergrund drängten, daher blieb ich die meiste Zeit auf Distanz zum „Mob“. Die Stimmung auf Seite der Franken war ganz in Ordnung. Vor allem deren Schlachtruf „Britannia, Britannia“ ist irgendwie geil. Einige Schmähungen der Hofer fehlten auch nicht, allerdings sehr 08/15, man merkte halt das in Hof sehr viele Bayernfans (also Rote keine Hofer Bayern) rumlaufen. Die größte Fanvereinigung in Hof sind die Jungs von „B.H.F.C“, was für „Britannia Hof Football Club" steht. Warum immer wieder Britannia? Von 1911 bis zum ersten Weltkrieg hieß der FC Bayern Hof kurz FC Britannia Hof, mit Bezug auf die großen Vorbilder von der Insel. Da das Empire dann jedoch Kriegsgegner war, benannte man den Verein in FC Bayern Hof um was bis 2005 bestand hatte. Um an diese Gründerzeit des Traditionsclub zu erinnern, fing die Hofer Fanszene um die Jahrtausendwende mit der „Wiederbelebung“ des ehemaligen Namen an. Für seine Szeneartikel betreibt „B.H.F.C“ im Stadion einen eigenen kleinen Verkaufskiosk und ich muss ehrlich zugeben, die Artikel die hier angeboten werden stechen so manche Szeneartikel von diversen großen Szenen um Längen aus.

hof134Ja das war der Bericht aus Oberfranken und wie bereits gesagt, ein Besuch lohnt sich! Für mich hat er sich auf jeden Fall gelohnt. Ein 4:1 Auswärtssieg Löwenherz was willst du mehr. Ich kann vor der U21 weiterhin nur den Hut ziehen, was das Team, Trainer Alexander Schmidt im Jahre 2012 und Trainer Markus von Ahlen im Jahre 2013 geleistet haben ist aller Ehren wert und egal was noch passiert wir sind stolz auf euch.
GIESINGS EHRE – SECHZIG AMATEURE

Dienstag, 09 April 2013 22:31

Unterwegs in Südbayern

Beim Hoppen habe ich für den deutschen insbesondere den bayerischen Amateurfußball ein gewisses Faible. Egal ob C-Klasse oder Bayernliga mir macht jeder Kick riesen Spaß. Letzte Woche war ich in Südbayern unterwegs, hier ein kleiner Bericht über die Besuche.

Montag 01. April 2013, Bayernliga Süd TSV Schwabmünchen – TSV Aindling 2:0

smfs0Am Ostermontag führte mich mein Weg nach bayerisch Schwaben in die 13500 Einwohner zählende Stadt Schwabmünchen im Landkreis Augsburg, welche zwischen Augsburg und Buchloe liegt. Der 1863 gegründete TSV Schwabmünchen hat neben dem Fußball noch eine große Vielfalt an anderen Sportarten zu bieten, wie u.a. Bogenschießen, Inline-Skaterhockey (zeitweise in der 1. Bundesliga) oder Volleyball. Die Fußballer hatten sich in den letzten Jahren in der Landesliga Süd etabliert und schafften in der Saison 11/12 als Dritter den Aufstieg in die neue Bayernliga Süd, der Regionalligareform sei es gedankt. Der Gast aus dem 20km nördlich von Augsburg gelegenen Aindling hingegen spielt bereits seit dem Jahre 1996 in der alten Bayernliga und schaffte es sogar sich zweimal für den DFB-Pokal zu qualifizieren wo man gegen Schalke (03/04) und die Hertha (04/05) das Nachsehen hatte. Letzte Saison wurden die Aindlinger nur Drittletzter und verpassten damit die Teilnahme an der Relegationsrunde für die RL-Bayern. Auch dieses Jahr sieht es für den TSV Aindling bitter aus, denn aktuell ziert er das Tabellenende der Bayernliga Süd. Auch der TSV Schwabmünchen befindet sich im Abstiegskampf, aber steht zurzeit mit einem kleinen Punktepolster auf einem Nichtabstiegsplatz.

Sein Heimspiel trägt Schwabmünchen im Ivo-Moll-Stadion aus, benannt nach bayerischen Verfassungsrichter und Präsidenten des Verwaltungsgerichtes Augsburg Ivo Moll. Gut 2000 Zuschauer finden im gerade auf Vordermann gebrachten Stadion Platz. Es handelt sich um einen reinen Fußballplatz welcher rundum von einer Begrenzungsbande umgeben ist an der fast überall Sitzbänke angebracht sind. Hinter der „Gegengerade“ befindet sich noch ein kleiner Naturstehwall, welcher allerdings doch einige Meter vom Platz entfernt ist. Zudem befinden sich auf der nördlichen Seite der Gegengerade die Vereinsgaststätte mit Terrasse sowie eine kleine hölzerne Würstchenbude.smfs1 Auf der Hauptseite steht eine kleine aber feine Holztribüne auf deren Dach der Stadionname verhältnismäßig übergroß angebracht ist, was schon fast eine Art Marktenzeichen ist. Die Tribüne bietet verteilt auf drei Sitzreihen ca. 100 Sitzplätze, alle samt auf schönen rustikalen Holzbänken. Holzbänke sind leider auch in den Amateurklassen nicht mehr selbstverständlich, immer mehr Vereine verunstalten Ihr Stadion mit irgendwelchen grellen Plastiksitzen was selten wirklich gut aussieht. Hinter der Südseite sind keinerlei Aufbauten, hinter der Nordgerade hingegen befindet sich das Funktionsgebäude mit Kabinen Toiletten etc. zudem werden hier bei Heimspielen regelmäßig Kaffee und Kuchen verkauft.

Vor gut 250 Zuschauern war der TSV Schwabmünchen von Anfang an die dominierende Mannschaft, ließ aber einige gute Chancen liegen. Zur letztendlich verdienten Führung benötigten die Gastgeber daher einen Strafstoß, welcher in der 38. Minute sicher verwandelt wurde. Zur zweiten Hälfte kam Aindling besser ins Spiel, erspielte sich aber kaum zwingenden Chancen. Besser machte es hingegen Schwabmünchen welche in der 64. Minute auf 2:0 erhöhten. In den letzten 25. Spielminuten hätte jede Mannschaft noch ein Tor erzielen müssen, aber Schwabmünchen verzog vor dem leeren Tor und Aindling trifft nur die Latte. So blieb es beim verdienten 2:0 Erfolg für die Gastgeber der damit wichtige Punkte gegen den Abstieg sammelte. Aindling hingegen hält nur noch ein Wunder in der Bayernliga.


Freitag 05. April 2013, Landesliga Süd-Ost, SC Eintracht Freising – FC Dingolfing 1:1

Freitagabend 19:30 Uhr, bei klirrender Kälte, eigentlich nicht das optimale Wetter ums sich im Münchner Umland aus Langeweile ein Spiel anzuschauen. Aber was soll´s, immer noch smfs3besser als daheim zu hocken und Sky zu gucken (manchmal frag ich mich echt warum ich es überhaupt habe). So ging es ab nach Freising, was von München gut 35 Kilometer Isarabwärts liegt. Überregional ist Freising wohl vor allem durch den Münchner Flughafen sowie durch den Ko-Sitz des Erzbistum München-Freising bekannt. Der Sportclub Eintracht Freising (entstand 1996 aus einer Fusion zwischen Eintracht und SC Freising), oft nur SE Freising genannt, holte sich letzte Saison den Meistertitel in der Bezirksoberliga Oberbayern und durfte zudem noch an der Relegation für die Bayernliga Süd teilnehmen. Dort scheiterte man jedoch an einer anderen Mannschaft aus dem Münchner S-Bahn-Bereich, nämlich am SC Fürstenfeldbruck und stieg somit „nur“ in die Landesliga auf. In dieser spielen die Freisinger eine sehr starke Saison und steht mit einem Spiel weniger nur vier Punkte hinter dem Relegationsplatz auf Rang 3. Für den Gast aus der BMW-Stadt Dingolfing (hier befindet sich die weltweit größte BMW-Produktionsstädte) sieht die Welt hingegen weniger rosig aus, denn Sie befinden sich auf einem direkten Abstiegsplatz. Zwar beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer nur vier Punkte, zur Relegation gar nur zwei, aber die direkten Konkurrenten haben danke des langen Winters teilweise bis zu vier Spiele weniger als die Niederbayern.

Man sieht bei beiden Mannschaften geht es bei diesem „Isarderby“ um was, trotzdem lockte diese Paarung nur gute 60 Zuschauer ins „Stadion Savoyer Au“, darunter gut 10-15 Gäste. Alles normales Landesligapublikum, keine aktiven Fanszenen und keine Dorfjugend die auf Supporter macht. Dabei wäre im Stadion ja Platz genug, denn in das Leichtathletikstadion gehen knapp 5000 Zuschauern hinein. In den Kurven sowie auf der Gegengerade sind keine Aufbauten vorhanden, es gibt lediglich die Begrenzungsbande, welche direkt an den Stadionumlauf anschließt. Auf der Hauptseite befindet sich eine über die gesamte Spielfeldlänge gehende Sitzplatz Tribüne welche 1132 Plätze bietet. Der mittlere Teil der Tribüne schließt direkt an das großzügig wirkende Funktionsgebäude an und ist überdacht. Bei kleinen Landesligaspielen befindet sich hier auch der Verpflegungskiosk der vom Paar Wiener über die warme Leberkässemmel bis hin zur für Kinder lebenswichtige Süßigkeitentüte alles bietet, natürlich auch die Standartgetränke. Die Vereinsgaststätte befindet sich leider nicht im Stadion, Sie ist ein paar Meter außerhalb des Stadions gegenüber der Hauptkasse.

Der Favorit und Gastgeber kam nur schwer ins Spiel, Dingolfing stand sehr tief hinten drinnen und wurde vor allem durch direktabnahmen aus zweiter Reihe gefährlich.smfs4 Genau so ging der FCD dann in der 18. Minute überraschend in Führung, als Florian Büchner den Ball aus 25. Metern in den Winkel drosch. Freising fand den Faden bis zur Pause nicht mehr und hätte auf blöd sogar höher zurückliegen können. Die Halbzeitstandpauke schien jedoch gefruchtet zu haben, denn der SEF war nach der Pause wesentlich engagierter. Zunächst kam aber keine Chance zu standen, den die Defensivarbeit der aufopfernd kämpfenden Gäste machte dem Gastgeber das Leben schwer. Erst ein Kopfball nach einem Freistoß führte in der 53. Minute zum 1:1. Anschließend verflachte die Partie etwas bis ja bis zur Schlussviertelstunde. Nun vergaben die Gastgeber innerhalb von ein paar Minuten drei 1000% Torchancen. Zunächst hatte ein Freisinger Spieler den Torwart am Rande des Strafraums bereits ausgespielt und schoss auf das leere Tor, allerdings zu schwach, so konnte der Ball noch von der Linie gekratzt werden. Kurz darauf ließ der Gästekeeper den Ball ca. 12 Meter vor dem Tor aus der Hand direkt vor die Füße des Freisingers Bahe fallen. Dieser war allerdings zu hastig und hob den Ball knapp über das Tor. Zwei Minuten später war es wieder Bahe der den Ball vor dem leeren Kasten vor die Füße bekam und in anstatt in die Maschen an den Pfosten drosch. Riesen Pech für die Oberbayern und es hätte noch viel bittere kommen können, denn kurz vor dem Schlusspfiff hatten die Gäste noch eine richtig gute Konterchance. Aber auch die blieb ungenutzt und daher war 1:1 das finale Resultat. Ein Punkt der beiden nicht wirklich weiterhilft aber mit dem Dingolfing mit Sicherheit zufriedener als Freising ist.

Die U21 meiner Löwen sind weiter auf Erfolgskurs und die Punktausbeute von Trainer Markus von Ahlen liegt in seinen ersten vier Pflichtspielen bei 100%. Diesmal ging auswärts in den Norden Bayerns nach Unterfranken ins schöne Würzburg, wo „Giesings Ehre“ auf die die Würzburger Kickers traf.

Die Würzburger Kickers, Ihre große Zeit liegt lange zurück. Früher waren Sie fester Bestandteil der damals noch drittklassigen Bayernliga und1977 gelang den Kickers sogar der Aufstieg in die 2. Bundesliga (Süd) wo das Gastspiel allerdings nur ein Jahr wehrte. Anfang der 80er stieg man letztendlich auch aus der Bayernliga ab. Nur noch zweimal gelang ein jeweils einjähriges Intermezzo in der höchsten bayerischen Spielklasse, bevor man Anfang des neuen Jahrtausends sogar bis in die Bezirksliga runter gereicht wurde, der wüki131damals siebthöchsten Spielklasse. 2004 fing man sich und stieg zweimal in Folge bis in die Landesliga auf, wo man sich etablierte. 2007/08 hatte man sogar wieder einen Gastauftritt in der Bayernliga, stieg jedoch gleich wieder ab und verblieb weiterhin in der Landesliga Nord. Schließlich kam die Saison 2011/12 und die Regionalligareform. Die Würzburger wurden in Ihrer Landesliga Meister und sicherten sich damit den Aufstieg in die neue Bayernliga Nord. Und als Zuckerl durften Sie zudem an der Relegation zur neuen Regionalliga Bayern teilnehmen, wo Sie Sie auf den BC Aichach trafen. Gegen die Schwaben setzten Sie sich mit einem 0:3 Auswärtssieg und einem 1:1 am heimischen Dallenberg souverän durch und stieg damit überraschend auf. Unglaublich mit der Regionalliga hatte keiner der beteiligten bei den Rothosen auch nur im Geringsten gerechnet. Klar, dass die Freude entsprechend groß war. Und als wäre das Ganze aus Kickers Sicht nicht schon schön genug, überholte man als Zugabe noch den Lokalkonkurrenten Würzburger FV. Jahre lang spielte der eigentlich kleinere WFV (welcher mir der liebere der beiden Würzburger Großclubs ist) eine Klasse über den WüKi´s, haben jedoch letzte Saison weder die direkte Qualifikation noch die Relegation zur Regionalliga gepackt. Somit verblieb der WFV in der Bayernliga und der FC Würzburger Kickers ist „endlich“ wieder die sportliche Nr. 1 in der Stadt am Main.

Ihre Heimspiele tragen die Rothosen im vereinseigenen „Stadion am Dallenberg“ aus, welches häufig einfach nur „Kickers-Stadion“ genannt wird. Das Wahrzeichen des „Dalle“ sind riesige KICKERS Buchstaben auf dem Haupteingang. Vor ein paar Wochen ist der traditionelle Name des Stadions leider einem Sponsoring zum Opfer gefallen und man spricht nun von der „Flyeralarm-Arena“. wüki132Gut 14.500 Zuschauer fast das Ende der Sechziger erbaute reine Fußballstadion. Es besitzt eine überdachte Tribüne die über die gesamte Spielfeldlänge geht. Sie bietet knapp 1500 Sitzplätze und knapp 2000 Stehplätze und beheimatet die aktive Fanszene der Würzburger Kickers. Die restlichen drei Seiten bestehen aus einem durchgezogenen Stehwall mit ca. 11 Stehstufen. Es gibt eine kleine digitale Anzeigetafel, auf der nur die Paarung und Spielstand angezeigt werden können, Videowall etc. sucht man hier vergebens, aber wer braucht das schon. Ein bisschen Unglücklich ist der Zugang zum Gästeeingang, welcher direkt oberhalb einer ca. 6 Meter hohen Treppe kommt. Bei Paniken oder Rangeleien am Eingang könnte es hier schnell zu verletzten kommen. Ansonsten ein sehr schmuckes Stadion, ein Besuch ist empfehlenswert. Natürlich möchte ich hier auch einen Besuch der Stadt selbst ans Herz legen, Würzburg ist wirklich eine Perle die viel Kulturelles und Kulinarisches zu bieten hat, Wein und Schäufele, Residenz und alte Mainbrücke seien hier nur stellvertretend genannt.

Das Spiel selbst dominierten zunächst meine Löwen, Sie hatten die besseren Möglichkeiten und in der 27. Minute erzielte Goalgetter Markus Ziereis schließlich das verdiente 1:0 für die „Amas“! Die Unterfranken hielten zwar ordentlich mit, aber Sechzig war weiterhin souveräner und kurz vom dem Halbzeitpfiff erhöhte schließlich Kodjovi Koussou auf 2:0. Mit dem Wiederanpfiff waren auf einmal die Würzburger am Drücker. Sie kämpften und erspielten sich die ein oder andere gute Torchance, aber Keeper Kai Fritz sowie etwas Glück/Unvermögen sorgten dafür dass es bei der Zweitoreführung blieb. wüki133Nach gut 70. Minuten war die fränkische Sturm- und Drangzeit vorbei und der TSV brachte den im Großen und Ganzen verdienten Sieg locker über die Zeit. Die gut 300 Löwenfans sorgten ordentlich für Stimmung. Ihnen direkt gegenüber versammelten sich die Supporter der Kickers (ca. 35-40 Personen) um deren erste Gruppe, der B-Blockbrigade. Die B-Blockbrigade welche es seit Mitte der 90er gibt, ist nach eigenen Angaben keine Ultragruppe. Sie stand dem Verein in schwärzester Stunde nicht nur treu zur Seite sondern packte selber im Verein mit an und erhielten Ihn somit am leben. Sie ist über Jahre hinweg die wohl größte Stütze des Clubs. Am Anfang war die Stimmung vor allem durch Antigesänge geprägt, was auf der Seite der Gastgeber wohl vor allem auf die Freundschaft zu den Affen vom FC Augsburg (das ist der Bundesligist bei dem die Öffentlichkeit gar nicht so war nimmt das Sie auch nur durch einen Mäzen hochgepuscht worden sind) zurückzuführen ist, welche auch eine kleine Abordnung mitbrachten. In der zweiten Hälfte war die Stimmung bei uns nur noch ausgelassen und die meiste Zeit wurde ein neuer Dauergesang zum Besten gegeben, welcher im Block sehr gut ankam und munter rauf und runter gesungen wurde. Von der Würzburger Seite waren dann nur noch vereinzelte „KICKERS“ Anfeuerungsrufe zu hören, wobei man fairerweise sagen muss, dass wenn man selber mitten in der Stimmung steht, die Gegenseite nicht immer war nimmt. Daher ist eine objektive Beurteilung nicht möglich.

wüki135Nach dem Spiel ließ ich den Abend mit ein paar guten Freunden noch in eine gemütlichen Würzburger Kneipe ausklingen bevor es mit dem Bayernticket in knapp 3 Stunden und 40 Minuten zurück nach München ging. Sieg Nr. 5 war unter Dach und Fach, dass Saisonziel in der Tabelle vor Mehmets Buben zu stehen und der damit verbundene Nichtaufstieg der Roten Brut rückt in greifbare Nähe.

Nachspiel:
Ja bereits in der Würzburger Kneipe erreichten einen die ersten Informationen, dass es wohl ein bisschen Ärger gab. Als ich dann wieder im heimischen Giesing war, schlug mir im Internet gleich dieser Artikel der „Mainpost“ entgegen.

Bei dem Artikel möchte man direkt meinen, dass ein Teil der anwesenden Löwenfans wie einst englische Hooligans in den 80ern plündernd durch die Innenstadt gezogen sind und dabei alles kurz und klein geschlagen haben (mit solchen Geschichten brüsten sich die Engländer in zahlreichen Büchern ja selber). Aber ganz so war es natürlich nicht, in der fränkischen Provinz wo halt sonst nie was passiert schlachtet man einen Besuch aus der Landeshauptstadt halt ganz gerne aus. Ja es stimmt, ein paar Fans haben Postkartenständer umgeworfen oder die ein oder andere Auslage. Hätte es das Gebraucht? Mit Sicherheit nicht! Aber waren es gleich gigantische Randale biblischen Ausmaßes? Wohl eher auch nicht. Dann wird in diesem Artikel ja noch von einem Sturm ins Stadion und einem umgeworfenen Kassentisch samt Kassiererin gesprochen. Ja auch hier muss ich zugeben, ein paar Löwenfans wollten „die Zeche prellen“ und sich reindrücken. Auch hier muss ich ganz klar sagen, dass es eine total sinnfreie Aktion war, welche besonders in dieser Zeit der allgemeinen Hysterie und der schnell ausgesprochen Stadionverbote zu sinnlosen Strafen führen kann. wüki134Aber trotzdem sollte man hier die ganze Geschichte erzählen. Rein gedrängelt haben sich nämlich nur ein paar wenige Fans, denn die Polizei eilte zügig mit dem Gummiknüppel an den Eingang. Und da die Polizei bei sowas wie wir alle wissen nicht nur „Täter“ sondern auch unbeteiligte trifft, wichen die Fans die oberhalb der oben beschriebenen Treppe zum Gästeblock standen ins Stadion aus. Denn die Alternative wäre gewesen, dass der Mob blind die Treppe runter rennt was bei so einer Art Panik verheerend sein kann. Bei solchen Aktionen kann es natürlich auch passieren, dass der Kassentisch umfällt, wenn er nicht bereit umgeschmissen gewesen wäre. Denn dieser wurde definitiv nicht von den ins Stadion stürmenden Fans umgeworfen sondern von sich in Stellung bringenden Gendarmen. So zum nächsten Kapitel: „Ein Zaun wurde demoliert und anschließend wurden die Polizisten mit Sand beworfen“. Also hier wird der Artikel dreist. Denn im Stadion selbst gab es vor dem Spiel nach dem „Sturm“ nur noch eine Eskalation und zwar als unser Fanbeauftragter mit seinem Dienstausweis das Stadion betrat und daraufhin ohne Grund von Polizisten angegangen worden ist. Dies zog natürlich einen Solidarisierungseffekt nach sich. Aber die Situation beruhigte sich nach ein paar Minuten. Während des Spiels war es absolut friedlich, es wurde nicht randaliert, es wurde nichts gezündet und nichts mutwillig zerstört. Nur der Zaun zum Spielfeld nahm etwas schaden und zwar als ein Vorsänger auf den Zaun stieg oder mehrere Fans beim Torjubel! Sowas ist in fast allen Stadien in Deutschland üblich und normal sollte ein Zaun das aushalten, dass sagen zumindest die Richtlinien. Hat der Zaun aber nicht, ein er knickte minimal ein. Das ist ein klares Versäumnis des Stadioninhabers und kein demolieren, denn selbst in Dörfern wie Buchbach oder Rain am Lech hielten die Zäune das aus, von der 2. Liga ganz zu schweigen.
So und mein letzter Kommentar betrifft nochmal das Postkartenständerumschmeißen auf dem Rückweg zum Würzburger Hbf. Im Artikel wir ja beschrieben wie ein Mann vor ängstlichen Passanten zu Boden gedrückt wird. Ulkiger weise ist der Mann ca. 1,60 groß (wenn überhaupt) und wurde beim drängeln aus der Trambahn über eine Buchauslage gestoßen und lag damit schon am Boden. Ca. fünf Beamte in voller Montur fixierten den kleinen Kerl wüki136 da er praktischer weise schonam Boden lag auf eine rabiate Art und Weise das die genannten ängstlichen Passanten mahnende Worte in Richtung Beamter sprachen, dass man so mit keinem Menschen umgehen darf. Und was den Beamten mit den Augenreizungen betrifft, ist es vollkommen offen wer Ihm was in die Augen gesprüht hat. Ein Fan? Möglich! Ein Kollege der blind sein Pfefferspray durch die Gegend sprüht? Wahrscheinlicher, denn wer schon mal in so einer Situation schon dabei war, weiß ganz genau das die Herren in Grün das Spray leider sehr großzügig und ohne Rücksichtig blind durch die Gegend sprühen.Ja das ist die Sicht der Dinge wie meine Freunde und ich diese Vorfälle erlebt haben. Der Hauptauslöser war ganz klar vollkommen überforderte Würzburger Polizei. Die Fans merkten halt relativ schnell, dass man mit denen Katz und Maus spielen kann und loteten Ihr Freiheit ein bisschen aus, was zu etwas Chaos führte. Wie bereits geschrieben unnötig, aber es war auch nur halb so wild. Es ist halt wie immer, unangenehme Nebeneffekte werden von der Presse mit Spezialeffekten aufgemotzt und schon geht der Tag als die „Würzburg Riots“ in die Geschichte ein!

Ärgerlicher als er Artikel der „Mainpost“, den man ja so erwarten konnte, war die Reaktion auf den Artikel von Seite des Vereins. Natürlich distanzierte sich der TSV 1860 gleich am nächsten Tag von den Vorkommnissen und stellte fest, dass alle Beteiligten nur Kriminelle und keine Fans sind. Zum einen möchte ich erst mal festhalten das, egal was vorgefallen ist, es einer schleimigen Geschäftsführung nicht zusteht irgendwem dass Fan sein abzusprechen. Auch wenn die Aktionen überflüssig waren, sind es trotzdem Fans die viel Zeit und Geld in den Verein investieren und für immer beim TSV bleiben werden. Und wenn dann irgendwelche angestellten Geschäftsführer wie in dem Fall Robert Schäfer, für den Sechzig nur eine Zeile im Lebenslauf ist gleich so daher reden krieg ich einen riesen Hass. Soll er Sie als Idioten, Kriminelle oder sonst was betiteln, damit hab ich kein Problem aber der Satz „es sind keine Fans“ oder „Sie missbrauchen den Verein“ etc. das ist unerhört.

Nach dem langen Winter und der damit verbundenen extra langen Winterpause, hieß es letzten Wochenende endlich wieder „Giesing Ehre, Sechzig Amateure“! Ja unsere zweite Mannschaft, die Amas oder jetzt auch als U21 bekannt, Sie war bei Sechzig einfach was besonderes. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Zweivertretungen gab es bei Sechzig ein komplett eigene Fanszene die sich vor allem auf die „Amateure“ konzentrierte. Das ist vor allem der Stadiondiskussion zu verdanken, denn während die Profis 1995 ins xxxtausendOlympiastadion und 2005 noch viel schlimmer in diesen grauen Klotz am Müllberg zogen, spielte die zweite Mannschaft im geliebten Sechzgerstadion. Zur Hochzeit der „Amaszene Giesing“ kamen im Schnitt knapp 2000 Zuschauer zu den Heimspielen und als schließlich um die Existenz des Stadions ging, organisierten engagierte Löwenfans die Aktion X-Tausend, mit der ein Zeichen gegen den Abriss gesetzt werden sollte. Dank monatelanger Vorbereitung kamen 2007 gegen den SV Wehen-Taunusstein fast 8000 Zuschauer, gegen den Jahn aus Regensburg waren es 2008 sogar über 13000 Zuschauer und bei der letzten großen Aktion gegen die Amateure des SC Freiburg waren es 2009 knapp 11000 Zuschauer. Ja momentan ist die Amasszene leider etwas eingerostet. Die Hauptschuld daran hat der Verkauf der Anteile der KGaA an den Uhu aus dem Morgenland im Frühjahr 2011. Da viele Mitglieder der Amaszene starke Traditionalisten sind, welche u.a. Objekte wie die Arena komplett boykottieren kam es für diese auch nicht in Frage eine Mannschaft der KGaA zu besuchen (zu dieser gehören die U19, U21 sowie die Profis). So gingen die Zuschauerzahlen massiv zurück.

Zurzeit im Exil in Ismaning (das Grünwalderstadion wir zurzeit umgebaut) sind es häufig nicht mal mehr 200 Zuschauer, was mich doch etwas traurig macht. Denn die Mannschaft spielt eine absolut geile Saison, welche Ihr so keiner zugetraut hätte, ganz im Gegenteil. Viele waren sogar der Meinung, dass man nur mit Glück die Klasse halten könne. rain2Nun jedoch stehen Sie in der Tabelle relativ weit oben und haben gute Chancen sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren, wobei von den Gegner die man hinter sich lassen muss steht momentan nur einer vor uns (und das obwohl wir vierter sind). Das ist einer seltsamen Konstellation zu Verdanken, denn wenn man es genau nimmt finden in der Regionalliga Bayern zwei parallele Wettbewerbe statt. Bei Wettbewerb Nr. 1 geht es darum die beste Erstvertretung in der Liga zu werden und sich damit für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Bei Wettbewerb Nr. 2 geht es darum sich für die Aufstiegsrunde zur 3. Liga zu qualifizieren, hier spielen allerdings inzwischen nur noch vier Mannschaften mit, allesamt Zweitvertretungen (1860; FCBäh, FCN und FÜ). Mehr Vereine haben die Lizenz gar nicht erst beantragt, da Sie weder die finanziellen und meist auch nicht die infrastrukturellen Vorgaben des DFB erfüllen können. Das liegt mit Sicherheit daran, dass die RL-Bayern im Vergleich zu den anderen Regionalligen sehr ländlich geprägt. Während in den anderen Ligen Vereine wie Kiel, Magdeburg, Essen oder Waldhof Mannheim spielen, spielen bei uns Vereine wie Ismaning, Eltersdorf oder Rain mit, welche halt nur das typische Landesligapublikum anziehen und über keinerlei Fanszene verfügen. Natürlich, es gibt auch ein paar Traditionsvereine mit aktiver Fanszene (hier seinen Hof und Würzburg als Beispiel genannt) aber auch bei diesen Clubs kommen selten mehr als 1100 Zuschauer und zudem haben Sie häufig finanzielle Probleme.

Letzten Samstag mussten die Amas zum verspäteten Auftakt der Frühjahressaison auswärts beim TSV 1896 Rain ran. Rain am Lech liegt im Donau-Ries, nahe der Mündung des Lechs in die Donau, die nächst größere Stadt ist Donauwörth. Seine Heimspiele trägt der TSV Rain im Georg-Weber-Stadion aus, welches ca. 3500 Zuschauer fast. Das Stadion hat eine überdachte Sitzplatztribüne mit ca. 300 Sitzplätzen, welche auf fünf Sitzreihen verteilt sind. In dieser Tribüne sind auch die Kabinen untergebracht. Auf der Gegenseite gibt es einen kleinen Stehwall, welcher aus drei durchgehenden Stufen besteht. Auf dieser Seite ist auch der Gästekäfig untergebracht. Dieser Gästekäfig war diesmal auch bitter nötig, schließlich bekam die Paarung TSV 1896 Rain – TSV 1860 München von der Polizei das Prädikat „High-Risk-Spiel“. Da der Altersdurschnitt der heimischen Zuschauer bei 45 liegen dürfte und es in Rain nicht mal sowas ähnliches wie eine Fanszene gibt ist dies für mich nicht nachvollziehbar, aber was soll´s. Das ärgerlichste am Rainer Gästebereich ist die sanitäre Ausstattung, denn im Stadion selber gibt es keine. Man muss das Stadion verlassen und über einen Parkplatz in ein komplett anderes Gebäude gehen, welches gut 200 rain3Meter weit weg ist. Bei schönem Frühlingswetter waren insgesamt 720 Zuschauer gekommen, darunter ca. 150 Löwenfans im Gästebereich und noch mal knapp 50 im restlichen Stadion. Die Stimmung im Gästeblock war die von Anfang bis zum Schluss sehr gut, wobei es die Formulierung feuchtfröhlich uns sehr heiter besser trifft. Bei uns war es einfach extrem lustig, auf eine Art und Weise die es halt nur bei Sechzig gibt. Hit des Tages war „Ola Kamara blanca, Stürmer aus drammen norway! Ola Kamara blanca ,du bist okay, schieß eine Bude“, (Melodie von „Ola Paloma Blanca) welches ein paar Löwenfans aus der Nähe von Lindau Winterneuzugang Ola Kamara widmeten. Wenn jetzt wer meint, sowas gibt es auch wo anders der täuscht sich! Denn bei anderen Vereinen gibt es diese Art kreativer Leute nicht, welche zu so einem Spiel in einem Blue Man Group Ganzkörperkondom reisen.

Diese Zuneigung sprang auch gleich auf dem Platz über und so erzielte Ola Kamara nach 26. Minuten wie bestellt das 1:0 für Sechzig. In der 35. dann Elfer für die Löwen und Markus Ziereis verwandelte sicher zum 2:0. In der zweite Hälfte hatten die Gastgeber nach gut einer halben Stunde die riesen Chance auf den Anschluss! Elfer für Rain, aber Keeper Vitus Eicher hielt den Ball. rain1Erst in der Nachspielzeit kassierte man das 1:2 und somit war der erst Sieg im Jahre 2013 unter Dach und Fach. Nach dem Spiel wurde die Mannschaft noch gebührend gefeiert und Ola Kamara war von „Seinem Song“ sichtlich angetan und tanzte sogar ein bisschen vor dem Block dazu. Diese drei Punkte waren ein wichtiger Schritt in Richtung Saisonziel. Allein schon um die Roten zu ärgern wäre es verdammt geil am Ende der Saison nicht nur vor Ihnen zu stehen, nein sondern vor Ihnen zu stehen und den Aufstiegsplatz einzunehmen. Ich seh jetzt schon wie es dem Uli die Röte ins Gesicht treibt, denn der Aufstieg sollte ja schließlich nur eine Formsache sein, so wie es die Meisterschaft in der Bundesliga in dieser Saison ist.

Einmal Löwe immer Löwe

Da hat man mal wieder einen deprimierenden Abend in der Müllbergarena am Münchner Stadtrand erlebt (0:1 gegen Bochum) und ist froh das man endlich in der warmen U-Bahn sitzt und dann sowas. Man liest gemütlich die Stadionzeitung und irgendwann sticht mir auf einmal diese Anzeige für den VIP-Bereich entgegen:

„Zum bayerischen Derby der Löwen gegen Ingolstadt lädt HI2 Sports zu einem außergewöhnlichen Fußballerlebnis in die Allianz Arena ein: Dem exklusiven LADIES DAY!
Während die Herren im Business Club über die Aufstellung debattieren, führen die Damen ungestörte Gespräche bei Prosecco, Wellness Drinks und feiner Schokolade, vergessen den Trubel bei einer kurzen Handmassage oder lassen sich von neuen Kosmetikprodukten und ausgefallenen Schmuckstücken inspirieren! Ob allein oder mit Freundinnen, dieser Fußballnachmittag wird ein Riesenspaß und bleibt in Erinnerung. Seien auch Sie dabei!“


ProseccoWas für peinlicher Müll und das natürlich mal wieder mal von uns. Wie vor hundert Jahren als die bessere Herren sich nach dem Dinner zum Zigarre rauchen zurückzogen während die Frauen unter sich bleiben mussten und über „Ladies-Sachen“ quatschten, denn Sport oder Politik war nun mal nicht Ladylike. Viele vor allem weibliche Löwenfans waren in der Folge empört über das antiquierte Frauenbild welches der TSV dort suggeriert. „Ein Frauenbild wie aus den 60ern, außerdem passt Schicki-Micki-Nummer nicht zu 1860" meinte die TV-Moderatorin Isabella Müller-Reinhardt welche für einen englischen Sender die Bundesliga moderiert in der Münchner Abendzeitung.
Ich selber kann mal wieder nur den Kopf schütteln! Sechzig und das Marketing, eine einzige Katstrophe wie die gesamte Außendarstellung des Clubs. Vielleicht sollte einer der für das Marketing verantwortlichen Personen mal einen entsprechenden Crashkurs auf der Volkshochschule besuchen um zumindest ein bisschen Ahnung von der Materie zu bekommen. Dann tritt man auch nicht völlig unbedarft in das Fettnäpfchen „Sexismus“, eine Art der Diskriminierung die in der aktuellen Nazidebatte fast schon vergessen wird.

Die „Löwenfans gegen Rechts“ welche Vorbildhaft gegen alle Arten der Diskriminierung kämpfen und 2009 mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet wurden verfasste folgende zynisch-satirische Betrachtung zu dem besonderen Angebote von HI² und dem TSV 1860 München:

„Unser heißgeliebter TSV versucht also mal das mit dem Marketing, dem Erschließen neuer Zielgruppen. Wie nicht anders zu erwarten, springt die neue Vermarktungsgesellschaft dabei natürlich in den erstbesten sich bietenden Fettnapf. Und da es dabei um den TSV geht, wird natürlich vorher noch kräftig Anlauf genommen.

Vom Schminktisch zum Proseccostand

Zum “Derby” gegen den FC Ingolstadt gibt es also ein spezielles Angebot für die “Ladies”. Während die Herren “im Business Club über die Aufstellung debattieren”, dürfen die Damen “ungestörte Gespräche bei Prosecco, Wellness Drinks und feiner Schokolade” führen. Ebenfalls im Angebot: eine kurze Handmassage und Inspiration durch “neue Kosmetikprodukte und ausgefallene Schmuckstücke”.

Ein interessantes Frauenbild, welches man da beim Vermarkter zu haben scheint. Da stellt sich doch unweigerlich die Frage, ob das Wörtchen “ungestört” nicht verrutscht ist in diesem Angebot. Okay, den kleinen inhaltlichen Fauxpas ziehen wir doch hier gerne mal gerade: “Während die Herren im Business Club ungestört über die Aufstellung debattieren…“ Denn so eine Frau kann einem doch schon den ganzen Spaß am Fußball nehmen.

Huch, Fansein geht auch ohne Penis?

Vielleicht hätte den Menschen vom Vermarkter bis zum 2. oder 3. Stock der Geschäftsstelle, die dieses Angebot zu verantworten haben, ein kurzer Blick in die Fankurven, ob auswärts oder daheim, geholfen. Angeblich soll es dort sehr engagierte Fans geben. Und, oh Schreck, es wurden sogar weibliche Exemplare der Gattung “Fan” gesichtet. Diese engagieren sich in Fangremien, organisieren Auswärtsfahrten, bringen Ideen und Vorschläge ein und setzen diese sogar um etc. pp. Ja, diese Fans können sogar ohne Handmassage über die Aufstellung debattieren. Und dann gibt es noch Fans, die im Jahre 2011 eine Ausstellung nach München holten, in der es unter anderem um das Thema “Sexismus im Fußball” geht.

Nicht nur ist das Frauenbild, welches mit “Ladies willkommen” umschrieben wird, eines von vorgestern. Um das Gesamtbild erst so richtig komplett zu machen, kommt es auch noch in Zeiten einer intensiv geführten Sexismusdebatte. Nach dem übergriffigen Verhalten eines Politikers gegenüber einer Journalistin und einem Blogbeitrag folgten ein Aufruf bei twitter und schon rollte eine Flut von Erfahrungsberichten zum Thema (Alltags-)Sexismus durchs Internet und erreichte schließlich auch Printmedien und TV.

Hätte, hätte, Fahrradkette, oder so

lfgrUm zu erfahren, wie sich nun diese angeblich neue Zielgruppe für einen Besuch in der Arena erwärmen lässt, hätten sich der Vermarkter und/oder der TSV einfach mal unter den eigenen Fans umschauen und diese nach ihren Wünschen fragen können. Der Verein hätte sich mit seinen Fans an einen Tisch setzen können oder einfach ein Fangremium befragen können. Der Verein hätte so vielleicht das ein oder andere erfahren können, was den gemeinen Fan – völlig unabhängig vom Geschlecht – denn nun stört und wo der Fan Optimierungspotential sieht. Vielleicht hätte der Verein ja auch mal die Fans befragen können, die sich mit dem Themenfeld „Ausgrenzung aufgrund des Geschlechts“ ein wenig besser auskennen.

Stattdessen wird also eine Kampagne gestartet, in der Frau abgewertet wird. Degradiert zur schampusschlürfenden Dauerplaudertasche mit überbordendem Shoppingbedürfnis. Für diesen wichtigen Beitrag, den die Verantwortlichen hier leisten, gebührt ihnen natürlich aufrichtigster Dank. Und damit hier nicht nur Gemotze steht ein kleiner Tipp für die nächste “Ladies willkommen”-Aktion: Baut am besten noch mehrere Schuhgeschäfte in die Arena ein. Denn wie wir ja alle wissen, denkt Frau grundsätzlich nur ans Schuhe kaufen und um Fußball geht es ihnen nur am Rande.“

Quelle: Löwenfans gegen Rechts

 

Heute Abend gab der TSV 1860 München schließlich auf seiner Homepage bekannt, dass die Handmassage und der Rest nur eine Ergänzung zum regulären VIP-Programm ist um eine neue Zielgruppe für Sechzig zu gewinnen! No comment! Sechzig muss schon was ganz anderes bieten um neue Fans oder „Kunden“ unabhängig des Geschlechts zu gewinnen! Denn das gewisse Etwas warum sich eine Frau oder ein Mann, eine Junge oder ein Mädchen für Sechzig und nicht für die Roten entscheidet ist mit Sicherheit nicht eine Handmassage und ein Gläschen Prosecco. Nein es ist weil Sechzig einfach der Gegenpart zum Lokalrivalen ist. Klein, sympathisch und einfach einzigartig. Aber solange Sechzig in dieser Mondlandschaft unterm Müllberg spielt, ist das einfach unmöglich. Aber dem Thema werde ich demnächst mal einen eigenen Beitrag widmen.

SECHZIG MÜNCHEN GIBTS NUR IN GIESING

Die Saison war nach der unglücklichen Pleite gegen den FCK endgültig gelaufen. Wie fast jedes Jahr, träumte man vom Aufstieg und spielte nach kurzer Zeit doch nur noch um die goldene Ananas. Früher in der Bundesliga gab es zu unserer Zeit wenigstens noch den UI-Cup (die Abschaffung ist ein Fußballkulturelles Drama) der einen mit ein paar Interessanten Trips für die Vorsaison entschädigte, aber alles nur Vergangenheit. Trotz der Misere machten sich immerhin gut 700 Löwenfans auf zum ersten Auswärtsspiel des msv60choreoJahres 2013, wo die Löwen auf die Zebras, den Meidericher Spielverein trafen. Duisburg ist immer eines meiner Lieblingsauswärtsziele, zwar keine sonderlich schöne Stadt, aber ein Traditionsverein durch und durch, dessen Fans mir recht sympathisch sind. Ja und ein anderer Grund ist das wir gegen den MSV immer recht gut aussehen, ganz so wie es das Naturgesetz bei Löwen und Zebras vorsieht.


Grad wenn es sportlich um nichts mehr geht, ist es schön zu sehen, was die Fans alles auf sich nehmen um Ihre Löwen trotzdem zu unterstützen. Manche kamen mit dem Auto, manche mit dem Bus, andere wiederum reisten mit dem Gammlerticket (SWT, Ländertickets etc.) oder dem ICE an. Dank dieser individuellen Anreisen verschiedenster Art ergeben sich viele verschieden Geschichten über die jeder für sich vielleicht noch in vielen Jahren schmunzeln wird, frei nach dem Motto „weißt du noch damals nach Duisburg?“.
Hier möchte ich mal die drei Touren verschiedener Gruppen bzw. Personen wiedergeben. Die erste Tour ist die der „Sektion Auswärtssuff“ (SAS), ein Gruppe von gut aufgelegten Löwenfans die zum Teil aus Niedersachsen kommen. Sie traten die Reise nach über Hannover nach Duisburg mit dem „Schönes-Wochenende-Ticket“ an und erlebten Ihre Fahrt wie folgt (A.F. Berichtet):


„Im Grunde genommen ging es bei uns ja um nix mehr. Nichts desto trotz hieß es Freitagabend wieder Tasche packen und nach viel zu wenig Schlaf schellte um 05:30 der Wecker. Fertig gemacht, Taxi bestellt und mit der 30er Kiste ab zum Bahnhof.  Am Bahnhof angekommen traute ich meinen Augen kaum. Da hatte man im Ticker vorher extra geschaut, welchen Anhängern anderer Vereine man unterwegs begegnen könnte und dann standen am Bahnsteig haufenweise Karnevalisten herum und betranken sich bereits fleißig. logosasLeider waren wir aus dem Norden diesmal nur zu Dritt, eine unterdurchschnittliche Zahl für unsere Sektion. Aber weiter Mitglieder aus dem Süden folgten später. Es war eine sehr süffige Zugfahrt, man sah zwar kaum andere Fußballfans, trotzdem herrschte eine sehr laute Geräuschkulisse. Lauter Karnevalisten, die leider nicht immer alles was Sie zischten bei sich behalten konnten. Bei Fußballfans hätte man sich mit Sicherheit sofort über die Lautstärke und das Erbrochene beschwert über Karnevalisten beschwert sich aber keiner, typisch halt. In Duisburg  angekommen trafen wir dann auf das nächste Mitglied der SAS welches aus Bonn angereist war. Leider neigte sich da schon unser Biervorrat dem Ende entgegen, so mussten wir noch schnell Proviant für die Rückfahrt besorgen und diesen wegsperren, bevor wir zum Stadion fuhren. Am Stadion angekommen ging es noch bisschen in die Gaststätte Seeblick (Seeterrasse) wo wir zwei weitere Mitglieder unserer Gruppe trafen. Nach einem „schön euch endlich wiederzusehen Bier“ machten wir uns schließlich endlich auf ins Wedaustadion, wo uns ein erfreuliches Spiel erwartete. Nach dem Spiel mussten wir recht schleunig zum Bahnhof, unser Zug ging relativ zeitig. Schnell das Schließfach geleert, ab aufs Gleis und…um  dort dann festzustellen, dass die ganze Hetzerei umsonst war. Unser Zug hatte natürlich Verspätung, wodurch wir auch unseren Anschluss verpassten. Naja, was sollte man erwarten, Bahn halt??? Nichts desto trotz waren wir drei dann alle gegen 22-22:30 Uhr wieder daheim und wir sind jetzt schon ganz heiß auf unserer „Heimspiel“ gegen Braunschweig Ende Februar.“


Die zweite Tour ging bereits am Freitag los, „Sechzig im Allgäu“ (SiA) machte sich diesmal „nur“ mit zwei 9ern auf den Weg nach NRW frei nach M.H. mit freundlicher Genehmigung von F.N.:
Zum ersten Auswärtsspiel im Jahr 2013 stand das Gastspiel beim MSV Duisburg auf dem Spielplan. Nachdem sich sowohl der Zeitpunkt, als auch die Terminierung sehr gut sialogomit einer ausgiebigen Kneipentour in Düsseldorf garnieren ließen, fackelten wir nicht lange und buchten die Tour sofort nach der Terminierung. Einen motivierten Reisetrupp zu finden war – völlig überraschend – überhaupt nicht schwer und so ging’s am Freitagnachmittag mit 14 Mann (bzw. Frau) Richtung Düsseldorf. Ein kleiner Teil der Gruppe wollte sich die Fahrt noch mit dem Spiel zwischen Wehen und dem Chemnitzer FC versüßen. Hat leider nicht ganz so geklappt. Aber der Reihe nach. Bereits in Memmingen ging es stark verspätet los und kurz hinter Ulm der nächste Schock – Stau. Kurz die Autobahn gewechselt – ein weiterer Schock – auch hier Stau. Nichts destotrotz waren wir weiterhin frohen Mutes es zum Spiel zu schaffen. Kaum war der Stau überstanden und wir hatten eine gute Stunde frei Bahn, standen wir schon wieder im Stau. Diesmal ging lange nichts und unsere Hoffnung Wiesbaden wenigstens zur zweiten Halbzeit zu erreichen war dahin denn am Ende sahen wir den Wellblechpalast nur von außen. So ging es weiter nach Düsseldorf wo wir den Abend noch recht “gemütlich” in einer nicht näher bekannten Kneipe sowie im Hotel ausklingen ließen. Das Aufstehen vorm Spiel fiel auch schon mal leichter trotzdem waren wir sehr zeitig in Duisburg. Vor dem Stadion noch die “Allgäuer-Zug-Fraktion” angetroffen und schon ging´s hinein. Nach dem Spiel wollten wir schleunigst heim. Die Rückfahrt verlief problemlos, so waren wir gegen 20:30 Uhr zurück im schönen Allgäu.


Tour Drei handelte schließlich  von meiner Fahrt in den Ruhrpott.msv60bier Ich fuhr mit zwei anderen Löwenfans wie immer die „noble“ Variante mit dem ICE. Los ging es nach viel zu wenig Schlaf um 06:49. Anfangs war ich noch ein bisschen ranzig, aber nach einem Energydrink kam ich so langsam in Fahrt und es kam Stimmung in die Bude. Das Bier floss recht fleißig die Kehle runter, vor allem mein geliebtes Gösser (steirische Brauerei von 1860). Um kurz vor 12 kamen wir schließlich am Niederrhein an, sperrten unser Zeug schnell weg und fuhren mit dem Shuttlebus zum Stadion. In diesem Bus trafen wir dann zwei Zebras (dank Karneval ist das wortwörtlich zu nehmen) welche noch zwei Mischungen dabei hatten. Uns boten Sie sofort die Mischung Rhabarbersaft mit Vanillezucker und einem Drittel Korn an, welche wir dankend annahmen und runter kippten. Das hob die Laune zusätzlich an. Ich begab mich nicht in den Gästeblock sondern nahm meine Schiedsrichterkarte und saß (bzw. stand) mit zwei Mitglieder der SR-Reisegruppe so auf dem Oberrang der Gegengerade direkt oberhalb des Gästesektors. Damit wir keinen Blödsinn machen passten ein paar Polizisten auf uns drei auf. Zum Intro hatten die Buam wieder eine kleine aber feine Choreo auf die Beine gestellt, welche dem 65. gutbehütetTodestag von Karl Valentin gewidmet war. So prangte oberhalb des Gästeblocks folgendes Banner:  Zunächst zeigte es die Silhouette von Karl Valentin selbst, anschließend seinen Spruch „Jede Sache hat drei Seiten: Eine Positive, eine Negative und eine Komische“. Dieser Spruch wurde auf den TSV 1860 bezogen in dem bei „Positive“ ein Pfeil auf die Fans zeigte, bei „Negativ“ das Muster der Roten Arena eingebaut wurde und bei  „Komische“ das „o“ durch ein Konterfei von Hasan Ismaik ersetzt wurde. Dazu hielten die Fans im Stehplatzbereich weiße und blaue Folienschals hoch. Ein gelungenes und kreatives Intro zum Spiel, danke noch mal an die GB für die Arbeit. Auch wenn die Löwen bereits nach neun Minuten in Rückstand gerieten, spielten Sie richtig gut und Bobby Wood glich nach 15. Minuten aus. Vier Minuten vor der Pause bekamen die Zebras dann einen Berechtigen Handelfer zugesprochen, welchen Gabor Kiraly jedoch klasse parierte. Sekunden vor dem Pausenpfiff brachte Kai Bülow Sechzig schließlich in Führung. Die beste seiner wenigen Chance zum Ausgleich hatte der MSV schließlich in der 81. Minute als erneut Gabor Kiraly glänzend reagierte. Im direkten Gegenzug war es dann Moritz Stoppelkamp der das finale 3:1 erzielte. AUSWÄRTSSIEG!!msv60jubel Endlich mal wieder, so einen Spaß hatte ich im Stadion bei den Profis schon lange nicht mehr. Ob es an der geilen Ergebnis oder dem Zebradrink lag kann ich nicht genau sage, wohl eine Mischung aus beidem. Auch die Stimmung im Gästeblock war recht zufriedenstellend, wobei viel zu selten der gesamte Gästeblock mitzog. Zurück am Duisburger Hbf. führten wir uns noch einen Dönerteller zu Gemüte und besorgten etwas Flüssigproviant, bevor unser Zug um kurz nach vier zurück nach München fuhr. Die knapp fünf Stunden Fahrt waren dann recht kurzweilig. Da wir ein Abteil ergattert hatten konnten wir die ganze Zeit Musik hören, was die gemütliche Runde zusätzlich aufgelockert hat. Um viertel nach 9 waren wir schließlich erschöpft aber glücklich zurück in der schönsten Stadt der Welt.

Bereits am Freitag geht die Tour um die goldene Ananas weiter, wenn wir die roten Freunde aus Bochum empfangen.
Auf die Löwen!

50 Jahre Élysée -Vertrag, 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft, ist zurzeit eines der Außenpolitischen Themen überhaupt. Zu diesem Jubiläum gibt es in beiden Ländern zahlreiche Veranstaltungen und natürlich darf ein Fußballländerspiel auch nicht fehlen. Da das Spiel im Stade de France, dem französischen Nationalstadion stattfand, war für mich klar, ich besuche mein erstes DFB-Auswärtsspiel seit fast genau fünf Jahren.

Von München aus ist Paris inzwischen bequem und direkt mit dem TGV zu erreichen. Die Fahrt von der bayerischen Landeshauptstadt in die Hauptstadt der „Grande Nation“ dauerte knappe sechs Stunden, da lohnt sich das Fliegen kaum noch.FRAGER2 Abfahrt war um halb sieben in der Früh, so ist man pünktlich zum Mittagessen am Gare de l´Est in Paris. Egal wie oft man schon dort war, Paris ist immer eine Reise wert, auch wenn es in Frankreich mit Sicherheit noch schönere Städte gibt! So konnte man die Zeit bis zum Anstoß am späten Abend noch mit etwas Sightseeing und einem Kneipenbesuch überbrücken, wobei die Bierpreise in den Lokalitäten mit bis zu 8 € für eine Hoibe sehr deftig sind. Diese Bierpreisepolitik ist einer der Gründe warum wir bei unseren Coupé-de-France-Touren das Bier Palettenweise selbst mitbringen. Von der Pariser Innenstadt ist das Stadion super mit der S-Bahn zu erreichen, die Fahrt dauert keine zehn Minuten. Allerdings muss man höllisch aufpassen, dass man in die Richtige Bahn steigt, denn die richtige Linie ist nicht gleich die richtige Bahn. In Paris halten nicht immer alle S-Bahnen der gleichen Linie an allen Bahnhöfen. Jeder Zug hält nur an bestimmten Haltestellen und so kann es passieren, dass man am Zielbahnhof durchfährt und unfreiwillig zwei Stationen weiter weg als geplant rauskommt. Wenn man jedoch mit oder ohne Umweg am richtigen Bahnhof aussteigt, muss man nur noch knapp 5-10 Minuten laufen und schon steht man vor dem französischen Nationalstadion.

FRAGER3Dort angekommen ging es sofort ins hinein, denn wir wollten noch ins DFB-Fanzelt um unsere Freigetränke abzustauben. Wir als unerfahrene Nationalelfauswärtsfahrer dachten es handle sich dabei tatsächlich um ein kleines Zelt mit ein paar Bierbänken oder Stehtischen oder so. Aber in Wirklichkeit war es nur ein Kiosk in DFB-Verkleidung, wo Fanbetreuer das offizielle Catering des Stade de France vertickten. Wenigstens war ein Getränk umsonst, allerdings gab es kein Bier (bzw. nur ohne Stoff was für mich nicht als Bier gilt), was die Freude über den Gutschein auch etwas trübte. Die Preise im Stadion waren sogar für französische Verhältnisse der Hammer! Für uns gab es ein echtes Spezialangebot (stand so auf dem Schild), eine Frankfurter für schlappe 6 €. Daher hieß es hungrig und durstig in den Block zu gehen um endlich den ersten Eindruck vom Stade de France zu bekommen. Das Stade wirkt mit seinen drei Rängen welche um eine Laufbahn geschwungen sind sehr mächtig und richtig beeindruckend. Richtig voll war das Stadion zu Beginn noch nicht, aber wie es in Frankreich halt so ist, kommen viele erst kurz vor knapp und daher zu spät im Stadion an. Aber bis zur 20. Spielminute war das Stadion proppenvoll, am Ende vermeldete man 75.000, ausverkauft.

„Los ging es um 21:00 Uhr und die DFB-Elf legte ein super Spiel hin und gewann das Match trotz Rückstandes noch verdient mit 2:1. Damit gewann Deutschland das erste mal seit dem 17. März 1935 auswärts gegen Frankreich, was für ein historischer Abend“ – Das ist das was ich von anderen Deutschlandfans mitbekommen habe und wie es die Medien gesehen haben. Es ich manchmal faszinierend wie unterschiedlich die Sichtweisen auf ein Spiel sein können. Während wie bereits erwähnt alle voll des Lobes für Jogis Team waren, fanden meine Mitfahrer und ich das Spiel langweilig und schlecht. Die ersten 25. Minuten waren so langweilig das wir uns mehr für die zahlreichen Versuche französischer Fans eine LAOLA-Welle zu starten interessierten (was dann irgendwann auch mal klappte). Nach einer guten halben Stunde wurde das Spiel etwas besser. Allerdings merkte man einfach, dass sich kein Spieler verletzten wollte daher war das Spiel relativ körperlos. Der Sieg für die DFB-Elf geht am Ende auf jeden Fall in Ordnung, besser war unsere Nationalelf auf jeden Fall. Dass es sich dabei um einen historischen Sieg handelte erfuhr ich erst am nächsten Tag als ich beim Mittagessen am Triumphbogen kurz im Internet stöberte. Ein etwas stolzer Moment war, als kurz vor Schluss Lars Bender für irgendeinen Roten eingewechselt wurde, so hatte ich auch mein Stück „Sechzig München“ in Paris.


Ja die Stimmung, Sie war die größte Enttäuschung überhaupt. Ich hab mich seit Wochen auf eine richtige Hammergeile Stimmung im Stade de France gefreut. Aber daraus wurde mal gar nichts. Es ging schon bei der Nationalhymne los. Ich erwartete eigentlich das alle Franzosen im Stadion in brünstig mitsingen, aber ich hörte mehr den Armeechor als die Fans. Auch der Support war sehr sporadisch. Nur ab und an ertönte das bekannte „Allez, le Bleu“ das war´s aber auch. Irgendwie ist es schwer bei den Franzosen überhaupt von Fankultur zu sprechen.FRAGER4 Ich glaube regelmäßige Stadiongänger waren die wenigsten Zuschauer. Viele Jugendgruppen und Eventis, wie bei Heimspielen unserer Nationalelf auch. Aber gut ich bin selber schuld. Ich habe aufgrund meiner TV-Erfahrungen mit dem Stade de France die Messlatte sehr hoch gelegt und jetzt wenn ich so nachdenke fällt mir schnell ein wo der Fehler liegt! Wann hatten wir in Deutschland schon TV-Erfahrung mit der Équipe Tricolore gemacht? Natürlich bei der WM vor 15 Jahren. Und klar, bei einer WM im eigenen Land ist die Euphorie und damit die Stimmung gigantisch. Auch im deutschen Fanblock war die Stimmung erbärmlich bis nicht vorhanden. Ein bisschen „Hurra hurra die Deutschen die sind da“, hier und da mal „Schlaaand, Deutschlaaaand“ und zweimal „Mexico“ mehr war es nicht. Dazu kommt, dass wenn mal supportet wurde nur ein Bruchteil des Sektors mitmachte. Bei den Toren war die Stimmung natürlich am besten, was mich schon so einem sarkastischen „Sing when your winning“ veranlasste. Vielleicht meint jetzt jemand, ich habe nur eine negative Sichtweise, könnte sein! Es war arschkalt, man war hundemüde, hatte Hunger und Durst, das trübt einem die Laune schon etwas. Nach dem Spiel hatten wir noch gute 10-15 Minuten Blocksperre, anschließend machten wir uns auf zur S-Bahn. Das Abfertigen der Zuschauer ging überraschend schnell, so war man zügig wieder in der Innenstadt und konnte sich dem Nachtprogramm widmen.

FRAGER5Auch wenn ich von ein paar Punkten etwas enttäuscht war, ist das Fazit trotzdem Positiv. Es war einfach ein geiles Erlebnis und endlich konnte ich den Ground „Stade de France“ abhaken und wieder mal ein bisschen Paris erleben. Das ist auch das einzige was mich an der Nationalmannschaft reizt! Stadion, Stadt, Land und Leute. Das Team selber kommt für mich erst an zweiter Stelle. Ich bin zwar Fan der Nationalmannschaft, aber Ihr jetzt aus Liebe hinterherzufahren, dass kommt für mich nicht in Frage, dass gibt es nur für Sechzig. Ansonsten freue ich mich schon auf meinen nächsten Besuch in Frankreich, egal ober Liga oder Pokal, es gibt viel zu sehen.

Freitag, 08 Februar 2013 17:13

Die Hoffnung stirbt wie immer viel zu Früh!


60fck2013mondayEndlich war es soweit die zweite Liga startete in die Frühjahrssaison und das als letzte der drei obersten Ligen. Warum das so ist weiß kein Mensch, was soll´s. Zum Auftaktspiel gegen unsere Freunde vom Betzenberg meinte es die DFL besonders gut mit uns und schenkte und gleich das Montagsspiel. Was ist ätzender als ein Spiel am Montagabend bei
Nasskaltem Wetter? Nicht viel so viel sei gesagt.

Für Sechzig ging es darum endlich mal wieder für positive sportliche Schlagzeilen zu sorgen, nachdem das Sportliche in der Winterpause wie allzu oft in den Hintergrund rutschte. Ein Sieg gegen die roten Teufel wäre da genau das Richtige, denn man käme auf zwei Punkte an den Relegationsplatz ran.

An dem unglaubliche Theater in der Winterpause kam auch unsere Fankurve nicht vorbei, wie sollte Sie auch. Dem Chaosverein wurde daher von den Giasinga Buam eine Choreo gewidmet. 14 blaue und 14 weiße Folienstreifen wurden über die mittleren 40 Meter der Nordkurve gezogen und an den unteren Zaun geführt wo ein ebenso langes Banner mit der Aufschrift „der CHAOSVEREIN lebt wie eh und je“ hing. Ein tolles Bild, was durch die Fahnen, Luftballons, Doppelhalter und Schals welche die Fans zwischen den Streifen schwenkten bzw. wedelten perfektioniert wurde. Auch der kleine blaue Rauchtopf am Rand trug60fck2013seinen Teil dazu bei. Aber auch die Kritik kam nicht zu kurz, so wurden zu der Thematik zwei Spruchbänder hochgehalten. Das eine lautete „ Alter Schwede, was für eine Winterpause“ was sich auf die Posse um Sven-Göran Eriksson bezog. Das zweite Spruchband war direkt an unseren „geliebten“ Investor gerichtet und das in Englisch, schließlich soll er es auch verstehen. „Ismaik what did the DFL Say ?! Ever heard of 50+1 ?!. Eine Anspielung darauf das Ismaik bei der DFL petzen wollte, dass Dieter Schneider sich an die 50+1 Regelung hält. Auch die Fans der Pfälzer taten Ihre Meinung zu 50+1 kund, „Keine Macht den Investoren 50+1 bleibt“ prangte auf deren Spruchband. Danke dafür!

Das Ende des Spiels war für viele ein Schock. Kurz vor Schluss das 0:1 zu kassieren ist immer bitter und besonders 60 kassiert relativ häufig solch späte Gegentore. Aber diesmal war es noch eine Nummer härter als sonst. Die Mannschaft hatte doch relativ gut gespielt und vor allem in der ersten Halbzeit klar die Mehrzahl an brauchbaren Chancen gehabt. Auch die Stimmung im Stadion war für Allianz-Arena-Verhältnisse sehr gut. Der Wille noch was zu bewegen war auf den Rängen sowie auf dem Platz spürbar! Umso größer war die Enttäuschung nach dem Gegentor. Damit verabschieden sich die Münchner Löwen mal wieder sehr frühzeitig aus dem Aufstiegsrennen und man kann sich getrost auf die zehnte Zweitliga Saison in Folge einstimmen. Da bleibt nur zu hoffen, dass es wenigstens interessante Auf- und Absteiger gibt. Sportlich wünsche ich dem FCK weiterhin alles Gute im Aufstiegsrennen. Auch wenn mir der Besuch im 12. Mann sowie auf dem Betzenberg fehlen wird, besser Ihr als wer anders.

Was mich nach dem Spiel wieder besonders aufgeregt hat, waren die folgenden teilweise sinnfreien Diskussionen. War die Mannschaft gut oder nicht?“ Der Trainer muss weg“ oder „Wir wollen nur einen Startrainer wie Eriksson“. Aber eine der Diskussionen die mich am meisten langweilt ist die um die Zuschauerzahlen. 19.100 Zuschauer kamen zum “Topspiel“ in die Drecks Arena. Ich persönliche finde die Zahl in Ordnung, vor allem für ein Montagsspiel. Aber andere finden alles unter 25.000 eine Katastrophe und meinen dass der Gesamtschnitt von knapp 20.000 Zuschauern in der Saison schlecht ist. Dabei ist ein Schnitt von 20.000 absolut Top! Leer sieht es nur aus weil wir in dieser hässlichen für uns 60fck2013ismaikbandübergroßen Kiste spielen (müssen). 20.000 das hätte in derselben Situation nur sehr wenig andere Vereine. Bei allen Clubs die in den letzten Jahren am Ende der Saison einen besseren Schnitt als wir hatten ging es um was oder man schwamm auf der Euphoriewelle weil man endlich in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist. Was hatten wir? Neun Jahre fast ausschließlich sinnlosen Fußball im Niemandsland der zweiten Liga. Dazu einen Skandal nach dem anderen, ein Kasperletheater nach dem anderen, eine Beinaheinsolvenz nach der anderen, demütigende Rettungen durch den Erzfeind und schließlich als Krönung einen „Investor“. Vereine wie Köln, sind spätestens im zweiten Jahr wieder aufgestiegen, Frankfurt und Hertha sofort wieder hoch. Düsseldorf war in der Aufstiegseuphorie uns steigerte sich von Jahr zu Jahr bis zum Aufstieg in die Bundesliga. Stellt euch mal vor der 1.FC Köln würde das passieren was uns passiert ist und im Borussiapark zur Untermiete spielen? Oder Fortuna beim 1.FC Köln, die Eintracht beim OFC?! Ich glaub nicht, dass der Zuschauerschnitt im neunten Jahr Bundesliga zwei immer noch so gut wäre. Wir haben schon sehr leidensfähige Fans auch wenn ich von vielen die Vereinspolitische Einstellung nicht teile muss man das einfach mal sagen.

Ja das war´s für heute, Mehr gibt es zu dem Spiel nicht zusagen, Morgen geht’s nach Duisburg, Spiel um die Goldene Ananas Teil 1.

Einmal Löwe immer Löwe

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