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Back Aktuelle Seite: Aus der Kurve Aktion
Mittwoch, 21 November 2012 12:27

Fast 49.000 fühlen sich sicher!

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sicher initiativeVor nunmehr drei Wochen ist die Initiative "Ich fühl mich sicher" gestartet. Inzwischen haben sich fast 49.000 Fans auf der Webseite in die Liste eingetragen und damit deutliche gemacht: Wir fühlen sich sicher.

Daran werden auch die neuesten geheimen Unterlagen der ZIS nichts ändern, die durch die BILD heute in einer Gewalt-Tabelle verarbeitet wurden.  Wir haben besorgte Bild Leser auf der Straße nach den Erfahrungen im Fußballstadion gefragt und folgende, beängstigende Antworten erhalten.

Hans B: "Ich musste beobachten, wie unbekannte Männer aus dem Nichts aufeinander los sind. Hemmungslos und außer Kontrolle. Absolut dramatische Szenen. ich war froh das in der zweiten Halbzeit kein Tor mehr gefallen ist."

Werner A: "Ich stand an der Wurstbude hinter der Kurve, als auf einmal in der Schlange nebenan jemand gedrängelt hat. ich hatte Totesangst, war ja schliesslich kurz vor dem verhungern"

Rolf K: "Auf dem Weg zum Stadion musste mein 17 jähriger Sohn im Zug die ganze Zeit beim Nebenmann in die Zeitung schauen und hat dort auf Seite 3 nackte Frauen gesehen. Ich weiß nicht ob ich ihn so überhaupt noch alleine ins Stadion gehen lassen kann. Der Junge war danach total von der Rolle"

Die Antworten entstammen dem Gedächtnisprotokoll des Autors und sind so, oder so ähnlich, nie geäußert worden.

Sind wir nach den geschilderten Erlebnissen tatsächlich sicher? Wenn ja, hast du hier die Möglichkeit dich ebenfalls als sicherer Stadionbesucher zu outen

 

Alle anderen können ein Bild-Abo bestellen.

fcn-fcb jeno-konrad choreoWährend über die Pyro-Einlage des Münchner Anhangs schon kurz nach dem Spiel geschrieben wurde, rückte die Kurvenchoreo der Nürnberger Nordkurve zunächst in den Hintergrund. Dabei sind die geschichtlichen Hintergründe und der Anlass sogar mehr als eine kurze Schlagzeile wert. Der 1. FC Nürnberg würdigt auf seiner Seite nun nicht nur die aufwendige Arbeit sondern auch das deutliche Zeichen der Choreo, die durch die Ultras Nürnberg organsisiert wurde.

Donnerstag, 15 November 2012 19:05

Bundesweite Fanproteste gegen DFL-Sicherheitskonzept geplant

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bundesligaEs ist noch knapp ein Monat bis zur Ligaversammlung am 12. Dezember. Im Streit um das DFL-Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis" verschärft das BVB-Online-Fanzine "Schwatzgelb" nun den Ton und ruft zum Protest gegen die Ideen der Funktionäre auf. Auf ihrer Internetseite veröffentlichte das Portal diesen Text:

"Gegen das umstrittene DFL-Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis" wird es im Vorfeld der Ligaversammlung am 12. Dezember zu bundesweiten und ligaübergreifenden Fanproteste kommen. Fans aller Couleur sollen dabei ausdrücklich mit ins Boot genommen werden. Über diese gemeinsame Initiative zahlreicher Fanszenen in Deutschland haben die Dortmunder Gruppen The Unity, Jubos und Desperados am gestrigen Mittwochabend in der „Kaktus Farm" rund 60 BVB-Fanclubvertreter informiert. Außerdem: Weil unser BVB leider selbst darüber schweigt, wie er zu den einzelnen abzustimmenden Maßnahmen des Konzeptpapiers steht, sollen die Einwände und Forderungen von Fanseite gegenüber den Vertretern Borussia Dortmunds erneuert werden.

Schweigen im Block und eine Demo für den Erhalt der Fankultur

Am Rande des jüngsten Fangipfels in Berlin haben sich die Fanszenen bundesweit auf spür- und hörbare Protestmaßnahmen geeinigt, um eine flächendeckende mediale Aufmerksamkeit zu generieren. Ab dem 14. Spieltag rufen sie Anhänger aller Vereine dazu auf, die jeweils ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden der Partien schweigend im Block zu verfolgen und erst danach richtig Gas zu geben. Diese Aktionen sollen den Verantwortlichen aus der Politik sowie von Verbänden und Vereinen deutlich vor Augen führen, welch gewaltige Sprengkraft für unsere hiesige Fankultur die geplanten Repressionen bergen, über die die Ligaversammlung am 12. Dezember – nach unseren Informationen einzeln und nicht im Paket – abstimmt (Link: Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis").

Höhepunkt der Proteste, zumindest auf Dortmunder Boden, ist eine Demo für den Erhalt der Fankultur am 8. Dezember. Vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg sollen Heim- und Gästefans gemeinsam, farbenfroh und lautstark durch die Stadt ziehen, die genaue Route wird noch erarbeitet. Es lohnt sich, den Termin bereits jetzt rot im Kalender anzustreichen! Ähnliche Aktionen sind an diesem Spieltag übrigens in den Zweitligastädten Duisburg, Köln und Paderborn geplant.

Unter den schwarz-gelben Fanclubvertretern in der „Kaktus Farm" herrschte am Mittwochabend große Einigkeit über diese Schritte, wenn auch gerade das Schweigen zu Beginn dreier Partien keinem BVB-Fan auf der Nord-, West-, Ost- oder Südtribüne leicht fallen werden. Dennoch ist man aufgrund der gut vernetzten Dortmunder Fanszene überzeugt, eine breite Masse für die gemeinsamen Proteste gewinnen zu können. Bereits am Samstag vor dem Heimspiel gegen Fürth werden die Besucher des Westfalenstadions mit Info-Flyern versorgt.

Neuer Druck auf die BVB-Vereinsführung

Während Vereine wie Union Berlin, der Hamburger SV, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC und der 1. FC Köln – um nur ein paar zu nennen – das Konzept „Sicheres Stadionerlebnis" der DFL aktiv kritisieren und zum Teil auch Gegenentwürfe erarbeitet haben, hüllt sich Borussia Dortmund weiterhin in Schweigen. Die Verantwortlichen möchten keine Wasserstandsmeldung darüber abgeben, wie sie konkret zu den diskutierten Repressionen stehen, was unter uns BVB-Fans ein unangenehmes Gefühl der Unsicherheit zur Folge hat.

Zwar machten insgesamt zwölf Dortmunder Fanlcubs, Ultra-Gruppierungen und Fanzines ihre erheblichen Bedenken bereits in einem gemeinsamen Gespräch mit DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball und Dr. Christian Hockenjos, der Borussia Dortmund in der „Kommission Sicherheit" vertritt, deutlich (siehe Stellungnahme vom 31. Oktober). Doch seitdem ruht der Dialog. Die 60 Fans in der „Kaktus Farm" waren sich deshalb einig, die Einwände, Forderungen und Verbesserungsvorschläge gegenüber unserem Verein nun mit Nachdruck zu erneuern, um dem unbefriedigenden Status quo entgegen zu wirken.

Update, 14.00 Uhr: Soeben hat die DFL in einer Pressemitteilung weitere Schritte zum Thema Sicherheit unter Einbeziehung der Rückmeldungen der Klubs sowie verschiedenster Fanorganisationen innerhalb der AG Fanbelange angekündigt. Den Vereinen solle nun ein "erweiterter Maßnahmenkatalog" vorgelegt werden, über das bis zum 22. November vor Ort beraten werden könne. Ein Automatismus, wonach Fan-Gruppierungen in ihrer Gesamtheit bei Fehlverhalten einzelner bestraft werden, soll laut der DFL ebenso wenig Inhalt des neuen Papiers sein wie statuarische "Vollkontrollen". Auch ein kurzfristiges Treffen mit diversen Fanvertretern sei geplant."


Erschienen auf schwatzgelb.de (15.11.2012)

Freitag, 09 November 2012 10:45

Wenn Chaoten zündeln

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pyro vfb2 Tore in Kopenhagen, erster Sieg in der Europapokal Gruppenphase und damit wieder im Rennen um den Einzug in die nächste Runde. Ibisevic und Harnik sorgten mit ihren Toren für sportliche Klarheit auf dem Platz und haben die 2.000 mitgereisten Fans damit jubeln lassen. Harnik war es auch, der auch schon in der 36. Minute versuchte, auf die Emotionen des Stuttgarter Anhangs Einfluss zu nehmen. Negativer Hintergrund: Eine Spielunterbrechung, verursacht durch Pyro-Einlage im Gästeblock.

Donnerstag, 08 November 2012 18:36

Bayerns Fans protestieren gegen neue Einlasskontrollen

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fc bayernDer Streit zwischen dem FC Bayern und einem Teil seiner Fans hat sich weiter verschärft: In den Blöcken 112 und 113 sind gestern Abend beim 6:1-Kantersieg gegen den OSC Lille erneut zahlreiche Plätze leer geblieben. Die Anhänger protestieren damit gegen die verschärften Einlasskontrollen an den beiden stimmungsvollsten Blöcken.

In der Vergangenheit sorgte ein intensiver Blockschmuggel für vollkommen überfüllte Ränge. Der Verein reagierte und sorgte dafür, dass sich alle Karteninhaber nach dem Drehkreuz an einem weiteren Schalter anstellen mussten, um sich für die Blöcke 112 und 113 neue Karten ausstellen zu lassen. Erst mit diesen neuen Karten darf man die Blöcke neuerdings betreten. Die Schlachtenbummler vom „Club Nr. 12“ kritisieren auf ihrer Internetseite:

„Die nun von der Vereinsführung umgesetzten Änderungen gehen jedoch aus Sicht fast aller Fans weit über das aus Sicherheitsaspekten notwendige Maß hinaus. Dadurch werden viele Fans, die unsere Mannschaft wie gewohnt von ihren Plätzen hinter dem Tor anfeuern wollen, unnötiger Weise aus der Fankurve ausgesperrt. [...] Mit der neuen Regelung wird jedoch sichergestellt, dass sich maximal 1385 Fans in diesem Bereich aufhalten können. Über 400 weniger, als bei Bundesligaspielen in den vergleichbaren (ebenfalls bestuhlten) Nachbarblöcken Eintrittskarten verkauft werden.“

Aus Protest gegen die neuen Sicherheitsvorkehrungen ließen zahlreiche Zuschauer ihren Platz gegen Lille nun gänzlich unbesetzt. Eine Reaktion, die Vereinspräsident Uli Hoeneß nicht verstehen kann. Es gebe nun einmal Vorschriften seitens der UEFA, an die sich der FC Bayern halten müsse. Eine Einigung in diesem Streit scheint nicht in Sicht...

Montag, 05 November 2012 20:29

Fans designen das Trikot des FC St. Pauli

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traumtrikot teaserHeute künden wir Euch an dieser Stelle gerne eine Aktion des FC St, Pauli in Zusammenarbeit mit deren Hauptsponsor, der Deutschen Fernsehlotterie, und Ausrüster, Do You Football, an. Alle Fans und Gönner des Vereins können ab sofort Trikotentwürfe einreichen, die am Ende sogar getragen und verkauft werden. Hier ist die komplette Pressemitteilung:

 

 

Donnerstag, 01 November 2012 11:24

Neue Initiative 'Ich fühl' mich sicher' ist gestartet

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sicherUnd weiter geht's: Im Rahmen der öffentlichen Debatte um die Sicherheit in deutschen Stadien hat das Online-Portal "Schwatzgelb" die Initiative "Ich fühl' mich sicher" gestartet. Auf der Homepage http://www.ich-fuehl-mich-sicher.de können sich alle Leute eintragen, die sich bei ihren Stadienbesuchen noch gut behütet fühlen und keine Angst vor Mord und Totschlag haben. Zu den Hintergründen heißt es auf der Seite:

"Am 1. November 2012 haben wir "Ich fühl‘ mich sicher!" ins Leben gerufen. Warum? Als regelmäßige Stadiongänger sind wir fest davon überzeugt, dass der Besuch eines Fußballspiels hierzulande  nicht mit einem erheblichen Sicherheitsrisiko verbunden ist. Doch die vermehrten Diskussionen um Gewalt beim Fußball offenbaren eine große Diskrepanz zwischen der subjektiv empfundenen Sicherheit der Stadionbesucher und der  in den Medien und von der Politik vermittelten Unsicherheit.

Um diesem Zerrbild entgegenzuwirken, möchten wir uns zusammenschließen und gemeinsam sagen: "Wir fühlen uns sicher!" Lasst uns die Deutungshoheit über uns Fans nicht jenen überlassen, die die Stadien nur von außen kennen. Jenen Politikern und (Polizei-)Lobbyisten, die mit ihren ständigen Rufen nach härteren Strafen vor allem Wahlkampf- und Eigeninteressen verfolgen. Dem möchten wir ein schlagkräftiges Argument entgegensetzen: Nämlich die große Masse, die Woche für Woche angstfrei in die hiesigen Stadien strömt, und deren Größe und Vielfalt wir auf "Ich fühl‘ mich sicher!" dokumentieren möchten.

Wir wollen ihr eine Stimme geben!

Keine Frage, Gewalt im Fußball existiert, wie sie in der Gesellschaft existiert. Sie hat aber bei weitem nicht den Stellenwert, der ihr in der öffentlichen Diskussion zugeschrieben wird. Und insbesondere IN den Stadien sind gewalttätige Auseinandersetzungen so gut wie kein Thema. Sie spielt sich hauptsächlich im Umfeld der Spielstätten ab.

Zur Versachlichung: Rund  17,6 Millionen Menschen haben in der Saison 2010/2011 die Spiele der ersten und zweiten Bundesliga besucht. Nach Statistiken der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) der Polizei wurden dabei 846 Personen verletzt, wobei die Statistik weder Verletzungsursache noch die Schwere explizit ausweist. Unter knapp 21.000 Besuchern findet sich damit ein einziger Verletzter, was wir zur Veranschaulichung auf dieser Seite einmal gekennzeichnet haben.

Wohl kein Volks- oder Straßenfest, kein Musikkonzert, kein Festival und keine andere Großveranstaltung in diesem Lande dürfte so sicher sein. Hunderttausende  strömen Woche für Woche ins Stadion, ohne jemals mit Gewalt in Berührung zu kommen.

6.061 Fußballfans (0,035 Prozent) wurden im Laufe der Saison vorläufig fest- oder in Gewahrsam genommen, gegen fast ebenso viele Stadionbesucher (5.818 bzw. 0,033 Prozent) wurden Strafverfahren eingeleitet. Wie auch die Anzahl der von der Polizei zu leistenden Einsatzstunden, die in den letzten zwei Jahren um mehr als 25 Prozent gesunken ist, sind auch diese beiden Zahlen rückläufig.

Interessante Vergleichs-Details am Rande:  In Innenminister Friedrichs Heimat-Freistaat kam das Münchner Oktoberfest im vergangenen Jahr bei nur rund sieben Millionen Besuchern auf immerhin 10.322 Verletzte, das sind mehr als 600 verletzte Personen an jedem einzelnen "Spieltag". Und von rund 82 Millionen Bundesbürgern wurden im selben Jahr knapp 400.000 Menschen im Straßenverkehr verletzt, also 0,5 Prozent. Als Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer am Straßenverkehr teilzunehmen, ist damit etwa 100-mal gefährlicher als das Stadion unseres Lieblingsvereins zu besuchen. Und trotzdem fahren Familien immer noch unbesorgt gemeinsam in den Sommerurlaub.

Und die Kosten?

Auf mehr als 100 Millionen Euro sollen sich die Kosten belaufen, die dem Staat und damit uns allen durch Polizeieinsätze beim Fußball entstehen. Das ist zweifelsohne viel Geld.  Laut einer Studie der Unternehmensberatung "McKinsey" aus dem Jahr 2010 stehen demgegenüber allerdings Steuereinnahmen von rund 1,5 Milliarden, die allein durch die deutschen Profiklubs geleistet werden."

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