Im November 2012 wurde die Initiative „Lübeck für den VfB“ von Mitgliedern und treuen Fans des Vereins ins Leben gerufen. Die Initiative hat sich gegründet, um den Negativentwicklung im Verein in den letzten Jahren entgegen zu wirken. Dazu ist es sicherlich hilfreich, einen kurzen Überblick über die letzten Jahre beim VfB Lübeck zu geben.
2x Insolvent innerhalb weniger Jahre
Dass es finanziell beim VfB Lübeck gar nicht gut aussieht, ist schon seit einiger Zeit kein Geheimnis mehr. Bereits im Jahr 2008 musste erstmals Insolvenz angemeldet werden, da den Verein mehrere Millionen Euro Schulden drückten. Glücklicherweise fand das Verfahren 2010 einen positiven Ausgang.
Dennoch konnte sich der Verein auch nach dem Insolvenzverfahren finanziell nie wirklich erholen. Nach einem kurzen sportlichen Hoch und einem 3. Platz in der Saison 2010/2011 ging es in der darauffolgenden Spielzeit wieder bergab. Auch aufgrund der sportlichen Bedeutungslosigkeit 2011/2012 (nur ein Aufsteiger- keine Absteiger) kehrten immer mehr Zuschauer dem VfB den Rücken.
Auch in der jetzigen Spielzeit 2012/2013 wurde es nicht besser - im Gegenteil. Der Saisonstart verlief schwach, zudem konnte sich kaum noch jemand mit den Spielern auf dem Platz identifizieren. Zu allem Überfluss gab es bereits im Oktober wieder erhebliche finanzielle Probleme. Viele Mitglieder hatten daraufhin genug und wählten bei der Jahreshauptversammlung Ende Oktober den Aufsichtsrat ab. Ebenso wurde Aufsichtsrat und Vorstand die Entlastung verweigert. Nur wenige Tage nach der JHV musste der Vorstand wenig überraschend erneut Insolvenz anmelden.
Gründung Initiative „Lübeck für den VfB“
Anfang November gründete sich dann die Initiative „Lübeck für den VfB“. Denn schließlich war klar, dass es viele Anhänger gibt, die sich für den VfB einbringen und ihm nicht tatenlos beim Sterben zusehen wollen.

Die Lage schien zunächst relativ aussichtslos. Durch die im Nachhinein vollkommen richtige Entscheidung, den Aufsichtsrat abzuwählen, stand der Verein nun zunächst ohne dieses Gremium dar. Ein erster Schritt konnte mit der Wahl eines neuen Aufsichtsrates gemacht werden. Hierfür konnten kompetente und dem VfB nahestehende Personen gefunden werden, welche sich seit ihrer Wahl mit großem Engagement für die Rettung des Vereins einsetzen.
Aktionen zur Unterstützung des Vereins
Die Initiative steht dem Aufsichtsrat bei diesem schwierigen Unterfangen jederzeit zur Seite und hat seit Gründung schon viele Aktionen zugunsten des VfB gestartet.
So gab es anstelle des ausgefallenen Heimspiels gegen Cloppenburg ein Soli-Suppen- Essen und Winterpausenkartenverkauf zugunsten des VfB sowie einen Glühweinstand auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt am letzten Adventswochenende. Sämtliche Erlöse hieraus gingen auf ein Retterkonto, welches von der Initiative ins Leben gerufen wurde. Weiterhin wurde von vielen VfB- Anhängern fleißig auf dieses Konto gespendet, sodass sich aktuell ein Betrag von über 30.000€ auf dem Konto befindet.
Neben dem finanziellen Erfolg konnte aber auch ein neues „Wir-Gefühl“ unter allen VfBern erreicht werden. Allen ist klar, dass nur gemeinsam die Rettung des Vereins erreicht werden kann. Dies zeigt auch der Umstand, dass viele Aufsichtsratsmitglieder und weitere Vereinsvertreter sich an beiden Aktionen beteiligten. Zudem konnte gerade durch den Glühweinstand das Image des Vereins in der Stadt wieder etwas aufgewertet werden. Viele Lübecker interessierten sich für die Initiative und unterstützten den VfB gerne.

Durch weitere zugesagte 150.000€ zur Deckung der Kosten für den Spielbetrieb ab Januar 2013 durch Sponsoren bzw. Spender konnte nun zunächst die Löschung aus dem Vereinsregister vermieden werden.
Aussichten für die Zukunft
Zunächst wird weiterhin Geld benötigt, um den Spielbetrieb bis zum Saisonende zu sichern. Somit wird auch die Initiative im Jahr 2013 weiterhin Aktionen starten, um den Verein finanziell zu unterstützen.
Mittelfristig gilt es dann, das Image des Vereins in der Stadt wieder zu verbessern. Denn viele Lübecker haben durch die jahrelangen Enttäuschungen das Vertrauen in den Verein verloren. In der kommenden Saison wird der Verein aufgrund des Insolvenzverfahrens und dem damit verbundenen Zwangsabstieg nur noch in der 5. Liga spielen. Es wird momentan an einem neuen Kader mit regionalen Talenten und Identifikationsfiguren gearbeitet. Ziel und Aufgabe der Kampagne wird es sein, die Lübecker für die neuen Werte des Vereins zu begeistern.
https://soundcloud.com/fuerdenvfb/lgm-kannst-du-die-pappeln
Alle weiteren Informationen zur Initiative gibt es auch unter www.luebeck-fuer-den-vfb.de !


