Glubb dankt seinen Fans für die Choreo - Deutliches Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus
geschrieben von Redaktion in Aktionen
Während über die Pyro-Einlage des Münchner Anhangs schon kurz nach dem Spiel geschrieben wurde, rückte die Kurvenchoreo der Nürnberger Nordkurve zunächst in den Hintergrund. Dabei sind die geschichtlichen Hintergründe und der Anlass sogar mehr als eine kurze Schlagzeile wert. Der 1. FC Nürnberg würdigt auf seiner Seite nun nicht nur die aufwendige Arbeit sondern auch das deutliche Zeichen der Choreo, die durch die Ultras Nürnberg organsisiert wurde.
VfB Fan-Ausschuss zu den Vorfällen in Kopenhagen
geschrieben von Redaktion in Stellungnahmen
Der Fan-Ausschuss wird sich mit den Kopenhagen Vorfällen auseinander setzen. Wie berichtet, hatte Gerd Mäuser, Präsident des VfB Stuttgart, die Fanvertreter gebeten bis zum nächsten Treffen am 17. Dezember, mögliche Lösungen zu diskutieren und zu erarbeiten. Dem wollen die Anhänger nun bei den kommenden Regionaltreffen der Fanclubs nachkommen. Außerdem distanziert man sich im Statement des Fan-Ausschusses nochmal in aller Deutlichkeit vom Einsatz von Böllern und Werfen von Pyrotechnik.
Bundesweite Fanproteste gegen DFL-Sicherheitskonzept geplant
geschrieben von Redaktion in Aktionen
Es ist noch knapp ein Monat bis zur Ligaversammlung am 12. Dezember. Im Streit um das DFL-Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis" verschärft das BVB-Online-Fanzine "Schwatzgelb" nun den Ton und ruft zum Protest gegen die Ideen der Funktionäre auf. Auf ihrer Internetseite veröffentlichte das Portal diesen Text:
"Gegen das umstrittene DFL-Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis" wird es im Vorfeld der Ligaversammlung am 12. Dezember zu bundesweiten und ligaübergreifenden Fanproteste kommen. Fans aller Couleur sollen dabei ausdrücklich mit ins Boot genommen werden. Über diese gemeinsame Initiative zahlreicher Fanszenen in Deutschland haben die Dortmunder Gruppen The Unity, Jubos und Desperados am gestrigen Mittwochabend in der „Kaktus Farm" rund 60 BVB-Fanclubvertreter informiert. Außerdem: Weil unser BVB leider selbst darüber schweigt, wie er zu den einzelnen abzustimmenden Maßnahmen des Konzeptpapiers steht, sollen die Einwände und Forderungen von Fanseite gegenüber den Vertretern Borussia Dortmunds erneuert werden.
Schweigen im Block und eine Demo für den Erhalt der Fankultur
Am Rande des jüngsten Fangipfels in Berlin haben sich die Fanszenen bundesweit auf spür- und hörbare Protestmaßnahmen geeinigt, um eine flächendeckende mediale Aufmerksamkeit zu generieren. Ab dem 14. Spieltag rufen sie Anhänger aller Vereine dazu auf, die jeweils ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden der Partien schweigend im Block zu verfolgen und erst danach richtig Gas zu geben. Diese Aktionen sollen den Verantwortlichen aus der Politik sowie von Verbänden und Vereinen deutlich vor Augen führen, welch gewaltige Sprengkraft für unsere hiesige Fankultur die geplanten Repressionen bergen, über die die Ligaversammlung am 12. Dezember – nach unseren Informationen einzeln und nicht im Paket – abstimmt (Link: Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis").
Höhepunkt der Proteste, zumindest auf Dortmunder Boden, ist eine Demo für den Erhalt der Fankultur am 8. Dezember. Vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg sollen Heim- und Gästefans gemeinsam, farbenfroh und lautstark durch die Stadt ziehen, die genaue Route wird noch erarbeitet. Es lohnt sich, den Termin bereits jetzt rot im Kalender anzustreichen! Ähnliche Aktionen sind an diesem Spieltag übrigens in den Zweitligastädten Duisburg, Köln und Paderborn geplant.
Unter den schwarz-gelben Fanclubvertretern in der „Kaktus Farm" herrschte am Mittwochabend große Einigkeit über diese Schritte, wenn auch gerade das Schweigen zu Beginn dreier Partien keinem BVB-Fan auf der Nord-, West-, Ost- oder Südtribüne leicht fallen werden. Dennoch ist man aufgrund der gut vernetzten Dortmunder Fanszene überzeugt, eine breite Masse für die gemeinsamen Proteste gewinnen zu können. Bereits am Samstag vor dem Heimspiel gegen Fürth werden die Besucher des Westfalenstadions mit Info-Flyern versorgt.
Neuer Druck auf die BVB-Vereinsführung
Während Vereine wie Union Berlin, der Hamburger SV, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC und der 1. FC Köln – um nur ein paar zu nennen – das Konzept „Sicheres Stadionerlebnis" der DFL aktiv kritisieren und zum Teil auch Gegenentwürfe erarbeitet haben, hüllt sich Borussia Dortmund weiterhin in Schweigen. Die Verantwortlichen möchten keine Wasserstandsmeldung darüber abgeben, wie sie konkret zu den diskutierten Repressionen stehen, was unter uns BVB-Fans ein unangenehmes Gefühl der Unsicherheit zur Folge hat.
Zwar machten insgesamt zwölf Dortmunder Fanlcubs, Ultra-Gruppierungen und Fanzines ihre erheblichen Bedenken bereits in einem gemeinsamen Gespräch mit DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball und Dr. Christian Hockenjos, der Borussia Dortmund in der „Kommission Sicherheit" vertritt, deutlich (siehe Stellungnahme vom 31. Oktober). Doch seitdem ruht der Dialog. Die 60 Fans in der „Kaktus Farm" waren sich deshalb einig, die Einwände, Forderungen und Verbesserungsvorschläge gegenüber unserem Verein nun mit Nachdruck zu erneuern, um dem unbefriedigenden Status quo entgegen zu wirken.
Update, 14.00 Uhr: Soeben hat die DFL in einer Pressemitteilung weitere Schritte zum Thema Sicherheit unter Einbeziehung der Rückmeldungen der Klubs sowie verschiedenster Fanorganisationen innerhalb der AG Fanbelange angekündigt. Den Vereinen solle nun ein "erweiterter Maßnahmenkatalog" vorgelegt werden, über das bis zum 22. November vor Ort beraten werden könne. Ein Automatismus, wonach Fan-Gruppierungen in ihrer Gesamtheit bei Fehlverhalten einzelner bestraft werden, soll laut der DFL ebenso wenig Inhalt des neuen Papiers sein wie statuarische "Vollkontrollen". Auch ein kurzfristiges Treffen mit diversen Fanvertretern sei geplant."
Erschienen auf schwatzgelb.de (15.11.2012)
VfB Fan-Ausschuss soll Lösungen diskutieren
geschrieben von Redaktion in Fanorganisation
Der Fan-Ausschuss des VfB Stuttgart soll sich bis zur Winterpause mit den Vorfällen in Kopenhagen auseinander setzen, Lösungsvorschläge diskutieren und ausarbeiten. Dies ist laut Stuttgarter Zeitung das Ergebnis der turnusmäßigen Fan-Ausschuss Sitzung von Montag. Bereits einen Tag nach dem Europapokal-Spiel in Kopenhagen hatten Fans und Vereinsvertreter angekündigt, dieses Thema im Ausschuss zu behandeln.
Für den Verein gehe es darum, Vorfälle wie in Kopenhagen bei künftigen Europapokal-Auswärtsfahrten zu verhindern. Dazu wurden vom Verein zwei Vorschläge eingebracht: Ein Vouchersystem, bei dem die Fans die Tickets personalisiert vor Ort am Stadion erst eintauschen, oder vereinseigene hochauflösende Kameras zu Identifizierung von Personen. Der 20-köpfige Fan-Ausschuss hat nur bis zum nächsten Treffen am 17. Dezember Zeit, über die Vorschläge oder alternative Maßnahmen intern zu beraten. Laut Präsident Gerd Mäuser gehe es bisher nur um Vorschläge die besprochen wurden, die Entscheidung liege aber letztlich beim Verein.
Unabhängig davon wird der Fan-Ausschuss auf 15.000€ Vereinszuschuss verzichten müssen. Diese Summe war als Bonus vorgesehen, sofern 2012 keine größeren Zwischenfälle auftreten. Mit dem Kopenhagen-Spiel und den zu erwarteten Strafen durch die UEFA sei dieses "Geld jetzt natürlich weg" so Mäuser in seinem Statement.
Der VfB Fan-Ausschuss vertritt die 260 offiziellen VfB Fanclubs. Kern des Ausschusses bilden die dreizehn gewählte Fanvertreter.
Faninfo: Voll- und Ganzkörperkontrollen beim Topspiel geplant
geschrieben von Redaktion in Stellungnahmen
Tabellenführer gegen Tabellendritten. Das Topspiel in der Bundesliga steigt am Wochenende in München. Für die Müncher Sicherheitsverantwortlichen spielt die sportliche Ausgangslage aber keine Rolle. Sie bereiten sich mit "Top-Sicherheitsmaßnahmen" auf die Fans aus Frankfurt vor. Die Fanbetreuer aus Frankfurt haben soeben die Frankfurter Anhänger darüber informiert, das in München Voll- und Ganzkörperkontrollen in extra dafür aufgestellten Zelten vorgesehen ist. Ein Versuch von Frankfurter Vereinsseite diese Maßnahmen zu verhindern scheint wohl nicht erfolgreich gewesen zu sein.
Statements aus Stuttgart
geschrieben von Redaktion in Stellungnahmen
Beim VfB Stuttgart ist nach dem Sieg im Europapokal sportlich wieder alles auf einem guten Weg. Verärgert ist man über die Begleiterscheinungen des gestrigen Spiels in Kopenhagen. Inzwischen hat das Commando Cannstatt auf ihrer Webseite eine kurze Stellungnahme veröffentlich und auch VfB Präsident Mäuser gab ein gegenüber VfBTV und der ARD ein Statement ab.
Offener Brief vom Club Nr. 12
geschrieben von Redaktion in Stellungnahmen
Der Konflikt zwischen Vereinsführung und der aktiven Fanszene schwelt beim FC Bayern München schon länger. Doch inzwischen wird er durch die Lücken in der Südkurve bei den Championsleague-Spielen für alle sichtbar. Die Fanvereinigung Club Nr. 12 hat dazu einen offenen Brief an Bayern-Präsident Uli Hoeneß verfasst.

