Sa18May2013

Back Aktuelle Seite: Fankurve

bagDie Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte kritisiert in einer Pressemitteilung den Umgang mit den ZIS Zahlen. Man sei empört über die Presseartikel und das populistische Auftreten der Polizeigewerkschaften. Ohne die Zahlen zu hinterfragen sei ein verzerrtes Bild der Sicherheitssituation im deutschen Fußball gezeichnet worden. Die BAG fordert vielmehr eine sachliche Auseinandersetzung mit den Entwicklungen und eine Abkehr von der "Gewalt in Stadien" Hysterie.

Montag, 26 November 2012 10:34

Chosen Few mit Statement

geschrieben von in Stellungnahmen

hsv pyro 1Die Ultras-Gruppe Chosen Few hat ein Statement zu den Vorfällen am Freitag in Düsseldorf veröffentlicht. In der Stellungnahme heißt es, man sei über das Ausmaß diese missglückten Pyro-Aktion schockiert und gibt zu verstehen das Pyro so nicht funktionieren könne. Die Chosen Few hatte zu Beginn des Spiels im Gästeblock Pyro gezündet und dabei ein Spruchband sowie Zaunfahnen versehentlich in Brand gesteckt.

greuther fuerthDie Wellen schlagen hoch im Frankenland. Nach dem Duell des Glubbs gegen die Bayern aus München steht nun das Spiel gegen den Nachbarn aus Fürth auf dem Programm. Und schon im Vorfeld geht es hoch her. Die Nürnberger Fanszene fühlt sich dabei aus Fürth mit Repressionen überhäuft und geht mit dem Choreo-Verbot von Greuther Fürth sowie der Allgemeinverfügung der Stadt Fürth hart ins Gericht. 

Mittwoch, 21 November 2012 12:27

Fast 49.000 fühlen sich sicher!

geschrieben von in Aktionen

sicher initiativeVor nunmehr drei Wochen ist die Initiative "Ich fühl mich sicher" gestartet. Inzwischen haben sich fast 49.000 Fans auf der Webseite in die Liste eingetragen und damit deutliche gemacht: Wir fühlen sich sicher.

Daran werden auch die neuesten geheimen Unterlagen der ZIS nichts ändern, die durch die BILD heute in einer Gewalt-Tabelle verarbeitet wurden.  Wir haben besorgte Bild Leser auf der Straße nach den Erfahrungen im Fußballstadion gefragt und folgende, beängstigende Antworten erhalten.

Hans B: "Ich musste beobachten, wie unbekannte Männer aus dem Nichts aufeinander los sind. Hemmungslos und außer Kontrolle. Absolut dramatische Szenen. ich war froh das in der zweiten Halbzeit kein Tor mehr gefallen ist."

Werner A: "Ich stand an der Wurstbude hinter der Kurve, als auf einmal in der Schlange nebenan jemand gedrängelt hat. ich hatte Totesangst, war ja schliesslich kurz vor dem verhungern"

Rolf K: "Auf dem Weg zum Stadion musste mein 17 jähriger Sohn im Zug die ganze Zeit beim Nebenmann in die Zeitung schauen und hat dort auf Seite 3 nackte Frauen gesehen. Ich weiß nicht ob ich ihn so überhaupt noch alleine ins Stadion gehen lassen kann. Der Junge war danach total von der Rolle"

Die Antworten entstammen dem Gedächtnisprotokoll des Autors und sind so, oder so ähnlich, nie geäußert worden.

Sind wir nach den geschilderten Erlebnissen tatsächlich sicher? Wenn ja, hast du hier die Möglichkeit dich ebenfalls als sicherer Stadionbesucher zu outen

 

Alle anderen können ein Bild-Abo bestellen.

Dienstag, 20 November 2012 20:53

BAFF: Polizei außer Rand und Band?

geschrieben von in Fanorganisation

baffAm Samstag wurden erste Zahlen der neuesten Statistik der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) bekannt. Inzwischen liegt auch der vollständige Bericht vor und die Zahlen haben sich nicht zwingend positiv entwickelt. Sowohl bei die Anzahl der verletzten Personen sowie eingeleiteten Strafverfahren sind im Vergleich zur Vorsaison gestiegen. Erwartungsgemäß wurden die Zahlen in den Medien als Beleg für die gestiegene Gewalt bei Fußball-Spielen kommentiert. Die Gewerkschaft der Polizei hatte in einer Pressemitteilung umgehend gefordert, den "Rädelsführern der Fußballgewalt  das Handwerk zu legen"

Die Redaktion von 11 Freunde hat sich die Zahlen des Berichtes nüchtern mal genauer unter die Lupe genommen und bei der ZIS nachgefragt.

Das Bündnis aktiver Fußballfans (BAFF) wird deutlicher. Laut Bericht der ZIS sei der der Anstieg bei den Verletzten vorallem in den Reihen der "Störer" zu verzeichnen (+50%), wohin entgegen die Zahl der verletzten Polizeibeamten erfreulicherweise leicht gesunken sei. Das Bündnis vermuten daher nicht erst seit diesem Jahr, das die Verletzungen hauptsächlich durch einsatz durch Pfefferspray oder überharten Einsatz der Sicherheitskräfte zu beklagen sind und fordert eine Auflistung der Ursachen.

Pressemitteilung Bündnis aktiver Fußballfans

Polizei außer Rand und Band?

Das Bündnis aktiver Fußballfans ist besorgt über den Anstieg der Verletzten in der zurückliegenden Saison 2011/2012, wie er durch die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) gestern durch Vorlage des ZIS-Jahresberichtes dargelegt wurde.

Laut dem ZIS-Jahresbericht lag die Anzahl der Verletzten in der Saison 2011/2012 mit 1.142 über der Anzahl der Vorsaison, in der 846 Personen im Zusammenhang mit den Spielaustragungen verletzt worden sind.

Die 1.142 Personen werden von der ZIS wie folgt aufgeschlüsselt:

235 verletzte Polizeibeamte - Vorsaison 243
393 „Unbeteiligte“ (wer immer das ist – unbeteiligt im Pfefferspraynebel z.B.) - Vorsaison 344
514 Fußballfans (Im ZIS-Bericht als „Störer“ bezeichnet) - Vorsaison 259

Während es bei den Polizeibeamten zu einem geringen wie erfreulichen Rückgang der Verletztenzahlen kam, musste bei den „Unbeteiligten“ eine leichte Steigerung der Verletzten verzeichnet werden.

Besonders herausragend ist aber, dass fast doppelt so viele Fußballfans (im ZIS-Bericht als Störer tituliert) verletzt wurden wie in der vorherigen Saison. Und dies sicher nicht etwa durch Unfälle auf nicht gestreuten Stadionwegen oder Ähnlichem, sondern durch Fremdeinwirkung. Es ist zu befürchten, dass die meisten dieser Personen bei Polizei- und Ordnereinsätzen Schaden nahmen.

Deshalb unsere Frage:

- Gegen wie viele der verletzten "Störer" wurden anschließend Strafverfahren eingeleitet?
- Wie viele "Störer" und "Unbeteiligte" wurden jeweils nicht durch andere "Störer" verletzt, sondern durch "Polizisten"?
- Wie viele Polizisten wurden nicht durch „Störer“, sondern durch eigene Kollegen verletzt (Pfeffersprayeinsätze)
- Ist also der Begriff „Störer“ vielleicht überhaupt nicht angemessen?

Uns macht die durch den ZIS-Jahresbericht dokumentierte und gestiegene Polizeigewalt große Sorgen.

Es liegt die Vermutung nahe, dass die Hysterie der Polizeigewerkschaften und mancher Innenminister, die den Fußball als Problem Nr. 1 entdeckt haben, davon ablenken soll, dass Neonazi-Mörder unter Beobachtung des Verfassungsschutzes zehn Menschen umbrachten und nun keine Woche vergeht, an dem Akten über diesen Skandal unerklärlicherweise zu Konfetti verarbeitet werden.

In einem Klima der Verteufelung von Fußballfans und Ultras, in dem Behauptungen verbreitet werden wie: „Bengalo = Gewalt“ oder „beim Fußball begibt man sich in Lebensgefahr“ werden Fußballfans zu Unrecht als Gewalttäter stigmatisiert und dementsprechend behandelt.

„Knüppel frei“ und „Pfefferspray, was die Dose hergibt“, so scheint das Motto zu lauten, welches man den Polizeibeamten mit auf den Weg zum Fußballeinsatz gibt. Passend dazu auch der Anstieg der Einsatzstunden der Polizei.

Mehr Einsatzstunden - mehr Polizei - mehr verletzte Fußballfans - im Umkehrschluss bedeutet dies, dass dringend die Polizeieinsatzkonzepte auf den kritischen Prüfstand gestellt werden müssen.

Wir fordern deshalb:

- Mehr Schutz für Fußballfans vor Übergriffen durch „Ordnungskräfte“

Zu erreichen wäre dies durch:

- Bundesweite Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte
- Bessere Ausbildung der Polizei (Pflichtfach „Sicheres Stadionerlebnis“)
- Lageeinschätzungen der Polizei durch unabhängige Kommissionen zu überprüfen und ggfs. Kräfteansätze der Polizei korrigieren - auch rückwirkend -

Quelle: Bündnis aktiver Fußballfans

fcn-fcb jeno-konrad choreoWährend über die Pyro-Einlage des Münchner Anhangs schon kurz nach dem Spiel geschrieben wurde, rückte die Kurvenchoreo der Nürnberger Nordkurve zunächst in den Hintergrund. Dabei sind die geschichtlichen Hintergründe und der Anlass sogar mehr als eine kurze Schlagzeile wert. Der 1. FC Nürnberg würdigt auf seiner Seite nun nicht nur die aufwendige Arbeit sondern auch das deutliche Zeichen der Choreo, die durch die Ultras Nürnberg organsisiert wurde.

Freitag, 16 November 2012 15:00

VfB Fan-Ausschuss zu den Vorfällen in Kopenhagen

geschrieben von in Stellungnahmen

vfb fanausschussDer Fan-Ausschuss wird sich mit den Kopenhagen Vorfällen auseinander setzen. Wie berichtet, hatte Gerd Mäuser, Präsident des VfB Stuttgart, die Fanvertreter gebeten bis zum nächsten Treffen am 17. Dezember, mögliche Lösungen zu diskutieren und zu erarbeiten. Dem wollen die Anhänger nun bei den kommenden Regionaltreffen der Fanclubs nachkommen. Außerdem distanziert man sich im Statement des Fan-Ausschusses nochmal in aller Deutlichkeit vom Einsatz von Böllern und Werfen von Pyrotechnik.

 

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