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Donnerstag, 23 Mai 2013 22:05

Unterwegs in Bayern: Mering und Garching

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Der Wonnemonat Mai, vier Feiertage an denen man sich ein wenig dem Amateurfußball widmen kann.

Mittwoch 01. Mai 2013, Landesliga Süd-West SV Mering – TSG Thannhausen 2:0

mergar1Vor die Tore Augsburgs führte mich meine Spielwahl am „Tag der Arbeit“, genauer nach Mering wo der heimische Sportverein im Stadion Tratteilstraße auf die abstiegsgefährdete TSG aus Thannhausen traf. Der SV Mering stieg zuletzt zweimal hintereinander auf, 2011 holte der 1925 gegründete Verein die Meisterschaft in seiner Bezirksliga und letzte Saison wurde man in der letztmals ausgetragenen Bezirksoberliga sensationell Vizemeister und qualifizierte sich somit für die Landesliga. Das Saisonziel Klassenerhalt meisterte man souverän und hat sich im sicheren Mittelfeld festgesetzt. Bei den Gästen aus der Region Donau/Iller verliefen die letzten Jahre nicht ganz so erfolgreich. Nach dem man vor ein paar Jahren noch große Erfolgen feiern konnte in dem man 2006 den bayerischen Pokal gewann (was Ihnen ein DFB-Pokalheimspiel gegen den BVB einbrachte) und 2007 in die Bayernliga aufstieg ging es relativ schnell wieder bergab. 2010 musste die ausgegliederte Fußball GmbH Insolvenz anmelden und man stieg als vorletzter in die Landesliga ab. Auch dort spielte man gleich wieder gegen den Abstieg und letzte Saison wurde man mit gerade mal 16 Punkten Stockletzter. Nur der Spielklassenreform und der Aufstockung von drei auf fünf Landesliga in Bayern war es zu verdanken, dass man trotzdem nochmal in der Landesliga ran durfte. Allerdings kämpft die TSG auch diese Saison wieder um den Klassenerhalt.

mergar2Viele Zuschauer waren es nicht die diesen sonnigen Tag zum Fußballschauen nutzen wollten. Gerade mal 180 Personen verirrten sich ins Stadion Tratteilstraße welches 1976 durch ein Spiel des SV Mering gegen die Münchner Löwen eröffnet wurde. Das Spielfeld ist von einer Laufbahn umgeben, anschließend kommt die Bandenbegrenzung. Auf der Westgerade bzw. Hauptgerade befindet sich eine kleine überdachte Betontribüne die sehr nach einer 70er Bausünde aussieht. Der Betonklotz bietet gerade mal 120-150 Sitzplätze welche auf zwei Sitzreihen verteilt sind. Oberhalb der beiden Sitzreihen befindet sich noch ein großer Stehplatzbereich, allerdings dürfte die Sicht dort dank der wenig dezenten Säulen eher beschränkt sein. In der „Südkurve“ befindet sich eine kleiner Holzkiosk der sich „MSV-Hütt´n“ nennt. Hier kann man sich zu moderaten Preisen verpflegen oder sich mit Fanartikeln eindecken. Anzeigetafel gibt es keine Flutlicht nur auf den Nebenplätzen.
Fantechnisch ist nur eine rote Zaunfahne mit der Aufschrift „Mering“ erwähnenswert hinter der sich zu meiner Überraschung ein paar ortsansässige Löwenfans versammelten. Ansonsten typisches Landesligapublikum halt.

mergar3Der SV Mering wurde seiner Favoritenrolle sehr schnell gerecht und ging bereits nach drei Minuten in Führung wobei der Gästekeeper hierbei alles andere als souverän aussah. Mering war die klar besser Mannschaft und setzte sich zweitweisein der Hälfte der Gäste fest. Aber bis zur Pause wollte kein weiteres Tor fallen. Das rächte sich beinahe in der 35. Minute, als wie aus dem Nichts ein Gästestürmer vor dem Meringer Torhüter stand. Dieser reagierte allerdings super und so blieb es beim verdienten 1:0. Auch in der zweiten Hälfte brauchten die Hausherren nicht sonderlich lange bis der Ball im Kasten lag und wieder war der Thannhauser Torwart nicht unbeteiligt. Es war die 48. Minute, ein Meringer Stürmer dringt in den Strafraum ein und Torhüter Recaj weiß sich nur mit einem Foul zu helfen. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Meringer Fiorentino schließlich sicher und das Spiel war entschieden. Die Gäste waren meiner Meinung nach in der Folge komplett Ideenlos, konnten sich keine Chance mehr erspielen und der SV Mering tat nur noch das Nötigste und spielte das Ergebnis locker runter. Für die TSG Thannhausen schien diese bittere Niederlage jedoch einen Hallo-Wach-Effekt gehabt zu haben, denn die folgenden vier Spiele gewannen Sie alle. Somit stehen einen Spieltag vor Saisonende mit zwei Punkten Vorsprung zur Relegation auf einem Nichtabstiegsplatz, der direkte Abstieg ist bereits unmöglich. Mering hingegen steht auf einem hervorragenden sechsten Platz, damit ist das Saisonziel mehr als erfüllt.

Donnerstag 09. Mai 2013, Landesliga Süd-Ost, VfR Garching – TSV Waldkirchen 4:0

mergar5Christi Himmelfahrt, Vatertag, freier Tag und danke des langen Winters auch Nachholspieltag. Diesmal war ich mal wieder in der Landesliga Süd-Ost unterwegs und besuchte einen der Aufstiegsaspiranten und zwar den VfR Garching. Gast dieser Begegnung war ein Team aus Niederbayern, der TSV Waldkirchen. Die Stadt Garching liegt wenige Kilometer nördlich der Allianz-Arena und ist überregional wohl vor allem durch diverse Einrichtungen der beiden Münchner Eliteuniversitäten sowie durch den Forschungsreaktor bekannt. Der Eiförmigen inzwischen abgeschaltete Forschungsreaktor I wurde sogar im Wappen der Stadt Garching verewigt. Seine Heimspiele trägt der VfR Garching im „Stadion am See“ aus welches sich etwas nördlich des Stadtteil Hochbrück befindet und wie der Name vermuten lässt direkt neben dem Garchinger See liegt. Das Leichtathletikstadion bietet Platz für ca. 4000 Personen. Auf der Hauptseite befindet sich eine Tribüne, welche fünf Betonstufen hoch ist. Der Großteil dieser Tribüne ist überdacht und mit Sitzplätzen ausgestattet. Hier ist auch das Funktionsgebäude des Stadions, incl. Kiosk und Sprecherkabine untergebracht. Die nichtüberdachten Plätze der Tribüne sind reine Stehstufen. Der Rest des Stadion besteht aus einem Naturwall, welcher auf der Gegengerade mit Sitzbänken bestückt ist. Das Stadion ist mit einer digitalen Anzeigetafel und Flutlicht ausgestattet.

Sportlich kann der VfR Garching mit dem letztjährigen Aufstieg in die Landesliga auf den größten Erfolg der Fußballabteilung zurückblicken. Allerdings könnten die Münchner Vorstädter dies in der laufenden Saison noch toppen, denn man spielt wieder eine sensationell gute Saison und verbrachte einen Großteil der Spielzeit an der Tabellenspitze. In den Wochen vor dem Nachholspiel gegen Waldkirchen konnten die Garchingern jedoch nur einen Sieg aus vier Spielen verbuchen, somit lag man vor dieser Partie nur noch auf Rang zwei hinter dem SV Pullach. Die Gäste vom „Goldenen Steig“ haben eine ähnliche Vorgeschichte, auch Sie stiegen als Vizemeister Ihrer Bezirksoberliga in die Landesliga auf. Das Saisonziel Klassenerhalt haben die Niederbayern souverän gemeistert. Mit dem Abstieg hatten Sie kaum was zu tun und stehen sicher im Mittelfeld der Tabelle.

mergar4Vor gut 200 Zuschauern waren die Gastgeber von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft und nach 27. Minuten hieß es schließlich 1:0 für den VfR. Auch nach der Führung machten die Lokalmatadore weiterhin massiv Druck auf das 2:0. Nach den unnötigen Punktverlusten der letzten Wochen war ein zweites Tor für das heimische Seelenheil auch dringend von Nöten. Besonders in der zweiten Hälfte „nahm die Jagd nach dem zweiten Treffer beinahe tragische Formen an“ wie der Lokalreporter von Fußball vor Ort meinte. Dem kann ich mich nur anschließen. Während die Gäste keine wirklich gefährliche Chance auf Ihrer Seite verzeichnen konnten, hatte der VfR das Pech gepachtet. Mehrere Aluminiumtreffer oder sonstige vertändelte Großchancen lies die Angst, dass sich die schlechte Chancenauswertung rächen würde allgegenwärtig werden. Erst in der 68. Minute fiel er, der erlösende zweite Treffer. Und als Oliver Hauck zum 2:0 in die Maschen traf, stand an der Außenlinie bereits der Spieler bereit der in der nächsten Unterbrechung für Ihn ins Spiel kommen sollte. So sorgte er selber dafür, dass er unter „tobendem“ Applause verabschiedet worden ist. Das Match war jetzt gelaufen und nun fielen auch die Tore. Bälle oder besser die Gebrüder Ball sorgten für das dritte und vierte Tor für die Garchinger. Das 3:0 fiel in Minute 76. Minute durch Georg Ball und in der 88 verwandelte sein Bruder Christoph einen Freistoß sehenswert zum verdienten 4:0 Endstand. Diesen Sieg feierte die Mannschaft anschließend noch bundesligatauglich mit den heimischen Supportern, eine Gruppe von 10-15 Jugendlichen die über die gesamte Spieldauer Vollgas gaben. Das Gesangsrepertoire der Jungs war überraschend abwechslungsreich und orientierte sich an den Fangesängen aus dem gesamten Bundesgebiet und nicht nur an denen der beiden Münchner Großclubs. Auch der optische Support kam mit ein paar Schwenkern nicht zu kurz ;-). Auch die Gäste aus Waldkirchen hatten ein paar Anhänger dabei, allerdings lag der Altersdurchschnitt bei jenseits der 55, was aber einen Herren nicht davon abhielt regelmäßig seinen Waldkirchner Schlachtruf ins Rund zu werfen.

mergar6Mit diesem Sieg eroberten die Garchinger die Tabellenführung vorerst zurück und das bei noch drei ausstehenden Partien. Nach dem Spiel gegen Waldkirchen folgten zunächst zwei weiter Heimspiele. Das erste gewann Garching gegen Markt Schwaben mit Ach und Krach mit 2:1. Letzten Samstag war dann die SpVgg Plattling zu Gast am See. Der ehemalige Drittligist steht zurzeit auf einem Abstiegsplatz und hat noch Chancen zumindest die Relegation zur erreichen. Normal berichte ich ja nicht noch über ein Spiel das ich gar nicht besucht habe, aber diese Spiel hatte es einfach in sich und ein Besuch hätte sich im Nachhinein mehr als gelohnt. Zur Pause stand es noch 0:0, anschließend ging Plattling durch Tore in der 49 und 55 mit 0:2 in Führung. Dank zweier Tore der Gebrüder Ball in der 78 und 85 schaffte der VfR jedoch noch den Ausgleich. Allerdings spielten die Gäste clever und erzielten zwischen der 86 und 90 (+6) noch drei Tore. So gewannen die Plattlinger überraschend mit 2:5 beim Tabellenführer und bewahren sich Ihre Chance auf die Relegation. Garching verlor durch diese Pleite die Tabellenführung wieder an Pullach und steht damit mit einem Punkt Rückstand „nur“ auf dem Aufstiegsrelegationsplatz. Jetzt steht am kommenden Samstag der letzte Spieltag an und dieser hat es spannungstechnisch nochmal richtig in sich.

Mittwoch, 22 Mai 2013 13:32

Club Nr.12 mit offenen Brief an die Mannschaft

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clubnr12Noch drei Tage bis zum Championsleague Finale in Wembley. Die Vorbereitungen für das große Spiel laufen. Bevor sich der FC Bayern München auf den Weg nach London macht, hat sich der Club Nr. 12 in einem offenen Brief an die Mannschaft gewand. "Die unglaubliche Reise dieser Saison ist also noch nicht zu Ende - es ist unser Jahr und diesmal holen WIR den Pokal wieder nach Hause an die Isar!" heißt es in diesem Schreiben vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund. 

Dienstag, 21 Mai 2013 16:03

UEFA Auflagen verhindern Fan-Choreo im Wembley-Stadion

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fankulturAm kommenden Samstag steigt das Championsleague-Finale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund in Wembley. Um die 50.000 Fans aus beiden Lagern werden dem Highlight im europäischen Vereinsfußball ein würdigen Rahmen verleihen. Das dieser Rahmen äußerst eingeschränkt sein wird, hat man der UEFA und den rund 30.000 Gästen aus der "UEFA Familie" zu verdanken.

Dienstag, 21 Mai 2013 10:28

Choreoverbot in der Cannstatter Kurve

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vfb mainz choreo 1213

Zum letzten Spieltag der Saison sind die Fankurven meist besonders bunt und laut bevor es in die Sommerpause geht. Dabei gehören Choreos fast schon zur Tradition. Die Cannstatter Kurve in Stuttgart wollte das Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 ebenfalls mit einer geplanten Kurvenchoreo beginnen. Ein Verbot durch die örtlichen Behörden machte diesem Vorhaben auf Drängen der Polizei einen Strich durch die Rechnung. Grund für das Verbot sollen demnach Verfehlungen der Fans rund um die beiden Spiele gegen den SC Freiburg sein. Im Statement der Ultras heißt es, das Laufen in einer großen Gruppe auf der Straße, Zünden von Pyrotechnik außerhalb des Stadion und Provokation der Freiburg-Fans nach dem Pokalsieg seien die Gründe der Behörden um den konstruktiven Dialog mit der Fanszene in Stuttgart auf Eis zu legen.

Mittwoch, 15 Mai 2013 11:15

Rostock-Fans als Trikot-Sponsor

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hansa fans sponsor

Zwei Spieltage vor Saisonschluss der 3. Liga präsentiert der FC Hansa Rostock einen neuen Sponsor. Keine Firma sondern Fans werden auf dem Trikotärmel präsentiert. Die Fan-Initiative "A.F.D.F.C.H. – Alles für den F.C. Hansa" hatte die Idee und unter den Fans zum Sammeln aufgerufen. Ursprünglich war eine Summe von 1.965€ für ein Spiel geplant, nun sind innerhalb kurzer Zeit schon 5.000€ zusammen. Daher wird das Logo der Initiative für zwei Spielen den Trikotärmel zieren.

Dienstag, 07 Mai 2013 15:03

Kein Zwanni: Kein Opernpublikum in deutschen Stadien

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kein-zwanniDie Initiative "Kein Zwanni für nen Steher" möchte am 33. Spieltag nochmal ein Zeichen für faire Ticketpreise setzen. Fans von Borussia Dortmund wollen beim letzten Auswärtsspiel der Bundesliga-Saison in Wolfsburg die ersten 20 Minuten nicht den Stehplatzblock betreten.

"Es ist an uns, erneut Zeit ein Zeichen zu setzen und die Vereine daran zu erinnern, dass Fußball durch seine Fans lebt." so die Initiative zur Begründung. "Wenn die Preisentwicklung so weiter geht, werden wir bald - wie in England - überwiegend ein Opernpublikum haben." und ist froh, dass der eigenen Verein angekündigt hat, in der kommenden Saison auf Topzuschläge weites gehend zu verzichten. Man wolle nun weiter dazu beitragen, dass sich weitere Vereine diesem Vorgehen anschließen.

Der Dortmunder Anhang musste in dieser Saison bei 17 Auswärtsspielen insgesamt 150€ mehr für sein Platz bezahlen im Stadion bezahlen, als ein Anhänger des FC Augsburg.

Die Forderungen sind dabei recht schnell zusammengefasst:kein zwanni

  • Stoppt die Topzuschläge für Gästefans
  • Keine Zusammenarbeit mit Online-Ticketplattformen
  • Preisstopp bei den Stehplatzpreisen
  • Ausreichende Anzahl Karten in der günstigen Sitzplatzkategorie

Zwar richte sich die Aktion am Samstag auch gegen den VfL Wolfsburg, jedoch nicht ausschließlich. Es soll eine Warnung und Zeichen für die ganze Liga sein: Fußball muss bezahlbar sein.

Quelle: Schwatzgelb.de

Das Fan-Projekt Dortmund berichtet über unschöne Vorkommnisse beim Auswärtsspiel in Dortmund. Sowohl vor dem Spiel als auch beim Verlassen des Stadions sei es zu gewalttätigen Übergriffen auf Teilnehmer der U18 Auswärtsfahrt. Dabei wurden nicht nur Fanutensilien entwendet, sondern es kam auch zu körperlichen Verletzungen bei den Minderjährigen. Indirekt mach das Fan-Projekt auch dem Sichheitsdienst in Düsseldorf einen Vorwurf, da vorallem der Rückweg aus dem Stadion entgegen der Absprachen nicht vollständig abgesichert wurde.

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