Do20Jun2013

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1212Mit 3:1 hat der BVB gestern sein letztes Hinrundenspiel in Hoffenheim gewonnen. Doch zum Feiern war dem größten Teil der schwarzgelben Anhängerschaft nicht zumute. Aufgrund des vier Tage zuvor verabschiedeten DFL-Sicherheitskonzeptes begleiteten die Schlachtenbummler das Gastspiel ihrer Borussia mit fast durchgehendem Schweigen - eine fast schon gespenstige Atmosphäre! Dies führte jedoch nicht nur unter den Fans selbst zu - teilweise hitzigen - Diskussionen über Sinn und Unsinn des Protestes; auch die Mannschaft zeigte sich irritiert, allen voran Marco Reus und Roman Weidenfeller. Damit der Protest beim Pokalspiel am Mittwoch nun allen bekannt und ein gesundes Maß zwischen Protest und Support gefunden wird, meldete sich jetzt Jan-Henrik Gruszecki zu Wort, der Dortmunder Sprecher des Bündnisses "12:12". FANKULTUR.com veröffentlicht den Wortlaut des offenen Briefes an die Dortmunder Fanszene an dieser Stelle:

Montag, 17 Dezember 2012 00:07

Bomber mach´s guad! Zu Besuch in der Steiermark

geschrieben von in Groundhopping

So künftig werde ich neben den Spielen und Ereignissen bei den Löwen auch noch häufiger über das Hoppen berichten. Zum Teil werde ich von meinen eigenen Touren schreiben und zum anderen auch von anderen (bekannten) Hoppern Berichte veröffentlichen. Den Anfang mache ich mit meinem Österreichausflug am ersten Adventwochenende. Österreich gehört nämlich zu meinen absoluten Lieblingsländern und das nicht nur Fußballtechnisch.


Graz die zweitgrößte Stadt Österreichs sollt das erste Ziel der Reise sein, ein Ziel welches ich mir bereits seit Jahren immer wieder vornahm aber immer kam was dazwischen. Von München aus war Graz binnen sechs Stunden bequem direkt zur erreichen, so kam ich gegen halb fünf in der steirischen Landeshauptstadt an. Zunächst checkte ich noch schnell in meinem Hotel unweit des Bahnhofes ein, bevor ich mit der BIM (Trambahn) in Richtung Stadion fuhr. Übrigens ist das benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel in Graz an Adventsamstagen umsonst, nur so am Rande, in Deutschland kenne ich das in keiner Großstadt. Und damit auch keiner auf die Idee kommt versehentlich zu Stempeln, sind alle Automaten überklebt worden.

20121201 183048Am Stadion angekommen besorgte ich mir erst mal eine Eintrittskarte. Ich nahm einen Sitzplatz in einer Ecke gegenüber der heimischen Nord. Das Ticket kostete 18 Euro, für einen Sitzplatz ok. Allerdings kosten Stehplätze ebenfalls 18 Euro während der teuerste Sitzplatz gerade mal 25 Euro kostet. Bei Topspielen müssen die Fans in der Kurve sogar 23 Euro für einen Steher berappen. Diese extreme Preispolitik gibt es bei einigen Bundesligisten in Österreich und sorgt für relativ viel Unmut und auch für Proteste. Für die Fans des SK
Sturm war das Spiel gegen die Niederösterreicher nicht irgendein Spiel. Es war das Abschiedsmatch für Sturmlegende Mario Haas. Mit acht Jahren kam der gebürtige Grazer 1982 zum SK Sturm und spielte seit dem fast ausschließlich bei den Schwarzen. Mit bis dahin 450 Bundesligaspieler ist er damit der Rekordspieler bei SKS. Da er unter dem aktuellen Trainer nicht mehr so wirklich zum Zug kam entschloss er sich an diesem Tag seinen Hut zu nehmen. Ein zugegeben etwas seltsamer Zeitpunkt so mitten in der Saison, zwei Wochen vor der Winterpause. Aber egal, aufgrund dieses Abschieds drehte es sich bei den Fans logischerweise fast ausschließlich um Ihn. So gab es zum Intro eine Choreo, welche aus fünf Blockfahnen bestand. Die größte Fahne kam in die Mitte und zeigte das Porträt des Spielers, während auf jede andere Blockfahne jeweils einen Letter des Namens aufgezeichnet wurde.

12.268 Zuschauer kamen zu diesem Match in die UPC-Arena und der Support begrenzte sich in den ersten zwölf Minuten ausschließlich auf Mario Haas. Anschließend wurde auch das Team im Allgemeinen angefeuert, allerdings schwenkte man immer wieder auf Mario Haas um. Dadurch kam der normale Support natürlich etwas zu kurz, aber so eine Identifikationsfigur hat mit Sicherheit so viel Anerkennung verdient und da darf dass Supporten ruhig mal zu kurz kommen. Spannend war das Spiel ohne hin nicht, die Steirer waren von Anfang an überlegen und führten zur Pause mit 2:0. Zwar kamen die Gäste nochmal auf 2:1 ran (das war auch das einzige Mal das die gut 25 Fans im Gästesektor zu hören waren) aber das schockte niemanden. In der 62. Minute entschied Sturm die Partie mit dem 3:1 und jetzt forderten die Fans nur noch eins! „WIR WOLLN DEN MARIO SEHN“ oder „WIR WOLLN DEN BOMBER SEHN“ skandierten die Fans in Richtung Trainer, welcher den Mario in dieser Saison noch nie einsetzte. In der 77. Minute war es endlich soweit. Er wurde vom Aufwärmen zur Bank beordert und die Fans waren nur noch am jubeln. „MARIO HAAS MARIO HAAS MARIO HAAS“ schallte es von allen vier Tribünen als er das Spielfeld in Liebenau zum letzten mal als betrat. Die Mannschaft versuchte Ihm jetzt als krönenden Abschluss noch ein Tor zu ermöglichen und setzte Ihn entsprechend ein, aber leider spielten die Gäste nicht mit und so blieb es beim 3:1 für Sturm.


pyrohaasNach dem Spiel wurde es schließlich richtig emotional. Zunächst noch eine Ehrenrunde durch das Stadion, bevor er sich von der Grazer Nordkurve verabschiedete. Diese wiederum verabschiedete sich mit einer hammergeilen Pyroshow von Ihrem „Bomber“. Auch Mario Haas hatte eine Fackel in der Hand während die Fans „Es gibt nur eine Legende“ sangen. In Deutschland hätte es für Verein und Spieler dafür wohl Geldstrafen und mehr gehagelt und die Fans wären mit Repressionen bedacht worden, in Österreich ist das halt anders, da wird sowas genehmigt. Warum es dort in einer proppenvollen kurve funktioniert und es das bei uns nicht soll ist mir einfach nur ein Rätsel.


Alles in allem hat sich der Besuch im ehemaligen „Arnold-Schwarzenegger-Stadion“ gelohnt. Das mit Wr. Neustadt ein eher wenig interessanter Gegner kam wurde durch den Abschied weg gemacht. Für jeden der zum Hoppen nach Österreich fährt, ist Graz auf jeden Fall ein Pflichtground. Natürlich sind die Duelle gegen die Wiener Vereine normal die Stimmungsvollsten, da es einen Lokalrivalen jetzt leider entgültig nicht mehr gibt zumindest nicht bis ein Nachfolgeverein für den GAK gegründet worden ist.. Für jeden der das Stadion mal besucht, kann ich als Snack nur das Bratenbrot um 2,50 € empfehlen. Lecker dünn geschnittener Schweinebraten mit ein bisschen Soße zwischen zwei leckeren Scheiben Schwarzbrot.

Donnerstag, 13 Dezember 2012 17:00

Westkurve in Kaiserslautern will schweigen

geschrieben von in Stellungnahmen

1212Das Ergebnis der gestrigen Abstimmung hat unterschiedliche Reaktionen hervor gerufen. Während DFL, Vereine, Politik und Polizei die fast geschlossene Zustimmung begrüßen sind viel Fans frustriert, enttäuscht und empört. Dabei sind es nicht nur die Inhalte der 16 Anträge, von denen einige strittige Formulierungen vor der Abstimmung nochmals angepasst wurden (mehr im Detail), sondern auch die Tatsache, dass der eigenen Vereine bei Anträgen entgegen der Absprache seine Zustimmug gegeben hat, sauer auf. Viele Fans fragen sich, wie es nun weiter geht. Protest, Resignation, Fankultur tot?

Als erste Fanszene hat Kaiserslautern reagiert. Die Fanvertretung teilt auf ihrer Webseite mit, das man beim kommenden Heimspiel 90 Minuten auf Stimmung verzichtet. Der Boykott wird von vielen Fanclubs sowie den Ultra-Gruppierungen auf der Westkurve mitgetragen. Trotzdem sind in ersten Reaktionen nicht alle damit einverstanden.

Donnerstag, 13 Dezember 2012 00:49

VfB Fankalender - Insgesamt schon 47.000 Euro Spenden

geschrieben von in Aktionen

fankalender2013

Was Gutes tun und dann auch noch eine schöne Wanddekoration sein eigen nennen. Als VfB Anhänger seit sieben Jahren kein Problem, zumindest wenn man den VfB Fankalender kauft. Seit 2005 gestaltet das Commando Cannstatt einen Bilder-Kalender für das kommende Jahr mit den schönsten Kurven-Fotos aus der vergangenen Spielzeit. Die Erlöse werden jedes Jahr einer gemeinnützige Einrichtung gespendet. Der Ultras-Gruppe ist dabei wichtig, dass junge Leute in in der Heimatstadt Stuttgart unterstützt werden, die aus irgendeinem Grund hilfsbedürftig sind. Insgesamt sind durch den Verkauf schon 47.300€ an Spenden zusammen gekommen.

  • 2006: 4.000 € zugunsten des Olgäle
  • 2007: 4.000 € für die Mobile Jugendarbeit Stuttgart-West
  • 2008: 4.000 € für den Schlupfwinkel Stuttgart
  • 2009: 7.500 € für die Krebsabteilung des Olgahospitals
  • 2010: 8.000 € für das Kinderhospiz Stuttgart
  • 2011: 8.500 € für die Nikolauspflege
  • 2012: 11.300 € für das Therapeuticum Raphaelhaus

Der diesjährige Spendenempfänger wird die Fröbelschule in Fellbach-Schmiden sein, welche junge Menschen mit Behinderung betreut und fördert. Aufgrund eines schlimmen Schulhausbrandes im Juni diesen Jahres kann aktuell jedoch kein qualitativer Unterricht mehr stattfinden. Um den momentan inakzeptablen Zuständen entgegenzuwirken und einen Teil beizutragen, dass die Schüler und Lehrkräfte wieder möglichst bald zur Normalität zurückkehren können, wird der Erlös des Kalenderverkaufs dieses Jahr der Fröbelschule zu Gute kommen.
Erstmals hat man dieses Jahr auch zu Sachspenden aufgerufen für die Schule aufgerufen und so schon eine Menge Material gesammelt.

Der VfB Fankalender ist bei allen Heimspielen am Fanstand in der Cannstatter Kurve für 8€ zu erwerben

Habt auch ihr in eurer Fanszene Aktionen für den guten Zweck? Dann schickt uns eine Email an  This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Coverbild Fotokalender: cc97.de

Dienstag, 11 Dezember 2012 16:26

Spiel der Herzen in Mainz

geschrieben von in Aktionen

supporters mainzDie Sicherheitsdebatte ist das alles beherrschende Thema zur Zeit, und trotzdem wollen wir auch heute wieder den Blick auf eine Fan-Aktion für den guten Zweck richten. Heute geht es um das Spiel der Herzen am kommenden Spieltag in Mainz. Beim Spiel der Herzen, eine gemeinsame Aktion von Verein und Fans, organisierte durch die Supporters Mainz, soll beim Spiel gegen den VfB Stuttgart Geld gesammelt werden. Ziel ist es, über den Verkauf von Pins für min 2€ rund um das Stadion, möglichst einen hohen Betrag zu sammeln und damit  eine direkte, unbürokratische Hilfe an Organisationen in der Stadt geben zu können.

Dieses Jahr werden mit der "Spiel der Herzen" Aktion das Kinderhaus „BLAUER ELEFANT“, „MUKO-Aktiv e.V.“ und das Projekt der Malteser „Psychosoziale Betreuung von Flüchtlingen im Stadtgebiet Mainz“ unterstützt.

Mehr Informationen zu den Organisationen

Neben dem eigentlichen Aufruf zur Aktion werden auch noch Helfer gesucht, die beim Spiel die Pins verkaufen. Wer helfen möchte, kann sich per Mail an  This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.  wenden.

 

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Montag, 10 Dezember 2012 13:13

WIR sind ARMINIA - Das WIR seid IHR!

geschrieben von in Aktionen

wirsindarminiaFrühjahr 2010. Der DSC Arminia Bielefeld begann, sich sportlich allmählich aus dem Kampf um die Spitzenplätze der Zweiten Liga zu verabschieden. Doch geriet die sportliche Flaute immer mehr in den Hintergrund, als langsam aber sicher deutlich wurde, daß der Verein in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten steckte. Im Februar 2010 gründeten Fanvertreter des Vereins, und Fanclubs die Initiative „WIR sind ARMINIA!“. Ziel der Kampagne war es, Ideen und Ansätze aus dem Umfeld des Vereins zu bündeln und so nicht nur aktive Beiträge zur Konsolidierung des Vereins zu ermöglichen, sondern auch das Gefühl von „Zusammenhalt in schweren Zeiten“ zu stärken.

Die „WIR sind ARMINIA!“-Kampagne lief bis zum Ende der Saison 2009/2010. Man schuf eine eigene Fanartikelkollektion im Design der Kampagne. Der Erlös aus dem Verkauf ging an den Verein. Falls man während der Kampagne ein Arminia-Trikot kaufte, stand der eigene Name – in kleiner Schrift – auf jedem Trikot der Mannschaft im letzten Saisonspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen, 806 Namen wurden es insgesamt. Auch die Bielefelder Kaufleute beteiligten sich. In 100 der 180 Geschäfte der Bielefelder Altstadt wurde auf Plakaten für die Kampagne geworben, 25 Geschäfte verkauften außerdem die Fanartikel der Aktion. Der Verein selbst rief eine „SMS-Spendenaktion“ ins Leben und veranstaltete eine Auktion, bei der der Meistbietende den vereinseigenen Live-Ticker beim „Derby“ gegen den SC Paderborn übernehmen durfte.

Die Arminia-Gruppe des sozialen Netzwerks XING sammelte vor Heimspielen Spenden. Vom Erlös kaufte man Eintrittskarten auf der neuen Haupttribüne und verschenkte diese an karitative Einrichtungen. So wurde Personengruppen, denen Stadionbesuche aufgrund ihrer persönlichen Situation nicht möglich waren ein Besuch auf der Alm ermöglicht. Neben der Jugendhilfe „Wohngemeinschaften e.V.“ und dem ambulanten Pflegedienst „Mofa e.V.“ wurden auch der „Neuen Schmiede“ in Bielefeld-Bethel zur Verfügung gestellt. Der Behindertentreffpunkt ist Stammlokal des Behindertenfanclubs „Arminenschmiede“, der so in „voller Mannesstärke“ zum Heimspiel gegen Karlsruhe auf die Alm gehen konnte.

Der Fanclub „Totale Offensive“ versteigerte gesammelte Fanartikel auf einer eigenen Ebay-Auktion. Mit dem Erlös kaufte der Fanclub Eintrittskarten und lud Kinder und Jugendliche der Familienbetreuung „Bielefelder Tisch e.V.“ zu einem gemeinsamen Stadionbesuch.

„WIR sind ARMINIA!“ zeigt die Bedeutung der Fans nicht nur für den DSC: Die Fans bringen sich in den Verein ein und sind bereit, nicht nur ihre Stimme im Stadion zu lassen. Sie unterstützen sich gegenseitig, indem sie auch „sozial schwächeren“ Fans zumindest für einen Nachmittag zeigen, daß auch siezur Arminia-Familie gehören. Der damalige Vizepräsident des Vereins Frank Kottmann sah ein „neues Wir-Gefühl“ entstehen. Geschäftsführer Heinz Anders gab an, das Engagement der Fans sei „nicht hoch genug zu bewerten“, oder wie es der Gesamtverein in offizieller Stellungnahme formulierte: „Soviel ist klar: Das WIR in ‚WIR sind ARMINIA‘ seid IHR!“.

Rückblickend kam die Kampagne zu früh. Sie kam zu einem Zeitpunkt, als noch nicht klar war, wie schwer die Zeiten tatsächlich werden würden. So ist es schade, daß die Kampagne nicht weitergeführt wurde. Daß eine Faninitiative bei über 20 Millionen Euro Schulden noch nicht mal ein Molekül auf den finanziell heißen Stein ist, ist klar. Eine erneute Betonung des „Wir-Gefühls“ wäre ebenso positiv wie die das Füllen der Alm durch verschenkte Eintrittskarten.

Da Capo!

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fananwaelteAm Mittwoch wird die DFL Mitgliederversammlung über die umstrittenen Anträge aus dem Konzeptpapier "Sicheres Stadionerlebnis" abstimmen. Von der Politik wird von DFL und Vereinen ein deutliches Signal erwartet und in den Vergangenen Tagen auch durch die ein ordere andere Forderung und Ideen von Seiten der Innenministern nachgelegt. Die Arbeitsgemeinschaft Fananwälte hat dazu nun Stellung genommen und als "puren Populismus" bezeichnet.

 

 

Anpfiff

Bolzplatz

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