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Samstag, 05 Januar 2013 11:13

Lübeck für den VfB

geschrieben von in Aktionen

Im November 2012 wurde die Initiative „Lübeck für den VfB“ von Mitgliedern und treuen Fans des Vereins ins Leben gerufen. Die Initiative hat sich gegründet, um den Negativentwicklung im Verein in den letzten Jahren entgegen zu wirken. Dazu ist es sicherlich hilfreich, einen kurzen Überblick über die letzten Jahre beim VfB Lübeck zu geben.

2x Insolvent innerhalb weniger Jahre

Dass es finanziell beim VfB Lübeck  gar nicht gut aussieht, ist schon seit einiger Zeit kein Geheimnis mehr. Bereits im Jahr 2008 musste erstmals Insolvenz angemeldet werden, da den Verein mehrere Millionen Euro Schulden drückten. Glücklicherweise fand das Verfahren 2010 einen positiven Ausgang.

Dennoch konnte sich der Verein auch nach dem Insolvenzverfahren finanziell nie wirklich erholen. Nach einem kurzen sportlichen Hoch und einem 3. Platz in der Saison 2010/2011 ging es in der darauffolgenden Spielzeit wieder bergab. Auch aufgrund der sportlichen Bedeutungslosigkeit 2011/2012 (nur ein Aufsteiger- keine Absteiger) kehrten immer mehr Zuschauer dem VfB den Rücken.

Auch in der jetzigen Spielzeit 2012/2013 wurde es nicht besser -  im Gegenteil. Der Saisonstart verlief schwach, zudem konnte sich kaum noch jemand mit den Spielern auf dem Platz identifizieren. Zu allem Überfluss gab es bereits im Oktober wieder erhebliche finanzielle Probleme. Viele Mitglieder hatten daraufhin genug und wählten bei der Jahreshauptversammlung Ende Oktober den Aufsichtsrat ab. Ebenso wurde Aufsichtsrat und Vorstand die Entlastung verweigert. Nur wenige Tage nach der JHV musste der Vorstand wenig überraschend erneut Insolvenz anmelden.

Gründung Initiative „Lübeck für den VfB“

Anfang November gründete sich dann die Initiative „Lübeck für den VfB“. Denn schließlich war klar, dass es viele Anhänger gibt, die sich für den VfB einbringen und ihm nicht tatenlos beim Sterben zusehen wollen.

luebeck 1

Die Lage schien zunächst relativ aussichtslos. Durch die im Nachhinein vollkommen richtige Entscheidung, den Aufsichtsrat abzuwählen, stand der Verein nun zunächst ohne dieses Gremium dar. Ein erster Schritt konnte mit der Wahl eines neuen Aufsichtsrates gemacht werden. Hierfür konnten kompetente und dem VfB nahestehende Personen gefunden werden, welche sich seit ihrer Wahl mit großem Engagement für die Rettung des Vereins einsetzen.

Aktionen zur Unterstützung des Vereins

Die Initiative steht dem Aufsichtsrat bei diesem schwierigen Unterfangen jederzeit zur Seite und hat seit Gründung schon viele Aktionen zugunsten des VfB gestartet.

So gab es anstelle des ausgefallenen Heimspiels gegen Cloppenburg ein Soli-Suppen- Essen und Winterpausenkartenverkauf zugunsten des VfB sowie einen Glühweinstand auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt am letzten Adventswochenende. Sämtliche Erlöse hieraus gingen auf ein Retterkonto, welches von der Initiative ins Leben gerufen wurde. Weiterhin wurde von vielen VfB- Anhängern fleißig auf dieses Konto gespendet, sodass sich aktuell ein Betrag von über 30.000€ auf dem Konto befindet.

Neben dem finanziellen Erfolg konnte aber auch ein neues „Wir-Gefühl“ unter allen VfBern erreicht werden. Allen ist klar, dass nur gemeinsam die Rettung des Vereins erreicht werden kann. Dies zeigt auch der Umstand, dass viele Aufsichtsratsmitglieder und weitere Vereinsvertreter sich an beiden Aktionen beteiligten. Zudem konnte gerade durch den Glühweinstand das Image des Vereins in der Stadt wieder etwas aufgewertet werden. Viele Lübecker interessierten sich für die Initiative und unterstützten den VfB gerne.

luebeck 2

Durch weitere zugesagte 150.000€ zur Deckung der Kosten für den Spielbetrieb ab Januar 2013 durch Sponsoren bzw. Spender konnte nun zunächst die Löschung aus dem Vereinsregister vermieden werden.

Aussichten für die Zukunft

Zunächst wird weiterhin Geld benötigt, um den Spielbetrieb bis zum Saisonende zu sichern. Somit wird auch die Initiative im Jahr 2013 weiterhin Aktionen starten, um den Verein finanziell zu unterstützen.

Mittelfristig gilt es dann, das Image des Vereins in der Stadt wieder zu verbessern. Denn viele Lübecker haben durch die jahrelangen Enttäuschungen das Vertrauen in den Verein verloren. In der kommenden Saison wird der Verein aufgrund des Insolvenzverfahrens und dem damit verbundenen Zwangsabstieg nur noch in der 5. Liga spielen. Es wird momentan an einem neuen Kader mit regionalen Talenten und Identifikationsfiguren gearbeitet. Ziel und Aufgabe der Kampagne wird es sein, die Lübecker für die neuen Werte des Vereins zu begeistern.

https://soundcloud.com/fuerdenvfb/lgm-kannst-du-die-pappeln

Alle weiteren Informationen zur Initiative gibt es auch unter www.luebeck-fuer-den-vfb.de

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Mittwoch, 02 Januar 2013 14:13

Statt Boykott soll nun Gestaltet werden

geschrieben von in Aktionen

1212Der Dezember 2012 hatte für die Fußball-Bundesliga und die Fans wenige besinnliches übrig. Nach dem beindruckenden Protest der 12doppelpunkt12 Kampagne mit 12 Minuten und 12 Sekunden Schweigen zum Beginn von drei Spieltage, ging es nach der Verabschiedung des Sicherheitskonzepts durch die Vereine am letzten Spieltag in der Fanszene hoch her. Während einige Ultras-Gruppen und aktive Fansezenen als Reaktion auf die Entscheidung weiter - mehr schlecht als recht - schwiegen, wurde der Protest in einigen Stadien von den übrigen Zuschauern mit Pfiffen und Unverständnis begleitet, teilweise ziehen sich tiefe Gräben durch die Fans eines Vereins.

Fans von über 50 Vereinen haben sich nun zwischen den Feiertagen in Kassel getroffen und über das weitere Vorgehen in der Rückrunde beraten. Rückblickend betrachtet man die Aktion als großen Erfolg und möchte die nun entstandenen Strukturen weiter nutzen um in einen ernsthaften Dialog mit der DFL einzusteigen.


grotenburg2Der KFC Uerdingen 05, früher lange als Bayer 05 Uerdingen bekannt. Der Verein der 1985 den DFB-Pokal durch ein 2:1 über Udo Latteks Bayern gewann und in dem darauffolgenden Europapokal der Pokalsieger bis ins Halbfinale kam (u.a. dank des legendären 7:3 gegen Dynamo Dresden) war früher fester Bestandteil der Bundesligen und mir kommt es manchmal so vor als wären Sie noch gar nicht so lange von der Bildfläche verschwunden. Aber dennoch, mein letzter Besuch in der Grotenburg war am 29.10.1995, ist also auch schon 17 Jahre her (Gott wie die Zeit vergeht). Daher war ich sehr angetan als ein Freund von mir kurzfristig die Idee hatte am dritten Adventssamstag zum Spiel KFC Uerdigen gegen Schwarz-Weiß Essen zu fahren. Das Duell zweier Pokalsieger und Traditionsvereine.


Wie bereits gesagt, in der Bundesliga spielt der KFC schon lange nicht mehr und für viele Junge Fußballfans ist er wohl auch nur einer von vielen Name in der ewigen Bundesligatabelle die einfach nur noch Geschichte sind. Nach dem sich der Bayerkonzern nach der Saison 94/95 von der Profifußballabteilung des FC Bayer 05 Uerdingen trennte, traten diese ab der Folgesaison als KFC Uerdingen 05 an und stiegen prompt als Tabellenletzer ab. Die Trennung von Bayer verursachte starke finanzielle Probleme. Es folgte ein Absturz bis in die sechste Liga und drei Insolvenzanträge. Erst mit Agissilaos “Lakis“ Kourkoudialos als Präsident der mit seinem Unternehmen auch als Hauptsponsor fungiert, kamen die Uerdinger finanziell wieder in ruhiges Fahrwasser. Allerdings hat so ein „Mäzen“ auch den Nachteil, dass man wieder abhängig ist. Wie dem auch sei nun konnte man sich wieder rein auf den Sport konzentrieren und 2011 folgte mit dem Aufstieg in die NRW-Liga der erste große sportliche Erfolg seit 1994. 2012 erreichte man etwas glücklich sogar die Relegation zur Regionalliga wo man sich dem Essener Verein FC Kray geschlagen geben musste. Zurzeit führt der KFC jedoch die Tabelle der Oberliga Niederrhein souverän an, daher ist davon auszugehen das der Aufstieg in die Regionalliga am Ende dieser Saison klappen wird.


grotenburg1Das Grotenburg-Stadion, auch als Grotenburg-Kampfbahn bekannt. Es war wie eine Reise zurück in die 90er als ich an jenem Samstag zum ersten mal nach 17 Jahren vor dem Stadion stand. Denn es hatte sich am Stadion sichtlich nichts verändert. Es waren die gleichen Sitzschalen, die gleichen Wellenbrecher, es hat immer noch die geilen Flutlichtmasten (für mich ist ein Stadion ohne Flutlichtmasten einfach irgendwie unvollständig). Sogar der Grotifant das Maskottchen turnt noch fröhlich herum. Einzig lästig war das man auch in der Grotenburg nicht mehr mit Bargeld zahlen kann. Man muss sich Wertmarken kaufen, welche 2,50 pro Stück kosten. Daher macht die Currywurst mit Pommes nicht 5 € sondern zwei Werkmarken, dass Getränk eine Wertmarke. Sportlich gewann der KFC das Spiel gegen am Ende nur noch acht Essener (2 mal Gelb/Rot einmal Rot) verdient mit 1:0. Der ETB hielt zwar tapfer mit, aber Uerdingen hatte die klar besseren Chancen, vor allem auch zu dem Zeitpunkt als noch 11 gegen 11 spielten. Allerdings dauerte es bis zur 73. Minute bis der Ball endlich mal im Netz zappelte, Issa war der Torschütze. Ein Feuerwerk bekamen die Zuschauer an diesem Nachmittag nicht geboten, aber das war Fans und Spielern egal. Sie feierten gemeinsam die drei Punkte und jetzt steht der Weihnachtsurlaub an. Und den haben sich die Spieler des KFC auch redlich verdient, denn Sie führen die Tabelle mit sage und schreibe 19 Punkten Vorsprung an. 18 von 20 Spielen wurden gewonnen, zweimal spielte man Unentschieden. Als da dürfte doch in Sachen Aufstieg wirklich nichts mehr schief gehen oder? Die Gäste aus Essen hingegen haben ganz andere Probleme, vier Tage nach dem Spiel stellten Sie einen Antrag auf Insolvenz, sollte das Verfahren eröffnet werden, stünde der Pokalsieger von 1959 als erster Absteiger fest.



uerdingenblockFantechnisch hat mich Uerdingen angenehm überrascht. Früher hatten die Krefelder ja den Ruf des Fußballfriedhofs. Verhältnismäßig wenig Zuschauer und die etwas unterkühlte Stimmung waren der Hauptgrund dafür. Unser Präsident meinte nach einem Spiel im Oktober 93 sogar das bei uns bei einer Beerdigung mehr los sei als in Uerdingen bei einem Fußballspiel. Aber auch in Uerdingen hat sich trotz des sportlichen Niedergangs die Fanszene weiterentwickelt. Die Ultras und die meisten Supportwilligen haben Ihren festen Stimmungsblock seitlich auf der Haupttribüne und sorgten 90. Minuten lang für einen anständigen akustischen und optischen Support. Der Zuschauerschnitt von knapp 2200 ist für die fünfte Liga auch aller ehren Wert. Der harte Kern der Uerdinger Anhängerschaft der trotz der ganze Misere seit 1996 immer dabei geblieben ist, ist eh das höchste Gut das der Verein hat. Immer wieder haben Sie dem Verein in Zeiten von Insolvenzanträgen etc. mit Aktionen finanziell unter die Arme gegriffen damit Ihr KFC am Leben bleibt. Über die Fans der Gäste kann ich leider nichts schreiben, da ich keine bemerkt habe bzw. Sie sich nicht bemerkbar machten.


Zum Abschluss möchte ich nur noch sagen, wer noch nicht in der Grotenburg war sollte Sie auf jeden Fall auf seine Liste setzen. Wer weiß wie lange es das Stadion noch gibt. Es geistern immer wieder Gerücht von einem Investor der eine „moderne“ 08/15-Arena bauen möchte herum. Wenn diese Arena wirklich Realität werden würde, wären die Tage der Grotenburg wohl gezählt. Denn es gibt schon seit Jahren laute Stimmen für einen Abriss und einer anderweitigen Nutzung des Geländes.

Freitag, 21 Dezember 2012 16:12

BVB bezieht Stellung im Kampf gegen Rechts

geschrieben von in Stellungnahmen

bvbBorussia Dortmund hat sich endlich mal offiziell zu dem andauernden Angriff von Rechtsradikalen bei Heimspielen, Auswärtsspielen und in den Fanszenen geäußert.

In der Pressemitteilung geht man auch konkret auf die Fälle und Maßnahmen ein, die der Verein im Kampf gegen Rechts auf sich nimmt und durchsetzt.

In den letzten Wochen und Monaten kam es immer wieder dazu, dass sich rechtsorientierte Gruppierungen öffentlich im Stadion präsentierten. Der Spiegel deckte dann auf, dass sich auch im Kreise der Sicherheitskräfte rechtsradikale Mitarbeiter befanden.

Auch stellt der BVB hier seinen Standpunkt klar auf und distanziert sich von allem rechten Gedankengut und ruft zu mehr Toleranz auf in den Fanreihen. 

Der Link zur Pressemitteilung: 
HIER KLICKEN

Tasmania Berlin vs.SC Gatow 2:0 02.12.2012, Werner-Seelenbinder-Sportplatz, Verbandsliga Berlin

von Ansgar Spiertz

Der SV Tasmania Berlin wurde am 3. Februar 1973 als SV Tasmania 1973 Neukölln gegründet, bevor man über SV Tasmania Gropiusstadt (1999) zum Namen SV Tasmania Berlin (2010) kam. Damit nimmt man die Tradition des SC Tasmania Berlin auf, der von 1900 bis 1973 in Neukölln gespielt hatte und in dessen Nachfolge die heutige Tasmania in gewisser Weise auch steht, hat sie doch nach - oder, um genau zu sein, eigentlich sogar ein halbes Jahr vor - der Pleite des alten Vereins diverse Jugendmannschaften des alten Clubs in ihre Obhut genommen. Der hatte über lange Jahre zum besten gezählt, was der Berliner Fußball zu bieten hatte und insgesamt sechs Mal an der Endrunde um die deutsche Fußballmeisterschaft teilgenommen - unter anderem in den Jahren 1960 und 1962. Umso enttäuschter waren die Tasmanen, als sie 1962 bei der Gründung der Bundesliga tasmania1übergangen wurden und stattdessen Hertha BSC in die Eliteliga kam. Nachdem Hertha wegen zu hoher Prämienzahlungen und Bilanzfälschung 1965 aus der Liga ausgeschlossen und die von 16 auf 18 Mannschaften vergrößert wurde, wovon auch der eigentliche Absteiger Schalke 04 profitierte, sollte ein neuer Verein die Stadt Berlin in der Bundesliga repräsentieren. Da der Sieger der Regionalliga - Tennis Borussia - bereits in der Aufstiegsrunde gescheitert war, sollte der zweite ran, doch der Spandauer SV lehnte ab. Damit war die Stunde Tasmanias gekommen, das nicht so klug war, ebenfalls zu verzichten. Man startete mit einem Sieg gegen den Karlsruher SC, aber dennoch folgte eine Spielzeit, nach der man mit nur zwei Siegen und vier Unentschieden dastand und bis heute der schwächste Bundesligist aller Zeiten ist - ebenso wie der einzige Verein, der kein einziges Auswärtsspiel in der Liga gewinnen konnte sowie der ebenso einzige, der ein Heimspiel mit unter 1000 Zuschauern (827 gegen Mitaufsteiger Borussia Mönchengladbach) ausgetragen hat. Nach der Saison spielte man erst einmal wieder in der Spitzengruppe der Berlin-Liga mit, ging dann jedoch 1973 Pleite und brachte seinen Nachfolgerclub hervor. Der ist inzwischen wieder in der Berlin-Liga vertreten, die allerdings nicht mehr wie 1973 zweitklassig ist, sondern inzwischen Stufe sechs in der Ligapyramide repräsentiert. Hier geht es heute gegen den SC Gatow, dessen größte Erfolge darin bestehen, ein Jahr lang an eben dieser zweitklassigen Regionalliga teilgenommen zu haben, und zwar exakt die Spielzeit 1965/66, in der Tasmania das Abenteuer Bundesliga wagte.

Zunächst dominieren die Gäste die Partie, und das Geschehen spielt sich zum größten Teil in der Hälfte von Tasmania statt, doch die großen Torchancen bleiben aus. Die Hausherren lassen den Gegner erst einmal kommen und begnügen sich damit, hinten dichtzumachen, was ihnen auch effektiv gelingt, und nach und nach beginnt man, auch selbst den Weg nach vorne zu suchen. Ein fast von der Eckposition geschossener Freistoß von Arber Shuleta findet schließlich den Weg ins Tor des SC Gatow, der zeigt sich von dem Treffer sichtlich geschockt und droht auseinanderzubrechen, als Tasmania sofort nachsetzt und versucht, weitere Treffer zu erzielen. Dennoch bleibt es beim 1:0, bis die Seiten gewechselt werden, wobei Tasmania zweimal sehr dicht am zweiten Tor ist, einmal als ein Feldspieler für den geschlagenen Gatow-Goalie Maximilian Stein retten muß und einmal, als der Ball nach einem Kopfball vom Pfosten ins Feld zurückspringt. Nach der Pause findet der SC Gatow seine Ordnung wieder, und die Hausherren ziehen sich erneut zurück, so daß das Spiel ähnlich läuft wie zu Beginn des ersten Abschitts. Auch diesmal ist es schließlich der SV Tasmania, der den Treffer macht, und nach dem 2:0 durch den eingewechselten Jack Grubert ist das Spiel eine Viertelstunde vor Schluß entschieden, denn nach dem zweiten Gegentor findet der SC Gatow nicht mehr die Kraft, sich noch einmal gegen die herannahende Niederlage anzustemmen.

Der Werner-Seelenbinder-Sportpark ist im Berliner Bezirk Neukölln zu finden, wo heute auf dem Hauptplatz gespielt wird, der mit einer Hintertorseite dicht an das Gelände des tasmania2früheren Flughafens Tempelhof grenzt. Dieser Bereich ist mit sechs Stufen augebaut, auch beide Längsseiten verfügen über Ausbau, so daß nur die zweite Hintertorseite, von der man aus die Anlage betritt, ohne solchen bleibt - stattdessen ist hier das Gebäude mit Umkleiden und Toiletten untergebracht, in dem es allerdings kein Vereinsheim gibt, so daß die Zuschauer mit beim heutigen naßkalten Wetter mit gelgentlichem Schneefall eher unangenehmerweise mit einem Ladenverkauf vorlieb nehmen müssen. Die Längsseiten übertreffen den ausgebauten Hintertorbereich noch an der Zahl der Stufen, denn hier gibt es es insgesamt zehn davon, auf denen man sich niederlassen kann, und die verfügen im Gegensatz zu den Stufen hinter dem Tor auch über Wellenbrecher sowie im zentralen Bereich über allerdings nicht überdachte Sitzplätze, da hier jede zweite Stufe mit orangenen Sitzschalen bestückt ist. In den 1970er Jahren fanden hier einmal 20000 Zuschauer Platz, aber dann wurde das Stadion deutlich zurückgebaut und in seine heutige Form gebracht. In dieser finden sich hier noch zwei weitere Fußballfelder mit Kunstrasen - zu beiden Seiten längsseits parallel zum Hauptplatz sowie ein etwas ab liegender weiterer Platz mit Laufbahn sowie das Eisstadion Neukölln. Der Sportpark war bereits zwischen 1945 und 1950 nach dem früheren Ringer und Olympiateilnehmer Werner Seelenbinder benannt gewesen, dessen Grabstätte sich auch auf dem Gelände befindet. Danach war der Name wegen der Angehörigkeit Seelenbinders zur kommmunistischen Partei wieder getilgt worden und nur noch von Sportpark Neukölln die Rede, bevor die Anlage am 24. Oktober 2004 erneut zu seinen Ehren umbenannt wurde - im Rahmen der Gedenkfeiern zum 60. Todestages Seelenbinders, der 1944 als Mitglied einer Widerstandszelle im Zuchthaus Brandenburg enthauptet worden war.

Quelle: Groundhopping.de

Mittwoch, 19 Dezember 2012 10:10

BVB: Protest richtet sich nicht gegen das Team!

geschrieben von in Stellungnahmen

1212Nach dem ersten offenen Brief an die Dortmunder Fanszene hatte sich der Verein Borussia Dortmund ebenfalls in einer Stellungnahme an die BVB Fans gewandt und um unterstützung gebeten. Das 12doppelpunkt12-Bündnis Dortmund stellt nun nochmal klar, das der Protest sich ausdrücklich nicht gegen die Mannschaft richtet und diese den Protest respektiert.Die 12:12min Schweigen sind nochmals als Appell an die DFL gerichtet, den ehrlichen und lösungsorientierten Dialog mit den Fans zu suchen.

Das Statement aus Dortmund

Hi Leute,

nach vielen Gesprächen mit diversen Gruppen, Fanclubs und Einzelpersonen haben wir von 12doppelpunkt12-Dortmund uns dazu entschieden, auch beim Pokalspiel gegen Hannover 96 zu protestieren. Wir rufen dazu auf, in den ersten 12:12 Minuten zu schweigen und ab dann in gewohnter Art und Weise das Team zu unterstützen.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Nach dem öffentlichen Brief der Mannschaft möchten wir noch Einmal betonen, dass sich der Protest nicht gegen das Team richtet, sondern gegen das DFL-Sicherheitspapier.

Sebastian Kehl suchte bereits das Gespräch mit der Kampagne und akzeptiert den Protest stellvertretend für die Mannschaft. Er respektiert den Protest, bittet uns Fans jedoch eindringlich, nach 12 Minuten und 12 Sekunden die Mannschaft wieder lautstark und bedingungslos zu unterstützen.

Wir BVB-Fans möchten in den 78 verbleibenden Minuten auch dafür sorgen, der Mannschaft für das fantastische Jahr 2012 zu danken und nebenbei natürlich auch noch unserem Verein einen würdigen Geburtstag ermöglichen.

Die Kampagne 12doppelpunkt12 appelliert eindringlich an die DFL, auf die Fans zuzugehen, in ihnen einen kompetenten Gesprächspartner zu sehen und einen ernsthaften und und lösungsorientierten Dialog mit den Fans zu initiieren.

Mit freundlichen Grüßen
Jan-Henrik Gruszecki
Sprecher 12doppelpunkt12-Dortmund

 

Dienstag, 18 Dezember 2012 20:18

VfB Fanvertreter mit einer gemeinsamen Erklärung

geschrieben von in Stellungnahmen

vfb fanausschussEigentlich war für den gestrigen Montag die letzte Sitzung des VfB Fanausschuss für dieses Jahr vorgesehen. Der Termin wurde nun aber durch die jüngsten Geschehnisse von den Fanvertretern abgesagt. Das Gremium gibt nun ein Tag vor dem letzten Pflichtspiel 2012 in einer ausführlichen Erklärung den aktuellen Stand zu den strittigen Themen an die Stuttgarter Fans weiter. Unter anderem geht es um die Position und Kommunikation des Fan-Ausschuss gegenüber und mit dem Verein, den Deal mit der Ticketbörse viagogo und das, in ganz Deutschland diskutierte, verabschiedete Sicherheitspaket.

Nach Ansicht der Fanvertreter möchte man den Dialog im nächsten Jahr fortführen, fordert aber vom Verein eine Auseinandersetzung mit den Kritikpunkten der Fans. Im Gegensatz zu anderen Fanszenen wird man in Stuttgart beim Pokalspiel gegen Köln aber wohl auf einen organisierten Stimmungsboykott verzichten.

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