Di21May2013

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Matthias Saathoff

Matthias Saathoff

Ich bin der Matthias Saathoff, Baujahr 87 und seit 1992 leidenschaftlicher BVB Fan.

596894 web R K by Dr. Stephan Barth pixelio.deWir als Fans durchleben eine brisante Zeit, einen Umbruch den wir verhindern müssen. Immer mehr Sponsoren drängen in den Fußball, wollen mitreden und Entscheidungen treffen. Wenn wir hier an Wolfsburg und Leverkusen denken, 2 Konzernclubs die einen starken Geldgeber im Rücken haben, der unmögliches möglich macht. Aus der 4.Liga nähert sich ein weiteres Ungeheuer, RB Leipzig, seines Zeichen ein neues Spielzeug der gelangweilten Red Bull Bosse.

Ich möchte hier natürlich nicht die Audi belasteten Ingolstädter vergessen oder Dietmar Hopps Marionetten Truppe. Es sind Systeme im Fußball, die nicht funktionieren. Wer aus der Region um Leverkusen kommt, der fährt lieber nach Düsseldorf, Köln oder Gladbach. Vereine, bei denen man noch die „Wahren Emotionen“ erleben kann. Fans, die noch was Echtes spüren wollen und nicht dem Event folgen. Es werden sicher Stimmen laut, die mir flüstern wollen, dass es auch in Wolfsburg oder Hoffenheim echte Fans gibt, die diesen Verein lieben.

Für mich ist das aber eine Form von Selbstbefriedigung, denn wenn es Fußballfans sind und die Betonung liegt hier auf „Fußball“ und „Fans“ im Einzelnen, dann sollte man das System, was in den jeweiligen Verein zu tragen kommt ablehnen und sich dagegen wehren. Es kann doch nicht im Interesse der Fans sein, dass Sponsoren, Konzerne und Investoren die Bundesliga erobern und zum Spielball der Gesellschaft gestalten. Man stelle sich nur vor wie Dietmar Hopp, Martin Winterkorn und Marijn Dekkers gemeinsam zusammensitzen und Fußball Manager auf realistischem Niveau spielen, Fans als nerviges Anhängsel sehen und für uns Fans Choreographien vorgeben.

Montag, 29 April 2013 17:34

Der Viagogo Skandal

bvb viagogo 1

Vor einiger Zeit kontaktierte mich ein Sport Insider Redakteur mit Fragen zum Thema "Viagogo" Ich hatte vor einiger Zeit in einem Blog-Beitrag darüber geschrieben und daher wurde der Sender auf mich aufmerksam. Vor zwei Wochen war ein Fernsehteam dann bei mir zu Besuch und drehte den Beitrag für die Sendung. Am vergangenen Montag wurde der Bericht über die Machenschaften von Viagogo in Deutschland dann gesendet und ich wurde von mehrere Stellen gefragt, ob dazu noch ein Artikel kommt. Ich bin also allen Interessierten noch einen ausführlichen Beitrag schuldig, der das Thema, meine Recherchen und die Zukunft beschreiben soll. Und hier ist er:

bvbDer 26.11.2011 ist ein Tag, der in meine ganz persönliche Geschichte eingegangen ist. Es war der Tag, an dem der BVB gegen Schalke 2:0 gewann, es sollte der Erste von insgesamt zwei Derbysiegen in dieser Saison sein.

Ich will trotz des Derbytages nicht sagen, dass dies für mich ein besonderer Tag war, im Gegenteil, es war ein katastrophaler Tag. Aber alles auf Anfang…

Bereits Wochen zuvor versuchte ich für das Heimderby im Westfalenstadion ein Ticket zu ergattern. Wer die BVB Tickethotline kennt, wird sicher verstehen warum ich es dort gar nicht erst versucht habe, sondern Freunde, Bekannte etc… gefragt habe. Natürlich wollte jeder zu diesem jährlichen Highlight.

Was blieb mir also übrig? Genau, Freunde einladen, SKY gucken und von zu Hause aus brüllen, bangen und die Nachbarn terrorisieren (Ich schätze ohnehin, dass meine Nachbarn bereits in der Kirche dafür beten, dass ich bald wieder eine Dauerkarte habe) und ja, die Gebete wurden erhört.

bvbSeit heute ist es perfekt. Mario Götze wird den BVB in Richtung FC Bayern München verlassen, ein Wechsel der dem BVB 37 Millionen Euro einbringt und damit zum Rekordtransfer innerhalb der Bundesliga wird. Götze wird dort 2 Millionen mehr verdienen als beim BVB. So viel zu den Fakten.

Die Gefühlslage die so ein Transfer mitbringt ist gemischt, zum einen ist man enttäuscht, auch weil Mario mit dem Wechsel zum FC Bayern einen Schritt geht, der viele Fans verärgert, mich natürlich auch.

2 Dinge gibt es bei diesem Transfer aber, die mich nachdenklich stimmen.

595277 web R by wattwurm25 pixelio.deEs sind die Momente, die jeder Fan erlebt. Sei es in der 10.Liga oder auch in Liga.1. Es ist der Moment, an dem man als Fan anfängt zu träumen und in Gedanken zu versinken.

Wenn der BVB am Dienstag um 20:45Uhr zum Champions League Duell gegen den FC Malaga aufläuft, dann wird das ein Moment sein, den wir als Fans in guter Erinnerung behalten werden, und das unabhängig vom Ausgang des Spiels.

Mich hat vor 2 Wochen mal jemand gefragt, was denn der Unterschied zwischen Bayern und Dortmund ist. Ja ich weiß, diese Frage wird oft gestellt und ich muss sagen, ich bin es auch Leid diese ständig beantworten zu müssen. Aber jeder der mich fragt, bekommt im Prinzip die gleiche Antwort „LEBEN“.

Ja Leben ist die Antwort, die Jeder von mir bekommt. Zum Spiel zu gehen, egal ob bei den Profis oder den Amateuren und dann zu 1909% Vollgas geben. Das Ziel zu haben, jedem Spiel die Seele der Fans einzuhauchen, dass Spiel durch die Fans leben zu lassen. Das unterscheidet uns von den Bayern.

Sonntag, 31 März 2013 22:10

Aggressiver Journalismus ist asozial

621151 web R B by Rainer Sturm pixelio.deDie Tageszeitungen nach einem Bundesligawochenende aufzuschlagen ist immer mit dem Risiko verbunden sich unnötig den Blutdruck nach oben zu treiben.

Hooligans, kriegsähnliche Zustände, gewaltbereite Ultras und Randale sind nur einige der zahlreichen kreativen Ausbrüche von Journalisten, die sich über diese Kraftausdrücke profilieren möchten. Wo sind die neutralen Journalisten geblieben, die nicht darauf achten, welchen Umsatz der eigene Verlag macht, sondern die Wahrheit im Blick haben? Warum muss man sich begriffen bedienen, die mit der Realität nur selten etwas zu tun haben? Möchte man gezielte Stimmung anheizen um noch mehr Storys zu bekommen oder die Politik zum handeln zu zwingen?

Die Macht der Medien ist so stark wie nie zuvor. Politiker gucken erst in die Zeitung um sich die nächste Meinung für die Wahl zu besorgen. Keine eigene Kreativität mehr, sondern Politik wie es die Medien gerne hätten, gepaart mit zahlreichen und nichtssagenden Umfragen, die Ihre Thesen unterstützen.

153737 web R K by www.postkarte-verschicken.de - Axel Müller pixelio.deWenn mich immer jemand gefragt hat, warum ich mit 10 Anderen einem Ball hinterherlaufe und welchen Sinn das erfüllt, dann hab ich immer die gleiche Antwort gegeben. Ich habe immer gesagt, dass Fußball für die Menschen mehr ist, als nur sinnlos gegen einen Ball zu kicken.

Ich möchte euch gerne einen kleinen Einblick in mein Fußballerleben gewähren und damit ist nicht die sportliche Laufbahn gemeint, sondern vielmehr die menschliche Seite, die dahinter steckt.

Fußball ist ein weltweit anerkannter Sport, überall in den 193 offiziellen Ländern wird Fußball gespielt und das meist immer nach den internationalen Regeln. Für Sozialpädagogen ist der Fußball ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Arbeit.

Ich bin mit 4 Jahren schon zum Fußball gekommen und war nie besonders begabt. Mit 4 Jahren Fußball zu spielen ist noch etwas, was menschlich keinen großen Stellenwert hat, weil die Kommunikation weitestgehend nicht stattfindet und man nur den Vater oder den Trainer schreien hört.

181706 web R K by Rolf Krekeler pixelio.deViagogo ist in den letzten Wochen in aller Munde, unser Reviernachbar Schalke hat aktuell sehr damit zu kämpfen, in Stuttgart gehen die Fanvertreter auf die Barrikaden und der HSV hat den Kampf „Fans gegen Verein und Viagogo“ bereits verloren. 

Aber es ist auch absolut richtig, gegen den legalen Schwarzmarkt und die Ausbeutung der Fanszenen einzutreten. Viele werden jetzt sagen, was interessiert mich was auf Schalke passiert, in Stuttgart los ist und beim HSV gewesen ist? Es ist insoweit interessant, dass wir uns als Fans auch mit Themen auseinandersetzen müssen, die Anderenorts passieren, nur so können wir reagieren, wenn wir plötzlich selbst betroffen sind. Zumal auch wir bedenken müssen, dass wenn andere Fanszenen unterwandert werden oder wie im Fall Schalke, die Fans dort wie Abschaum behandelt werden (Ich sag es mal etwas deutlicher), auch wir irgendwann mal ins Fadenkreuz solcher dubiosen Firmen geraten können.  In Dortmund muss man ja sogar „wieder“ sagen, wenn wir an unsere schwere Zeit denken, in denen Waffenlobbiesten und gruselige Geschäftsmänner wie Florian Homm bei uns Ihr Geld investierten.

Mittwoch, 27 Februar 2013 02:03

Die Nacht vor dem Pokalkracher gegen Bayern

dfbEs ist 01:02 Uhr als ich angefangen habe diese Zeilen zu schreiben. Dabei lag ich eigentlich schon 1 Stunde lang im Bett, drehte mich hin und her und machte mir darüber Gedanken, was wohl heute Abend passieren wird. Ich bin seit rund 21 Jahren BVB Fan und habe viele große Spiele gesehen seither, und jedes Mal erlebe ich dieselbe Situation, die Schlaflosigkeit in der ich mir Szenarien ausmale.

Können wir den Gegner schlagen? Was sind die Stärken des Gegners? Worauf müssen wir achten? Welche Form haben unsere Spieler? Welche Überraschung hat der Gegner in der Aufstellung auf Lager? Welche können wir anbieten?

Donnerstag, 21 Februar 2013 16:32

Was passiert, wenn Hoffenheim absteigt.

218099 original R by Jessica Konrad pixelio.deIch beobachte die TSG Hoffenheim jetzt schon seit der 3.Liga und habe angefangen mir Sorgen um den deutschen Fußball zu machen, als Hoffenheim in der 2.Liga aktiv war. Millionen wurden rausgehauen, ein Carlos Eduardo kam für 8 Millionen (Teilweise ein komplettes Etat einer Zweitligamannschaft) und weitere Spieler folgten. Mit Kaufeskapaden wurde hier ein Verein gezüchtet, dem Red Bull (zurzeit) nur neidisch hinterher blicken konnte.

Als das „Projekt“ wie es oft genannt wird, dann in die 1.Liga aufstieg, wehrten auch wir uns als Fanclub gegen diesen Club, dem Macher Dietmar Hopp mit seinem aggressivem Auftreten gegenüber anderen Fans und den plötzlichen neuen Fans, die wie Unkraut aus dem Boden schossen, als Hoffenheim erstklassig wurde. Das Ergebnis dieses Widerstands war ein Brief vom Anwalt, wir sollten doch jegliche Anfeindungen gegen Hoffenheim und Dietmar Hopp als Person unterlassen. Beleidigungen wurden fortan nicht mehr geduldet, um unsere Mitglieder und auch uns selbst zu schützen, aber die freie Meinungsäußerung hat uns bis heute keiner nehmen können.

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