Liebe Fans von Eisern Union!
geschrieben von Oliver Gottwald in Bieberer BergFreunde kann man sich aussuchen, liebe Eisernen. Dass ihr gegen übertriebenen Sicherheitswahn und bescheuerte Strafen von DFB und DFL kämpft, macht euch sehr sympathisch. Auf diese Weise macht man sich viele Freunde, manche davon will man vielleicht gar nicht haben…
Ich hoffe, so ist es bei eurer Verbindung zu den Fans des Vereins von der anderen Mainseite.
Dass ihr damals geholfen habt, die DFB-Strafe (Ausschluss der Gästefans) zu umgehen, sei euch verziehen, es ging schließlich um die Sache, und die war gut.
Damit soll es aber dann auch gut sein. Wenn ich heute der FNP entnehmen muss, dass sich Fans des Rivalen bei euch mit Karten eingedeckt haben, um euch zu unterstützen, dann solltet ihr euch gut überlegen, ob ihr solche Freunde wirklich wollt.
Denn wenn man sich die Sache genauer betrachtet, dann seid ihr uns doch viel ähnlicher, als denen. Ihr und wir, wir sind die Arbeitervereine, die Schmuddelkinder, die Außenseiter, die gegen einen großen und mit viel Geld unterstützten Nachbarn bestehen müssen. Bei euch die Tante, bei uns die Diva.
Gerade die Fans des Vereins, der direkter Nachbar des DFB ist und als solcher schon seit Beginn der Bundesliga durch diesen protegiert wird, stehen nun an eurer Seite? Die Fans des Vereins, der seit je her durch Steuergelder finanziert wird? Des Vereins, der durch den heimischen Fernsehsender so gehypt wird, dass alle anderen hessischen Verein zur Randnotiz werden?
Bitte, liebe Unioner… sucht euch eure Freunde sorgsam aus!
Ja, ich gebe es zu, bisher habe ich viele Sympathien für euch, nicht nur wegen meiner jährlichen Teilnahme am Fanclubturnier eurer Wildauer Kickers. Ihr seid für mich der OFC des Ostens. Wir und ihr sind das, was St. Pauli mal war: Ein Kult-Club!
Seht zu, dass ihr diese Sympathien nicht verspielt…
DSC Arminia Bielefeld – 1.FC Heidenheim
geschrieben von Jan-H. Grotevent in RundumbeobachtungenRundumbeobachtungen
Ein Bericht über ein Drittliga-Spitzenspiel: Unspektakulär von der Alm gegen Unbrenzlig von der Brenz.
10 top-sichere Fanartikel für das noch sicherere Stadionerlebnis
geschrieben von Jan-H. Grotevent in RundumbeobachtungenGarantiert DFL- und satiregetestet! Demnächst im DFL-Shop!! Bei Vorlage eines Fanclub-Sicherheitszertifikates 20 Prozent Preisnachlaß!!!
The Show Mast go on - Die Offenbacher Eiffeltürme
geschrieben von Oliver Gottwald in Bieberer Berg
Als klar wurde, dass in Offenbach ein neues Stadion gebaut wurde, gründeten engagierte Fans die Interessengemeinschaft Stadionbau (IGS) e.V. . Viele Ideen und Vorschläge der IGS wurden durch die Planer und Bauherren des neuen Stadions aufgenommen und umgesetzt. Ein wichtiger Punkt fehlt jedoch noch, aber auch das könnte sich (teilweise) bald ändern. Denn die IGS ist optimistisch, dass einer der ehemals zwei charakteristischen Flutlichtmasten wieder aufgestellt wird.
Erbaut wurden sie 1968 durch die Wiesbadener Firma Richard A. Ott, die zur damaligen Zeit ein Monopol auf Zwei-Mast-Flutlichtanlagen hatte. Die weltweit erste Anlage dieser Art baute die Firma im schweizerischen Biel. Der neuartigen Konstruktion mit nur zwei Masten lag ein Konzept zu Grunde, bei dem die natürlichen Lichtverhältnisse durch die Technik wiedergegeben werden sollten. Ein Mast stand für die Sonne als wichtigste Lichtquelle, der zweite symbolisierte das normalerweise vom Himmel reflektierte Nebenlicht. Der internationale Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst (bekannt und berühmt durch das „Wembleytor") schwärmte damals: „Ich habe noch nie unter so hervorragenden Lichtverhältnissen gepfiffen." Die von der Firma Ott errichtete Flutlicht-Anlage im jugoslawischen Novi Sad fand gar das Lob der UEFA: „Eine blendungsfreie Anlage, man sieht alles plastisch." (UEFA-Generalsekretär Hans Bangerter). Über die Offenbacher Einrichtung, die erste, und bis zu ihrem Abbau letzte Zwei-Mast-Anlage in Deutschland schrieb die „BILD", es handele sich um das „hellste Flutlicht der Welt".
Die guten, alten Revolutionslieder...immer wieder gerne aufgegriffen und mit zeitgemäßen Texten versehen.
„Uschi auf den Zaun“ - Frauenfußball und seine Fankultur
geschrieben von Jan-H. Grotevent in RundumbeobachtungenIch höre Euch alle schon zetern. „Frauenfußball ist kein Sport“, „Interessiert doch keine Sau“, bollern die Männerfußballfans. „Wir sind viel besser und friedlicher als die Männer-Hooligans“, „Der Arminiamännergucker hat doch keine Ahnung!“, kreischen die Frauenfußballfans. Geboller hin, Gekreische her, es wird Zeit, den Frauenfußball und seine Fankultur vorzustellen, zu betrachten und auf breiter Basis drüber zu reden.
Mit dem Fahrrad nach Lemgo
geschrieben von Jan-H. Grotevent in Rundumbeobachtungen
„Du, Papa, wie war es eigentlich früher?“. Wenn der Nachwuchs eine solche Frage stellt, steht meist eine naive Neugier dahinter. Und mit eben dieser naiven Neugier habe ich nun meinen Vater (Jahrgang 1944) zu seinen Erinnerungen an die Zeit befragt, in der er zum Fußball ging. Es war eine Zeit weitab von Kommerzialisierung, Sicherheitskonzepten und Pyrodebatten. Soviel sei aber vorweg genommen: Fußball war auch damals dieses spezielle, irgendwie besondere Erlebnis.