Fr24May2013

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dialogDialog – Der auch in der Tagespolitik sehr hippe Begriff ist im Munde vieler Fans. Wir verbinden mit ihm eine meist nicht präzise beschriebene Wendung zum Besseren: „Ein Dialog würde helfen“, „Der Dialog bringt die Lösungen“, „Wir wollten immer den Dialog“ und ähnliches haben wir immer wieder von Fans und Fanszenen gehört, wenn es um Austausch (oder Konfrontation) mit Verbänden, Vereinen, Polizei oder Politik ging. Aber was ist ein Dialog oder „der Dialog“ eigentlich genau und was kann man davon erwarten? Reden wir drüber. Reden wir vom Reden.

Freitag, 04 Januar 2013 20:28

Eine Gute-Nacht-Geschichte

geschrieben von in Rundumbeobachtungen

fußballgeschichteAls junger, fußballverrückter Elternteil stellt man sich die bange Frage, wie man seinen Nachwuchs auf Linie bringt. Ganz einfach: In dem man ihm die richtige Gute-Nacht-Geschichte erzählt! In meinem Fall hat ein Fan des TSV Detmold durch Erzählen und Auf-Kassette-Aufnehmen dafür gesorgt, daß mir Arminia Bielefeld schon als Dreijähriger ein Begriff war. Jetzt haben wir die Gute-Nacht-Geschichte rekonstruiert.

 

 

 

Sonntag, 30 Dezember 2012 15:23

Arminia 2012

geschrieben von in Rundumbeobachtungen

DSC2012Im Jahr 2012 weiß man nicht genau, wohin es mit Arminia Bielefeld geht. Im Jahr 2012 ist das Verhältnis Arminia zu Arminias (potentiellem) Umfeld ambivalent. Im Jahr 2012 ist Arminia Bielefeld also so wie jedes Jahr. Aber: Im Jahr 2012 ist Arminia Bielefeld durchweg drittklassig. Das ist der Unterschied zu den Vorjahren. Hier der multimediale Rückblog auf das Jahr 2012, von Block 3.

zahlenspiele bildStatistiken rund um Fußballfans sind groß in Mode. Überall werden sie zitiert, allerorts dienen sie als Beleg für die ganz große Wahrheit. Anlaß genug, daß wir selber mal rechnen!

 

 

 

 

10 statistische Wahrheiten über Fußballfans

  1. Wäre Deutschland ein Stadion, gäbe es keinen demographischen Wandel

    In der Saison 2011/2012 besuchten 18.981.617 Zuschauer die 712 Spiele der Deutschen Fußballliga, macht im Schnitt 26.660 Zuschauer pro Spiel. Seit 2002 (Schnitt: 18.801 Zuschauer pro Spiel) verzeichnete die Stadionbevölkerung ein Wachstum von 41,8 %. Wäre Deutschland ein Stadion, die Renten wären mal sowas von sicher...

  2. Wäre Deutschland ein Stadion, hätten wir bald ein Überbevölkerungsproblem

    Statistisch gesehen war das Dreisamstadion in Freiburg schon in der Saison 2008/2009 überlastet. In der Saison 2018/2019 wäre die Leverkusener BayArena, in der Saison 2057/2058 die Arena Auf Schalke mit den Kapazitäten am Ende. Im Moment profitieren wir von Überkapazitäten – Im Dortmunder Westfalenstadion können aktuell drei Bundesligaspiele stattfinden- gleichzeitig! In der Saison 2081/2082 wäre aber auch die schwarzgelbe Kapazität erschöpft. Dann stehen wir aber da...

  3. Das Stadion als statistischer Spiegel der Gesellschaft

    Von 26.660 Stadiongängern haben 169 Besucher einen Kita-Platz, 1.440 Besucher sind über 80 Jahre alt, 4 Besucher haben eine künstliche Niere und 264 Besucher sind Reinigungsfachkräfte. Wir sind die Kurve, wir sind das Volk!

  4. Im Stadion ist jeder 42,18. Zuschauer (potentiell) gewalttätig

    Das errechnet sich so: Der aktuelle Jahresbericht der ZIS schätzt die Zahl gewaltbereiter und –suchender Fans in 1. und 2.Liga auf insgesamt 11.373 Personen, umgerechnet sind das 632 Personen pro Spiel. „Gut!“, mögt Ihr jetzt denken, „wenn ich das nächste mal ins Stadion gehe, schaue ich mich um und zähle. Jedem 42,18. Zuschauer gehe ich aus dem Weg.“

  5. Wie man die Gewaltstatistik senkt

    Laut ZIS sind 8.143 Strafverfahren in der Saison 2011/2012 eingeleitet worden. Statistisch gesehen ist es das beste Mittel gegen Gewalt, wenn an einem Spieltag mal komplett alle Zuschauer ausrasten. Dann gibt es 59 Jahre lang keine Strafverfahren mehr. Wie gesagt, statistisch gesehen.

  6. Wissenswertes zum Anreiseweg

    Von den 26.660 Zuschauern kommen 22.187 Personen mit dem Auto, 3.457 Personen mit Bus und Bahn, 920 Fans mit überregionaler Bahn, 65 kommen mit Flugzeug, Hubschrauber und Fallschirm und 31 Leute via Gelegenheitsverkehr ins Stadion. Äääh... Gelegenheitsverkehr? Völlig klar: Raumschiff. Wenn Euch also Klingonen auf dem Block begegnen, seid froh, daß sie nicht zum Ordnungsdienst eingeteilt wurden.

    Übrigens: Wenn man das bisherige mal gegenrechnet, kommt man zu dem Ergebnis, das in jedem 2.067. Spiel des deutschen Profifußballs eine gewaltbereite klingonische Reinigungskraft im Stadion ist.

  7. Die Preisobergrenze einer Eintrittskarte

    Wir wissen alle: Das Stadion verbindet alle Bevölkerungsschichten. Damit verbindet es auch alle möglichen Privatvermögen. Berücksichtigt man die durchschnittlichen Ausgaben bundesdeutscher Haushalte für Freizeitvergnügen, kann man ohne weiteres 64 Euro für eine Eintrittskarte verlangen. Hoffentlich liest das hier kein Clubfunktionär... Zur allgemeinen Beruhigung: Die Preistendenz ist fallend. Berücksichtigt man die Zuschauerentwicklung (s. Punkt 2), heißt es in der Saison 2087/2088: Kein Zwanni für’n Steher. Schade nur, daß der Profifußball schon sechs Jahre zuvor wegen Überbevölkerung dichtgemacht hat.

  8. Das Freikarten-Verschenken-Potential

    Keine Sorge, tatsächlich liegt der durchschnittliche Kartenpreis bei 32,64.- Euro. In jedem Spiel sind 269 Millionäre auf der Tribüne. Diese könnten mit ihrem Gesamtvermögen nicht weniger als 21.711.057 Personen ins Stadion einladen, das sind  45 ganze Spieltage. Also los, Ihr Maybachfahrer, werdet zu Robin Hoods der Fußballkultur! Die klingonische Reinigungskraft müßte 37.480 Jahre für die gleiche Anzahl Freikarten arbeiten, das nur am Rande.

  9. Das wahre Sicherheitsrisiko

    Viel ist über Sicherheit gesprochen worden. Völlig übersehen wurde aber ein gewaltiges Risiko für die eigene Gesundheit: Die virale Rhinitis, auch bekannt als Rüsselpest oder allgemein: Schnupfen! 444 der 26.660 Stadionbesucher haben Schnupfen, zum Schlußpfiff haben sie 3.932 weitere Personen angesteckt. GEGEN ALLE NASIVINVERBOTE!

  10. Weitere Sicherheitsrisiken

    In jedem Spiel landet ein Zuschauer unter einem zufällig auf den Block springenden Baum. In jedem 5. Spiel wird ein Zuschauer vom Blitz getroffen. In jeder 3. Saison bekommt eine Person was von einer gewaltbereiten klingonischen Putze auf die Omme geklopft.

Natürlich fehlt bei allen Punkten die Dunkelziffer. Bei der weiß keiner, wie hoch sie eigentlich ist. Man weiß nur: Sie ist erschreckend hoch.

„Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selber gefälscht habe“, soll Winston Churchill gesagt haben. Das macht aber auch Spaß, das Fälschen...Falls Ihr Lust kriegt, selbst ein bißchen mit den Zahlen herumzuspielen- Wir sind gespannt auf Eure Ergebnisse!

Statistisch gesehen sind es noch 363 Tage bis Weihnachten...feiert schön!

Donnerstag, 20 Dezember 2012 19:50

10 Tips für die Winterpause

geschrieben von in Rundumbeobachtungen

Nun ist sie da. Die Winterpause. Damit Ihr die Winterpause ohne schwere seelische Schäden übersteht, folgen nun:

10 Tips, um die Winterpause zu überstehen

Mittwoch, 19 Dezember 2012 07:39

Verräter?

geschrieben von in Bieberer Berg

Gestern Abend, 20:30 Uhr. Auf dem Bieberer Berg in Offenbach beginnt das Pokalspiel zwischen dem OFC und der Fortuna aus Düsseldorf. Mit Spielbeginn beginnt die Unterstützung der Offenbacher, für ihr Team, während auf Düsseldorfer Seite nur rund ¾ der Fans supporten. Dann wird vor dem Düsseldorfer Stehplatzbereich ein Banner entrollt. „Verräter!" steht dort geschrieben. Was damit gemeint ist, ist jedem, der sich in den letzten Wochen mit Fanpolitik befasst hat schnell klar. Die OFC-Fans sollen an den Pranger gestellt werden, da Sie bereits vor dem Spiel ankündigten, für das Pokalspiel den Fanprotest „12:12" auszusetzen. Diese Nachricht war offenbar in Düsseldorf angekommen.

Aber war das Banner richtig?

Dem aufmerksamen Beobachter der Offenbacher Fanszene ist sie bestimmt schon aufgefallen, die Zaunfahne des „Kollektiv '71". Doch wofür steht sie, was ist das Kollektiv? Eine Ultragruppierung? Diese Frage wird derzeit in der Offenbacher Fanszene (zumindest in den Internetforen) heiß diskutiert. Mir ist dabei aufgefallen, dass alle ÜBER die Gruppe reden, aber kaum einer mit ihr. Das wollte ich ändern und habe mich deswegen mit Sebastian und Kai vom Kollektiv '71 zum Interview getroffen.