Stellungnahme des Fanausschusses zum Abberufungsantrag gegen Gernot Stenger
geschrieben von Pusteblume in PusteblumeSeit der veröffentlichung der Anträge für die Jahreshauptversammlung des Fc St Pauli, am 26.11.2012, sorgt der Antrag auf Abberufung des Vizepräsidenten Gernot Stenger für interne Diskussionen und öffentliche Beachtung durch die Presse.
Was genau ist der Inhalt des Antrags, gegen dessen Inhalt sich Gernot Stenger sowohl auf der Homepage des Vereins, als auch in der Presse, öffentlich wehrt?
Nach dem Spiel des VfL am vergangenen Sonntag gegen den SV Sandhausen wurde man wie immer auf dem Weg nach Hause oft gefragt „und,wie ham se gespielt?“ die Antwort „5:2 gewonnen“ wurde dabei meist mit weit aufgerissenen Augen und einem ungläubigen „Echt jetzt?“ bedacht. Ja, unfassbar aber wahr. Nach einer langen Durststrecke, der Suche nach dem Schuldigen und der Frage, wo eigentlich die alte Bochumer Arbeitermentalität „Wir haben nicht gewonnen,aber wir haben gekämpft“ geblieben ist, sieht es auf Platz 13 der Tabelle doch aktuell mal wieder etwas sonniger aus.
Natürlich, als Sandhausen, seines Zeichens Tabellenschlusslicht, in der 5. Minute schon in Führung ging und auch nach dem Ausgleich wieder mit 1:2 vorlegte, kehrte zuerst die alte Resignation ein. Zwar hatten die Blau-Weißen zuletzt gegen Cottbus und Pauli kämpferisch dagegen gehalten und gut ausgesehen, sie konnten aber nie mehr als einen Punkt behaupten.
Doch mit den Treffern von Doppelpacker Dedic in der 20. und Maltritz in der 41. fingen sich die Ruhrkicker und zeigten dem SV Sandhausen, was wirklich in Ihnen steckt. Der schönste Kommentar eines Fans, den ich zu diesem Spielverlauf und den noch folgenden drei Toren der VfLer gehört habe: „Hier wird eben Spiel, Spaß und Spannung geboten....der VfL ist ein Überraschungsei!“
Alles in allem wurde dieses Fußballspiel also zu einem großen Fest. Das Gefühl, dass durch das Stadion ging,als klar war, dass der Knoten geplatzt war und nun ein erfolgreiches Spiel auf dem heiligen Rasen läuft war legendär. Für den Rest des Spiels war der Frust über die letzten Monate und der Frust über die Stadionrichtlinien vergessen, es wurde gefeiert.
Auch die Überlegungen über einen neuen Trainer unter den Fans verebbten,denn man ist zufrieden mit dem Duo Neitzel/Reis. Auch auf diese beiden wäre Katja stolz. Denn schon sie wusste: Wunder gibt es immer wieder.
Pfiat di Reiner, Alex Schmidt ist neuer Löwencoach!
geschrieben von Phillip Rapp in Giesinger Tagebuch
Nach dem die Löwen am Freitag vor 25.800 Zuschauern erneut eine Heimniederlage kassierten und dabei eine mehr als dürftige Leistung zeigten wurde Reiner Maurer im Laufe des Samstags als Löwentrainer beurlaubt. Es ist das zweite Mal innerhalb von fast sieben Jahren das Reiner Maurer dieses Schicksal ereilt. Damals im Januar 2006 kam diese Entscheidung vollkommend überraschend, während Sie diesmal nur eine logische Folge der letzten Wochen war. Nach dem die „Maurer raus“ Rufe an diesem Freitag in der Arena nun von allen Seiten kamen, könnte man beinahe von „Vox populi“ sprechen, wobei Volkes Stimme hat bei Sechzig nicht gerade Tradition, vor allem wenn Sie auch mal kritisch ist.
Mit Anstand ging die Trennung diesmal von statten, auch das ist keine Selbstverständlichkeit bei den Löwen. Man erinnere sich z.B. an die Entlassung von Falko Götz im Frühjahr 2004 kurz vor dem Abstieg, als Hans Zehetmair welcher als frischgebackener Vizepräsident im ersten Präsidium nach dem Wildmoserskandal ein paar Minuten nach Spielende die Entlassung des Trainers in eine Kamera trällert. Blöd war nur das der Trainer davon nichts wusste und er es von den Pressevertretern bei der PK nach dem Spiel erfahren hat. Was Reiner Maurer hat es aus dem Radio erfahren als er von einer Spielbeobachtung zurück kam und nicht vom Vorstand? Na gut ich gebe es zu, auch diesmal war die Entlassung etwas unglücklich, typisch Sechzge hoid. Bevor die Entlassung bestätigt wurde, kursierten durch die Münchner Gazetten wieder allerhand Namen, von Friedhelm Funkel über Heiko Vogel bis hin zu Sven-Göran Eriksson waren alle dabei. Alle, nein nicht alle der Loddar, war diesmal außen vor. Vielleicht war diesmal einfach die Zeit zu kurz in der er sich selbst ins Gespräch bringen konnte.
Als ich mir am Samstag das Heimspiel der Amateure gegen Eintracht Bamberg angesehen habe, waren aufgrund eines Shuttlebusses einige Löwenfans vor Ort, welche ich noch nie im Ausweichquartier in Ismaning gesehen habe. Aber eine Person die ich dort ebenfalls noch nie gesehen habe war nicht mit unserem Bus ins Stadion gefahren. Es war Präsident Dieter Schneider. Hierbei kam bei vielen bereits der Verdacht auf, dass Amateurtrainer Alex Schmidt zumindest vorrübergehend die Zügel bei den Profis in die Hand nehmen soll. Dieser Verdacht verstärkte sich dann noch, als der Präsident sich den Amateurtrainer gleich nach dem Spiel zur Seite nahm und mit Ihm zusammen in Richtung Kabine ging. Am Sonntagvormittag erfolgte dann vom Verein schließlich die Bestätigung, Alex Schmidt übernimmt mit sofortiger Wirkung das Amt des Cheftrainers, vorerst bis zur Winterpause und je nachdem wie sich die Mannschaft schlägt auf Dauer. Ich persönlich habe von Alex Schmidt als Trainer eine gute Meinung. Ich kenne Ihn bereits seitdem er die U15 der Löwen trainierte und er hat durch und durch bis hin zur U21 hervorragende Arbeit geleistet.
Zudem war ja er unter Reiner Maurer bereits Co-Trainer der Profis bevor er die Amateure übernahm. Er ist mit Sicherheit etwas strenger als es Reiner Maurer war und setzt eingesessene Stars wie einen Benny Lauth bereits jetzt unter Druck in dem er ein paar sehr gute Amateurspieler ins Profitraining mitgenommen hat. Spieler wie Ziereis oder Wannenwetsch, welchen ich schon längst eine Chance gegeben hätte. Aktionen wie diese bringen Ihm mit Sicherheit ein bisschen Kredit ein. Denn sonderlich viel Kredit wird er bei vielen Fans nicht haben. Diese wünschen sich einfach einen erfahren Bundesligatrainer, einen Peter Neururer oder Friedhelm Funkel. Nicht schonwieder eine Beförderung aus der zweiten Mannschaft wie es bereits früher der Fall war. Daher wird dieser Anteil an Fans recht schnell ungeduldig. Auch die erbarmungslose Münchner Medienlandschaft wird Ihm keine große Schonzeit gönnen, darum könnte es schnell unruhig werden. Daher wünsche ich ihm nicht ganz uneigennützig viel Glück und vor allem viel Erfolg. Am Samstag geht’s an die „Alte Försterei“ und ich bin gespannt ob die Herren Lauth und Co. das Laufen schon wieder gelernt habe.
Ich möchte es an dieser Stelle nicht versäumen Rainer Maurer für seine Arbeit zu danken. Trotz allem waren seine zwei Amtsperioden die erfolgreichsten Spielzeiten die wir seit dem Abstieg im Jahre 2004 hatten. In der Saison 2004/05 sowie 2011/12 scheiterte man nur knapp am Wiederaufstieg. Insgesamt war er sechs Jahre als Spieler bei uns Tätig und gehörte zum Team welches unter Werner Lorant von der Bayernliga bis in die Bundesliga durchmarschierte. In verschiedenen Trainerfunktionen war er zwischen 2001 und Heute über sieben Jahre bei den Löwen beschäftigt. Daher bin ich mir sicher, dass man sich nicht aus den Augen verliert.
Einmal Löwe immer Löwen!
Erdung möglich - Von Fackelumzügen und sagenhafter Stimmung
geschrieben von Olaf Kraus in OKcolor
Zum leider immer noch aktuellen Thema der „Beschneidung“ von Fankulturen brennt mein Fußballherz. Um mal einige Fakten und auch Wünsche der breiten Masse von Stadionbesuchern offenzulegen, möchte ich mit diesem Blog hoffentlich hilfreiche Denkansätze geben. Ob mir das bei ewig gestrigen Stimmungskillern mit z.B. pyromanischen Eitelkeiten oder eben rein wirtschaftlich denkenden Vereins- Verantwortlichen, nur ansatzweise gelingt ist mehr als fraglich. Um unsere nicht tot zu regulierenden und einzigartigen Fankultur in Braunschweig aufzuarbeiten, bedarf es selbstverständlich mehr als ein Blog von einem auf den ersten Blick eher ein zu ordneten „Durchschnitts- Löwen“
Ein Wochenende auf Tour! Zwei Spiele, zwei Siege!
geschrieben von Phillip Rapp in Giesinger TagebuchRegionalliga Bayern, VfL Frohnlach – TSV 1860 München II 1:2, 10. November 2012, 14:00 Uhr, Willi-Schillig-Stadion Ebersdorf b. Coburg
Ein paar Tage nach dem geilen Derbysieg mussten unsere Helden von Giesing schon wieder auswärts ran. Diesmal ging es in den Norden nach Oberfranken zum VfL Frohnlach. Unsere Truppe bestand diesmal aus vier Leuten, dem Löwenbomber, Eisenherz, Stocki und mir, also der harte Kern um genau zu sein. Um 09:08 verließen wir mit dem Gammlerticket München und das erste Etappenziel war Nürnberg. In Nürnberg hatten wir dann gut 45 Minuten Aufenthalt, genau ausreichend um eine Kleinigkeit zu speisen und um die Biervorräte aufzufüllen, denn der Gerstensaft floss recht munter in unsere Kehlen. Das nächste Ziel schließlich war Bamberg, wo wir das letzte Mal umsteigen mussten, bevor wir um kurz nach eins in Ebersdorf bei Coburg ankamen. Da das Stadion vom Bahnhof ein paar Kilometer weit entfernt ist und es keine wirkliche ÖPNV-Verbindung gibt, holte uns freundlicherweise ein Vereinsmitarbeiter der Frohnlacher vom Bahnhof ab. Am Waldstadion (welches jetzt Willi-Schillig-Stadion heißt) angekommen, stellte ich schnell fest, dass sich seit 1993 nicht viel verändert hat. So kam doch die ein oder andere Erinnerung hoch, wobei meine Kindheitserinnerungen mit so mancher Erinnerung vom Löwenbomber nicht wirklich mithalten konnten. Bevor wir ins Stadion gingen, suchten wir noch kurz das Vereinsheim auf, wo wir noch gemütlich ein Bierchen zischten. Bei 2 € für die Halbe wäre es auch eine Sünde gewesen darauf zu verzichten. Als die Gläser geleert waren, latschten wir rüber ins Stadion und am Einlass hatte ich gleich doppelt Grund zur Freude. Es gab eine nette kleine Stadionzeitung sowie richtige Eintrittskarten und das Ganze noch für lau, da der Penzberger noch zwei Freikarten übrig hatte. Dafür nochmal ein großes Dankeschön an unseren Stadionsprecher.
425 Zuschauer wollten dieses Spiel sehen, darunter waren leider nur sehr wenig Löwenfans. Nur die üblichen Verdächtigen die immer da sind plus ein paar einheimische. Eigentlich schon etwas enttäuschend, besonders von den jungen Löwenfans hätte ich da schon ein paar mehr erwartet. Schließlich ist Frohnlach ja auch eine kleine Reise in die Vergangenheit der Löwen. Uns vieren war es aber zu dem Zeitpunkt relativ egal, wir platzierten uns direkt an der Ecke welche dem Bier- und Würstchenstand am nächsten war (Bier im Stadion 2,50 mit Pfand, eine leckere gegrillte Bratwurst 1,70). Meine drei Mitfahrer deckten sich zudem gleich mit einem Frohnlach-Schal als Souvenir ein, für 8 € konnten Sie einfach nicht nein sagen. Bei regnerischem Wetter waren die Nachwuchslöwen zunächst Feldüberlegen, allerdings blieben gute Chancen Mangelware. Man muss ehrlich sagen, dass Spiel war allgemein nicht so wirklich der Hingucker.
In der 29. Minute dann ein kleiner Schock, denn plötzlich waren die Oberfranken mit 1:0 in Führung. Dieses Tor brachte die Elf von Alex Schmidt zunächst etwas aus dem Konzept, aber kurz vor der Pause kam man rechtzeitig ins Spiel zurück und Ziereis hob den Ball aus ca. 16 Metern über den Frohnlacher Keeper zum 1:1 ins Netz. Riesenjubel bei uns, dieses Tor war immens wichtig für die Moral der Truppe. In der Halbzeitpause suchte ich mit dem Eisi nochmal kurz das Vereinsheim auf und nach dem Klogang wollte ich noch schnell ein Bier in der Wirtschaft trinken. Aber da der Herr Eisenherz Angst hatte er könnte auch nur eine Millisekunde vom Spiel verpassen hatte er Bedenken. Ich meinte nur wir trinken halt schnell ein kleines 0,3er Bier, dann sind wir rechtzeitig zurück. Er stimmte zu, ich bestellte, drehte mich mit zwei Bier um und er war verschwunden. Ins Stadion war er abgehauen! Super ich stand jetzt mit zwei Pils in der Hand dumm da und musste Sie vor amüsierten Frohnlachern alleine runter exen. Als das geschehen war, ging ich zurück in Stadion und siehe da ich war vor Wiederanpfiff rechtzeitig zurück. Ein schlechtes Gewissen hatte der Eisi nicht und quittierte meinen Wutanfall nur mit dem P-Wort, wobei er bei seinem Pegel langsam nur noch verschiedene P-Wort-Varianten vor sich hin brabbelte. In der zweiten Hälfte hatte Sechzig gegenüber den kämpferischen Franken etwas Übergewicht und in der 65. Minuten wurden wir durch Vocaj mit dem 2:1 belohnt. Unser persönliches Highlight in Hälfte war neben dem Tor folgende Szene: Vitus Eicher musste den Ball zur Spielfortsetzung bei uns in der Ecke holen und dabei hatte er noch genug Zeit uns unsere Pfandbecher zu geben, welche an den Spielfeldrand gefallen waren. Einfach ein Pfundskerl der Vitus. Es blieb bis zum Ende beim 2:1 und damit waren wir jetzt schon zumindest vorrübergehend auf Platz 2 vorgerückt. Super Löwen!
Fast die ganze Mannschaft kam noch zu uns inzwiscen fünfen und ließ sich abklatschen. Anschließend suchten wir nochmal das Vereinsheim auf, wärmten uns, ließen unsere Jacken etwas trocknen und tratschten miteinander. Und was kann es beim Nachmittagstratsch besseres geben als den Klassiker Bier und Kuchen. Nach Bier und Kuchen wurden wir fünf wieder zum Bahnhof Ebersdorf gefahren, wo um kurz vor fünf der Zug nach Bamberg abfuhr. Von Bamberg dann bis Nürnberg, wo wir wie bei der Hinfahrt einen längeren Aufenthalt hatten. Mit dem München-Nürnberg-Express fuhren wir dann schließlich zurück in die Heimat. Bei den meisten von uns hatte jetzt die Müdigkeit überhandgenommen und so wurde auf dem letzten Teilstück fast nur noch geschlafen. Gegen 21:00 waren wir wieder in unserer geliebten Landeshauptstadt und wenig später war ich recht zufrieden zurück in Giesing. Im Großen und Ganzen war es eine richtig geile Tour, schade das die schönen Auswärtsfahrten im Jahr 2012 nun zu Ende sind. Und auf unserer Amas kann man weiterhin richtig stolz sein. Ich hoffe, dass der Bus zum Heimspiel gegen Bamberg recht voll wird, denn diese Truppe hat ein paar Zuschauer mehr wirklich verdient. Ein Dank auch an die Frohnlacher welche uns gefahren haben und an den Bomber der das bei den Frohnlachern organisiert hat.
2. Bundesliga, FSV Frankfurt – TSV 1860 München 0:1, 11. November 2012, 13:30 Uhr, Stadion am Bornheimer Hang Frankfurt
Wochenende, endlich mal Ausschlafen? Denkste! Nicht als Allesfahrer, denn nachdem am Samstag für die Amas früh aufgestanden wurde, waren nun die Profis an der Reihe. Ich muss ehrlich zugeben, dass meine Motivation an diesem Sonntag um einiges geringer war als am Vortag. Denn das Rumgegurke der letzten Wochen in Verbindung mit unseren bisherigen Spielen am Bornheimer Hang lies nicht wirklich auf einen erfolgreichen Fußballtag hoffen. Um 08:28 fuhr ich zusammen mit dem Eisi in München weg. Die Fahrt verlief im Vergleich zum Vortag sehr ruhig, entspannt und angenehm ab, so kamen wir um kurz nach 12 gut gelaunt am Frankfurter Hbf. an. Dort brachten wir erst unser Zeug in ein Schließfach, suchten noch kurz die DB-Lounge auf bevor wir letztendlich ins Stadion fuhren. Der Himmel überm Stadion war wie bei jedem unserer Auftritte dort grau und trüb, kein gutes Vorzeichen. Aber wie dem auch sei, im Stadion selber konnte man sich dann wenigstens über zahlreiche bekannte Gesichter freuen, denn trotz allem waren immerhin 1200 Löwenfans nach Frankfurt gefahren. Eine stolze Zahl bei 5188 Zuschauern insgesamt.
Das Spiel gegen die daheim noch ungeschlagenen Jungs aus „Bernem“ befand sich spielerisch nicht auf einem sonderlich hohen Niveau. Und auf Dauer waren die Hessen auch die etwas überlegenere Mannschaft, wobei kein Team wirklich überragende Chancen besaß. In der 36. Minuten dann die erste gute Chance für uns und man traut seinen Augen kaum, die Führung. Benny Lauth schob den Ball nach einem Klasse Pass von Stoppelkamp souverän ins Tor. Besonders gefreut dürfte sich Löwin Sarah haben. Sie stand neben mir und
dem Eisi und ist absoluter Benny Lauth Fan. Die ganze Zeit haben wir Sie etwas veräppelt und Ziereis statt Lauth oder ähnliches skandiert. Und nun macht er die Bude und uns nahm er die Argumente. Der Jubel war noch nicht verhallt, da hatte der FSV die riesen Chance auf den Ausgleich. Aber Gabor Kiraly machte diese und in der Folge einige weitere gute Frankfurter Möglichkeiten zunichte. Die Stimmung bei uns im Block war wie immer in Frankfurt nicht überragend. Es sang meist nur der mittlere Bereich, der Rest ließ sich nicht mitziehen. Im neuen Waldstadion klappt das mit dem Anfeuern immer super, aber am Hang nie so wirklich. Optisch besonders schön anzusehen war die Schalparade in der zweiten Halbzeit welche mit ein bisschen Rauch in den Vereinsfarben untermalt wurde. Von Frankfurter Seite war wie üblich nicht viel zu hören, der dort aktive Kern war um einiges kleiner als bei uns. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Frankfurt noch zwei drei sehr gute Torchancen, welche das Ziel mit etwas Glück verfehlten. In den letzten 25. Minuten stand unsere Defensive dann recht gut und man versuchte zu Kontern. Aber richtig große Möglichkeiten hatte nun keine Mannschaft mehr. Es blieb am Ende beim etwas glücklichen 1:0 Erfolg, ein wichtiger Sieg.
Auf das Feiern mit der Mannschaft verzichtete ich, denn zum einen waren die drei Punkte zwar wichtig, aber auf die Leistung braucht man nicht sonderlich stolz sein. Zum anderen mussten wir zum Bahnhof, denn auf den letzten Drücker wollten wir auch nicht in den Zug springen. Vom Stadion bis zum Frankfurter Hbf. waren noch die Lindauer mit dabei, welche mit dem Gammlerticket unterwegs waren. Einfach Weltklasse diese Truppe, die personifizierte Heiterkeit. Anstatt in der U-Bahn irgendwas sinnlosen wie „Auswärtssieg“ zu grölen, gaben die "Lindauer Kondomspatzen" alte Klassiker wie „Bin in Radi bin i König“ in einer besonders geilen Version zum Besten. Sogar andere Fahrgäste in der U-Bahn drehten sich nicht genervt weg sondern mussten schmunzeln. Da bekam man gleich Lust sich dem Trupp anzuschließen, aber Lindau liegt dann doch nicht so ganz auf meinem Weg. Mit knapp 10. Minuten Verspätung verließ ich gegen 16:30 Uhr zusammen mit Stocki und Eisi in einem Eurocity die Bankenmetropole. Die Heimfahrt war dann recht relaxt und heiter. Der Zug verspätete sich zwar aufgrund diverser Schäden an der Lok immer mehr, aber das brachte uns nicht aus der Ruhe. Als die Verspätung bereits 40. Minuten betrug, hoffte ich, dass wir die 60. Minuten Grenze noch überschreiten würden. Denn dann wäre eine Entschädigung fällig und die war mir nun wichtiger als die paar Minuten hin oder her. Irgendwo zwischen Ulm und Augsburg kam dann die erlösende Durchsagen, wir durften nur noch hundert fahren und zudem nur noch die Gleise der Bummelbahn nutzen. Während die meisten Fahrgäste mit den Augen rollten, gab es von mir nur ein „Yeees“ 9,50 € waren jetzt praktisch meins. In Augsburg durften wir dann in einen ICE umsteigen. Das Angebot ICE nahmen Eisi und ich dankend an, denn die Stunde Verspätung war jetzt gewährleistet. Um 21:23 Uhr waren wir dann in München, 72. Minuten zu spät. Drei Punkte auf dem Konto und 9,50 € mehr in der Tasche, so macht Auswärtsfahren spaß.
Auf die Löwen!
Die DFL weiter im Alleingang mit dem Sicherheitskonzept in geänderter Fassung
geschrieben von Pusteblume in Pusteblume
Der DFB hat heute Mittag angekündigt, eine geänderte Fassung des DFB Konzeptpapiers „ Sicheres Stadionerlebnis" herauszubringen, dass wie geplant bis zum 12. Dezember von den Vereinen abgesegnet werden soll.
Der genaue Inhalt, des angeblich abgeschwächten Papiers, ist noch nicht bekannt. Dennoch regt sich Unmut. Anstatt mit allen Beteiligten, individuelle Maßnahmen abzustimmen, wird wieder einmal von oben herab verordnet. Dieses einseitige Vorgehen in Fanbelangen ist unerträglich und nicht hinnehmbar!!
Bauliche Änderungen und nachträgliche Evaluationen, ob die Maßnahmen wirken sind wertlos, wenn man vorher nicht einmal belegen kann dass die Anzahl der Vorfälle sich tatsächlich erhöht hat und man wirklich nicht mehr sicher im Stadion ist. Daran ändert sich auch durch eine Veränderung des Konzepts nicht.
Am Rande des jüngsten Fangipfels in Berlin haben sich die Fanszenen bundesweit auf spür- und hörbare Protestmaßnahmen geeinigt, um eine flächendeckende mediale Aufmerksamkeit zu generieren. Ab dem 14. Spieltag rufen sie Anhänger aller Vereine dazu auf, die jeweils ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden der Partien schweigend im Block zu verfolgen und erst danach richtig Gas zu geben. Diese Aktionen sollen den Verantwortlichen aus der Politik, sowie von Verbänden und Vereinen deutlich vor Augen führen, welch gewaltige Sprengkraft für unsere hiesige Fankultur die geplanten Repressionen bergen, über die die Ligaversammlung am 12. Dezember – nach unseren Informationen einzeln und nicht im Paket – abstimmt (Quelle Schwatzgelb.de)
Und der FC St. Pauli sollte sich natürlich daran beteiligen. Nun ist es einerseits so dass man beim FC St Pauli, in letzter Zeit empfindliche finanzielle Strafen für das Fehlverhalten von Fans in Kauf nehmen musste aber ein von oben verordneter Maßnahmenkatalog, der dem Dialog und dem Miteinander abträglich ist, um ein paar wenige Verfehlungen einiger weniger zu ahnden, ist sicher kontraproduktiv.
Ich hoffe, dass auf der Jahreshauptversammlung des Vereins am 26.11.2012 im CCH ein von allen Fans und Vereinsvertretern abgestimmtes Vorgehen in dieser Sache beschlossen wird.
http://www.fcstpauli.com/data/news/verein/home_page/sonstige/strafe_dfb_131112
http://lichterkarussell.net/dfl-will-nagel-mit-kopfen/
Die Pusteblume
Ein Kessel braun-weißes 5 Jahre Fanräume e.V.
geschrieben von Pusteblume in PusteblumeAm Freitag den 9.11.2012 war es so weit. Iim großzügigen Ballsaal, im Obergeschoß der Südtribüne des Millerntorstadions, wurde das 5 jährige Bestehen des Vereins Fanräume gefeiert.
Was ist das Besondere an dem Verein? Auch andere Vereine haben doch eigene Fanräume in ihrem Stadion. Das Besondere ist hier, dass beim Fc St Pauli, die Fans selbst ihre eigenen zukünftigen Räume, in der Gegengerade des Millerntorstadions finanzieren. Dafür gibt es mehrere Wege. Ein Weg ist die Fördermitgliedschaft im Verein Fanräume. Dann werden Spenden gesammelt und Merchandisingartikel veräußert. Zusätzlich werden mehrmals im Jahr Veranstaltungen mit prominenter Besetzung durchgeführt und der Eintritt kommt dann auch dem Verein Fanräume zu gute.