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Freitag, 14 Dezember 2012 16:51

Der VfL und die Maya

geschrieben von in Bochum Blog

pyro1Heute ist Tag D-7. Ja, in 7 Tagen wird alles vorbei sein. Das kann man jetzt schlimm finden oder eben auch nicht. Man sollte allerdings doch schon einmal planen, wie man diesen tatsächlich NICHT legendären Tag (denn die Legende wird ja nicht weitergetragen, ist ja keiner mehr da) begeht. Aufs Dach setzen, nach Mexiko fliegen, ein Floß bauen, der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Die Maya haben uns gelehrt, dass nächste Woche die Welt untergeht.  Warum mich das als Bloggerin des VfL Bochum überhaupt zum Schreiben bewegt? Ganz einfach...ich habe mir die sieben Prophezeiungen und die Geschichte des VfL mal angesehen und Folgendes festgestellt:

  1. „In der „Zeit ohne Zeit“ zwischen 1992 und 2012 wird sich ein Wandel ereignen, in welchem die Menschheit in einen Prozess einsteigen wird, der großes Lernen und Wandeln bezeichnen könnte.“
    Der VfL Bochum startet 1992 seine große Karriere als Auf- und Absteiger.

  2. „Die Veränderungen der Energien rund um die Erde, werden Verantwortung für erdinnere Vibrationen tragen, die Gehirnaktivitäten der Menschen und ihr Benehmen, ihre Gedanken und ihre Gefühle verwandeln.“ 
    Die Motivation und der Kampfgeist des VfL reicht bis zur UEFA-Cup-Qualifikation 1997/98, dem emotionalen und fußballerischen Höhepunkt der Vereinsgeschichte.

  3. Voraussicht auf die Wandlungen der globalen Temperaturen, welche Klimawandel ergeben.
    Da kann selbst der VfL nichts machen – es wird warm und kalt – es geht auf und ab, ganze 11mal.

  4. Durch das Energiegitter der Venus tauchen Sonnenflecken und Sonnenstürme auf.
    Durch insgesamt 11 verschiedene Trainer seit der Jahrtausendwende tauchen Schwierigkeiten, Zwiespalte und Defizitstürme auf.

  5. Die Angstsysteme werden sich selbst wandeln und die Menschheit wird sich darin selbst erkennen, um in diesem Prozess die Strukturen der Gesellschaft zu re-organisieren und den nächsten Schritt der Evolution einleiten.
    Der VfL zieht in der Saison 2003/04 wieder in die UEFA-Cup-Quali ein.

  6. Hier ist die Rede von einem Kometen der die Existenz menschlichen Lebens auf Erden bedrohen könnte.
    Nach 5 Jahren Bundesliga kommt Komet Heiko Herrlich. Der VfL steigt ab und bleibt auch unter den nachfolgenden Trainern aufstiegslos.

  7. Es ist vorherbestimmt, dass sich Grenzen öffnen, eine neue Ära von Transparenz und Licht beginnen wird und das Spiel der Unwahrheiten endet.
    Na bitte! Achtelfinale DFB-Pokal aber die Hinrunde auf Platz 16 Der 2. Liga beendet. Zudem das neue DFL-Sicherheitskonzept...so viel Licht und Schatten kann kein Zufall sein!

Man sieht also: es kann nur stimmen! Heißt das nun, dass die Welt untergeht? Dass der VfL in die dritte Liga absteigt? Oder dass eine neue Zeit der absoluten Motivation und dem Bochumer Fußball in gleißendem Licht beginnt? Man wird es sehen....noch 7....

Montag, 10 Dezember 2012 22:06

Sven Brux zum Antragspaket sicheres Stadion

geschrieben von in Pusteblume

Sven Brux der vom Fan zum Fanbeauftragten und später zum Sicherheitschef des Fc St. Pauli wurde, der eine vermittelnde deeskalierende Sicherheitsstrategie im Verein verfolgt äußert sich in der Frankfurter Rundschau zu seinen Bedenken wenn das Antragspaket sicheres stadion am 12. 12. 12 wirklich verabschiedet wird. Er kritisiert die fehlende Selbstreflexionsbereitschaft von Ultra Fangruppen und merkt an dass es wegen zahlreicher Schließungen von jugendzentren bald keinen ort mehr gib t an dem  jugendliche Subkultur ausgelebt werden kann, Er habe das Gefühl der Stadionbesucher solle geltendem Recht angepasst werden. 

Im Stadion war es, wie nirgens sonst, möglich eine Männliche ritualisierte  Dominanz auszuleben. In einer verweiblichtlichten Welt, war das Stadion, einer der letzten Orte an denen man sich als "starkes Geschlecht", chauvinistischen Ritualen hingeben konnte. Nun war der Fc St Pauli stets ein Vorreiter in der Berücksichtigung und aktiven Beteiligung weiblicher Fans, die sich auch schon seit den 80 er Jahren in den Leitlinien des Vereins widerspiegeln (http://www.fcstpauli.com/home/verein/mitgliedschaft/leitlinien). 

Die Frauenmannschaft des FC St Pauli hat sich jedoch trotzdem sehr stark ihren Platz im Verein erkämpfen müssen ( hierzu mehr in einem späteren Blogbeitrag zum Thema). Sven Brux mahnt den Dialog an, der durch ein zu stringentes Sicherheitspapier, zerstört werden könnte und zu trotzigem Verhalten bei jugendlichen Fans führen könnte.

Zum Artikel: http://www.faz.net/aktuell/sport/sicherheitsleiter-sven-brux-dann-haben-wir-das-problem-auf-der-strasse-11987025.html

Der SC Freiburg hat sich hingegen bereits heute entschieden,das Antragspaket sicheres Stadionerlebnis, in der 3. Version,am Mittwoch zu unterzeichnen. 
Siehe auch: http://www.scfreiburg.com/teams/profis/meldungen/antragspaket-sicheres-stadion

Mehr zu Sven Brux und der Sicherheit am Millerntor http://fankultur.com/blog/pusteblume/item/887-fc-st-pauli

Die Pusteblume

Am Morgen des 9.12. wurde nach einer Begehung des Platzes, im Millerntorstadion, vom Unparteiischen und der Platzkommission beschlossen, dass der Rasen und die Tribünen vom Schnee zu befreien sind, damit es eine Spielfreigabe für den Platz geben kann. In der Nacht waren in Hamburg 10 cm Neuschnee gefallen und der Platz lag genau wie die Tribünen,trotz Rasenheizung, unter einer Schneedecke. Der verein entschloss sich deshalb auf der Homepage und über Facebook die Fans aufzurufen sich zügig auf dem Weg ins Stadion zu machen, um zu helfen, den Platz und die Tribünen vom Schnee zu befreien. So war der Platz dann dank der Mithilfe der Fans, wärmerer Temperaturen und Regen rechtzeitig Schneefrei um das letzte Heimspel vor der Winterpause gegen Aue pünktlich anzupfeifen. Der Rasen war jedoch eine einzige Matschwüste und das Spiel wurde nicht nur zu einer Matschpartie, sondern auch zu einer 0:3 Heimklatsche gegen die Auer. Der Rasen war am Ende als solcher nicht mehr zu erkennen und wird wohl erneuert werden müssen. Die Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht aber dass ist im Ergebnis leider nicht abzulesen . Der Fc St Pauli dümpelt nun mit einer negativen Tordifferenz auf dem 12. Platz. Fabian Boll versuchte sich diesmal als Radiokommentator, anstatt als Torjäger zu brillieren.

Natürlich war es wieder einmal 12,12 min still im Stadion.

Bild vom eingeschneiten Stadion: http://www.fcstpauli.com/profis/news/1553

Die Pusteblume

Freitag, 07 Dezember 2012 13:54

FC St. Pauli gegen Upsolut

geschrieben von in Pusteblume

fc st pauliDer FC St. Pauli, mit dem Totenkopfemblem als Erkennungszeichen, musste in der Saison 200472005, finanziell, um seine Weiterexistenz bangen und hat damals nicht nur die bekannten Retter T-Shirts verkauft, sondern auch alle Merchandisingrechte an die Firma Upsolet abgegeben und dieser Firma eine Verlängerungsoption bis zum Jahre 2034 gewährt. Die finanzielle Notlage war so groß, dass man damals bereit war alles zu unterschreiben, um nicht unter zu gehen. Uli Höneß und der Fc Bayern halfen mit einem Solispiel am Millerntor und dem Verkauf der Retter T- Shirts, fleißig mit den beliebten Stadtteilverein vor dem Konkurs und den Abstieg in die Bedeutungslosigkeit zu retten.

Aber was damals recht war, ist heute nicht billig. Der Verein verdient heute, wo er finanziell und auch sportlich wieder gut aufgestellt ist, fast nichts am Verkauf der sehr erfolgreichen Bekleidung und anderer Merchandisignartikel. Upsolet hat seinen finanziellen Einsatz zur Rettung des Vereins um ein Mehrfaches wieder rausbekommen und pocht dennoch auf eine Fortführung des lukrativen Vertrages. Eine bittere Erfahrung für den Verein, der nun vor Gericht gegen den einstigen Retter klagen muss um wieder beim Merchandising mitzuverdiene. 

In einem Prozess um die Markenrechte am Totenkopfemblem war der Verein jetzt erfolgreich und rechnet sich gute Chancen aus auch die Merchandisingrechte insgesamt im Klagewege wiederzuerlangen.

Die Pusteblume

Freitag, 07 Dezember 2012 13:48

Erhalt der Fankultur

geschrieben von in Supporters-Blog S4

Die deutsche Fanszene befindet sich in einer schwierigen Situation dieser Tage, da es um nicht weniger als den Erhalt ihrer Fankultur geht. Auch die Politik versucht, das Thema zu nutzen, um durch das Versprechen, die Sicherheit in den Stadien zu erhöhen, bei den Wählern zu punkten, gibt es laut ZiS-Statistik doch einen beunruhigenden Anstieg der Gewalt. Demnach ist zwar die Zahl der verletzten Polizisten zurückgegangen, doch es gibt mehr verletzte Fans und Unbeteiligte als in den Jahren zuvor.

Dienstag, 04 Dezember 2012 11:00

Ein Löwe im Orient

geschrieben von in OKcolor

herbstmeister

Was bleibt mir noch in diesen Tagen des Erfolges aus der Löwenstadt zu berichten? Die ohne hin längst über die Grenzen zwischen Harz- und Heideland bekannte, fabelhafte Stimmung und einzigartige Hingabe zur Braunschweiger Eintracht, habe ich ja schon oftmals erläutert. Also weiter im Text mit Geschichten von einzelnen Löwinnen und Löwen des Traditions- Vereins und den Beweggründen den Club nicht mehr loslassen zu können. Ganz bestimmt nicht nur wegen der sportlich - erfolgreichen Lage, sondern eben auch über einen Mythos der sich in die Seele brennt und die Braunschweiger Eintracht überregional, ja sogar in fast alle Ecken der Welt verwurzeln lässt.

Montag, 03 Dezember 2012 13:20

Löwensieg am Giesinger Feiertag!

geschrieben von in Giesinger Tagebuch

Die Einstandswoche für Alexander Schmidt als Löwencoach hat es ganz schön ins sich, denn nach dem Spiel bei Union Berlin standen dank einer englischen Woche am folgenden Dienstag und Freitag gleich die nächsten Spiele an. So konnte man zu Recht von der Woche der Wahrheit sprechen. Los ging es mit dem „Heimspiel“ gegen den SC Paderborn.

Wer kam eigentlich auf die Idee die Spiele der zweiten Liga bei einer englischen Woche auf 17:30 Uhr zu legen? Die Spiele unter der Woche kosten von Haus aus schon Zuschauer, aber 17:30? Glauben DFL und die TV-Sender wirklich, dass alle Fußballfans nichts zu tun haben? Ok man möchte keine Überscheidung mit der Bundesliga, aber wenn man die Spiele auf 18:00 Uhr oder 18:15 legt und die Bundesliga auf 20:15 gibt es auch keine. Und diese 45. Minuten würden tausenden von arbeitenden Fußballfans den Besuch im Stadion Paderborn-6-Hermöglichen und den Vereinen wichtige Einnahmen bescheren. Wie bei fast jeder englischen Wochen hatten wir ein „Heimspiel“ gegen einen besonders „attraktiven“ Gegner, diesmal den SC Paderborn. So verliefen sich gerade mal 13.300 Zuschauer ins weite Grau der Arena, darunter ca. 50 Ostwestfalen. Eine positive Eigenschaft haben solche schlecht besuchten Spiele dann doch. Die Stimmung ist um einiges besser als sonst, da sich so ein Gekicke wirklich nur die ganz motivierten antun. Zunächst wurde jedoch geschwiegen und zwar für ganze 12 Minuten. Die Aktion 12:12 war auch im roten Schlauchboot ein voller Erfolg. Aber dann ging der Support richtig los und auch das Spiel nahm Fahrt auf. Die Löwen waren über 90. Minuten die bessere Mannschaft und Benny Lauth brachte uns in der 38. Minute mit 1:0 in Führung. Mit etwas Glück hätte auch Publikumsliebling Bobby Wood bei seinem Debüt von Anfang an sein erstes Bundesligator erzielen können, aber der Gästekeeper verhinderte den Treffer. Trotzdem schallte es lautstark „Bobby Bobby Wood, Bobby Wood“ (zur Melodie von KC & the Sunshine Band - Give It Up) aus der Nordkurve. Es ist eh eine tolle Geschichte die dem 20 Jährigen Hawaiianer zurzeit wiederfährt. Sein Vertrag lief mit dem Ende der letzte Saison aus und wurde da er längere Zeit verletzt war nicht verlängert. Kurz vor dem Regionalligastart bekam er überraschend und sehr zur Freude der Fans doch noch einen Vertrag und schlug ein wie eine Bombe.

Da neben Bobby Wood auch kein anderer Löwenspieler die Führung gegen die Padersprinter ausbaute, musste man am Ende mal wieder zittern. Sechzig hat das Talent bei solchen Spielen oft in den letzten fünf Minuten das Tor zu kassieren (umgekehrter Bayerndusel praktisch). Diesmal war die Sorge jedoch unbegründet und so konnte man am Ende endlich mal wieder einen „Heimsieg“ feiern. Ein 1:0 Sieg an einem Giesinger Feiertag was will man mehr!? Warum Feiertag? Es war der 27.11, der dreizehnte Jahrestag des legendären Derbysieg vom 27. November 1999, als Thomas Riedl eine haushoch überlegene Löwenelf in der 85. mit einem Hammerschuss in Führung brachte. „Das war kein Sieg das war ein Ereigniss“ meinte der RAN-Moderator damals in der Zusammenfassung und er hatte recht. Bei den meisten Löwenfans nimmt dieser Sieg im Herzen mehr Platz ein, als bei anderen Vereinen drei gewonnene Meisterschaften. Dieses Ereignis wurde natürlich auch in der Arena gewürdigt und in der 85. Minute fing die Nordkurve an „Derbysieger“ und „Thomas Riedl Fußballgott“ zu skandieren. Thomas Riedl, ein Tor hat Ihn zum Weiß-Blauen Fußballgott erhoben.


thomasriedlZu dem Thema „Thomas Riedl Fußballgott“ eine Anekdote am Ende:
 Kurios wurde der Status „Fußballgott“ als er später wieder beim FCK spielte, vor allem wenn direkt nach Ihm Mario Basler in der Mannschaftsaufstellung kam. Erst wurde Thomas Riedl von den Löwenfans gefeiert und als der Stadionsprecher dann beim nächsten Namen war schwenkte die Zuneigung sofort in absolute Abneigung um und es hagelte Schmähgesänge.

Das war die Woche der Wahrheit Teil 2, der dritte Teil folgt alsbald.

Auf die Löwen!