Ostern – da hat man gemeinhin Bilder im Kopf, die schön farbenfroh und frisch sind, Gelb,Orange,Grün, Hasen, Ostereier, Blumen, Wiese, das alles gehört zu Ostern. Da dachte sich die Natur „nö“,das geht auch anders. Also schön nochmal den Schneehammer auf Anschlag und gib ihm.
Was macht man da? Genau – zu Hause bleiben, was Warmes trinken und die Eier drinnen verstecken. Oder aber man fährt nach Berlin und schaut sich ein gruseliges Spiel vom VfL Bochum gegen Hertha an. Ich hatte mich für Letzteres entschieden. Super Idee.
Im Zuge des Volunteerprogramms des VfL machten wir unsere Auswärtsfahrt ins schöne Berlin, welches allerdings unter einer Schneedecke begraben war. Nach der durch den Busfahrer zu einem absoluten Highlight gewordenen Busfahrt ála Klassenfahrt in der Oberstufe, Sightseeing und Kneipentour ging es Samstag ins schöne Olympiastadion.

Das Olympiastadion ist natürlich eine Sache für sich. Eine beeindruckende Sache für sich. Auch wenn die alten Kasernen als Geschäftsstelle vielleicht eher ungemütlich sind, so ist das Areal auf dem das Stadion steht und auch die anderen Sportstätten, die noch erhalten sind, ein großes Highlight. Auch im Innenraum hat sich viel getan. Als zweites Stadion in Deutschland hat Hertha BSC 2004 eine Kapelle ins Stadion gebaut, in der zu Heimspielen Andachten stattfinden und auch geheiratet werden kann.
Aus den Katakomben wieder ans Licht tretend trafen wir dann eine ganz andere Sagengestalt: Frank Zander!! Kurt himself war angetreten, um das Jubiläum „20Jahre Stadionhymne“ mit den Fans zu feiern. Unterstützt von Die Atzen, Peter Fox, DJ Tomekk, Axel Kruse, Zecke Neuendorf, Burna, Daniel Rimkus, Deoz, Harris, Katrin Schifelbein, Peer Kusmagk, Plaetter Pi, Schröder, Silla und die Stadionsprecher Udo Knierim und Fabian von Wachsmann, die alle zusammen das Projekt „Berlin für Hertha“ bilden, wurde die Stadionhymne in einer etwas gewöhnungsbedürftigen Version mit Rap-Einlage zum besten gegeben. Außer im Refrain hielt ich die Motivation der Fans zwar leider zurück, eine schöne Aktion war es trotz alledem. Dass die Hälfte der Künstlerliste mir noch immer unbekannt ist, ist hinsichtlich der Tatsache, dass es nur eine Sache für die Fans war, nicht schlimm. Achso, den Song gibt’s natürlich trotzdem im Fanshop. Und auf iTunes. Sogar zum Vorbestellen....aber egal, das ist hier ja kein Artikel über Kommerzialisierung.
Das Spiel ist, wie in der letzten Zeit meistens beim VfL, schnell erzählt: 4. Minute Tor für Hertha BSC, Resignation des VfL, kleines Aufbäumen hier und da, viel Gestrauchel vorm Tor, Halbzeit. Anpfiff, 2:0 für Hertha, VfL hat keine Schnitte. Wir hatten unterdessen übrigens keinen Glühwein, was zwischenzeitlich tatsächlich unser größtes Problem war, denn unten aufm Platz zählt zwar, aber da waren die Verhältnisse ja schon geklärt. Die seit Beginn des Artikels sicherlich beißende Frage nach der Qualität der Stadionwurst ist übrigens auch schnell beantwortet: ganz nett. Eher im Mittelfeld. Da ging beim VfL unterdessen übrigens eher wenig, obwohl Trainer Neitzel mit Auswechslungen noch verhindern wollte, was sowieso allen klar war: Willkommen im Abstiegskampf!

Nach dem Abpfiff (Nein, bis dahin gab es tatsächlich nichts Erwähnenswertes mehr) setzten wir unsere Stadionführung fort, sahen mit den Volunteers aus Berlin und Hannover die Bundesligaspiele und reisten dann in der trotzdem sehr gut gelaunten Klassenfahrts-Atmosphäre wieder gen Bochum.
Für uns war es ein großartiges Wochenende, andere sehen das sicher anders, denn nach Abpfiff sprachen wir noch mit ein paar der angereisten anderen Bochum Fans, die angesichts des Ergebnisses ein Minuswert in Euphorie erreicht hatten. Im Augenwinkel sahen wir die Bochumer Spieler Richtung Gästekurve kommen, um sich bei den sehr weit gereisten Fans zu bedanken. Und dann, kurz vor der blauen Tartanbahn, die das Feld von den Rängen trennt, da...
blieben sie stehen. Einmal den Arm gehoben und ab in die Kabine. Entschuldigung, aber wirklich? Wirklich?? Man ist nach einer 2:0 Niederlage sicher nicht gut drauf und besonders nicht, wenn man den Abstiegskampf vor Augen hat. Aber diese Fans sehen zu euch auf und fahren 490 km um euch zu sehen, obwohl ein Sieg recht unrealistisch ist. Der gemeine VfL Fan mag ans Leiden gewöhnt sein, aber man muss es nicht auch noch schlimmer machen. Falls es jemandem nicht aufgefallen sein sollte: die Fans werden dafür nicht bezahlt, sie zahlen drauf. Und zwar nicht zu knapp.
Das Spiel am Freitag wird nun entscheidend. Aue klopft an die Tür und sollte selbige nach 90 Minuten weinend von außen zumachen. Zumindest hoffe ich das.
Bis Freitag ;)
Eure Nadine
Twitter @nadinehampel
Sieg bei den "Rothosen" vom Main & die "Würzburg-Riots"
geschrieben von Phillip Rapp in Giesinger TagebuchDie U21 meiner Löwen sind weiter auf Erfolgskurs und die Punktausbeute von Trainer Markus von Ahlen liegt in seinen ersten vier Pflichtspielen bei 100%. Diesmal ging auswärts in den Norden Bayerns nach Unterfranken ins schöne Würzburg, wo „Giesings Ehre“ auf die die Würzburger Kickers traf.
Die Würzburger Kickers, Ihre große Zeit liegt lange zurück. Früher waren Sie fester Bestandteil der damals noch drittklassigen Bayernliga und1977 gelang den Kickers sogar der Aufstieg in die 2. Bundesliga (Süd) wo das Gastspiel allerdings nur ein Jahr wehrte. Anfang der 80er stieg man letztendlich auch aus der Bayernliga ab. Nur noch zweimal gelang ein jeweils einjähriges Intermezzo in der höchsten bayerischen Spielklasse, bevor man Anfang des neuen Jahrtausends sogar bis in die Bezirksliga runter gereicht wurde, der
damals siebthöchsten Spielklasse. 2004 fing man sich und stieg zweimal in Folge bis in die Landesliga auf, wo man sich etablierte. 2007/08 hatte man sogar wieder einen Gastauftritt in der Bayernliga, stieg jedoch gleich wieder ab und verblieb weiterhin in der Landesliga Nord. Schließlich kam die Saison 2011/12 und die Regionalligareform. Die Würzburger wurden in Ihrer Landesliga Meister und sicherten sich damit den Aufstieg in die neue Bayernliga Nord. Und als Zuckerl durften Sie zudem an der Relegation zur neuen Regionalliga Bayern teilnehmen, wo Sie Sie auf den BC Aichach trafen. Gegen die Schwaben setzten Sie sich mit einem 0:3 Auswärtssieg und einem 1:1 am heimischen Dallenberg souverän durch und stieg damit überraschend auf. Unglaublich mit der Regionalliga hatte keiner der beteiligten bei den Rothosen auch nur im Geringsten gerechnet. Klar, dass die Freude entsprechend groß war. Und als wäre das Ganze aus Kickers Sicht nicht schon schön genug, überholte man als Zugabe noch den Lokalkonkurrenten Würzburger FV. Jahre lang spielte der eigentlich kleinere WFV (welcher mir der liebere der beiden Würzburger Großclubs ist) eine Klasse über den WüKi´s, haben jedoch letzte Saison weder die direkte Qualifikation noch die Relegation zur Regionalliga gepackt. Somit verblieb der WFV in der Bayernliga und der FC Würzburger Kickers ist „endlich“ wieder die sportliche Nr. 1 in der Stadt am Main.
Ihre Heimspiele tragen die Rothosen im vereinseigenen „Stadion am Dallenberg“ aus, welches häufig einfach nur „Kickers-Stadion“ genannt wird. Das Wahrzeichen des „Dalle“ sind riesige KICKERS Buchstaben auf dem Haupteingang. Vor ein paar Wochen ist der traditionelle Name des Stadions leider einem Sponsoring zum Opfer gefallen und man spricht nun von der „Flyeralarm-Arena“.
Gut 14.500 Zuschauer fast das Ende der Sechziger erbaute reine Fußballstadion. Es besitzt eine überdachte Tribüne die über die gesamte Spielfeldlänge geht. Sie bietet knapp 1500 Sitzplätze und knapp 2000 Stehplätze und beheimatet die aktive Fanszene der Würzburger Kickers. Die restlichen drei Seiten bestehen aus einem durchgezogenen Stehwall mit ca. 11 Stehstufen. Es gibt eine kleine digitale Anzeigetafel, auf der nur die Paarung und Spielstand angezeigt werden können, Videowall etc. sucht man hier vergebens, aber wer braucht das schon. Ein bisschen Unglücklich ist der Zugang zum Gästeeingang, welcher direkt oberhalb einer ca. 6 Meter hohen Treppe kommt. Bei Paniken oder Rangeleien am Eingang könnte es hier schnell zu verletzten kommen. Ansonsten ein sehr schmuckes Stadion, ein Besuch ist empfehlenswert. Natürlich möchte ich hier auch einen Besuch der Stadt selbst ans Herz legen, Würzburg ist wirklich eine Perle die viel Kulturelles und Kulinarisches zu bieten hat, Wein und Schäufele, Residenz und alte Mainbrücke seien hier nur stellvertretend genannt.
Das Spiel selbst dominierten zunächst meine Löwen, Sie hatten die besseren Möglichkeiten und in der 27. Minute erzielte Goalgetter Markus Ziereis schließlich das verdiente 1:0 für die „Amas“! Die Unterfranken hielten zwar ordentlich mit, aber Sechzig war weiterhin souveräner und kurz vom dem Halbzeitpfiff erhöhte schließlich Kodjovi Koussou auf 2:0. Mit dem Wiederanpfiff waren auf einmal die Würzburger am Drücker. Sie kämpften und erspielten sich die ein oder andere gute Torchance, aber Keeper Kai Fritz sowie etwas Glück/Unvermögen sorgten dafür dass es bei der Zweitoreführung blieb.
Nach gut 70. Minuten war die fränkische Sturm- und Drangzeit vorbei und der TSV brachte den im Großen und Ganzen verdienten Sieg locker über die Zeit. Die gut 300 Löwenfans sorgten ordentlich für Stimmung. Ihnen direkt gegenüber versammelten sich die Supporter der Kickers (ca. 35-40 Personen) um deren erste Gruppe, der B-Blockbrigade. Die B-Blockbrigade welche es seit Mitte der 90er gibt, ist nach eigenen Angaben keine Ultragruppe. Sie stand dem Verein in schwärzester Stunde nicht nur treu zur Seite sondern packte selber im Verein mit an und erhielten Ihn somit am leben. Sie ist über Jahre hinweg die wohl größte Stütze des Clubs. Am Anfang war die Stimmung vor allem durch Antigesänge geprägt, was auf der Seite der Gastgeber wohl vor allem auf die Freundschaft zu den Affen vom FC Augsburg (das ist der Bundesligist bei dem die Öffentlichkeit gar nicht so war nimmt das Sie auch nur durch einen Mäzen hochgepuscht worden sind) zurückzuführen ist, welche auch eine kleine Abordnung mitbrachten. In der zweiten Hälfte war die Stimmung bei uns nur noch ausgelassen und die meiste Zeit wurde ein neuer Dauergesang zum Besten gegeben, welcher im Block sehr gut ankam und munter rauf und runter gesungen wurde. Von der Würzburger Seite waren dann nur noch vereinzelte „KICKERS“ Anfeuerungsrufe zu hören, wobei man fairerweise sagen muss, dass wenn man selber mitten in der Stimmung steht, die Gegenseite nicht immer war nimmt. Daher ist eine objektive Beurteilung nicht möglich.
Nach dem Spiel ließ ich den Abend mit ein paar guten Freunden noch in eine gemütlichen Würzburger Kneipe ausklingen bevor es mit dem Bayernticket in knapp 3 Stunden und 40 Minuten zurück nach München ging. Sieg Nr. 5 war unter Dach und Fach, dass Saisonziel in der Tabelle vor Mehmets Buben zu stehen und der damit verbundene Nichtaufstieg der Roten Brut rückt in greifbare Nähe.
Nachspiel:
Ja bereits in der Würzburger Kneipe erreichten einen die ersten Informationen, dass es wohl ein bisschen Ärger gab. Als ich dann wieder im heimischen Giesing war, schlug mir im Internet gleich dieser Artikel der „Mainpost“ entgegen.
Bei dem Artikel möchte man direkt meinen, dass ein Teil der anwesenden Löwenfans wie einst englische Hooligans in den 80ern plündernd durch die Innenstadt gezogen sind und dabei alles kurz und klein geschlagen haben (mit solchen Geschichten brüsten sich die Engländer in zahlreichen Büchern ja selber). Aber ganz so war es natürlich nicht, in der fränkischen Provinz wo halt sonst nie was passiert schlachtet man einen Besuch aus der Landeshauptstadt halt ganz gerne aus. Ja es stimmt, ein paar Fans haben Postkartenständer umgeworfen oder die ein oder andere Auslage. Hätte es das Gebraucht? Mit Sicherheit nicht! Aber waren es gleich gigantische Randale biblischen Ausmaßes? Wohl eher auch nicht. Dann wird in diesem Artikel ja noch von einem Sturm ins Stadion und einem umgeworfenen Kassentisch samt Kassiererin gesprochen. Ja auch hier muss ich zugeben, ein paar Löwenfans wollten „die Zeche prellen“ und sich reindrücken. Auch hier muss ich ganz klar sagen, dass es eine total sinnfreie Aktion war, welche besonders in dieser Zeit der allgemeinen Hysterie und der schnell ausgesprochen Stadionverbote zu sinnlosen Strafen führen kann.
Aber trotzdem sollte man hier die ganze Geschichte erzählen. Rein gedrängelt haben sich nämlich nur ein paar wenige Fans, denn die Polizei eilte zügig mit dem Gummiknüppel an den Eingang. Und da die Polizei bei sowas wie wir alle wissen nicht nur „Täter“ sondern auch unbeteiligte trifft, wichen die Fans die oberhalb der oben beschriebenen Treppe zum Gästeblock standen ins Stadion aus. Denn die Alternative wäre gewesen, dass der Mob blind die Treppe runter rennt was bei so einer Art Panik verheerend sein kann. Bei solchen Aktionen kann es natürlich auch passieren, dass der Kassentisch umfällt, wenn er nicht bereit umgeschmissen gewesen wäre. Denn dieser wurde definitiv nicht von den ins Stadion stürmenden Fans umgeworfen sondern von sich in Stellung bringenden Gendarmen. So zum nächsten Kapitel: „Ein Zaun wurde demoliert und anschließend wurden die Polizisten mit Sand beworfen“. Also hier wird der Artikel dreist. Denn im Stadion selbst gab es vor dem Spiel nach dem „Sturm“ nur noch eine Eskalation und zwar als unser Fanbeauftragter mit seinem Dienstausweis das Stadion betrat und daraufhin ohne Grund von Polizisten angegangen worden ist. Dies zog natürlich einen Solidarisierungseffekt nach sich. Aber die Situation beruhigte sich nach ein paar Minuten. Während des Spiels war es absolut friedlich, es wurde nicht randaliert, es wurde nichts gezündet und nichts mutwillig zerstört. Nur der Zaun zum Spielfeld nahm etwas schaden und zwar als ein Vorsänger auf den Zaun stieg oder mehrere Fans beim Torjubel! Sowas ist in fast allen Stadien in Deutschland üblich und normal sollte ein Zaun das aushalten, dass sagen zumindest die Richtlinien. Hat der Zaun aber nicht, ein er knickte minimal ein. Das ist ein klares Versäumnis des Stadioninhabers und kein demolieren, denn selbst in Dörfern wie Buchbach oder Rain am Lech hielten die Zäune das aus, von der 2. Liga ganz zu schweigen.
So und mein letzter Kommentar betrifft nochmal das Postkartenständerumschmeißen auf dem Rückweg zum Würzburger Hbf. Im Artikel wir ja beschrieben wie ein Mann vor ängstlichen Passanten zu Boden gedrückt wird. Ulkiger weise ist der Mann ca. 1,60 groß (wenn überhaupt) und wurde beim drängeln aus der Trambahn über eine Buchauslage gestoßen und lag damit schon am Boden. Ca. fünf Beamte in voller Montur fixierten den kleinen Kerl
da er praktischer weise schonam Boden lag auf eine rabiate Art und Weise das die genannten ängstlichen Passanten mahnende Worte in Richtung Beamter sprachen, dass man so mit keinem Menschen umgehen darf. Und was den Beamten mit den Augenreizungen betrifft, ist es vollkommen offen wer Ihm was in die Augen gesprüht hat. Ein Fan? Möglich! Ein Kollege der blind sein Pfefferspray durch die Gegend sprüht? Wahrscheinlicher, denn wer schon mal in so einer Situation schon dabei war, weiß ganz genau das die Herren in Grün das Spray leider sehr großzügig und ohne Rücksichtig blind durch die Gegend sprühen.Ja das ist die Sicht der Dinge wie meine Freunde und ich diese Vorfälle erlebt haben. Der Hauptauslöser war ganz klar vollkommen überforderte Würzburger Polizei. Die Fans merkten halt relativ schnell, dass man mit denen Katz und Maus spielen kann und loteten Ihr Freiheit ein bisschen aus, was zu etwas Chaos führte. Wie bereits geschrieben unnötig, aber es war auch nur halb so wild. Es ist halt wie immer, unangenehme Nebeneffekte werden von der Presse mit Spezialeffekten aufgemotzt und schon geht der Tag als die „Würzburg Riots“ in die Geschichte ein!
Ärgerlicher als er Artikel der „Mainpost“, den man ja so erwarten konnte, war die Reaktion auf den Artikel von Seite des Vereins. Natürlich distanzierte sich der TSV 1860 gleich am nächsten Tag von den Vorkommnissen und stellte fest, dass alle Beteiligten nur Kriminelle und keine Fans sind. Zum einen möchte ich erst mal festhalten das, egal was vorgefallen ist, es einer schleimigen Geschäftsführung nicht zusteht irgendwem dass Fan sein abzusprechen. Auch wenn die Aktionen überflüssig waren, sind es trotzdem Fans die viel Zeit und Geld in den Verein investieren und für immer beim TSV bleiben werden. Und wenn dann irgendwelche angestellten Geschäftsführer wie in dem Fall Robert Schäfer, für den Sechzig nur eine Zeile im Lebenslauf ist gleich so daher reden krieg ich einen riesen Hass. Soll er Sie als Idioten, Kriminelle oder sonst was betiteln, damit hab ich kein Problem aber der Satz „es sind keine Fans“ oder „Sie missbrauchen den Verein“ etc. das ist unerhört.
Verwunderung über das Wunderkerzenverbot
geschrieben von Pusteblume in PusteblumeErst wird und wird es einfach nicht frühlingshaft warm, dann haben wir nicht grade die erfolgreichste Saison und einen Komplettumbau der Mannschaft zu verkraften. Unsere Fanshopmitarbeiter werden offensichtlich von Upsulut ausgebeutet, ich nehme ich mir dieses Jahr schon die dritte Grippe und die DFB Sicherheitsregeln und Polizisten die Schlachten mit Fußballfans proben und dabei sogar ihr leben lassen, haben die Stimmung auch nicht grade angehoben.
Nun aber wird es richtig absurd. Der DFB untersagt offiziell das Abbrennen von Wunderkerzen in deutschen Stadien.
ich war 4 als ich ganz stolz an Silvester meine erste Wunderkerze fest hielt und die mein Vater anzündete. Ich hatte etwas Angst vor den herumspringenden Funken und hielt sie so weit wie mögflich vom Körper weg.. Schon bei der 2. Wunderkerze wurde ich mutiger und traute mich sie herumzuschwenken. bei der dritten Kerze war ich locker, lachte amüsiert und war sicher, da passiert mir nix und die springenden leuchtenden Sterne waren wunderschön. Und nun soll dieser Kinderspaß der bei Fahrten auf Ttraumschiffen, bei Hochzeiten und auf Konzerten Gang und Gebe ist, plötzlich gefährlich sein.
Auf unserer Vereins-Homepage wurde vor dem Paderbornspiel dazu aufgerufen keine Wunderkerzen im Stadion zu zünden.Die interne Bloggeszene griff das auf und Hugo Hoffman widmete in Lichterkarussel dem Thema gleich 2 Blogbeiträge: Wunderkerzen kannste knicken und Guten Morgan schlafende Kunde Der magische FC Blog titelt sogar Geht Kacken, FCSTP
Selbst Marius Ebbers, unser 100 Tore Stürmer, bat in einem ironischen Post auf seiner Facebookseite, das Stadion doch bitte nicht mit Wunderkerzen abzufackeln. Es fehlen einem die nachvollziehbaren Motive für diese Entscheidung des DFB. Bei pyrotechnischen Fackeln entsteht ein beißender, undurchdringlicher Rauch, der einem die Luft zum Atmen und die Sicht nimmt und es gab tatsächlic hnicht nur einen durch diese Fackeln verursachten Brand. Es könnte zu einer Panik auf der Tribüne kommen und Menschen zertrampelt werden etc. Aber bei Wunderkerzen entsteht kein Rauch und niemand über drei Jahre gerät dabei in Panik. Wunderkerzen sind relativ schwer zu entzünden und man zündet auch nicht so leicht etwas Anderes damit an. Sie sind von Pyrotechnikern seit Generationen als ungefährlich eingestuft und sogar für den Gebrauch in Gebäuden zugelassen.
Bei Kapitänsdinner auf dem Traumschiff, gehört die mit Wunderkerzen betückte Torte zu einem festen Ritual und niemand fürchtete je, dass das Schiff dabei in Brand geraten und sinken könnte. Aber im offenen Stadion ist es plötzlich zu gefährlich sie abzubrennen...Das versteh wer will.
Dieses Verbot wird eine Welle zivilen Ungehorsams nach sich ziehen, wie er bei den streitbaren St. Pauli Fans üblich ist. Aux armes!
Der DFB betonte schon immer, dass er nicht gegen sondern für und mit den Fans agiere. Das nahm und nimmt gerade jetzt niemand der Fans den dortigen Verantwortlichen noch ab. Ein bischen Spaß muss sein!!
Die Pusteblume
Presseartikel dazu:
Heute Vormittag höre ich Radio und horche bei der Meldung auf, dass es in Berlin im Rahmen einer Bundespolizeiübung mit etwa 400-500 Beamten am Oly, die das Vorgehen gegen Fußballfans schulen sollte, zu einem tragischen Unfall gekommen sei, in den 2 Hubschrauber verwickelt sind. Zu beklagen sind 1 Toter, 5 Schwerverletzte und mehrere Leichtverletzte.
Ich poste das und es folgen sofort Kommentare, eine Freund meint „nicht mal richtig abstürzen könnense“ (er selbst hat vor 1,5 Jahren einen Hubschrauberabsturz überlebt), eine befreundeter Blogger weiß von Polizeiaktionen bei einer Auswärtsfahrt zu berichten. Eins führt zum andern und ich beschließe dazu einen Blog zu verfassen.
Der Deutschlandfunk (DLF) sprach in den Nachrichten um 11:30 noch von „randalierenden Fußballfans“ die Zielobjekt dieser Übung waren, schon in den Mittagsnachrichten war dann von „Fußballhooligans“ die Rede, eine halbe Stunde später um 12:30 waren es wieder die „randalierenden Fußballfans“.
Selbstverständlich geht mich diese Meldung besonders an, ich bin Herthafan, das Oly ist mein Fußballzuhause und diese Thematik interessiert mich schon lange. Nicht nur die primäre Wechselwirkung zwischen Ordnungshütern und Fans sondern auch sekundär die mediale Aufbereitung, die im Weiteren auf diese Wechselwirkung rückkoppelt, nun aber auch die zunächst unbeteiligte Öffentlichkeit ins Boot holt – als Komplizen.
Ein Phänomen, das schon sehr schön rund um das Relegationsspiel zu beobachten war. Für den Uneingeweihten wird ganz subtil und schleichend die Wortwahl dahingend geändert, um nun auch in der breiten Öffentlichkeit eine Basis für Zustimmung bzw. Ablehnung zu schaffen.
Auch hier wird eine Polizeiaktion anberaumt, gerechtfertigt durch den Umstand, diese Übung gelte dem Vorgehen gegen randalierende Fußballfans, gar Hooligans. Was soll das heißen? Ich bin bei jedem Heimspiel, öfter auswärts und habe bisher keine „Randalierer“ selbst erlebt, die ein solches Aufgebot erforderten. Das mag auch daran liegen, dass medial häufig mit ungenauen gar falschen Formulierungen gearbeitet wird wie etwa „Nazi“, „Rassismus“ oder aber „Randalierer“. Eine schoflige Unsitte jener Zunft, die sich dem Wort verschrieben hat und es eigentlich besser wissen müsste. Ein scheinbarer Lapsus, der aber für den bezeichneten zum Stigma wird. Im Fußballkontext wird gerne von Randalierern gesprochen, wenn Pyro Verwendung findet, das mag nicht jeder gutheißen, aber Sachbeschädigung ist es mitnichten. (http://de.wiktionary.org/wiki/randalieren)
Nun findet also auf dem Maifeld eine Übung statt, an der bis zu 500 Beamte teilnehmen, um für ein Gefahrenszenario am nahegelegenen S-Bahnhof Olympiastadion zu trainieren. Wohlgemerkt ein Szenario, dass meiner Meinung nach die Polizei allein als gravierend erachtet. Es kommen zusätzlich 3 Hubschrauber bei dieser Übung zum Einsatz. 2 Puma und 1 Eurocopter. Damit möchten die Bundesbeamten eine Situation simulieren, in der die Anforderung von weiteren Kollegen aufgrund einer Gefahrenlage nötig erscheint. Das Modell Puma kann 21 Personen befördern, der Eurocopter 15. In Berlin schneit es seit Tagen ohne Unterlaß, bei der Übung landen erst die beiden Puma-Hubschrauber und wirbeln den Schnee zu einer dichten Wand ohne Sicht auf. Erst danach soll der Eurocopter als drittes den Landeanflug ausführen. Dabei passiert nun das Unglück: Der Eurocopter-Pilot setzt zu früh zur Landung an, der Schnee hatte sich noch nicht wieder gelegt und mit stark eingeschränkter bis keiner Sicht verliert der Pilot also die Kontrolle über das Gerät. Er berührt augenscheinlich den ersten der bereits gelandeten Helikopter, deren Rotorblätter sich noch drehten. Es schießen Teile durch die Luft, ein Helikopter stürzt um. Am Ende fordert dieser Unfall ein Todesopfer, den Piloten des Erstgelandeten und mehrere leicht bis schwer Verletzte. Die Untersuchungen zum Unfallhergang und –ausmaß laufen noch.
Ohne Not hat ein Mensch sein Leben verloren – wegen einer Übung, deren Notwendigkeit ich nicht sehe und die der Öffentlichkeit plausibel gemacht werden sollte, sofern dies überhaupt gelingen kann. Wird und wurde nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen? Wie möchten Einsatzleiter und oberster Dienstherr eigentlich den Angehörigen des Verstorbenen diese völlig überzogene, aus dem Ufer geratene Trainingseinheit „Vorgehensweise der Polizei gegen Fußballfans“ erklären?
Ein absolut sinnloser Tod.
Wie in einem Kriegsszenario wird geübt, Einsatzkräfte zu einem Gefahrenspot einzufliegen, unweigerlich musste ich an Apocalypse Now denken. Der befreundete Blogger berichtete, wie ein Sonderzug mit FCK-Fans von 4 Hubschraubern zum Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt eskortiert wird. http://www.der-betze-brennt.de/forum/viewtopic.php?f=25&t=15638
Beide Lager verbindet keine Feindschaft die einen derartigen Einsatz verlänge. Es werden Unmengen von Steuergeldern für eine derartige Aufrüstung verpulvert, die zumindest in der Sache „Fußballfans“ maßlos übertrieben bis unsinnig sind. http://www.mt-online.de/lokales/minden/8020543_Apocalypse_Now_an_der_Bunten_Bruecke.html
Welche innenpolitischen Zwecke damit verfolgt werden, bleibt das Geheimnis der Verantwortlichen. Das es einen Zusammenhang gibt, scheint mir evident. Schon mehrfach wurden in der Vergangenheit Fälle beschrieben, bei denen die Polizei mit Fußballanhängern Großeinsätze „übt“. Der Fan ist als kostenloser Statist für die Dauer der Übung seiner Bürgerrechte beraubt, geschweige denn, dass dafür eine Einwilligung vorläge. http://www.rund-magazin.de/news/299/76/Fan-Repressionen/
Ich selbst habe das schon mehrmals auf Auswärtsfahrten erlebt, in Bremen, Bielefeld, Hannover. Wer mag, durchforste bitte selbst das Internet. Diese Entwicklung gibt es schon seit Jahren mit eskalierender, aufrüstender, verhärtender Tendenz. Eine Entwicklung, die einseitig von Politik und Einsatzkräften forciert wird und wie beschrieben durch die Medien Verbreitung findet. Der stigmatisierte Fußballfan als Prototyp oder Erlkönig des Renitenten wird peu à peu ausgegrenzt, hat keine Lobby und wird möglicherweise durch die permanenten, unnötigen Drangsalierungen zum Erfüllungsgehilfen seines kreierten Klischees. Das erfordert natürlich eben genau jenes Maß von Polizeieinsatz, das von vorneherein intendiert war. Der Mechanismus läuft, in der Psychologie wird das mit der Konvergenztheorie beschrieben. Der gemeinsame Feind „Fußballfan“ ist erkannt und muß nun mit drastischen Methoden zur Ordnung gerufen werden.
Wie gesagt, ich erlebe diese Art Fans nicht, ich kenne Besoffene, Pöbelnde, (pubertierende) Verbalkräftemesser mit der Polizei oder gegnerischen Fans, hier und da mal ’ne Rangelei – findet man vielleicht nervig oder unangenehm, aber nichts Schlimmes. Die allermeisten Stadiongänger sind ganz normale Leute. Herrschaftszeiten!
Hooligans? Keine Ahnung, die treffen sich mit anderen zur 3. Halbzeit, irgendwo in der Republik, bestimmt nicht auf dem S-Bahnhof Olympiastadion. Das ist eine andere Kategorie, von der die Öffentlichkeit eigentlich nicht berührt wird. Wegen dieser gewollt überzogenen Einschätzung der Lage findet also besagte Übung statt und aus besagten Gründen ihr vorzeitiges Ende.
"Auch der Vizevorsitzende der Bundespolizeigewerkschaft, Hans-Joachim Zastrow, zeigte sich bestürzt: "Der Unfall macht deutlich, in welcher Gefahrenausübung die Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei jeden Tag leben." (Tagesspiegel)
So? Das sehe ich anders, keiner spricht bisher von wirklich Verantwortlichen. Im Grunde haben die eigenen Kollegen durch ein sinnloses Aufrüsten Mitschuld an dieser Katastrophe: Innenminister, Polizei, Bundespolizei, deren bestehende Überzeugungen und Feindseligkeiten gegen Fans in solchen Planspielen Ausdruck finden. Der Pilot des Eurocopters, der möglicherweise grob fahrlässig gehandelt hat, weil er zu früh den Landeanflug begann...
Vor dem Trümmerfeld geschockte Kollegen, die Zeugen des Unglücks waren. Was werden die denken? Es wäre beinah nur menschlich und vorschriftsmäßig, indirekt dem Fußballfan die Schuld zuzuweisen. Das Schwarzer-Peter-Spiel. Schuldzuweisung ist ein beliebter Reflex in solch einer Situation, um Schmerz, Wut und Trauer zu kompensieren.
Auf immer werden Fußballfans mit diesem Unglück verbunden sein, ein weiteres Stigma, ohne daß weit und breit ein Fußballspiel geschweige denn ein Fan daran beteiligt war!
Aufhören! Irgendwo leidet und trauert eine Familie, bangen Angehörige um Schwerverletzte. Es bedarf endlich der Einsicht der Politik, zu erkennen, hier schon lange über das Ziel hinausgeschossen zu haben.
Mein Beileid!
Zebra-Frühstück
Wenn ich zu einem Auswärtsspiel fahre und mir deshalb einen Wecker stellen muß am Wochenende, dann ist das ja immer mit einer gewissen Reisegänsehautvorfreudeaufgeregtheit verbunden und man kann trotz Kurzschlaf behend die Liegestatt verlassen! Wenn ich aber bei einem Heimspiel auch den Wecker stellen muß, dann ist das ärgerlich, weil auch die Abendgestaltung des Vortags im Arsch ist, wenn man seine Truppe aus der Kurve vernünftig anfeuern will und nicht mit der Sonntagszeitung die Nickerchenhartschale aufpolstert und thermoisoliert (wie in den Sitzblöcken).
Spontanwintereinbruch! Bei inzwischen unerwünschten Minusgraden und Niederschlägen mußte seit den frühen Morgenstunden Manneskraft das Geläuf freischaufeln und auch im Radio wurde versichert, daß das Spiel stattfinden würde. Nun, selbst die Rasenheizung war demgegenüber machtlos und so manchesmal dachte ich „Da haben wohl Tausende nicht den Wecker gehört oder dem Radiomoderator keinen Glauben geschenkt!“ Keine 32.000! Die Schlafmützen und Weicheier blieben also im Warmen... Pfff.
Dabei ist Ihnen etwas entgangen: Eines der besten Herthaspiele dieser Saison! Ich bin nicht ganz entschieden, ob ich das Dargebotene sogar der Leistung gegen 1860 vorziehe. Gegen die Münchner war mir das beinah zu glatt, ich fand das Spiel gestern komplexer und nach „dem“ Eigentor, war Widergutmachung angesagt. Die Hertha fing flott an, wie auch gegen die Sachsen, aber diesmal mit einem guten Ende!
Endlich Laufbereitschaft und gutes Verschieben, JLu hatte schon im Training lautstark zusammengefaltet. Die Spieler müßten mehr laufen und vor allem sich dem Ballführenden anbieten oder Räume freimachen, damit Passoptionen entstehen. Das ist etwas, da werde ich als Fan auch jedes Mal wahnsinnig und ich kann mir in etwa vorstellen, wie es einen Trainer wurmen muß, wenn das nicht gelingt. Früher hätte das Spielfeld im Oly auch eine Ellipse sein können, sooft wie da einer mal bis zur Grundlinie runter ist. Das hat sich gebessert. Wie auch schon gegen Dresden gab es spontane Änderungen in der Startelf. Burchi im Tor – ich mag den, der ist Rock’n’Roll, ein unbekümmerter Typ!
Allagui für Ndjeng. Diese Personalie polarisierte. Ich habe schon viele Spiele über Allagui gemeckert. Ich weiß, er spielt nicht seine Position, harmonierte immer gut mit Ben-Hatira, der aber verletzt war... Mir hat aber so ein gewisser Biss gefehlt, klar fehlt ihm Selbstvertrauen, denn er hat schon ein ums andere Mal Hochkaräter versemmelt. Diesmal hat er 1,5 Tore gemacht, es hätten 3,5 sein können/ müssen. Also wieder 2 vergurkt. In meinem Umfeld wurde auch gemotzt oder eine mögliche Auswechslung thematisiert. Ich fand es richtig, daß er die ganze Distanz gehen mußte. Was wäre die Auswechslung für ein Signal? Sicher nicht „Raus mit Applaus“ sondern Kritik am Vortrag. Ich denke, Allagui wird in der Zukunft noch wichtig für uns und er wird zurück zu alter Form finden. Gegen die Duisburger hat er sich gut bewegt, nach hinten gearbeitet oder in die Zentrale, wo er lieber ist. Ich habe schöne Kombinationen und Spielzüge gesehen, Ronny in topform, Ramos hatte richtig Bock und im 2. Durchgang Lustenberger für Kluge (verletzt ausgewechselt) auf der 6, Iron Maik als IV. Fäbi sehe ich ja viel lieber im DM, der hat ein prima Spielverständnis gepaart mit Passgenauigkeit.
Die ganze Mannschafts- und Trainerleistung war eine korrekte Antwort nach Dresden! Daran konnten auch die beiden Gegentore nix ändern. Die Zebras hängen also weiter unten drin – für meinen Lieblingswirt bedaure ich das. Ansonsten hab’ ich’s nicht so mit der Serengeti.
Im Kurvenecho Folgendes zum Thema Pyrotechnik (anlässlich des Spiels in Dresden): Pyrotechnik geht einher mit Verantwortung. Wir wissen um die Risiken, die der Einsatz von Pyrotechnik mit sich bringt. Bei verantwortungsbewusstem und vernünftigen Umgang sind diese Risiken allerdings auf ein Minimum reduzierbar, auch das ist unser Ziel.
Für uns als Unterzeichner heißt das: Schluß mit Böllern, Kanonenschlägen und sonstigen Knallkörpern. Die Dinger sind klein und fies, weil niemand auf den Schlag vorbereitet ist. Und Feierstimmung schaffen sie auch nicht. Pyrotechnik gehört in die Hand, auf keinen Fall in die Luft und nach Möglichkeit nicht auf den Boden. Leuchtspurgeschosse sind ebenso tabu wie die „Entsorgung“ von Bengalischen Feuern in den Innenraum, auf’s Spielfeld oder in Nachbarblöcke.
Meine volle Zustimmung!!! Rauchtöpfe sorgen einfach für eine geile Optik und ich bekomme echt einen Hals, wenn die Presse in diesem Zusammenhang von Randalierern spricht. Randale geht für mich speziell mit Sachbeschädigung und Zerstörungswut einher. Davon keine Spur. Es ging einzig um einen auch optisch guten Auswärtsauftritt gegen die SGD.
Obendrein haben sich soeben unsere direkten Verfolger die Punkte geteilt – in einem Spiel mit 2 „kniffeligen“ Entscheidungen.
Ick sag ma: „1. Liga – Hertha ist dabei!“ kann bald ohne Karmagefährdung angestimmt werden. „Nie mehr 2. Liga, nie mehr, nie mehr!“ Das passt zu meinem Lebenswandel, ich will ohne Wecker zum Heimspiel!
Ha Ho He & blau-weiße Grüße!
Fotos: Quelle Tagesspiegel 11.03.2013/dpa + BZ 10.03.2013/dpa Mathias Rogmans
"Sechzig Amateure" zu Gast in Rain am Lech, die Regionalliga Bayern geht wieder los!
geschrieben von Phillip Rapp in Giesinger TagebuchNach dem langen Winter und der damit verbundenen extra langen Winterpause, hieß es letzten Wochenende endlich wieder „Giesing Ehre, Sechzig Amateure“! Ja unsere zweite Mannschaft, die Amas oder jetzt auch als U21 bekannt, Sie war bei Sechzig einfach was besonderes. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Zweivertretungen gab es bei Sechzig ein komplett eigene Fanszene die sich vor allem auf die „Amateure“ konzentrierte. Das ist vor allem der Stadiondiskussion zu verdanken, denn während die Profis 1995 ins
Olympiastadion und 2005 noch viel schlimmer in diesen grauen Klotz am Müllberg zogen, spielte die zweite Mannschaft im geliebten Sechzgerstadion. Zur Hochzeit der „Amaszene Giesing“ kamen im Schnitt knapp 2000 Zuschauer zu den Heimspielen und als schließlich um die Existenz des Stadions ging, organisierten engagierte Löwenfans die Aktion X-Tausend, mit der ein Zeichen gegen den Abriss gesetzt werden sollte. Dank monatelanger Vorbereitung kamen 2007 gegen den SV Wehen-Taunusstein fast 8000 Zuschauer, gegen den Jahn aus Regensburg waren es 2008 sogar über 13000 Zuschauer und bei der letzten großen Aktion gegen die Amateure des SC Freiburg waren es 2009 knapp 11000 Zuschauer. Ja momentan ist die Amasszene leider etwas eingerostet. Die Hauptschuld daran hat der Verkauf der Anteile der KGaA an den Uhu aus dem Morgenland im Frühjahr 2011. Da viele Mitglieder der Amaszene starke Traditionalisten sind, welche u.a. Objekte wie die Arena komplett boykottieren kam es für diese auch nicht in Frage eine Mannschaft der KGaA zu besuchen (zu dieser gehören die U19, U21 sowie die Profis). So gingen die Zuschauerzahlen massiv zurück.
Zurzeit im Exil in Ismaning (das Grünwalderstadion wir zurzeit umgebaut) sind es häufig nicht mal mehr 200 Zuschauer, was mich doch etwas traurig macht. Denn die Mannschaft spielt eine absolut geile Saison, welche Ihr so keiner zugetraut hätte, ganz im Gegenteil. Viele waren sogar der Meinung, dass man nur mit Glück die Klasse halten könne.
Nun jedoch stehen Sie in der Tabelle relativ weit oben und haben gute Chancen sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren, wobei von den Gegner die man hinter sich lassen muss steht momentan nur einer vor uns (und das obwohl wir vierter sind). Das ist einer seltsamen Konstellation zu Verdanken, denn wenn man es genau nimmt finden in der Regionalliga Bayern zwei parallele Wettbewerbe statt. Bei Wettbewerb Nr. 1 geht es darum die beste Erstvertretung in der Liga zu werden und sich damit für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Bei Wettbewerb Nr. 2 geht es darum sich für die Aufstiegsrunde zur 3. Liga zu qualifizieren, hier spielen allerdings inzwischen nur noch vier Mannschaften mit, allesamt Zweitvertretungen (1860; FCBäh, FCN und FÜ). Mehr Vereine haben die Lizenz gar nicht erst beantragt, da Sie weder die finanziellen und meist auch nicht die infrastrukturellen Vorgaben des DFB erfüllen können. Das liegt mit Sicherheit daran, dass die RL-Bayern im Vergleich zu den anderen Regionalligen sehr ländlich geprägt. Während in den anderen Ligen Vereine wie Kiel, Magdeburg, Essen oder Waldhof Mannheim spielen, spielen bei uns Vereine wie Ismaning, Eltersdorf oder Rain mit, welche halt nur das typische Landesligapublikum anziehen und über keinerlei Fanszene verfügen. Natürlich, es gibt auch ein paar Traditionsvereine mit aktiver Fanszene (hier seinen Hof und Würzburg als Beispiel genannt) aber auch bei diesen Clubs kommen selten mehr als 1100 Zuschauer und zudem haben Sie häufig finanzielle Probleme.
Letzten Samstag mussten die Amas zum verspäteten Auftakt der Frühjahressaison auswärts beim TSV 1896 Rain ran. Rain am Lech liegt im Donau-Ries, nahe der Mündung des Lechs in die Donau, die nächst größere Stadt ist Donauwörth. Seine Heimspiele trägt der TSV Rain im Georg-Weber-Stadion aus, welches ca. 3500 Zuschauer fast. Das Stadion hat eine überdachte Sitzplatztribüne mit ca. 300 Sitzplätzen, welche auf fünf Sitzreihen verteilt sind. In dieser Tribüne sind auch die Kabinen untergebracht. Auf der Gegenseite gibt es einen kleinen Stehwall, welcher aus drei durchgehenden Stufen besteht. Auf dieser Seite ist auch der Gästekäfig untergebracht. Dieser Gästekäfig war diesmal auch bitter nötig, schließlich bekam die Paarung TSV 1896 Rain – TSV 1860 München von der Polizei das Prädikat „High-Risk-Spiel“. Da der Altersdurschnitt der heimischen Zuschauer bei 45 liegen dürfte und es in Rain nicht mal sowas ähnliches wie eine Fanszene gibt ist dies für mich nicht nachvollziehbar, aber was soll´s. Das ärgerlichste am Rainer Gästebereich ist die sanitäre Ausstattung, denn im Stadion selber gibt es keine. Man muss das Stadion verlassen und über einen Parkplatz in ein komplett anderes Gebäude gehen, welches gut 200
Meter weit weg ist. Bei schönem Frühlingswetter waren insgesamt 720 Zuschauer gekommen, darunter ca. 150 Löwenfans im Gästebereich und noch mal knapp 50 im restlichen Stadion. Die Stimmung im Gästeblock war die von Anfang bis zum Schluss sehr gut, wobei es die Formulierung feuchtfröhlich uns sehr heiter besser trifft. Bei uns war es einfach extrem lustig, auf eine Art und Weise die es halt nur bei Sechzig gibt. Hit des Tages war „Ola Kamara blanca, Stürmer aus drammen norway! Ola Kamara blanca ,du bist okay, schieß eine Bude“, (Melodie von „Ola Paloma Blanca) welches ein paar Löwenfans aus der Nähe von Lindau Winterneuzugang Ola Kamara widmeten. Wenn jetzt wer meint, sowas gibt es auch wo anders der täuscht sich! Denn bei anderen Vereinen gibt es diese Art kreativer Leute nicht, welche zu so einem Spiel in einem Blue Man Group Ganzkörperkondom reisen.
Diese Zuneigung sprang auch gleich auf dem Platz über und so erzielte Ola Kamara nach 26. Minuten wie bestellt das 1:0 für Sechzig. In der 35. dann Elfer für die Löwen und Markus Ziereis verwandelte sicher zum 2:0. In der zweite Hälfte hatten die Gastgeber nach gut einer halben Stunde die riesen Chance auf den Anschluss! Elfer für Rain, aber Keeper Vitus Eicher hielt den Ball.
Erst in der Nachspielzeit kassierte man das 1:2 und somit war der erst Sieg im Jahre 2013 unter Dach und Fach. Nach dem Spiel wurde die Mannschaft noch gebührend gefeiert und Ola Kamara war von „Seinem Song“ sichtlich angetan und tanzte sogar ein bisschen vor dem Block dazu. Diese drei Punkte waren ein wichtiger Schritt in Richtung Saisonziel. Allein schon um die Roten zu ärgern wäre es verdammt geil am Ende der Saison nicht nur vor Ihnen zu stehen, nein sondern vor Ihnen zu stehen und den Aufstiegsplatz einzunehmen. Ich seh jetzt schon wie es dem Uli die Röte ins Gesicht treibt, denn der Aufstieg sollte ja schließlich nur eine Formsache sein, so wie es die Meisterschaft in der Bundesliga in dieser Saison ist.
Einmal Löwe immer Löwe
Meine Hertha – Dauer-Harlem-Shake
geschrieben von Natalie Keil in Herthas MischpokeNach dem Lautern-Spiel durfte also der Spaß für einen kurzen Moment die ernsthafte Mission 2. Wiederaufstieg im 2. Annum p.P. (per Preetz) unterbrechen. Eine Verkleidungs-Tanzeinlage artete in eine lustige Massage-Physio-Session aus. Man konnte richtig sehen, wie schwer es der beinah kompletten Mannschaft gefallen ist, eine seriöse Trainingssituation darzustellen.
Danach verlangte der Ligabetrieb wieder die volle Aufmerksamkeit. Schon lange habe ich mich explizit auf das Auswärtsspiel in Dresden gefreut. Der Tabellenführer misst sich möglicherweise nur dies eine Mal mit den doch überraschend im Abstiegsstrudel steckenden Dresdenern. Ein Spiel mit Seltenheitswert – in vielerlei Hinsicht!

Schon mehrmals habe ich betont, daß ich lieber als Zweiter aufsteigen möchte. Das hat seine Gründe u.a. in dem guten Omen, daß ich damit verbinde und der steten Wachsamkeit bezüglich der eigenen Leistung. Nach kurzer Autofahrt erreichen wir die wunderschöne Elbstadt, stauen uns ein wenig mit den freundlichen Dresdenern und wechseln dann am Hauptbahnhof in die Shuttle-Busse zum Stadion. Fürsorgliche Beamte eskortieren dort z.B. 15 Herthaner zu den Schließfächern – gerne behüten sie die Blau-weißen vor den neugierigen Dynamos. Nach kurzer Fahrt und problemlosen Einlaßkontrollen stehen wir endlich im Block – steil! Das Stadion gefällt mir extrem gut – eng, steil, beste Sicht.
Von beiden Fanseiten ein gelungener Auftakt – genauso habe ich das gewollt!!! Die Dynamos mit riesiger Blockfahne, die keck mit dem Hintern wackelt (später noch 1x beim einzigen Tor des Spiels), die Blau-weißen mit farbgetreuen Rauchtöpfen und Bengalo. Love! Das letzte Mal zu sehen gegen den BVB, ob’s an den Farben liegt?




Anpfiff! Aha, erste Verwirrung, die Mannschaft auf dem Platz entspricht nicht der auf der Anzeigentafel, sehr offensive Aufstellung mit 3 Stürmern, wir sind also auf der nächsten Entwicklungsstufe. Schon die ersten 20 Minuten geben mir zu denken. Es geht relativ munter los, bei uns leicht holprig, aber mit Willen, von den Dynamos kommt nix. Klare Sache! Aber dann Erleichterung, etwa um die 20 Minute rum (wie auf ein geheimes Zeichen hin) wagen sich die Hausherren immer öfter in unsere Hälfte. In einem schleichenden Prozeß ziehen sich die Herthaner folgerichtig immer weiter zurück. Ich habe verstanden, die Mannschaft versucht mit allen Mitteln die Spitzenreiterposition loszuwerden. Ein herrlicher Moment, wenn man spürt die Mannschaft und man selbst schwingen im Gleichklang. Der in letzter Zeit vielzitierte Teamgeist spiegelt sich auch auf dem Platz wieder: Wirklich ausnahmslos ALLE ordnen sich der Mission Spitzenzweiterposition unter! Nur manchmal schläft der von mir vielgelobte Lustenberger. Um nur einige zu nennen, Niemeyer mit Pässen punktgenau in den Lauf des Gegners, der höfliche Pekarik lässt den Vortritt in Laufduellen, Hammer Wagner mit seinem kaum zu erkennenden Touchierkampfverhalten, selbst Kraft mit Strafraumdribblings, Ramos mit lateinamerikanischer Eleganz löffelt er quasi den Ball auf die Füsse anspielbereiter Dresdener. Bei Standards im gegnerischen Strafraum achten alle unserer Spieler darauf stets das Haupt zu neigen – nicht einer missachtet die Etikette. Am besten gefällt mir aber Lasogga! Der Junge hat’s im Blut und man merkt ihm nach der langen Pause seine Spielfreude an. Um aber das Ziel nicht zu gefährden, schlägt uns Lasagne mehrere Fliegen mit einer Klappe: Einen Freistoß, den Poté auf’s Tor bringt tischt er mit bloßem Auge nicht erkennbar ein klitzekleines Bisschen an, damit er sicher in den Maschen landet! Poté hat offiziell seine Torflaute beendet, wir sind auf einem guten Weg, die Fans der SGD freuen sich über wichtige Punkte im Abstiegskampf, wir Fans hinterlassen einen guten Eindruck und er trifft einfach! 38. Minute.
Puh, noch über eine Halbzeit scheint das gemeinsame Ziel einmal kurz in Gefahr zu geraten als Änis kommt! Aber das alte Schlitzohr täuscht nur an und narrt seine Mitspieler. Zügig hastet er mit dem Ball Richtung Dresdener Tor, kurzes Raunen, um dann gekonnt dem Gegner den Ball zuzutändeln. Für einen Moment blieb uns die Luft weg!

Geschafft! Gestärkt verlassen wir Dresden und treffen zu Couch-Potatoe-Zeit in der besten aller Städte ein. Um ganz sicher zu gehen, warte ich diesen Blog ab, bis das Montagsspiel Gewissheit bringt. Ich habe es befürchtet, die Zebras... Verdammt, immer noch Allererster!
Ich widme die 3 Punkte meinem Freund Tino, denn ich möchte nicht, daß die SGD absteigt.
Für’s Protokoll: Lobenswert muß erwähnt werden, dass vom Stadionsprecher keine Durchsage wegen der Pyro kam. Ärgerlich ist indes, dass nur unsere Anhänger ermahnt wurden, keine Gegenstände auf’s Feld zu werfen – nun, Poté & Kollegen jubeln vorm Gästeblock, naja, und mit bloßem Auge kann man gegenüber zig Wurfattribute auf dem Rasen liegen sehen. So weit werfen nicht mal unsere Jungs (Frauen können bekanntermaßen nicht werfen), das wäre olympisch!!! (Kleine Randnotiz: Kurz nach Anpfiff zeigt die Anzeigetafel für Sekunden 0:1. Nicht auszudenken...)