Do23May2013

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Samstag, der 18. Mai 2013
ing2amas130Es war heute um 14 Uhr 02 als BFV-Schatzmeister Faltenbacher sowie der Spielleiter der Regionalliga Bayern Josef Janker vor 500 jubelnden Fans Markus Bühler dem Mannschaftskapitän der U21 den Meisterwimpel übergab und damit die letzte Woche errungene Meisterschaft amtlich beglaubigte. Im Anschluss schlugen die kleinen Löwen dank eines Tores von Basti Maier den Namensvetter aus Rosenheim (den bayerischen Pokalsieger) mit 1:0, es war der achte 1:0 Sieg der Saison, der sechste im Jahr 2013, weiß-blauer Minimalismus also. Das Tor fiel früh, bereits nach 6 Minuten, letzte Woche war das noch anders

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ing2amas131Rückblick: Letzte Woche spielten wir in Ingolstadt bei der Zweitvertretung des FCI. Zwischen 500 und 700 Fans begleiteten den Tabellenführer und wollten endlich mal (wieder) eine Meisterschaft mit Ihren Löwen feiern. Mit diesem Andrang hatten die Gastgeber überhaupt nicht gerechnet, am Ende waren die Tickets aus und wer dann noch ins Stadion wollte musste sich für 10 € ein Kreuz auf den Arm zeichnen lassen um Zutritt zum altehrwürdigen ESV-Stadion zu erlangen. Anschließend wurden die Fans auf harte eine Geduldsprobe gestellt und das am Bierstand. Denn es gabe genau einen und das ist bei so vielen trinkfesten Löwenfans nicht gearde viel. Ich persönlich fand aber immer einen der in der Schlange ganz vorne stand und mir ein Bier mitbrachte daher störte mich diese Schlange eher wenige und ich konnte mich auf das Spiel konzentrieren. Aber gut der Bierkonsum ist natürlich nur eine Randnotiz, auch wenn er beim Löwenfan im Allgemeinen nur schwerlich wegzudenken ist. Auch das Spiel selbst war eine Geduldsprobe und ließ uns beinahe verzweifeln. Sechzig dominierte das Spiel und hatte einige gute Chancen, wohingegen sich der eher passive Gegner so gut wie keine erspielen konnte. Besonders in der ersten Hälfte hatten wir Chancen zum Saufuttern, alleine Markus Ziereis hätte sich an der Spitze der Torjägerliste absetzen können. Aber das Tor fiel ums Verrecken nicht. Es schien so als würde sich die Meisterschaftsfeier noch verschieben und ich als chronischer Pessimist hatte im Hinterstübchen sogar noch den Gedanken, dass wir die Meisterschaft komplett verspielen könnten. Denn ärgster Verfolger war die zweite Mannschaft des roten Abschaums. Bayerndusel gepaart mit dem typischen Sechzger Unvermögen…….dunkle Gedanken waren das.


ing2amas132Schließlich lief sie, die Nachspielzeit. Wie es bei solchen Geschichten allzu oft ist, hatte man sich mit dem 0:0 bereits abgefunden. Ein Tor in der Nachspielzeit bei Sechzig? Nie!! Dieses Glück haben die von der Seitenstraße gepachtet. Aber dann bekam Goalgetter Markus Ziereis in der 92. Spielminute den Ball vor die Füße und plötzlich zappelte die Kugel im Netz und das musste ich erst mal verarbeiten. Jetzt spielte sich in meinem Kopf vieles auf einmal ab und die Welt um mich herum nahm ich zunächst nur noch in Zeitlupe war. Erst mal realisieren, war der Ball wirklich drinnen? Ein Tor für uns? 1:0? Ja er war wirklich drinnen. Dann schnell auf die Reaktion der Spieler und der Schiedsrichter achten, zählt das Tor überhaupt? Ja es zählt! Das heißt doch wir sind Meister, wir sind durch, wir haben es gepackt GEIL! Diese Gedankenspiele dauerten nur wenige Momente und als ich die Welt wieder in normalen Tempo war nahm hieß es nur noch hemmungslos Jubeln und grenzenlose Freude. Die Spieler liefen zu den Fans, fielen sich um die Arme ebenso fielen wir uns im Gästeblock in die Arme. Einige waren den Tränen nah (auch ich), ja diese Liebe zur zweiten gibt es wohl nur bei Sechzig. Es war ein unglaubliches Gefühl wie ich es im Erwachsenenleben glaub ich noch nie erlebt habe (ich hab zwar mit den Profis drei Aufstiege miterlebt aber beim letzten war ich gerade 11 Jahre alt und als Kind nimmt man solche Erlebnisse einfach anders war). Die Betreuer verteilten nun auch gleich die Meister-Shirts an die Spieler und Trainer Markus von Ahlen wurde mit der obligatorischen Bierdusche bedacht. Anschließend feierte das komplette Team noch ausgiebig mit den Fans bevor es für alle zurück in Richtung Heimat ging. Die Zugfahrt heimwärts war natürlich entsprechend heiter und auch das massive Polizeiaufgebot welches uns wegen den roten Touriten am Münchner Hbf. empfing verdarb diese Laune nicht. In München feierte ich die Meisterschaft mit einem guten Kumpel noch sehr ausgiebig was mit diversen Filmrissen endete und die Fahrt zu den Profis nach Paderborn am Folgemorgen nicht gerade angenehm gestaltete.


Ja Markus von Ahlen, nach der Herbstsaison war er als Ersatz für Alex Schmidt gekommen welcher sich freiwillig zu den Profis strafversetzen lies. Unter den 16 Ligaspielen unter seiner Regie verloren die Amas lediglich ein einziges Match und spielten nur zweimal unentschieden, eine sagenhafte Bilanz. Aber es war allgemein eine sagenhafte Saison, die eigentlich ganz anders begann. Am ersten Spieltag siegte man zwar zum Einstand mit 3:0 in Buchbach, aber anschließend verlor man vier Spiele in Folge und stand nach dem fünften Spieltag mit gerade 3 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Aber die Mannschaft fing sich und verlor in den 32 Spielen seitdem genau so häufig wie in den ersten fünf, genau viermal. Jetzt haben wir am vorletzten Spieltag unglaubliche 77 Punkte auf dem Konto und den Rest der Liga weit hinter uns gelassen. Das alles spricht für den Geist der Mannschaft und des gesamten Teams um die U21, denen ich für Ihre Arbeit an dieser Stelle von Herzen danken möchte. Ein Dank auch an Alexander Schmidt, welcher bei den Profis jetzt so gescholten wird, ohne seine Vorarbeit in der Herbstsaison (incl. Derbysieg) hätte Markus von Ahlen dieses Wunder nicht vollenden können. Ihr alle habt bewiesen, dass Sechzig auch jetzt noch mehr ist als dieses ganze Tohuwabohu drum herum.


ing2amas133Die Saison ist jetzt fast vorbei, am letzten Spieltag spielen wir im Frankenstadion bei den Amateuren des Glubb wo wir hoffentlich noch die 80 Punkte Marke knacken werden. Anschließend geht es in die Aufstiegsrunde wo wir auf den zweiten der RL Süd-West treffen (wohl Elversberg, könnte aber auch noch Kassel werden). Heute beim Heimspiel gegen Rosenheim wo wir indirekt noch den bayerischen Superpokal gewannen hieß es zudem Abschied nehmen von unserer Ausweichquartier in Ismaning, nächste Saison tragen wir unsere Heimspiele endlich wieder in der geliebten Heimat in Giesing aus und unabhängig davon wie die Relegation läuft, ich freu mich jetzt schon drauf. Natürlich möchte ich dem FC Ismaning (welcher aus der RL abgestiegen ist) für seine Gastfreundschaft danken und wünsche Ihm viel Erfolg in der Bayernliga Süd. Apropos Ausweichquartier! Auch wenn wir die meisten Heimspiele in Ismaning ausgetragen haben, hatten wir trotzdem vier verschiedene Heimspielorte. Neben dem Stadion an der Lindenstraße in Ismaning trugen wir ein Heimspiel im Sportpark Unterhaching aus (Derby aus Sicherheitsgründen), zwei Nachholspiele im Sportzentrum Vaterstetten (mangels Flutlicht in Ismaning) und ein Nachholspiel fand sogar am Trainingsplatz der Profis in Giesing statt (weil Ismaning am Tag zuvor den Platz sperrte). Wenn man bedenkt, dass das Relegationsheimspiel bedauerlicherweise in der Arena stattfinden muss sind es sogar fünf Heimspielorte in einer Saison, sowas erlebt man auch nicht alle Jahre. 

 

Was in der Saison auch immer viel Spaß gemacht hat, waren die Auswärtsfahrten. Ein paar neue Grounds waren für mich dabei, aber auch ein paar Klassiker aus guten alten Bayernligatagen habe ich nach über 20 Jahren mal wieder gesehen. Die Bandbreite der Stadien bzw. Plätze der Regionalliga Bayern waren sehr groß. Vom Bundesligastadion wie Fürth oder Nürnberg, über den Old-School-Ground wie Hof oder Würzburg bis hin zum gemeinen Dorfsportplatz der außer einer Bande (und inzwischen einem Gästekäfig) gar keine Aufbauten hat wie z.B. Eltersdorf war wirklich alles dabei. Und die Regionalliga bleibt interessant, denn mit dem ehemaligen Zweitligisten Schweinfurt steht ein großer Traditionsverein vor der Rückkehr und mit dem Meister aus der Bayernliga Süd wird nun auch der Bezirk Niederbayern endlich mit einem Verein in der Regionalliga vertreten sein. Aber es gibt auch Kritikpunkte an der Regionalliga und damit meine ich aus Fansicht vor allem die Gästekäfige in den kleineren Stadien. Das Dorfvereine wie beispielsweise Eltersdorf oder Rain am Lech solche Käfige bauen müssen ist mehr als lächerlich. Die wenigsten Vereine verfügen über eine echte Fanszene sondern haben meist das durchschnittlich Landesligapublikum und bringen auswärts praktisch keine Leute mit. Und die Vereine die wirkliche Fanszenen haben (Bamberg, Hof, Würzburg und die Zweitvertretungen) verfügen alle auch über ein echtes Stadion in dem es auch einen ganz normalen Gästeblock gibt. ing2amas135Oben habe ich ja bereits den Platz in Eltersdorf beschrieben, nur eine Bande, keinerlei Stufen, Tribünen oder ähnliches, nur das Vereinsheim auf der Hauptseite. Wenn wirklich mal 200-250 Leute  in diesem Käfig stehen, haben die Leute die nicht ganz vorne am Zaun stehen kaum noch die Chance etwas vom Spiel zu sehen. Dies wiederum würde mit Sicherheit etwas Unmut Heraufbeschwören. Den besten Gästekäfig gibt es beim DFB-Pokal-Qualifikanten Illertissen. Hier wird der Gästekäfig praktisch ab absurdum geführt. Der Gästekäfig befindet sich hier auf der Gegengerade welche aus einem großen Naturstehwall besteht. Und mitten auf diesen Naturstehwall steht jetzt irgendwie komplett sinnlos dieser Käfig in der Landschaft herum den wohl nie ein Gästefan ernsthaft betreten wird. Denn der Eingang zum Gästebereich befindet sich hinter dem Tor und zwischen dem Eingang und dem Gästekäfig befindet sich ein riesen Stück nicht eingezäunter Naturstehwall. Und so stellten sich alle Fans entweder neben den Gästekäfig oder gar darüber und so bleiben die Wellenbrecher im Käfig verweist. Sinnlose Käfigauflagen, da ist der Verband gut, aber Auflagen für ausreichend sanitäre Anlagen gibt es bedauerlicherweise nicht. In Würzburg durften sich 300 Löwenfans mit gerade Mal zwei Dixi-Klos begnügen, in Illertissen stand den 200-250 Löwenfans gar nur ein einziges zur Verfügung. In Rain am Lech gab es im Block nichtmal ein Klo, man musste das Stadion verlassen um ca. 250 Meter in ein anderes Gebäude außerhalb des Stadion zu gehen. Das freut den Fan der gerade 10 € Eintritt gezahlt hat natürlich ungemein das er für jedes Bedürfnis mindestens 5 Minuten vom Spiel verpasst. 

ing2amas134Ich finde auch Kritik muss erlaubt sein. Trotz allem finde ich, dass die Regionalliga Bayern durchaus ein Erfolg ist und ich bin wirklich froh, dass Sie eingeführt wurde. Denn Sie ist dank Ihrer ländlichen Prägung einfach relaxter und weiter weg vom Mainstream. In den meisten Spielen bleibt man von den lästigen Nebeneffekten die man in anderen Regionalligen oder in Profiligen hat verschont. Hier seien übereifrige Polizisten oder lästige sich wichtigmachende Pubertäre Möchtegernultras gemeint die außer dumm daherreden nicht viel können. Gerne denke ich da an Frohnlach zurück, an die Vereinskneipe wo man nach dem Spiel noch gemütlich ein paar Hoibe trank, sich mit gegnerischen Anhängern gemütlich unterhielt und sich sogar gegnerische Spieler zu einem an den Tisch setzten. Keine permanente Schwanzvergleiche die einem aufgezwungen werden einfach nur Fußball in seiner Reinform.


Ja das war mein Bericht zur Meisterschaft und eine kleine Bilanz zur fast beendeten Regionalligasaison. GIESING´S EHRE SECHZIG AMATEURE!

Fotos:
1. Anne Wild/Wochenanzeiger, Meisterehrung
2. Anne Wild/Wochenanzeiger, Gästeblock beim Spiel in Ingolstadt
3. Anne Wild/Wochenanzeiger, Jubel nach dem Siegtreffer in Ingolstadt
4. Anne Wild/Wochenanzeiger, Heimspiel in Vaterstetten gegen Eltersdorf
5. Phillip Rapp, Gästeblock in Eltersdorf
6. Phillip Rapp, Blick auf den Gästeblock in Illertissen

Dienstag, 14 Mai 2013 17:56

Wir sind drin!

geschrieben von in Bochum Blog

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Boris Becker wusste es schon 1999 und seit vorgestern wissen es auch die Bochumer Jungs und Mädels mit Sicherheit: WIR SIND DRIN!

Wochenlange Arbeit und ausgebrannte Nerven haben sich gelohnt, der gemeine VfL-Fan ist innerhalb der letzten Spieltage nicht umsonst um mindestens fünf Jahre gealtert und das wichtigste von allem: die Haare werden blau!

Mit dem Spiel gegen den FSV Frankfurt, welches zwar, nach einer zuletzt aufgestellten Serie von vier Siegen in Folge, verloren wurde, steht der Klassenerhalt trotzdem fest. Mit jetzt 38 Punkten und damit genug Vorsprung vor den Abstiegskandidaten, hat sich der VfL in der zweiten Liga behauptet.

Ja, es war eng. Und ja, man hätte sicherlich früher eingreifen müssen in gewisse Vereinsstrukturen und Vorgehensweisen. Aber mal ehrlich: Interessiert das jetzt noch wen?

Die mitgereisten Fans von Sonntag Nachmittag jedenfalls mit Sicherheit nicht, denn die machten schon den Schlusspfiff in Frankfurt zu einem absoluten Ausbruch von Begeisterung, Erleichterung und purer Freude.

Wie wird das also erst am Sonntag, wenn das Ruhrstadion vielleicht sogar wieder ausverkauft ist und die Bochumer Jungs von all ihren Fans begrüßt werden? Es wird sicherlich großartig. Wie Peter Neururer nach dem Spiel schon sagte, muss natürlich alles gegeben werden und auch das letzte Spiel will man wieder gewinnen aber naja....auf den Rängen wird 90 Minuten gefeiert, da kann auf dem Feld fast schon der letzte Prütt geschehen.

Die erste Station dieser „Wir bleiben drin“-Party findet übrigens heute Abend statt, wenn sich Peter um 22.15 Uhr bei Sport1 die Haare blau-weiß färben lässt. Eher noch lassen muss, denn dies war ein Wetteinsatz, an den er selbst nicht glaubte, den er nun aber sicher mit Freuden einlöst.

So wird am Sonntag beim Spiel gegen Union Berlin nicht nur der Himmel blau-weiß sein.

Ich bin einfach froh, dass zwar zu einem fast schon unrealitischen Zeitpunkt,aber wie wir sehen doch noch früh genug, die Reißleine gezogen wurde und Überfeuerwehrmann Peter am vorletzten Spieltag mit den Bochumer Jungs die Klasse halten konnte.

Hier muss sich niemand in der Besenkammer verstecken, denn

 

Wir sind drin!!!

 

Eure Nadine

Montag, 06 Mai 2013 15:52

Ausnahmezustand

geschrieben von in Bochum Blog

Dieses eine Wort drang durchs ganze Stadion, Dieses eine Wort beschrieb die unglaubliche Euphorie, die tatsächlich noch eine Schippe draufgelegt hatte seit dem Pauli Spiel. Dieses Wort, diese drei Silben waren der Ausdruck des 12. Mannes, der alles gab an diesem Nachmittag in Bochum, es war die 15000 Fähnchen, die vorher verteilt wurden, war die blaue Wand. Es war

AUSVERKAUFT.

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Seit dem Pokalspiel gegen Bayern 2011 drang dieser Begriff nicht mehr durchs Ruhrrstadion und wenn man ehrlich ist, beschreibt es trotz allem nicht das, was man erlebte, wenn man in der Menge stand. Oder als bei „das ganze Stadion hüpft“ auch das ganze Stadion hüpfte. Achso, außer die Kölner. Die rote Wand, die im Übrigen ebenfalls ziemlich imposant war, hatte zu diesem Zeitpunkt nämlich schon das Nachsehen. In der Ostkurve gab es daher zahlreiche Überläufer,die sich von der Stimmung einfach mitreißen ließen, obwohl sie für Köln waren. Warum auch nicht!

Irgendwie hatte man am Anfang das Gefühl gehabt, die Euphorie des letzten Spiels hätte einen kleinen Dämpfer, jetzt war es schon nicht mehr ganz so überraschend, dass es so voll war und naja, gegen Köln, da hatte man auch wenig Hoffnung. Dann das 0:1 und das war okay, denn es ist Köln und so...aber dann das 1:1 und plötzlich...brach es einfach los.

Es war eine riesige Welle der Begeisterung und Köln ging einfach unter. Es war gleichzeitig die Erleichterung, die Ungläubigkeit und die pure Freude, die sich im Stadion breit und die Kölner Fans still machte.

Natürlich, das klingt jetzt als wäre Köln spielerisch unterlegen gewesen. Nein, das kann man nicht so sagen und bis zur letzten Minute war noch alles drin. Ein Ausgleich wäre für den VfL auch großes Kino gewesen. Aber der Sieg, der war unbeschreiblich.

Nur Schalke-Fans können nachvollziehen, wie panisch man sein kann, wenn ganze fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt werden, wenn es im Spiel gerade um alles geht. Nachgespielt wurden dann übrigens 7,5 Minuten, dieses Mal aber mit einem Happy End in Blau-Weiß. Als gegen Ende sogar eine „Wir bleiben drin“-Version des Ur-Pott-Lieds, dem Steigerlied gesungen wurde, war das aber alles vergessen.

So soll es bleiben! Noch sind wir nicht 100% drin geblieben, aber viel fehlt nicht! Machen wir aus dem letzten Spiel eine große Klassenerhalts-Party und toppen wir Samstag nochmal! Danach gibt’s blaue Haare: Peter liebt den 12.Mann, der 12. Mann liebt Peter!

Bochum Schal: ab 8 Euro
Karte fürs Stadion: ab 11 Euro
Den 1. FC Köln schlagen, obwohl niemand so recht dran geglaubt hat: UNBEZAHLBAR

Wir bleiben drin!

Eure Nadine

Wieder stand für den MSV nicht gerade ein fußballerischer Leckerbissen auf dem Programm, aber was soll’s. Steht man halt mal für ein Spiel in Aue früh, früh will heißen um halb 3 morgens, auf um gegen 3 Uhr mit dem Bus Richtung Sachsen zu fahren. Ungefähr 8 Stunden Fahrt durch verschiedenste und verlassen wirkende Dörfer verschlief ein großer Teil der Busbesatzung, um spätestens bei der Ankunft, nachdem man noch ein gutes Stück von der Polizei begleitet wurde (Risikospiel oder so) festzustellen: Ist das ein scheiß Wetter. Wo sind wir überhaupt?

Bei klirrender Kälte und Nieselregen ging es schon 2 Stunden vor Anpfiff in’s noch verlassene Erzgebirgsstadion, wo der Gästeblock erstmal ansehnlich mit diversen Zaunfahnen bestückt wurde. Schön sah’s aus! Die 2 Stunden bis zum Anpfiff wurden mit leckeren Nudeltöpfen und ein bisschen Fahnenschwenken überbrückt, dann ging es endlich los. Endlich? So spannend versprach das Spiel nicht zu werden, und auch das Wetter ist bis zum Anpfiff nicht besser geworden, aber immerhin gab es die Aussicht auf die letzten Punkte im Kampf gegen den Klassenerhalt. Die ca. 300 Duisburger waren über den relativ großen Gästeblock relativ verstreut, aber es bildete sich dennoch ein Stimmungskern in der Mitte des Blocks. Stimmung – über weite Teile des Spiels nicht herausragend, nur ab und zu einige Ausreißer nach oben. Passend dazu bot die Mannschaft den mitgereisten Duisburgern aber auch absolute Magerkost. Angriff fand so gut wie gar nicht statt und auch die Abwehr wirkte hier und da etwas löchrig, irgendwie schien die Luft nach den letzten Spielen raus. Immerhin blieb es beim 0:0, wenn auch sehr glücklich, konnten die Zebras doch froh sein, dass Aue das ein oder andere Mal vor dem Tor etwas versagte.

Der Auer Stimmungskern rund um die „Erzgebirgade“ hatte heute nicht den besten Tag erwischt. Vielleicht ist das auch der Normalzustand, vernehmen konnte man sie jedoch nur, wenn auch dann deutlich, bei den „Wismut – Aue“ Echos und „Steht auf wenn ihr Auer seid“, ansonsten blieben sie ziemlich blass und stellten nichts Besonderes da. Jedenfalls kein Grund, sich auf das nächste Gastspiel im Erzgebirge zu freuen.

Nachdem die zweite Halbzeit spielerisch der ersten glich, die Stimmung zwar ganz ok war, der größte Teil der mitgereisten Duisburger sich aber nicht zum supporten überzeugen ließ, war der Gästeanhang über den einen Punkt doch ziemlich froh, die Serie von ungeschlagenen Spielen, mittlerweile sind es 6 Stück, hält weiter bestand. So verabschiedete man sich mit einem „Und schon wieder nicht verloren – MSV“ von der Mannschaft und zurück in die Busse.

Da ich den Nudelkopf nicht probiert hatte, gab es nichts was mich hier halten würde. Aue – eine Auswärtsfahrt die ich im nächsten Jahr lieber gegen Münster oder Bielefeld eintauschen würde. Es folgte eine lustige und unterhaltsame Rückfahrt, während der man auch noch den Sieg der Augsburger und wichtiger, die Niederlage unserer Nachbarn aus Düsseldorf bejubeln konnte. Nächste Saison, nachdem man Köln schon erfolgreich in den Aufstiegskampf pfuschen konnte, noch ein Derby mehr? Wäre doch geil. Wenn man schon nicht selber gewinnt..

Ein einstelliger Tabellenplatz ist für den MSV zwar noch möglich, scheint aber nach diesem Spiel wieder etwas weiter in der Ferne. Punktemäßig nicht, auch der nächste Gegner scheint schlagbar. St. Pauli ist am Sonntag an der Wedau zu Gast, ein Sieg wäre schön, um den Klassenerhalt wirklich endgültig unter Dach und Fach zu bringen, aber nach den anstrengenden letzten Spielen ist es verständlich, wenn es nicht mehr zu Höchstleistungen reicht.

1860 altSechzig und das Chaos ja Sechzig ist ja in der Öffentlichkeit schon fast ein Synonym für Chaos, vielleicht erhalten wir diesbezüglich sogar einen Eintrag im Duden. Aber mich nervt, dass Sechzig immer nur auf das Chaos reduziert wird wobei die berüchtigten Münchner Medien auch Ihren Teil dazu beitragen. Wie zuletzt, als die Presse dem fucking Investor eine Plattform geboten hat gegen alle Vereinsverantwortlichen zu hetzen. Aber ich bin kein Schmierfink eine Boulevardzeitung ich bin Fan, ich bin Giesinger! Sechzig ist nicht nur mein Lieblingsfußballverein, nein Sechzig ist für mich auch der Verein aus der Nachbarschaft, so wie ihn jeder Stadtteil, jedes Dorf etc. hat. Es hat schon seinen Grund warum ich hier nie über das Chaos schreibe, denn was soll ich schreiben, ich beteilige mich nicht an diesen medialen Schlammschlachten, nicht mal als Blogger. Das ich gegen den Investor bin habe ich früher schon betont und das alle Fans die um JEDEN Preis Pro-Investor sind für mich charakterlose Subjekte sind hab ich auch schon mal geschrieben.


Viele der Sachen die bei uns passieren wären bei anderen Vereinen vielleicht was neues spektakuläres, aber bei uns ist die Zeit vorbei. Wenn mal wieder der neuste „Skandal“ oder das neuste „Chaos“ ausgebrochen ist schüttel ich nur noch den Kopf und denk mir „a scho wurscht“ und konzentriere mich auf das was der TSV noch zu bieten hat. Beispielsweise haben wir eine U21 die momentan sensationell Tabellenführer in der Regionalliga ist und sieben Punkte Vorsprung auf den nächsten Konkurrenten hat. Und das obwohl viele gemeint haben die Mannschaft würde gegen den Abstieg spielen, erst recht als in den ersten fünf Saisonspielen nur drei Punkte auf dem Konto standen. Das ist eine echte Leistung mit so einer jungen Truppe!!! Am Dienstag erzielte der Torhüter der U21 Vitus Eicher beim Nachholspiel gegen Buchbach ein Tor aus knapp 80 Metern. Fallen solche Tore in der dritten maltesischen Liga wird das überall hoch und runter gespielt, aber bei uns interessiert es kaum weil wir ja „Chaos“ zu bieten haben. Daher schreibe ich hier zuletzt auch nur noch Blogs über die Spiele der U21, weil die es einfach verdient haben im Gegensatz zu den Profis oder zu den Funktionären.


Ein anderes Beispiel: Letzten Donnerstag fand in Planegg (ein Vorort von München) eine außerordentliche Zusammenkunft des höchsten Vereinsorgans statt, eine Delegiertenversammlung (DV). Der Sinn und Zweck diese DV war eigentlich die neue demokratisierte Satzung zu verabschieden. Nach diversen Querelen mit dem Uhu aus dem Morgenland (Investor) trat Dieter Schneider vor ein paar Wochen als Präsident zurück und Hep Monatzeder, dritter Bürgermeister der Stadt München und Mitglied des Aufsichtsrats wurde von diesem Rat als neuer Präsident bestellt. Dieser musste nun von den Delegierten bestätigt werden und so kam dieser Punkt auch noch auf die Tagesordnung. Aber von Anfang an war klar das Hep Monatzeder mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bestätigt werden würde und schon waren die Medien wieder richtig geil darauf bei der DV einen richtigen Krach zu erleben und wieder von einer Schlammschlacht beim TSV berichten zu können. Ich bin mir sicher, wenn dieser Punkt nicht auf TO gestanden hätte, wären neben den lokalen Sportreportern kaum andere Medienvertreter wie z.B. Sky-Sport-News dagewesen. Eine neue Satzung und mehr Demokratie verkaufen sich halt nicht, Schlammschlachten hingegen schon. Daher fand ich es sehr gut, dass ein Delegierte am Beginn der Versammlung den Antrag gestellt hat die Presse bei der Abstimmung über das Präsidium auszuschließen. Der Antrag wurde mit breiter Mehrheit angenommen und so mussten die Herren bzw. Damen der Presse, wenn auch wiederwillig den Saal verlassen. Während C.M. von der TZ wie ein Rohrspatz auf Demokratie schimpfte, nörgelte z.B. Ex-Löwenspieler und Sky-Reporter Torben Hoffmann herum das man Ihn nach neun Jahren Knochen hinhalten jetzt bei den Löwen vor die Tür setzt. Der Münchner Merkur meinte heute sogar „Bei den Löwen wird die Demokratie ausgesperrt“. Der Spruch ist einfach nur frech und unverschämt. Wenn die Mehrheit für einen Antrag stimmt ist das für mich Demokratie pur. Aber für diese Presseheinis gilt ja nur ein demokratischer Grundsatz, die Pressefreiheit und diese nutzen Sie bei jeder Gelegenheit schamlos aus und alle anderen Grundrechte sind denen doch herzlich egal, wenn Sie durch Rechtsbruch Auflage machen.


Aber ich glaube eh Sie wären enttäuscht gewesen die Herrschaften von der Presse, denn die Schlammschlacht blieb aus. Das neue Präsidium stellte sich vor, wobei die beiden neuen Vizepräsidenten überzeugen konnten. Monatzeder fiel jedoch durch und fast alle Redebeiträge bei der Aussprache zum Präsidium waren gegen Monatzeder gerichtet. 99,9 % der Beiträge waren sehr sachlich, kein gegenseitiges Beschimpfen wie bei früheren Versammlungen nichts auf was sich Medienheinis stürzen hätten könnten. Bei der geheimen Abstimmung fiel der Hep schließlich im hohen Bogen durch und zwar mit 66 zu 130 stimmen. Aber eins müssen wir betonen, die Ablehnung seiner Person als Präsident lag nicht daran das er sich mit dem Investor überworfen hat, da der Großteil der Delegierten gegen den Investor ist. Nein es lag ein seiner Rolle die er in der Vergangenheit bei Sechzig gespielt hat. In seiner Funktion als Aufsichtsrat war er maßgeblich an den desaströsen Entscheidungen beteiligt welche Sechzig in das aktuelle Elend führten. Der Bau der verreckten roten Arena und der Verkauf der Anteile der KGaA an den komischen Möchtegernscheich seien hier als Beispiel genannt.


abstimmungAber nun aber kurz zurück zum wichtigen Thema, der neuen Satzung. Nachdem frühere Versuche die Satzung zu ändern gescheitert sind gelang es extrem engagierten Vereinsmitgliedern/Löwenfans an deren Arbeit anzuknüpfen bzw. aufzubauen und auch mit Unterstützung der Vereinsgremien die neue Satzung endlich soweit zu bringen das Sie diversen Stellen wie dem Finanzamt und natürlich ganz wichtig der DFL vorgelegt werden konnten. Als auch diese Ihr ok gaben, konnten die Delegierten einberufen werden und über die Annahme der Satzung abgestimmt werden. Nach dem die zwei der Hauptverantwortlichen die neue Satzung nochmals kurz vorstellten, gab es eine kurze konstruktive Aussprache bevor es schließlich hieß: „Wer für die Annahme der neuen Satzung ist, möchte bitte jetzt seine Stimmkarte heben“. Es war ein voller Erfolg bei nur 17 Gegenstimmen und 12 Enthaltungen wurde Sie angenommen. Riesenjubel und Erleichterung bei uns Delegierten, wir haben uns abgeschafft und das ist auch gut so, vor allem wenn man bedenkt was viele unserer Vorgänger als Delegierte für Verbrechen an meinem geliebten TSV begangen habe (auch hier z.B. der Arena-Bau). Erst mal tönte ein lautes „Auf die Löwen auf die Löwen PROOOOST“ durch den Saal und es wurde miteinander angestoßen, bevor der ganze Saal den Sechzgermarsch zum Besten gab. Nun herrscht im Verein endlich richtige Demokratie, es war ein wirklich bewegender Moment. Zum Schluss möchte ich mich bei allen bedankten die sich mit dieser Materie so auseinandergesetzt haben und die Satzung erarbeiteten. Aber auch alle Delegierte die diesen Abend zu einem schönen sachlichen Vereinsabend gemacht hatten verdienen hier ein großes Dankeschön. GEMEINSAM HABEN WIR GESCHICHTE GESCHRIEBEN und daher nochmal ein großes AUF DIE LÖWEN!! Das hat an diesem Abend gezählt, der Rest war nur Ergänzung!

Foto: Anne Wild/Wochenanzeiger

Montag, 22 April 2013 13:58

Peter Peter Peter Peter Peter

geschrieben von in Bochum Blog

Lange habe ich überlegt, wie ich diesen Blog nennen soll. An Einfällen mangelte es dabei keineswegs. „Euphoria“, „In alter Manier“, „Auferstanden“, „The one and only“, „Ein Schnäuzer für ein Hallelujah“, und und und....die Frage war also nur, welcher Titel wirklich diesen absoluten Ausnahmezustand am Freitag Abend in Bochum beschreiben würde.

Mit Ausnahmezustand meine ich gar nicht unbedingt den Heimsieg des VfL, der ja nun auch lange auf sich hat warten lassen oder die Tatsache, dass Chancen tatsächlich verwertet wurden. Ich meine diese außergewöhnliche Stimmung, die mir beim Gedanken daran noch immer Gänsehaut verleiht. Sie war nicht nur gut, sondern auch ausgelassen, befreiend und erleichtert.

Auch wenn ich mal wieder etwas spät dran bin, möchte ich euch einen Beitrag über das Gastspiel der U21 der Münchner Löwen in Hof nicht vorenthalten, denn dort trafen die kleinen Löwen auf den wohl traditionsreichsten Gegner in der Regionalliga Bayern, die SpVgg Bayern Hof.

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hof131Die oberfränkische Stadt Hof (an der Saale) hat gut 45000 Einwohner und liegt im ehemaligen Zonenrandgebiet unweit der sächsischen und tschechischen Grenze. Internationale Aufmerksamkeit erhielt die Stadt vor allem 1989, als dort die Züge mit DDR-Flüchtlingen aus der Prager Botschaft in der BRD ankamen. Von München aus ist Hof am besten mit dem ALEX zu erreichen, ein Zug der binnen 3,5 Stunden direkt von München quer durch Ostbayern bis Hof fährt
. Ich und ca. 30 weitere Löwenfans wählten auf jeden Fall diese Variante, denn mit dem Bayernticket ist dieser Trip einfach unschlagbar günstig und bequem zu bewältigen. Die Fahrt war super kurzweilig, viel Gerstensaft und jede Menge gute Laune sorgten dafür, dass die Reise nach Nordbayern wie im Fluge verging. Vom Bahnhof ist das Stadion „Grüne Au“ dann in gut 25. Minuten zu Fuß zu erreichen, ich allerdings hasse es gut betüdelt weite Wege zu gehen und fuhr daher mit ein paar anderen Löwenfans mit dem Taxi.

Der FC Bayern Hof, gegründet wurde er im Jahre 1910 und gehörte früher lange zu den bayerischen Topteams. Vor der Einführung der Bundesliga spielten die Hofer zuletzt in der Oberliga Süd, der damals höchsten Spielklasse im deutschen Fußball. Ab 1963 verweilten Sie bis 1978 in der zweithöchsten deutschen Spielklasse (bis 74 Regionalliga, dann 2. Bundesliga), anschließend stieg man in die Bayernliga ab. In den 80ern verbrachten die Franken viel Jahre sogar in der Landesliga, hielten sich zuletzt aber die meiste Zeit in der inzwischen viert- bzw. fünftklassigen Bayernliga auf. Für die neue Regionalliga qualifizierte sich Hof als Vizemeister der letzten traditionellen eingleisigen Bayernliga relativ souverän und kämpft in dieser Saison gegen den Abstieg. War die SpVgg in der Winterpause eigentlich schon abgeschrieben, starteten Sie im Jahre 2013 eine super Serie und kämpften sich wieder an die Relegationsplätze ran. Zudem schlugen Sie wenige Tage vor dem Spiel gegen unsere Amas die SpVgg Unterhaching im Viertelfinale des bayerischen Toto-Pokals und haben damit noch Chancen auf die Teilnahme am DFB-Pokal. Also ein Gegner dem man auf jeden Fall Respekt Zollen muss. Im Jahre 2005 fusionierte der FC Bayern Hof von 1910 übrigens mit der SpVgg Hof 1893 und heißt seit dem SpVgg Bayern Hof.

hof133Das Stadion Grüne Au. Ich muss sagen, es ist einer der schönste Old-School-Grounds in Deutschland, ein traumhaft schönes Stadion. Normal gehen bis zu 20.000 Zuschauer hinein, inzwischen ist das Stadion nur noch für gut 8000 Zuschauer zugelassen, was allerdings bei einem Schnitt um die Tausend auch ausreichend ist. Ein guter Freund von mir definierte ein richtig geiles Stadion daran, dass jede Seite anders aussieht und dies ist in Hof gegeben. Die Gegengerade ist eine schöne alte überdachte Holztribüne welche knapp 1335 Zuschauern Platz bietet und sich fast über die gesamte Spielfeldlänge zieht. Auf der Hauptseite befindet sich die sogenannte neue Tribüne welche aus Beton besteht. Diese ist relativ schmal, hat dafür zwei Ränge. Der untere Rang besteht aus Stehplätze, wo der harte Kern der Hofer Fanszene steht. Der obere Rang bietet hingegen 800 Sitzplätze. Eine Besonderheit an dieser Tribüne ist mit Sicherheit das Sie nicht wie üblich in der Mitte der Gerade angebracht ist, sondern in der westlichen Hälfte des Spielfeldes. In der Mitte dieser Gerade befindet sich das Mundloch mit Spielereingang und darüber befindet sich ein Balkon für ca. 100 Personen, welcher an die Stadionwirtschaft anschließt. Dieser Balkon ist der VIP-Bereich der Grünen Au. Die östliche Hälfte der Hauptgerade sowie die West- und Ostkurve bestehen aus hohen Erdstehwällen, deren Stufen mit Betonplatten eingeschalt worden sind. Allerdings wurde die die Stehränge im Osten letzten Sommer aus baulichen Gründen zugeschüttet und abgesperrt. Wer im Osten stehen will kann dies nur noch auf dem Weg oberhalb der Stehränge tun. Allerdings können diese Stehränge bei erhöhtem Zuschauerbedarf jederzeit freigeschaufelt werden. Naja, absperren ohne zuschütten hätte es wohl auch getan. Sei´s drum, auch so ist es ein super Stadion, ich kann dieses Stadion jedem Hopper nur ans Herz legen, Ihr werdet begeistert sein.

hof132Gut 1100 Zuschauer waren zum Spiel gegen meinen geliebten TSV gekommen darunter waren leider nur knapp über 100 Löwenfans. Bei den Rahmenbedingungen schon etwas enttäuschend, vor allem von der aktiven Fanszene hätte ich mir da mehr erhofft. So versuchten sich zeitweise wieder eher unerwünscht Individuen in den Mittelpunkt zu stellen und Leute die man noch nie gesehen hat machten auf einmal auf Anheizer. Sowas hasse ich wie die Pest! Das Spiel begann sehr flott, bereits nach 6. Minuten gingen die Löwen in Führung und nur drei Minuten später glichen die Oberfranken wieder aus. In der 16. Minute sprach uns der Schiri einen selten klaren Strafstoß zu und Gregorios Makos verwandelte diese souverän. Hof dränge nun, aber es kam nicht zählbares raus und in der 45. Minute fiel schließlich die Vorentscheidung. Sebastian Maier bekommt den Ball bei einem Bilderbuchkonter kurz vor der Mittelinie zugespielt und bringt den Ball zum 1:3 im Kasten unter. Das Zuspiel war klar kein Abseits, auch wenn der Hofer Stadionsprecher das Tor als Abseitstor deklarierte. Als dann kurz nach der Pause Daniel Felgenhauer (früher ua. Gladbach und Fürth) auf Hofer Seite vom Feld musste war das Spiel für die Gastgeber endgültig gelaufen. Den Schlußpunkt zum 1:4 Endstand setzt schließlich Abwehrspieler Chris Wolf, ein Ergebnis mit dem ich nie im Leben gerechnet hätte.

Die Stimmung auf unserer Seite war eigentlich sehr gut, allerdings fand ich ein paar Schmähgesänge etwas überflüssig. Zudem nervten gelegentlich die bereits oben beschriebene Personen die sich in den Vordergrund drängten, daher blieb ich die meiste Zeit auf Distanz zum „Mob“. Die Stimmung auf Seite der Franken war ganz in Ordnung. Vor allem deren Schlachtruf „Britannia, Britannia“ ist irgendwie geil. Einige Schmähungen der Hofer fehlten auch nicht, allerdings sehr 08/15, man merkte halt das in Hof sehr viele Bayernfans (also Rote keine Hofer Bayern) rumlaufen. Die größte Fanvereinigung in Hof sind die Jungs von „B.H.F.C“, was für „Britannia Hof Football Club" steht. Warum immer wieder Britannia? Von 1911 bis zum ersten Weltkrieg hieß der FC Bayern Hof kurz FC Britannia Hof, mit Bezug auf die großen Vorbilder von der Insel. Da das Empire dann jedoch Kriegsgegner war, benannte man den Verein in FC Bayern Hof um was bis 2005 bestand hatte. Um an diese Gründerzeit des Traditionsclub zu erinnern, fing die Hofer Fanszene um die Jahrtausendwende mit der „Wiederbelebung“ des ehemaligen Namen an. Für seine Szeneartikel betreibt „B.H.F.C“ im Stadion einen eigenen kleinen Verkaufskiosk und ich muss ehrlich zugeben, die Artikel die hier angeboten werden stechen so manche Szeneartikel von diversen großen Szenen um Längen aus.

hof134Ja das war der Bericht aus Oberfranken und wie bereits gesagt, ein Besuch lohnt sich! Für mich hat er sich auf jeden Fall gelohnt. Ein 4:1 Auswärtssieg Löwenherz was willst du mehr. Ich kann vor der U21 weiterhin nur den Hut ziehen, was das Team, Trainer Alexander Schmidt im Jahre 2012 und Trainer Markus von Ahlen im Jahre 2013 geleistet haben ist aller Ehren wert und egal was noch passiert wir sind stolz auf euch.
GIESINGS EHRE – SECHZIG AMATEURE