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Sonntag, 07 April 2013 01:05

Not my president?!

geschrieben von in Unterwegs mit dem Clown

notmypresidentUnd wiedermal rumpelt es kräftig in Hannover zwischen Fans und des Präsidenten der Hannover 96 GmbH & Co. KgaA!

„96 ist ein Scheißverein gewesen, der in über 100 Jahren nichts geschafft hat“(HAZ 5.4.2013 im Sportteil), diese Äußerung stammt von Martin Kind (Präsident von Hannover 96 seit 17 Jahren) in Hinblick auf die Zustände bei seinem Amtsantritt, die er während einer Fanclub Veranstaltung des Premium Fanclubs „Rote Reihe“ getätigt hat. Spricht so ein Präsident eines Vereins der vor seiner Amtszeit als Zweitligist den Pokal gewann und zweimal deutscher Meister wurde?  Ersteinmal sollte man sich, in der heutigen Zeit leider von Nöten, fragen inwiefern diese Aussage aus einem bestimmten Zusammenhang gerissen wurde und somit vielleicht den Inhalt anders da stehen lässt. Aber wenn man diese Aussage in dieser Form auf sich wirken lässt, dann ist es ein starkes Stück zu dem mir definitiv die Worte fehlen. Wer sich ein bisschen mit der Lage der beiden oben angesprochen „Streit“- Parteien beschäftigt, der weiß das diese Aussage das Fass weiter füllt, wenn es nicht sogar schon am überlaufen ist. Ein Präsident der „seinen“ Verein, vor seiner eigenen Amtszeit Zeit, als „Scheißverein“ tituliert besitzt für mich nicht die Würde bzw. die Legitimation dieses Amt inne zu haben!

Ohne Frage hat dieser Mann den Verein, in der von Ihm beschriebenen Zeit, gerade finanziell vor dem Untergang bewahrt und dafür hat er meinen vollsten Respekt. Allerdings darf dies kein Freifahrtschein sein. Denn wenn ein Stürmer in der einen Saison 10 Tore erzielt, darf er sich in der nächsten auch nicht ausruhen, sondern sollte an seine Leistung anknüpfen, um Anerkennung und das oft genannte Vertrauen des Trainers zu erhalten. Unser Lieber Martin distanziert sich in letzter Zeit mit seinem Verhalten immer mehr von den Anhängern des Vereins. Stichworte sind hier: Haarmann-Fahne, Kollektivstrafe nach dem Dresden Spiel und unteranderem noch die oben ausgeführte Aussage(immer mit dem kritischen Hintergedanken, inwiefern diese so alleine stehen gelassen werden kann). Es ist also fraglich wie sich diese Situation noch entspannen soll, angesichts dieses Verhalten von einem Präsident der seine eigenen Fans und ihren Verein so behandelt, aber bei einem bin ich mir sicher: „That is not my president!“   

Mittwoch, 03 April 2013 21:33

Dringend benötigt: Fans der klaren Worte

geschrieben von in Bökelberg

borussia moenchengladbachWas sie vom Auswärtsauftritt ihrer Mannschaft beim SC Freiburg halten sollten, wussten die meisten Borussia-Fans am Samstag nicht. Anscheinend lustlos und kampflos, jedenfalls aber ideenlos präsentierte sich die Elf vom Niederrhein. Am Ende stand ein verdientes 2-0 für die Breisgauer und ein erneuter (kleiner) Rückschlag für die Borussia im Europapokalrennen. Was man von der Spielweise der Gladbacher an diesem Tag halten soll, wissen die meisten Fans bis heute nicht so richtig. Viele finden jedoch, dass die Spielweise in der jüngeren Vergangenheit häufig unverständlich schwach war. Zurecht. Diese Stimmen sind aber bei einigen nicht gerne gesehen bzw. gehört. Dabei sind deutliche Worte auch im Erfolgsfall vonnöten.

Mittwoch, 03 April 2013 14:40

Europapokal-Abend mit dem Fanprojekt Hannover

geschrieben von in Hannoveraner Blog

Möglicherweise wird Hannover 96 in näherer Zukunft erst einmal nicht mehr europäisch spielen, deswegen wollen die Fans das Ganze gerne zusammen Revue passieren lassen. Das Fanprojekt will daher in Zusammenarbeit mit einigen Fans gerne einen Europapokal-Revival-Abend veranstalten.

An diesem Abend sollen verschiedene eindrucksvolle Fotos und Videos zum Thema ausgestellt werden. Das Fanprojekt Hannover bittet daher um Einsendung von Fotos und Videos eurer Europareisen mit Hannover 96.

Los gehen soll es am 25.5 um 19 Uhr bis Open End! Für Essen ist gesorgt! Es gibt Bier, Bratwurst, Salate und die Vegetarier müssen auch nicht verhungern. Veranstaltungsort sind die Räumlichkeiten des Fanprojekts in Hannover in der Herrenstraße 11. Also kommt vorbei!;)

Einsendungen bitte unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Wer schon Sehnsucht nach Fußball hat kann die 96 Amateure an diesem Tag in Wolfsburg unterstützen.

Sodala, da bin ich wieder. Zurück aus dem widerlichen Wolfsburg und Hecking haben wir so halb in den Arsch getreten. Der Ruhmreiche hat einen Halbzeitstand von 2:0 ausgleichen können und mit dem passenden Quäntchen Glück wären wir sogar noch mit 3 Punkten zurück ins gelobte Land gefahren. Es hat wohl nicht sollen sein. Auf jeden Fall konnte der Herr Polizist im Trainingsanzug sehen, wie eine Mannschaft kämpft und ihn richtig schön auf den Boden der Tatsachen geführt hat. Wirklich gut gemacht, Jungs! Für mich war das ein gefühlter Sieg. Als der Ball von Simons im Netz gezappelt hat, dachte ich, ich sei im falschen Film. Aber nein, der Glubb hat tatsächlich Moral bewiesen und verdient ausgeglichen. Dass der FCN irgendwie nicht wirklich was von guten 90 Minuten hält, ist ja bekannt. Dass das Team sich aber nicht aufgibt, ist etwas Neues und lässt das Glubbherz seit einigen Spieltagen höher schlagen. Weiter so! Danke, Dieter Hecking, dass sie so ein charakterloses Wesen sind und den Verein einfach im Stich gelassen haben. Sonst würden wir nicht da stehen, wo wir jetzt sind! Da hat Hecking ausnahmsweise mal was richtig gemacht.

Die Fahrt nach WOB an sich war ziemlich ereignislos. Gegen 13.30h kamen wir an der hässlichen Betonschüssel an und froren uns den Hintern ab, weil die Ordner mal wieder ihre in WOB üblichen Schikanen vom Stapel ließen. Der erste Schwung an Gästefans wurde eingelassen und dann ging mal wieder gar nichts mehr. War auf jeden Fall witzig anzusehen, als die Fraktion Dummsuff "Fußballfans sind keine Verbrecher" gegrölt hat. Da ich aber einen guten Platz in dem unmöglich konstruierten Gästeblock ergattern wollte, suchte ich mir einen anderen Eingang und war binnen 2 Minuten im Stadion. Im Nachhinein munkelte man, dass die Gäste am regulären Einlass so lange warten mussten, weil Glubberer auf der Treppe innerhalb des Stadions standen... No Comment.

Irgendwie hab ich auf Wolfsburg nie so richtig Lust. Im Block zieht es grundsätzlich wie die Sau und der Block ist regelmäßig überfüllt. So auch beim gestrigen Spiel. Ein paar Mädels und ich haben uns dann einen relativ guten Platz ergattert aber die Freude währte nicht lange. Nein - natürlich nicht. Meine Lieblingsfreunde der Fraktion Dummsuff wollten auf Biegen und Brechen in den mittlerweile überfüllten Sektor und quetschten und drängten sich einfach wie blöd in den Block. Das UN auf beiden Seiten des Blocks vertreten waren, haben die Honks wohl nicht wirklich geschnallt. Warum man mit ca. 2 Promille unbedingt bei den Ultras stehen muss, ist mir sowieso rätselhaft. Nun ja, dass ich das nicht einfach so akzeptiert habe, sollte klar sein. Mit einer Prellung im linken Arm durfte ich die Heimreise antreten, weil ich in der ersten Halbzeit regelmäßig an das Ende eines Wellenbrechers gedrückt wurde. Mein rechter Ellbogen hingegen tat danach zwar auch weh aber das kam daher, dass den so mancher Drängler ganz zärtlich an diversen Körperteilen zu spüren bekam. Richtig geil waren auch die Volldeppen, die meinten, sich mit vollen Bierbechern in das Gedränge zu stürzen. Dass nicht alle Becher gefüllt an ihrem Bestimmungsort ankamen, sollte demnach auch klar sein.

Komischerweise sind es aber immer die gleichen dubiosen Gestalten, über die nicht nur ich mich aufrege. In unserem näheren Umfeld standen hauptsächlich Vertreter zweier Fanclubs, die ihrem ziemlich asozialen Ruf mehr als gerecht wurden. Zwei Reihen vor mir stand ein Paradebeispiel der Fraktion Dummsuff. Vom Gästeblock aus schafft man es wohl eher selten, einen gegnerischen Spieler anzuspucken. Aber dieser Herr wusste es wohl besser und demzufolge hatten seine Vorderleute einen feuchten Hinterkopf. Als ich mich in meiner liebenswürdigen und freundlichen Art über ihn beschwert habe, hat er mich nur entgeistert angesehen. Was wollen solche Trottel bitte beim Fußball? Ich versteh es einfach nicht! Mich kotzen diese Doldis echt nur noch an. Bleibt halt daheim, wenn ihr euch nur sinnlos besaufen wollt. Kommt wesentlich billiger und es gäbe weniger Ärger.

In der zweiten Halbzeit konnten wir dann relativ entspannt stehen, weil sich dann doch ein paar Leute nach draußen flüchteten. So konnten wir das Spiel wenigstens genießen und wurden auch für unser Ausharren belohnt. Nach dem 2:2 waren selbst die Kälte und die vorher erlittenen Blessuren irgendwann scheißegal, weil man sich einfach nur noch freute. Wie schon gesagt, ein drittes Tor wäre das berühmte Tüpfelchen auf dem i gewesen aber gut, ich will mich nicht beschweren. Das Spiel hätte durchaus auch anders ausgehen können. Ergo bin ich mit dem einen Punkt sehr zufrieden.

Am Bus angekommen erzählte mir dann ein Mitfahrer, dass irgendein Glubberer tatsächlich vor das Stadion gekackt hat. Die Ordner und auch er waren so perplex, dass wohl erstmal niemand reagierte. Dass Wolfsburg zum Zuscheißen ist, ist bekannt. Dass das aber wirklich jemand wörtlich nimmt, ist schon mehr als widerlich. Manchen Leuten wurde scheinbar echt ins Hirn geschissen!

Naja, ich hab ja noch ein paar Spieltage Zeit, um mich über eine gewisse Klientel auszulassen. Wichtig ist, dass wir nicht verloren haben. Schön ist, dass die Westvorstadt unaufhaltsam in Richtung Abgrund torkelt :-) Wenn das mal keine schönen Ostern waren *g*

Fanblock FC Sankt Pauli HamburgJaja, die leidige Pyro-Debatte. Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber mir geht sie gehörig auf die Nerven. Sie langweilt, ist ärgerlich und tatsächliche Lösungen sind wegen der betonhart verkrusteten Fronten auf allen Seiten lichtjahreweit nicht in Sicht. Die einzigen, die bisher von diesem Käse wirklich profitiert haben, sind diverse Talk-Shows im Fernsehen, die sich ansonsten nur höchst selten mit dem Thema Fußball beschäftigen, folglich von Fankultur höchstens oberflächlich eine Ahnung haben und sich trotzdem dieses Themas bemächtigen, weil man mit der Jagd nach den "Taliban der Fußballfans" (Sandra Maischberger) oder dem spektakulären Abfackeln einer Kleiderpuppe durch einen hochdramatisch entsetzen Johannes B. Kerner (in "Hart aber fair") eben klasse Quote machen kann.

Soweit der alltägliche TV-Wahnsinn, der an dieser Stelle ja auch schon oft genug durchgekaut worden ist. Der DFB hat sich bisher wunderbar vor diesen Karren spannen lassen, das zeigt unter anderem auch das neuste Beispiel. Die Fußball-Weisen aus Frankfurt haben nämlich nun in einem Brief an den FC Sankt Pauli Hamburg den Fans des Kiezklubs untersagt, am 1. April (nein, das ist kein Scherz!) im Spiel gegen den SC Paderborn 07 Wunderkerzen abzubrennen. Nein, es sind keine bengalischen Fackeln, Rauchbomben, Chinaböller, Kanonenschläge oder ähnliches schweres Kaliber gemeint, sondern Wunderkerzen: diese dürren Dinger, die einen netten kleinen Funkenregen abgeben, das ganze Jahr über frei erhältlich sind und laut Gesetz von jeder Person über drei Jahren benutzt werden dürfen. Was bei Kindergeburtstagen, auf unzähligen Partys, bei vielen Konzerten und anderen Sportveranstaltungen wie zum Beispiel Eishockey oder Wintersport, harmloser Alltag ist, wird plötzlich zum brisanten Sicherheitsrisiko, nur weil es sich in einem Fußballstadion abspielt.

Der Sicherheitsbeauftrage des FC Sankt Pauli führte laut Angaben der tagesschau aus, wenn Leute ein ganzes Bündel Wunderkerzen in der Hand hielten, könnten sich ähnliche "Hitzeherde" entwickeln wie bei anderen Pyroteilen, entsprechend hoch sei die Gefahr für Verbrennungen. Also werden Wunderkerzen jetzt aus den Stadien verbannt, weil man damit Blödsinn anstellen könnte. Da kommt mir spontan der Gedanke: welche Gegenstände müsste man dieser Argumentation nach noch im Stadion verbieten, weil man damit Schindluder treiben könnte? Ich könnte mit meinem Fanschal meinen Platznachbarn erwürgen. Mit der Stange einer Fahne (egal wie kurz sie ist) könnte ich jemanden ein Auge ausstechen. Mit meinem Bierbecher aus Plastik könnte ich jemanden eine fiese Platzwunde zufügen. Ich könnte mich am Papier meiner Eintrittkarte oder des Stadionmagazins übel in den Finger schneiden. Mit meiner Zigarette könnte ich meiner Freundin ihre tollen langen Haare abfakeln. Aaron Hunt könnte mit einem gezielten Schuss in Richtung Tribüne einem Zuschauer das Nasenbein brechen. Laufe ich im Oberrang die steile Treppe herunter könnte ich stolpern und zusammen mit anderen Zuschauern in den Unterrang stürzen.

Ihr merkt schon, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Dazu passt auch der Kommentar eines Sankt Pauli-Fans, der ebenfalls von der tagesschau zitiert wird: "Was machen diese Sicherheitsfreaks eigentlich Silvester? Buchen die sich dann eine Nacht in 'nem Bunker?" Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass man in deutschen Stadien Schals, Fahnenstangen, Plastikbecher, Eintrittskarten, Stadionhefte, Zigaretten, Fußbälle und Treppen verbieten wird, auch wenn sie eine Gefahrenquelle sein könnten. Die Tatsache, dass nun völlig harmlose Wunderkerzen auf den DFB-Index gesetzt werden, ist wohl eher der aktuellen Hysterie rund um das Thema Sicherheit geschuldet. Um Sicherheit geht es hierbei eher nur oberflächlich, ich vermute den Kern des Pudels eher im Bereich Imagepflege ("Wir vom DFB beschützen Euch hilflose Zuschauer!"), Angst vor schlechter Presse und ein stückweit wohl auch Wahlkampf (Innenminister will sein Amt behalten, Hardliner-Politik macht sich besser in der Bildzeitung, im September sind Wahlen, usw.). Für Wunderkerzen hat sich noch vor zwei Jahren (zurecht) keine Sau interessiert, damals wäre eine Choreografie mit den kleinen Funkenregen nicht verboten worden (wie letztes Jahr beim 1. FC Kaiserslautern und dem VfL Bochum), sondern im Fernsehen fett abgefeiert. Wie schnell sich die Zeiten doch andern können. Ich vermute, ich stehe mit diesem Gefühl bei weitem nicht alleine da wenn ich sage: mir geht diese schon fast lächerlich übertriebene und hysterische Sicherheitsfanatik allmählich ziemlich auf den Wecker und als Stadionbesucher wird es mir mehr und mehr lästig. Lästig wie ein Schwarm Schmeißfliegen, die um meinen Kopf herumschwirren und mir ununterbrochen einzureden versuchen, in welch großer Gefahr ich doch schweben würde, wenn sie nicht wären.

Arnautovic gegen MainzEbenfalls lästig wird mir so langsam die Sensationsgier, die sich hier in Bremen breitgemacht hat (was für 'ne Überleitung!). Gestern fetzte grell die Eilmeldung durch die Gegend, Marko Arnautović und Sokratis Papastathopoulos (der Name ist doch eigentlich ganz einfach, sprich: Pa-Pas-Ta-To-Pu-Los) hätten sich im Training "geprügelt" bzw. es sei zu "Rangeleien" gekommen. Als ich mich durch die diversen Berichte zu diesem "Vorfall" gelesen habe bekam ich rund ein halbes Dutzend unterschiedlicher Versionen vom dem geboten, was sich da auf dem Trainingplatz zugetragen haben soll. Am Ende war alles wohl halb so wild und ehrlich gesagt ist mir eine großzügige Portion Chilli-Pfeffer deutlich lieber, als wenn die Spieler nur stumpf ihr Pflichtprogramm herunterspulen würden. Diese Emotionen und der Trainingseifer zeigen doch, dass den Spielern die aktuell unbefriedigende sportliche Situation des SV Werder Bremen keineswegs egal sind. Ganz ähnlich sieht das auch Marko Arnautović, der heute auf seiner Facebook-Seite schrieb: "Und wieder mal können die Medien aus einer Mücke einen Elefanten machen. Das wir mit Emotionen und Ehrgeiz beim Training sind würde ich eher positiv bewerten. Da kommt so ein Zweikampf schon mal vor. Auch wenn man sich sonst eigentlich super versteht!" Diese Einstellung gefällt mir, Langeweiler und Drückeberger kann Werder momentan wirklich nicht gebrauchen. Ich hoffe allerdings auch, dass dieses Feuer auch noch am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel in Mainz ebenso stark lodert. Überflüssig zu erwähnen, dass Werder die dort zu vergebenden drei Punkte verdammt gut gebrauchen kann. Man sollte auf keinen Fall den Fehler begehen und Mainz unterschätzen! (Sehr) frei nach Frank Rost: "Die Mainzer kommen auch nicht auf der Wurstbrühe dahergeschwommen."

Zuletzt noch ein Wort in eigener Sache: neben meiner Facebook-Seite "Osterdeich-Schnack" und der gleichnamigen Präsenz auf Twitter (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine mittlerweile über Hundert Follower) wo ich Euch stets über Neuigkeiten diesen Blog betreffend und über sonstige Gedanken rund um den SV Werder Bremen auf den Laufenden halte, habe ich ein neues Facebook-Projekt namens "Werder Bremen Information Center" gestartet. Wie der Name schon sagt handelt es sich dabei um ein reines Nachrichtenportal, dass aber im Gegensatz zu fast allen anderen Werder-Seiten auf Facebook komplett auf Werbung, Gerüchte, Gossip, Klatsch & Tratsch, Gewinnspiele, Quizze sowie die mehr als lästigen Aufforderungen zum "Liken und Teilen!" verzichtet. Dort gibt es nur von mir selbst verfasste Nachrichten, Statistiken, Daten und Fakten; unaufgeregt, seriös und meinungsneutral. Anlass zu diesem neuen Projekt war die "Scholl-Affäre", über die ich in meinem letzten Blogbeitrag "When Saturday (be)comes (boring)" berichtet habe. Ich habe mir zum Ziel gesetzt: mach es besser als jene denen Du vorwirfst, dass sie's nicht können. Ãœber einen Besuch und gegebenfalls eine Weiterempfehlung würde ich mich sehr freuen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eine schöne Osterzeit!

Donnerstag, 28 März 2013 10:07

Es ist einiges los...

geschrieben von in Samstags auf der A5

TitelEs ist ja im Moment einiges los im beschaulichen Freiburg. Nachdem Rosenthals Abgang zur Eintracht schon feststeht, scheint Kruses Wechsel nach Gladbach nur noch eine Formsache zu sein. Auch an Caligiuris Verbleib glaubt kaum noch jemand. Wenn man die Prozentzahlen, mit denen auf transfermarkt.de die Wahrscheinlichkeiten der jeweiligen Wechselgerüchte zu seiner Person beziffert werden, addiert, kommt man auf logisch unmögliche 122 Prozent Wechselwahrscheinlichkeit.

Kruse und Caligiuri haben leider Ausstiegsklauseln in ihren Verträgen beim Sportclub, daher liegt die Entscheidung bei den Spielern, ob sie auf eines der definitiv vorhandenen Angebote aus der Bundesliga eingehen werden. Die Existenz dieser Klauseln ist aus Fan-Sicht extrem ärgerlich, dürfte aber eine notwendige Bedingung dafür gewesen sein, dass die Spieler überhaupt beim SCF unterschrieben (Kruse), bzw. ihren Vertrag verlängert haben (Caligiuri). Ein möglicher Kompromiss in solchen Fällen könnte vielleicht der Einbezug von Ausstiegsklauseln sein, die erst nach bspw. zwei Spielzeiten ihre Gültigkeit erhalten (Bild 3) oder die Formulierung eines gestaffelten Vertrags mit einer festgeschriebenen Ablösesumme, die im Laufe der Zeit sinkt (Bild 4) als Alternativen zu Verträgen ohne (Bild 1) und mit einer dauerhaft gültigen festen Ablösesumme (Bild 2).

Machen wir es kurz: Ja, ich würde seit geraumer Zeit lieber die ostfriesischen Meisterschaften im Hallenhalma oder Wattebäuschenpusten gucken als ein Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft, obwohl (oder weil...?) ich glühender Fußballfan bin. Und nein, ich habe absolut keine Probleme mit Deutschland und möchte dauerhaft in keinem anderen Land der Welt leben. Was also ist es, das meine frühere Begeisterung – nach der EM 1980 trat ich in Ermangelung kopfballungeheuertauglicher Körpergröße beim Kicken auf dem Schulhof nur noch als Karlheinz Förster an; 1986 schlichen mein Vater und ich um Mitternacht ins Wohnzimmer und der WM-Titel 1990 wurde in einem sonnendurchglühten Sommer nach dem Abi ebenso begeistert gefeiert wie der EM-Triumph im Mutterland des Fußballs – über schleichendes Desinteresse zu einer handfesten Abneigung gegen die deutsche Elf hat werden lassen?

Arschloch