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Sonntag, 03 März 2013 11:00

#fürimmerFritzWalterStadion

geschrieben von in 360°-Pass

fürimmerfritzwalterstadionNamingrightsponsoring: Eine weit verbreitete Erscheinung im deutschen Fußball – nicht so in Kaiserslautern. Das ist Vorteil und Nachteil zugleich: Denn der FCK verzichtet auf eine Summe in mindestens 6-stelliger Höhe, bewahrt aber das wichtigste Identitätsmerkmal des FCK: Fritz Walter. Dieser Artikel zeigt einen Lösungsvorschlag der Problematik auf. "Fritz Walter Stadion" bleibt bestehen und der FCK erzielt trotzdem Einnahmen. Am Ende dieser Seite findet ihr eine Umfrage, an der ich euch bitte teilzunehmen.

Mittwoch, 27 Februar 2013 21:18

Die drei Fragezeichen

geschrieben von in Jochen G

DreiFragezeichenRückblickend betrachtet war es, wieder einmal, eine äußerst überflüssige Auswärtsfahrt bei der es außer Kosten und stundenlanger Autofahrt nichts erfreuliches oder gar aufbauendes zu berichten gab. Patrick Potthoff hat es in seinem Blog über die Analyse dieses Spiels sehr schön auf den Punkt gebracht, es gab nichts zu analysieren. Wo nichts ist, lässt sich nichts analysieren. Nach dem Spiel sitzt die fünfköpfige Auswärtsfahrergruppe dann auch durchgefroren in der Hotellobby und nippt an Bier oder Tee. Jeder sieht den jeweils anderen an, schüttelt den Kopf und versteht nicht so ganz, was man sich da eben, nach sechsstündiger Fahrt, so ansehen musste. Über den Köpfen scheint nur eins zu kreisen, Fragezeichen …

dfbEs ist 01:02 Uhr als ich angefangen habe diese Zeilen zu schreiben. Dabei lag ich eigentlich schon 1 Stunde lang im Bett, drehte mich hin und her und machte mir darüber Gedanken, was wohl heute Abend passieren wird. Ich bin seit rund 21 Jahren BVB Fan und habe viele große Spiele gesehen seither, und jedes Mal erlebe ich dieselbe Situation, die Schlaflosigkeit in der ich mir Szenarien ausmale.

Können wir den Gegner schlagen? Was sind die Stärken des Gegners? Worauf müssen wir achten? Welche Form haben unsere Spieler? Welche Überraschung hat der Gegner in der Aufstellung auf Lager? Welche können wir anbieten?

Dienstag, 26 Februar 2013 21:43

Ein Tag im Mai 2013 - Folge 6/21

geschrieben von in 360°-Pass

Ein Tag im Mai 2013 Folge 6 von 21

Der Weg zum Aufstieg sollte steinig werden, das war uns ja klar. An einem dieser Montagabende waren es aber keine Steine, sondern Berge, die anscheinend den Weg zum gegnerischen Tor versperrten.
Ein Eintrag vom 26.02.2013:

Gestern war es wieder so weit. Zweitligafußball am leidigen Montagabend. Hertha BSC vs. 1. FC Kaiserslautern. Ein Spiel zum abgewöhnen – zumindest aus Lauterer Sicht.

Dieses Spiel ist es wert, mal tiefer in die Analyse der einzelnen Szenen einzusteigen. Jede Offensivaktion, die zu einem Torschuss geführt hat mal genauer unter die Lupe zu nehmen: Objektiv, detailliert und aus allen Perspektiven – das soll heute mal das Ziel sein. Also fangen wir an:

... Fertig.

Nachdem wir die insgesamt 0 Torschüsse des FCK analysiert haben, widmen wir uns doch mal dem vermeintlich längeren Teil: Den Ursachen. Da wären einige mögliche Aspekte zu nennen:

Rote Karte: Baumjohann musste den Platz in der 33. Minute verlassen. Zurecht oder zu unrecht - darüber lässt sich streiten. Klar ist aber auch: Das empörte Aufspringen der Herthaner Bank verstärkte sicher auch die Wahrnehmung des Schiedsrichters und damit auch die Entscheidung gegen Alexander Baumjohann. Ein Schiedsrichter muss innerhalb von Sekunden entscheiden; da sind es oft diese kleinen Details, die den Ausschlag geben. Für den Großteil der Lautern-Fans war es eine Fehlentscheidung, für die Herthaner war es berechtigt und für alle Esoteriker war es wohl die verspätete Strafe für die Schauspielerei in Duisburg. Schlechtes Karma halt.

Der Wille: Bei aller Kritik – daran mangelte es an diesem Abend nicht. Selbst mit 10 Mann warfen sich die Spieler in die Zweikämpfe. Sie wollten, aber konnten nicht. Das kann man ebenso gut wie auch bedenklich finden.

Der Gegner: Hertha BSC hat nicht nur den besten Kader der Liga, sondern auch einen bewiesenermaßen Top-Trainer. Berlin drückte schon früh auf den Führungstreffer. Tabellarisch war es ein Spitzenspiel. Tatsächlich war aber nur eine Mannschaft wirklich spitze. Und das auch schon vor dem Platzverweis.

Die Abwehr: Unser Prunkstück. Auch dieses Mal – trotz der Niederlage. Torrejon saustark. Jeder arbeitet mit nach hinten. Der FCK steht relativ kompakt und sicher gestaffelt. Doch ist diese defensive Stabilität auch zugleich eine Ursache für die mangelnde Offensivkraft? Die Balance zwischen Abwehr und Angriff scheint momentan nicht wirklich ausgewogen. Die Abwehr ist sicher – genauso wie die gegnerische Abwehr sicher sein kann, durch FCK-Angriffe garantiert nicht in Gefahr zu geraten.

Der Elfmeter: Laut Franco Foda hätten wir befreiter aufspielen können, wenn Sippel den Ball nicht gehalten hätte…

Der Mo: Er wird insofern zur Ursache des Problems, weil er nicht dabei war – der Mo Idrissou. Der Rammbock im offensiven Zentrum fehlt. Keine Anspielstation, der auch mal den Ball halten kann. Ein Hoffer rieb sich zunehmend auf. Bemüht, aber mittellos. Da half auch der Wetteinsatz von Frank Buschmann nicht, der ihn als ersten Torschützen des Spiels prognostizierte.

Der Rehmer: Mit Vornamen Marco, Ex-Herthaner und Co-Kommentator auf Sport1 an diesem Abend. Man weiß nicht, wie er es gemacht hat, aber sein Tipp auf Peer Kluge als ersten Torschützen war richtig. Frank Buschmann muss sein nächstes Montagsspiel im Herthinho-Kostüm moderieren. Warum das eine Ursache für die nicht vorhandene Offensivkraft des FCK ist? Wettmanipulation. Hoffentlich.

Das Fazit:
Die schönste Szene des Spiels? Als der Schiri die Pfeife zum Abpfiff des Spiels zückte. Die Ursachen für das schlechte Spiel sind vielschichtig.  Keiner kann erwarten, dass der FCK die Hertha mit 10 Mann aus dem Olympiastadion schießt, doch geben die nicht vorhandenen Offensivaktionen Anlass zur Sorge. So gut die Abwehr auch steht (bis zum Gegentor 6 Stunden ohne Gegentreffer), so schlecht ist das Spiel nach vorne (mehr als 2 Stunden ohne echte Torchance).

Der Wille ist nicht das Problem, der ist zweifelsfrei da. Das kann man einerseits positiv auslegen, weil immerhin die Einstellung stimmt. Andererseits stellt sich die Frage: Wenn es der Wille nicht ist, was fehlt dann?

Fortsetzung wie immer auch auf Facebook oder Twitter 

Aus der Sicht von CA Independiente ist der gestrige 2:0 Sieg im Clásico de Avellaneda gegen den Erzrivalen Racing Club eigentlich in zwei Worten greifbar: Partido perfecto - perfektes Spiel. Intensiver sind allerdings Eindrücke, von jemandem der live dabei war. Ein ausführlicher Erlebnisbericht von dem in Buenos Aires lebenden argifutbol-Autor Viktor Coco.

Eine meine Mitbewohnerinnen, Wakio, stammt aus Guyana, ist in Kenia aufgewachsen und hat in Washington DC Internationales Recht studiert. No entiendo - ("Ich verstehe es nicht") raunte sie mir gestern Abend frei von jeglichen Ressentiments immer wieder zu. Klar, schwer zu verstehen, wenn ein erwachsener Mensch den ganzen Abend total heiser singend durch die Bude hüpft. Aber vielleicht doch nicht so schwer, für jemanden, der Fußball fühlt. Aber wie kam es dazu?

Montag, 25 Februar 2013 19:08

"Totaly Kaputt"

geschrieben von in Linker Läufer

Es war endlich wieder Wochenende. Es war Samstagmorgen. Das Auswärtsspiel in Hannover stand an und so machten sich meine HSV-Genossen, Heiko und Peter sowie meine Wenigkeit auf, um im 400 Kilometer entfernten Hannover den nächsten Auswärtssieg unserer Jungs zu bejubeln. Die Fahrt war eine Angelegenheit aus Wind und Schnee, dazu Wischwasserdüsen, die ihren Dienst vorzeitig einstellten. Trotz aller Widrigkeiten an diesem Morgen wurde die Stadtgrenze von Hannover pünktlich passiert und das erste Missgeschick des Tages sollte folgen. Wie heißt eigentlich das Stadion in Hannover nochmal? TUI Arena oder LTU Arena? Wir wussten es nicht und tippten auf TUI Arena. Das Navi führte uns im Kreis herum und so stand man kurze Zeit später vor einer größeren Sporthalle mit dem wunderschönen Namen: TUI Arena. Vom Stadion aber war weit und breit nichts zu sehen. Nachdem uns Yvonne den richtigen Stadionnamen zutwitterte, war es uns allen klar. AWD Arena. Wie konnte man es auch vergessen?

Die Stadiontore in Sichtweite, die Freunde aus Hamburg wurden begrüßt und nun warteten wir auf die fehlende Karte. Peter, der ohne Karte angereist war, wurde irgendwann zu ungeduldig und so beschlossenen wir, die sich nächstbietende Gelegenheit anzunehmen. Sekunden später ergab sich die Chance und Peter ersteigerte bei einer extra dafür angereisten Reisegruppe aus dem Osten – die einfach nur mal Fußball gucken wollten, das erhoffte Ticket. Peter zog mit der Reisegruppe von dannen und musste kurze Zeit später feststellen, dass der Platz auf der Seite der Roten war. Von dem Dilemma bekamen Heiko und ich zuerst nichts mit und so machten wir es uns im Stehplatzbereich gemütlich. Der Anpfiff war zum Hören nahe. Da an diesem Tag Materialverbot bestand, aufgrund von Pyrotechnik im vergangenen Jahr, waren in diesem nur Trommeln und das Megaphon zugelassen. Umso erstaunter war ich, als plötzlich mehrere Schwenkfahnen den Weg in die Kurve fanden und das Gesamtbild des trüben Tages in ein kleines blaues Fahnenmeer verzauberte. Abgerundet wurde das Ganze mit einem farblichen Konzert, bestehend aus Pyrotechnik sowie einem laut schallenden Gesang.

Donnerstag, 21 Februar 2013 16:32

Was passiert, wenn Hoffenheim absteigt.

geschrieben von in Matze's Viererkette

218099 original R by Jessica Konrad pixelio.deIch beobachte die TSG Hoffenheim jetzt schon seit der 3.Liga und habe angefangen mir Sorgen um den deutschen Fußball zu machen, als Hoffenheim in der 2.Liga aktiv war. Millionen wurden rausgehauen, ein Carlos Eduardo kam für 8 Millionen (Teilweise ein komplettes Etat einer Zweitligamannschaft) und weitere Spieler folgten. Mit Kaufeskapaden wurde hier ein Verein gezüchtet, dem Red Bull (zurzeit) nur neidisch hinterher blicken konnte.

Als das „Projekt“ wie es oft genannt wird, dann in die 1.Liga aufstieg, wehrten auch wir uns als Fanclub gegen diesen Club, dem Macher Dietmar Hopp mit seinem aggressivem Auftreten gegenüber anderen Fans und den plötzlichen neuen Fans, die wie Unkraut aus dem Boden schossen, als Hoffenheim erstklassig wurde. Das Ergebnis dieses Widerstands war ein Brief vom Anwalt, wir sollten doch jegliche Anfeindungen gegen Hoffenheim und Dietmar Hopp als Person unterlassen. Beleidigungen wurden fortan nicht mehr geduldet, um unsere Mitglieder und auch uns selbst zu schützen, aber die freie Meinungsäußerung hat uns bis heute keiner nehmen können.