Auf und ab, wie kann‘s anders sein;
da hilft kein stöhnen und auch kein Schrei‘n.
Die Talfahrt ist gerade ganz schön steil,
ein anderer würd sagen: 3. Platz – ist doch geil.
Doch ist es so, die Fans wandern ab;
dabei stehen wir vorm Aufstieg doch nur so knapp.
Viel tiefer liegt das Problem, glaubt man zu ahnen;
gefühlt auf Halbmast unsere Fahnen.
Pfiffe und Stöhnen, das ist aktuell;
wird sich wohl nicht ändern so schnell.
27.000 Zuschauer warn‘s zuletzt,
bei weitem nicht voll besetzt.
Mannschaft oder Fans, wer trägt die Schuld?
Was ist der Grund für den Tumult?
Kein Funke springt über vom Feld zum Rang,
90 Minuten kommen einem vor viel zu lang.
Von der Tribüne zum Rasen auch nichts gescheh‘;
Langeweile pur, wenn ich genau hinseh‘.
Werfen wir doch ein Blick genauer hin,
Spielerbewertungen machen immer Sinn.
Ohne Schuld der Sippel,
im Offensivspiel ohne Mittel.
Heintz hält hinten dicht,
der Defensivverbund selten bricht,
Torrejon mit grauem Haar;
selten mit Fehlern, nur ein paar.
Löwe der Ersatz für Leon Jessen;
ein Unterschied, der sich kaum in Worte lässt messen.
Florian Dick mit einer schwachen Saison,
mit seinen Flanken könnt er abschießen nen‘ Heißluftballon.
Markus Karl stark begann,
wir wissen, dass er es kann.
Baumjohann mit Schatten und Licht,
doch Platzweise helfen uns nicht.
Benny Köhler: Der Einsatz ist da,
die Fehlpassquote aber nich‘ grad‘ vorzeigbar.
Fortounis, da fällt mir nix mehr zu ein;
meinetwegen gerne nach Sibiren verleihen.
Weiser ist jung, das sei ihm verziehen;
ist ja eh‘ nur ausgeliehen.
Idrissou, der reibt sich auf;
momentan einfach kein‘ Lauf.
Beim Bunjaku muss platzen der Knoten,
damit er wieder schalten kann auf Autopiloten.
Jimmy Hoffer, ein Liebling der Leute;
vor dem Tor mit wenig Beute.
Aus Wien kam Drazan, das Supertalent;
bisher war‘s nicht besonders exzellent.
Sie ist da, die individuelle Klasse;
vielleicht aber auch zu viel in der Masse.
Von fehlender Kommunikation ist oft die Rede;
es scheint, als stände man sich selbst im Wege.
Wo ist das System auf dem Platz?
viel zu viel Zufall – das ist für die Katz.
Auch wenn wir sind keine Gelehrten;
um das zu sehen, brauch ich keinen Experten.
Vorgenommen hat man sich doch so viel,
nur erreichen tut man es nicht: Das Ziel.
„Wir wollen gewinnen“, das ist ja nett;
ist das Fußball oder schon Ballett?
Die Worte sind groß, die Taten zu klein;
am Ende mehr Schein als Sein.
Verloren ist noch nichts, Geduld ist gefragt.
Totgesagte leben länger, wer hat’s noch gleich gesagt?
Die Hoffnung stirbt zuletzt, noch so eine Ode;
aber Phrasen sind bei uns ja auch grad in Mode.
Montag in Braunschweig, wie geht es aus?
Zurück auf die Spur oder aus die Maus?
Wie auch immer es enden mag,
am Schluss ist es nur ein weiterer Tag.
Ein weiterer Tag an dem man bleibt auch treu,
denn sind wir ehrlich: Auf und Ab - das ist uns nicht neu.
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Eine Umfrage zum Erhalt des Fritz Walter Stadions:
https://docs.google.com/forms/d/1c399WCiVHN_KjUakbfX0FTb8pCgR2ufclxxBAhv0TLY/viewform
Dauert ca. 5-7 Minuten.
Danke!
Erlebnis "Auswärtsfahrt"
geschrieben von Auke Aplowski in Für Fußball und gegen Kommerz!
Auswärtsfahrten sind für viele Fußballfans immer wieder besondere Erlebnisse. Zu dem eigentlichen Grund für die Fahrt, die eigene Mannschaft auf fremden Platz zu unterstützen und zum Sieg zu singen, gibt es diverse andere Dinge, die Auswärtsfahrten zu ganz speziellen Spielen machen. In diesem Blog soll es um ein paar meiner persönlichen Erfahrungen bei Auswärtsfahrten gehen, hierbei jedoch weniger um die Spiele an sich, als um das eben angesprochene „drumherum“. Zu Beginn meines Fan-Daseins, ich wohnte damals noch in Braunschweig, folgten Auswärtsfahrten einem gewissen, sich immer ähnelnden Schema: Mit Zug oder Auto in die Stadt des Gegners, unterwegs in Stimmung bringen, ab ins Stadion, danach in großen Gruppen die abreise antreten. Heute, da ich inzwischen aus Braunschweig weggezogen bin und im nördlichen NRW lebe, reise ich meist allein zu den Auswärtsspielen an und eben auch ab. Dies gibt mir heute andere Einblicke und bringt neue Erfahrungen mit sich, die man als reisende Gruppe eher selten hat. Aus aktuellem Anlass, den ich im weiteren Verlauf aufgreife, möchte ich meine Erfahrungen hier teilen.
Meine erste Fahrt zu einem Auswärtsspiel ging in der Saison 2002 / 2003 nach Berlin. Mit dem Sonderzug ging es direkt zu einem naheliegenden Bahnhof, von dort per Fußmarsch durchs Viertel zur Alten Försterei. Unterwegs begleiteten uns immer wieder Beleidigungen und Schmährufe von Balkonen und aus Fenstern. Für mich damals ein beeindruckendes Erlebnis, mit rund 2000 Braunschweigern durch Berlin zu laufen, umzingelt von der Polizei, beleidigt von den Unionern. Eine Situation, die viele kennen werden und auch das Gefühl dabei, mit einer solchen Masse aufzutreten und zu zeigen „Braunschweig ist da“ ist durchaus euphorisierend. Das Spiel gewannen wir mit 1:0 und so wurde gut gelaunt der Rückweg angetreten, wobei uns diesmal Tomaten entgegen kamen als wir den Bahnhof betreten haben. Auch das störte mich wenig und so war der Grundreiz gesetzt, der mich bis heute zu einem großen Freund von Auswärtsfahrten macht.
Weitere Fahrten folgten und eine Tour zum Regionalligaspiel nach Essen erwies sich als besonders Ereignisreich. Mit dem Bus ging es an einem Freitag Abend zum Spiel gegen RWE,wo wir, anders als in Berlin, nicht mit ganzen Tomaten, sondern Ketchup Bekanntschaft machten. Man lernt auch im Bereich des Fußballs nie aus und trifft immer wieder auf neue Möglichkeiten, anderen Fans seine Abneigung mitzuteilen, doch solange es keine Fäkalien sind finde ich es zwar nicht schön selbst getroffen zu werden, aber sehe darin keine Gefahr oder Bedrohung meiner und anderer Personen. Erste wirklich unangenehme Erfahrungen machte ich auf einer Fahrt zum Spiel gegen die Zweite vom BVB. Direkt bei der Ankunft in Dortmund wurden wir von der Polizei aus dem Regionalexpress geholt und es wurde uns direkt klar gemacht wie die Machtverteilung aussieht. Mit der U-Bahn ging es weiter Richtung Westfalenstadion, in dem die Partie ausgetragen wurden. Die Reise endete jedoch kurz vor unserem Ziel, als die Polizei uns unter Körpereinsatz aus der Bahn zog und uns dann am verlassen des U-Bahnaufgangs hinderte. Nach gut einer Stunde fanden sich die meisten von uns im Polizeigewahrsam wieder, ohne überhaupt zu wissen was vorgefallen war oder auch nur einen Funken von Auskunft über Gründe für bisher getroffene und geplante Vorgehensweise zu bekommen. Verlassen durften wir das Revier nach Abpfiff des Spiels, begleitet von der Polizei, zu einem Regionalbahnhof in der Nähe des Stadions von wo aus wir in einem, extra abgetrennten Wagons des Sonderzugs wir die Heimreise antreten mussten. Das Nachspiel dieser Aktion ging noch eine Weile und es stellte sich heraus, das eine Auseinandersetzung zwischen Einfacht-Fan und Zivilbeamten der Auslöser für diese Willkür war. Auf dieser Reise bekam ich zum ersten Mal einen Eindruck davon, welche Probleme und Gefahren Auswärtsfahrten mit sich bringen können und mit welcher Willkür die Polizei problemlos ihre Ziele durchsetzen kann.
Mit Glück ins Endspiel
geschrieben von Christin Heidmann in Frauengeschichten
3 Monate, 3 lange Monate ohne sonntäglichen Fußballbesuch. Der Winter machte es möglich das im Jahr 2013 bisher nur ein Pflichtspiel auswärts gegen den SC Freiburg stattfand. Am 3. März sollte aber endlich wieder der Ball im KarLi rollen.
Als Gegner hatte man keinen geringeren als den aktuellen Pokalsieger FC Bayern München zu Gast. Schon im Oktober waren die Roten zum Punktspiel in der Bundesliga hier. Das Ergebnis damals, ein knappes 2:1.
Was passieren würde, wenn Viagogo plötzlich beim BVB einsteigt?!?
geschrieben von Matthias Saathoff in Matze's Viererkette
Viagogo ist in den letzten Wochen in aller Munde, unser Reviernachbar Schalke hat aktuell sehr damit zu kämpfen, in Stuttgart gehen die Fanvertreter auf die Barrikaden und der HSV hat den Kampf „Fans gegen Verein und Viagogo“ bereits verloren.
Aber es ist auch absolut richtig, gegen den legalen Schwarzmarkt und die Ausbeutung der Fanszenen einzutreten. Viele werden jetzt sagen, was interessiert mich was auf Schalke passiert, in Stuttgart los ist und beim HSV gewesen ist? Es ist insoweit interessant, dass wir uns als Fans auch mit Themen auseinandersetzen müssen, die Anderenorts passieren, nur so können wir reagieren, wenn wir plötzlich selbst betroffen sind. Zumal auch wir bedenken müssen, dass wenn andere Fanszenen unterwandert werden oder wie im Fall Schalke, die Fans dort wie Abschaum behandelt werden (Ich sag es mal etwas deutlicher), auch wir irgendwann mal ins Fadenkreuz solcher dubiosen Firmen geraten können. In Dortmund muss man ja sogar „wieder“ sagen, wenn wir an unsere schwere Zeit denken, in denen Waffenlobbiesten und gruselige Geschäftsmänner wie Florian Homm bei uns Ihr Geld investierten.
#fürimmerFritzWalterStadion
geschrieben von Patrick Potthoff in 360°-PassNamingrightsponsoring: Eine weit verbreitete Erscheinung im deutschen Fußball – nicht so in Kaiserslautern. Das ist Vorteil und Nachteil zugleich: Denn der FCK verzichtet auf eine Summe in mindestens 6-stelliger Höhe, bewahrt aber das wichtigste Identitätsmerkmal des FCK: Fritz Walter. Dieser Artikel zeigt einen Lösungsvorschlag der Problematik auf. "Fritz Walter Stadion" bleibt bestehen und der FCK erzielt trotzdem Einnahmen. Am Ende dieser Seite findet ihr eine Umfrage, an der ich euch bitte teilzunehmen.
Rückblickend betrachtet war es, wieder einmal, eine äußerst überflüssige Auswärtsfahrt bei der es außer Kosten und stundenlanger Autofahrt nichts erfreuliches oder gar aufbauendes zu berichten gab. Patrick Potthoff hat es in seinem Blog über die Analyse dieses Spiels sehr schön auf den Punkt gebracht, es gab nichts zu analysieren. Wo nichts ist, lässt sich nichts analysieren. Nach dem Spiel sitzt die fünfköpfige Auswärtsfahrergruppe dann auch durchgefroren in der Hotellobby und nippt an Bier oder Tee. Jeder sieht den jeweils anderen an, schüttelt den Kopf und versteht nicht so ganz, was man sich da eben, nach sechsstündiger Fahrt, so ansehen musste. Über den Köpfen scheint nur eins zu kreisen, Fragezeichen …
Die Nacht vor dem Pokalkracher gegen Bayern
geschrieben von Matthias Saathoff in Matze's Viererkette
Es ist 01:02 Uhr als ich angefangen habe diese Zeilen zu schreiben. Dabei lag ich eigentlich schon 1 Stunde lang im Bett, drehte mich hin und her und machte mir darüber Gedanken, was wohl heute Abend passieren wird. Ich bin seit rund 21 Jahren BVB Fan und habe viele große Spiele gesehen seither, und jedes Mal erlebe ich dieselbe Situation, die Schlaflosigkeit in der ich mir Szenarien ausmale.
Können wir den Gegner schlagen? Was sind die Stärken des Gegners? Worauf müssen wir achten? Welche Form haben unsere Spieler? Welche Überraschung hat der Gegner in der Aufstellung auf Lager? Welche können wir anbieten?