Turbine gegen Jena- oder wenn der Gegner die Tore einfach selbst schießt
geschrieben von Christin Heidmann in FrauengeschichtenNach der Niederlage in München und der Länderspielpause, durfte mal also gespannt sein, wie die Mannschaft auftreten würde. Schließlich sind Niederlage schon fast verboten, will man im nächsten Jahr wieder in der Champions League spielen.
Von Ratten, Maulwürfen und sonstigem Viehzeug
geschrieben von Jochen Grotepass in Jochen GEs sind immer diese geringen Anlässe die einen Grund für einen Blog ergeben. Eigentlich hatte ich gehofft, dass mein Blogkollege Patrick seinen Optimismusblog über den Aufstieg “Ein Tag im Mai” fortführt, nachdem der 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Freitag in beeindruckender Weise gezeigt hat, welches Potential in dieser Mannschaft steckt. Einen Spielbericht über ein tolles Spiel, drei Tore, völlig verzweifelte Kölner und vor allem auch ohne irgendwelche größeren Auseinandersetzungen innerhalb und außerhalb des Stadions bei knapp 50.000 Zuschauern kann ein durchaus befreiendes Schreiben mit sich bringen. Meinem Ruf in so manchem Forum als Dauernörgler und Meckerbacke ohne Sinn und Verstand würde ein solcher Spielbericht natürlich überhaupt nicht entsprechen. Schon alleine aus diesem Grund verbietet es sich, dass ich etwas im positiven Licht darstellen soll. Obwohl - es war ein Klassespiel. Das erste in gut 1,5 Jahren bei dem sich bei mir und meiner Umgebung in der “West” ein Gefühl breitmachte das signalisierte “Warum nicht immer so”? Zielstrebig, sieghungrig, torgefährlich. Alles Attribute die viele, viele Anhänger in den letzten Monaten vermisst haben. Was ein Tag. Gut, nicht vergleichbar mit anderen großen Erfolgen aber ein tolles Gefühl mal wieder ein Fußballspiel live erlebt zu haben, dass mit Fußball und Kampfgeist zu tun hatte.
So, jetzt ist aber genug der Lobhudelei.
Aufgrund der Überschrift war doch klar, was jetzt kommt. Ein kleiner Exkurs in die Welt der Tiere.
Und der Traum geht weiter – Der BVB und die Champions League
geschrieben von Matthias Saathoff in Matze's Viererkette
Es sind die Momente, die jeder Fan erlebt. Sei es in der 10.Liga oder auch in Liga.1. Es ist der Moment, an dem man als Fan anfängt zu träumen und in Gedanken zu versinken.
Wenn der BVB am Dienstag um 20:45Uhr zum Champions League Duell gegen den FC Malaga aufläuft, dann wird das ein Moment sein, den wir als Fans in guter Erinnerung behalten werden, und das unabhängig vom Ausgang des Spiels.
Mich hat vor 2 Wochen mal jemand gefragt, was denn der Unterschied zwischen Bayern und Dortmund ist. Ja ich weiß, diese Frage wird oft gestellt und ich muss sagen, ich bin es auch Leid diese ständig beantworten zu müssen. Aber jeder der mich fragt, bekommt im Prinzip die gleiche Antwort „LEBEN“.
Ja Leben ist die Antwort, die Jeder von mir bekommt. Zum Spiel zu gehen, egal ob bei den Profis oder den Amateuren und dann zu 1909% Vollgas geben. Das Ziel zu haben, jedem Spiel die Seele der Fans einzuhauchen, dass Spiel durch die Fans leben zu lassen. Das unterscheidet uns von den Bayern.
Do schau her! Die vum Waldhof kenne a schreiwe!
geschrieben von Dino De Lutiis in Radio07-BlogÜber die niedrige Erwartungshaltung gegenüber Fans unterklassiger Vereine
Als Anhänger eines "vergessenen" Vereins hat man es nicht leicht. Ständig muss man sich der Frage erwehren, wieso man gerade von diesem Fußballverein Fan sei. Irgendwann hat man schon gar keine Lust mehr eine Antwort zu geben, wenn der Dialogpartner mit höhnischer Miene auf diese unbeliebte Frage zurückgreift. Es kann aber noch übler kommen und zwar dann, wenn das Gegenüber schon festgestellt hat wem man angehörig ist: Dann dient die Rhetorik lediglich dazu, jemanden direkt zu verspotten. Behält man in diesem geistigen Duell letztendlich die Oberhand, so hört man immer den selben Satz, immer und immer wieder, bis er einem zu den Ohren heraus quillt: "Und, in welcher Liga spielt ihr denn?".
Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil
geschrieben von Jochen Grotepass in Jochen G
Als der 1. FC Kaiserslautern am 26. März 2013 per Pressemitteilung ankündigte 52 Stadionverbote zu verhängen waren mehrere Dinge klar:
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Die Fanszene wird sich weiter spalten
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Vom 2008 angekündigten Schulterschluss mit den Fans ist nichts mehr übrig
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Eine individuelle Betrachtung und Auswertung aller Fakten vor der Erteilung des Stadionverbots hat wohl nicht stattgefunden
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Der Text der Pressemitteilung verbreitet eine differenzierte Sichtweise auf die Kriterien als die, in dem Schreiben des Stadionverbots genannten.
Von den Stadionverboten abgesehen, ging in der öffentlichen Diskussion unter, dass noch 78 Betretungs- und Aufenthaltsverbote für Fans des 1. FC Kaiserslautern ausgesprochen wurden, die vom Morgen des 5. April 6 Uhr bis zum kommenden Morgen (ebenfalls 6 Uhr) gelten.
Das leidige Thema Stadionverbot hat sicherlich schon viele Blogger schreiben lassen. Neben dem Thema Pyrotechnik wird kein Thema wird in den Fanszenen heftiger diskutiert als Stadionverbote.
Woran liegt es, dass so viele Stadionbesucher immer noch der Meinung sind, dass ein Stadionverbot nur dann verhängt wird, wenn eine strafbare Handlung nachgewiesen ist? Wurde nicht oft genug thematisiert, dass ein Stadionverbot im Grunde eine Unterwanderung unserer Gewaltenteilung darstellt? Die Exekutive “empfiehlt” einem Verein, ein Stadionverbot auszusprechen. Das Ganze geschieht ohne ein einziges Urteil durch ein deutsches Gericht. Es geschieht rein auf der von der Polizei ausgesprochenen “Empfehlung”.
Schau vorwärts, nie zurück, denn in der Zukunft liegt das Glück
geschrieben von Christian E. in Linker LäuferOstern, die Zeit der Suche und des Versteckens. Wenn ich Vorgesetzter des HSV wäre, ich hätte am vergangenen Samstagabend in München die Spieler nach der knappen Auswärtsniederlage im “Nou Camp von München” erstmal überrascht. Ich hätte den Mannschaftsbus versteckt und die Spieler ihre Ehre suchen lassen.
Groß schimpfen bringt jetzt auch nichts mehr. Soll ich euch niederschreiben oder verteufeln? Wie sagte es Carl Edgar Jarchow: “Wir brauchen die Mannschaft ja noch”. Für was? Bin ich ein Erfolgsfan, weil ich mich nun ärgere? “Wie kannst du nur? In guten wie in schlechten Zeiten.” Und diese gequollene Kacke, die ich so oft lesen muss in vielen Foren. Ab wann ist man denn kein Erfolgsfan mehr? Und ab wann man darf man sich beschweren?
Das Spiel am Samstag, es war schlecht. Es war so schlecht, dass ich zu meinem ungeborenen Sohn sage: “Werd bloß kein HSV-Fan!” Es war so schlecht, dass ich im Stadion in München nur da saß, obwohl ich sonst immer stehe. Es war so schlecht, dass nicht nur ihr euch schämt, sondern ich mich in Grund und Boden schäme. Es war so schlecht, das ich mich hinterfrage, ob meine Ansprüche zu hoch sind, oder die der Spieler so gering?
Frank Rost sagte: Schülermannschaft gegen Profimannschaft. Wo liegt jetzt die Beleidigung? Bei der Schüler- oder der Profimannschaft?
Aufarbeitung ist der erste Schritt in die Realität
Es war einmal … so fangen Märchen an. Und in der Tat, es begann wie ein Märchen und führte mich wie die sieben Geislein in den Magen der Bestia Negra. Nur dass ich aus dem Bauch herausgekotzt und mit Scham bespuckt wurde. Es fing doch alles so schön an … wie in einem Märchen.
Freitag. Noch einen Tag bis zur Demontage
Freitags ging die Reise los und führte meine Freundin und mich in Richtung Süden um die Landeshauptstadt von Bayern zu besuchen. Es begann eine Reise, die ich so schnell nicht vergesse. Grandios gestartet, ein Abend der Freude und Glückseligkeit, mit einem Kater am Morgen an einem Tag, der in die Geschichte eingegangen ist. Es war Feuer drin, an diesem Wochenende in München.
Als wir die Stadtgrenzen von München passierten und das Hotel in Sichtweite kam, da geschah es mit mir. Mit Augen so groß wie die des bösen Wolfs, so starrte ich daher. Da stand er. Der Mannschaftsbus meiner Helden aus dem grünen Alltag. Der Rauten-Express in vollem Glanz, umhüllt von einem schönen Blau. Und es passierte mit mir, was ich bis dahin nie für möglich gehalten habe. Ich verlor meine Gelassenheit, meine innere Ruhe und ich hätte mir vor Aufregung in die Hose machen können. Wegen einem Bus!!! Die innere Unruhe stieg an und ließ mich mit einem Lächeln fragen: “Die sind doch nicht etwa im selben Hotel wie wir???? Reisen die mir jetzt schon hinterher, die Würstchen aus dem Norden“??

Mit einem mulmigen, aber erhebendem Gefühl, sowie mit einem Grinsen ging es an die Rezeption zum Einchecken. Die erste berechtigte Frage: „Ist der HSV im selben Hotel wie wir”? Welche Antwort erwartet man da? Eine Ehrliche? „Das sind nur Fans, Fans, die glaube ich 6000 Euro bezahlen, um mit diesem Bus nach München zu fahren“. Das Schlimme daran. So unrecht hatte die Dame wirklich nicht. Denn, gespielt haben die wirklich wie manche Fans. Was soll’s. Es sollte besser werden.
Die Stadt wurde besichtigt – eine schöne Stadt, mit leckerem Essen und gutem Bier, ging es zufrieden am Abend zurück ins Hotel. Wie ein Blitz traf es mich. Durchzuckte meinen Körper und ich fühlte mich im siebten Blitz, ich war aufgeregt wie ein weiblicher Teenie vor Tokio Hotel. Ich wollte schreien und kreischen, die Pulsadern aufschneiden, vor lauter Glück. Sie waren da. Die Mannschaft übernachtete im selben Hotel wie ich. Tata.
Der erste Blick, der erste Kick. Unser Trainer saß mit seinem Gefolge in der Lobby und bestellte erst mal eine Flasche Rotwein. Nachdem ich allen Mut zusammen genommen habe und nach einem Foto anfragte, wie ein kleiner Junge der das erste Mal eine Rassel in Händen hält, lief ich aufgeregt ins Zimmer, machte mich frisch wie eine Prostituierte und saß nun unten an der Lobbybar, wartend auf ihre Freier.
Es hätte alles so schön werden können. Sogar als der eine Kellner zum anderen sagte und man das Getuschel leise mitbekam. „Die wollen schon wieder sechs Bier auf das Zimmer, die müssen doch morgen Abend noch Fußball spielen“. Selbst das irritierte mich in meinem Wahnsinn nicht.
Samstagmorgen. 10:00 Uhr. Noch 8,5 Stunden bis zum historischen Ereignis.
Der Samstagmorgen, selbst dieser fing an, wie der Freitag endete. Mit Aufregung und einem Adler, dem man zwar anmerkte, dass er nicht viel Lust hatte, aber sich doch zu einem Foto herabließ.
Ostern konnte beginnen und die ersten dicken Eier waren im Netz. Es war so schön … alles … es ging in die Stadt und gegen 14 Uhr Ortszeit traf er ein. Mein Freund und Bayernfan Bilbabo, ohne Jacke, dafür mit viel Durst. Das Bier lief und die Stimmung wurde immer nervöser. Nach einem kleinen Abstecher ins Barschwein, wo ich meinen HSV-Dad, Frank, begrüßen durfte, merkte ich: Bilbabo wird unruhig. Ein Bayernfan umgeben von grölenden HSV-Fans. „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“. Er zog von dannen und schaute mich überrascht an. “Es gibt eine HSV-Kneipe in München. Das hätte ich nie gedacht“. Oans, zwoa, gsuffa, mein lieber Freund. Überraschung. Wir sind überall.
Im Hotel wurde dann noch der nächste Bayernfan, Martin aus der Schweiz, eingesammelt. Der immer noch total irritiert aussah und sagte.“Eben als ich wach wurde, saß ich im Bus und wurde auf einer Fähre wach“. Sachen passieren aber auch. Geschlossen ging es dann heiter und vergnügt, in Unterstützung der grünen Schlümpfe, weiter zur angrenzenden Spaß- und Hüpfburg.
Samstag. 17:30 Uhr. Gleich geht’s los. Die Mission Auswärtssieg zum Greifen nahe.
Bilbabo, ich werde dein freudiges Gesicht und deine so kindliche Freude, dein Telefonat zu den Füßen deiner Arena nicht vergessen. Du erinnertest mich an mein Verhalten von Freitagabend. Und in diesem Moment war mir klar. Fußball ist soviel mehr als das, wofür es uns heute verkauft wird. Es begeistert Männer sowie Väter und befördert diese zu den glücklichsten Menschen. Du durftest lachen und bei uns wurde geflucht.
Samstag. Topspiel der Fußball Bundesliga. FC Bayern München – Hamburger SV. Anpfiff.
Und ganz ehrlich. Über mehr als den Anpfiff will ich gar nicht schreiben. Das war das einzige Highlight dieses Spieles aus Gästesicht. Ich kann über eure Leistung oder an eurer Teilnahme an diesem Bundesligaspiel nicht viel schreiben, weil es das schlechteste war, das ich je live in einem Stadion gesehen habe. Die Spiele aus der A-Klasse meines Heimatvereines mit eingerechnet.
Ich könnte jetzt schreiben: Frechheit, Witzfiguren, Nichtskönner, Dilettanten und ich will mein Geld zurück, ich mache es aber nicht. Jeder verliert mal. Auch mal hoch. Andere higher und einige … Die toppen das Ganze noch. War ja klar, dass wir es sind. Der HSV. Eines muss man euch aber zugute halten. Mit euch an unserer Seite wird es NIE langweilig.
Heiko Westermann: Es gibt keine Erklärung für das heutige Spiel. Ich schäme mich für mich und die Mannschaft und dafür, was wir für ein Spiel abgeliefert haben, so schwache 90 Minuten. Wir haben dem Gegner die Tore geschenkt, da wir auch wenn wir nicht unter Druck standen, den Bayern den Ball vorgelegt haben – und das geht nicht. Es waren heute zu viele Fehlpässe und zu wenig Fouls. Ich glaube, wir haben nicht einmal im Spiel gefoult und null Gegenwehr gezeigt. Es tut mir für die Fans und den Verein sehr leid. Das war die schlimmste und höchste Niederlage in der HSV-Geschichte und das ist einfach bitter. Es war einfach eine unterirdische Leistung und bitter für alle, die zugeschaut haben.
Doch, es war nicht alles schlecht. Der Optimist in mir zieht aus dem Negativen noch die positiven Fäden.
- Wir sind erst die dritte Mannschaft, die in dieser Saison zwei Tore in München geschossen hat. Applaus für unsere Spieler. Lassen wir sie für einen kurzen Moment hochleben.
- Wir waren 10.000 Gästefans
- wir blieben innerlich gelassen
- ich sah wenigstens eine Mannschaft, die Fußball spielte
- meine Freunde Bilbabo und Martin waren das erste Mal in der Allianz Arena bei einem Spiel ihrer Bayern. Für die beiden freut es mich. Die strahlenden Gesichter machen das Desaster ein wenig erträglicher.
- Mein Freund Bilbabo blieb nach einem Sturz hinab der Treppen in seinen heiligen Hallen unverletzt.
- Ich lernte, dass man Kopfschmerztabletten nicht unbedingt trinken muss, sondern auch lutschen kann.
- Ich habe viele Freunde wiedergesehen. Grüße an Yvonne, Marcel und Kevin. An meinen “Dad” Frank und an alle, die ich vergessen habe.
- Keine Pyrotechnik und keine Massenpanik. Keine Toten und Verletzten. Keine Kleinkinder in Flammen.
- Und wir waren bei einem Spiel mit 11 Toren.
- Wir können auch in dreißig Jahren noch erzählen. Beim 9:2, da war ich dabei.
- Und zu guter Letzt, wir steigern uns. Nach 5:0 und 6:0 in den beiden Vorjahren, gab es nun ein 9:2. Was kommt im nächsten Jahr?
Ihr merkt. Es war doch nicht alles sooo schlecht.
Goodbye München
Und nun freue ich mich auf Dienstagmorgen. Wenn es heißt. Die Arbeit ruft. Ich kann jetzt schon die Gesichter meiner Kollegen sehen. „War knapp am Samstag, was?“
Zu guter Letzt noch ein paar Grüße.
- Herr Van der Vaart: Vielleicht wäre es doch besser, Sie würden sich den Namen Ihrer Frau wieder in die Schuhe sticken.
- Herr Fink: Nicht jeder Rotwein vergrößert den Horizont und an die Spieler, die am Freitagabend in geselliger Runde sich des Öfteren sechs Bier bestellten, garniert mit einer Schale Nüsschen: Alkohol ist keine Lösung.
- Und an die Erfinder der Idee. Würstchen “for free” und freies Trinken nach dem Düsseldorfspiel. Wow. Mich würde diese Idee mehrere hundert Euro Kosten. Deswegen bleibe ich wohl fern. Guten Appetit an alle und hoch die Tassen.
In diesem Sinne. NUR DER HSV. ….. und nun. Heimspiel gegen Freiburg. Ich zitter jetzt schon. Fürth und Augsburg lassen grüßen. Kämpfen und siegen.
Schöne Grüße
Christian E.
Aggressiver Journalismus ist asozial
geschrieben von Matthias Saathoff in Matze's Viererkette
Die Tageszeitungen nach einem Bundesligawochenende aufzuschlagen ist immer mit dem Risiko verbunden sich unnötig den Blutdruck nach oben zu treiben.
Hooligans, kriegsähnliche Zustände, gewaltbereite Ultras und Randale sind nur einige der zahlreichen kreativen Ausbrüche von Journalisten, die sich über diese Kraftausdrücke profilieren möchten. Wo sind die neutralen Journalisten geblieben, die nicht darauf achten, welchen Umsatz der eigene Verlag macht, sondern die Wahrheit im Blick haben? Warum muss man sich begriffen bedienen, die mit der Realität nur selten etwas zu tun haben? Möchte man gezielte Stimmung anheizen um noch mehr Storys zu bekommen oder die Politik zum handeln zu zwingen?
Die Macht der Medien ist so stark wie nie zuvor. Politiker gucken erst in die Zeitung um sich die nächste Meinung für die Wahl zu besorgen. Keine eigene Kreativität mehr, sondern Politik wie es die Medien gerne hätten, gepaart mit zahlreichen und nichtssagenden Umfragen, die Ihre Thesen unterstützen.