So19May2013

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596894 web R K by Dr. Stephan Barth pixelio.deWir als Fans durchleben eine brisante Zeit, einen Umbruch den wir verhindern müssen. Immer mehr Sponsoren drängen in den Fußball, wollen mitreden und Entscheidungen treffen. Wenn wir hier an Wolfsburg und Leverkusen denken, 2 Konzernclubs die einen starken Geldgeber im Rücken haben, der unmögliches möglich macht. Aus der 4.Liga nähert sich ein weiteres Ungeheuer, RB Leipzig, seines Zeichen ein neues Spielzeug der gelangweilten Red Bull Bosse.

Ich möchte hier natürlich nicht die Audi belasteten Ingolstädter vergessen oder Dietmar Hopps Marionetten Truppe. Es sind Systeme im Fußball, die nicht funktionieren. Wer aus der Region um Leverkusen kommt, der fährt lieber nach Düsseldorf, Köln oder Gladbach. Vereine, bei denen man noch die „Wahren Emotionen“ erleben kann. Fans, die noch was Echtes spüren wollen und nicht dem Event folgen. Es werden sicher Stimmen laut, die mir flüstern wollen, dass es auch in Wolfsburg oder Hoffenheim echte Fans gibt, die diesen Verein lieben.

Für mich ist das aber eine Form von Selbstbefriedigung, denn wenn es Fußballfans sind und die Betonung liegt hier auf „Fußball“ und „Fans“ im Einzelnen, dann sollte man das System, was in den jeweiligen Verein zu tragen kommt ablehnen und sich dagegen wehren. Es kann doch nicht im Interesse der Fans sein, dass Sponsoren, Konzerne und Investoren die Bundesliga erobern und zum Spielball der Gesellschaft gestalten. Man stelle sich nur vor wie Dietmar Hopp, Martin Winterkorn und Marijn Dekkers gemeinsam zusammensitzen und Fußball Manager auf realistischem Niveau spielen, Fans als nerviges Anhängsel sehen und für uns Fans Choreographien vorgeben.

Donnerstag, 16 Mai 2013 13:03

Preußen Münster zu Gast in Unterhaching

geschrieben von in Allgemein

unter muenster 3

Um fünf Uhr ging es los nach Unterhaching, in den Süden, nach Bayern. Alle hatten gute Laune, es wurde natürlich viel über die letzten Spiele geredet, auch viel gehadert mit den vergebenen Punkten aus dem Erfurt-Spiel und dem Kickers-Spiel.

Und es wurde natürlich auch viel gerechnet. Osnabrück darf in Bielefeld auf keinen Fall gewinnen, das Spiel auf der Alm war auch für uns sehr wichtig, wir waren davon abhängig. Denn nach dem unglücklichen 0:1 gegen die Stuttgarter Kickers aus der Vorwoche vergaben wir eine gute Ausgangslage, und ließen Bielefeld davonziehen, sowie Osnabrück an uns vorbei. Deshalb mussten ganz dringend drei Punkte her im Sportpark Unterhaching, ausgerechnet Unterhaching, gegen die wir noch nie richtig gut aussahen.

Dienstag, 14 Mai 2013 14:09

Derby in Köln: Fortuna besiegt Viktoria

geschrieben von in Allgemein

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Auch in der zweiten Auflage konnte der SC Fortuna das Kölner Regionalliga Derby gegen Viktoria mit 3:1 für sich entscheiden. Oliver Laux brachte die Elf von Trainer Uwe Koschinat nach einem Freistoß in Führung. In der zweiten Hälfte legte der gerade eingewechselte Fabian Montabell nach und in der Schlussphase erzielte der starke Michael Lejan das 3:0 für die Südstädter. Viktoria Köln kam in der Schlussminute lediglich durch Fathi Candan zum Ehrentreffer. Insgesamt eine sehr souveräne Mannschaftsleistung und ein hochverdienter Sieg vor 3423 Zuschauern. 

Regensburg vs FCK 20130512 02Früher in der Schule musst man nachsitzen, wenn man sich nicht an die Regeln hielt oder den Lehrer über Gebühr strapazierte. Dann saß man also in der Schule, in einer dieser Klassenräume, mit einem griesgrämigen Lehrer und anderen “Nachsitzern” rum und verrichtete die Arbeiten, die dieser Griesgram, entweder im Auftrag des ursprünglich veranlassenden Lehrkörpers oder aus eigenem Antrieb heraus, dem bösen, widerspenstigen und ungehorsamen Schüler aufs Auge drückte. Ja, Nachsitzen hatte nichts mit Spaß zu tun. In meiner Schule gab es dann noch die Steigerung, Arrest, aber darauf will ich jetzt nicht näher eingehen. Meine Erfahrungen mit Nachsitzen habe ich durchaus zu Genüge gemacht, deshalb bin ich vielleicht auch ein wenig “uneuphorisiert”, wenn wir jetzt nachsitzen “dürfen”.

Ach immer diese Parallelen. Gegen Köln siegen wir im Hurrastil, schon müssen die Ratten zurück in ihre Löcher. Nun “dürfen” wir nachsitzen, BAUTZ, sind wir schon wieder dran schuld, wenn es nicht zur Versetzung reicht. Ja, Herr Kuntz, es ist schon ein Greuel mit diesen Fans. Stellen Ansprüche, bekommen was umsonst und sind immer noch nicht glücklich. Warum nur. Undankbares Pack!

Aber erst mal von Vorne, also nicht in den Rücken ;)

Montag, 13 Mai 2013 13:06

Jubel, Trubel, Heiterkeit

geschrieben von in Linker Läufer

So, genug gemeckert in den letzen Wochen.

Beginne ich mit den Worten von Markus Gisdol, Trainer der TSG Hoffenheim.

Er sagte: Der HSV hingegen hat heute sehr zielstrebig sowie konzentriert gespielt und war brutal effektiv im Torabschluss.

Dem stimme ich zu und könnte somit eigentlich meinen Beitrag auch mit diesen Worten beenden, weil in diesem Satz die ganze Wahrheit liegt. Ich applaudierte euch während des Spiels. Nach Schlusspfiff stand ich immer noch da und applaudierte. Heute ist Sonntag und ich applaudiere immer noch. Euer Spiel, oder eure Aufführung am gestrigen Samstag, das hatte Stil und Leidenschaft. Eine spielerische Finesse sowie Druck und Willen im Abschluss. Das war Fußball. Danke.

Doch nicht nur auf dem Rasen spielten sich Szenen ab, die erwähnenswert sind. Laut einem imaginären Polizeibericht kam es am Samstag…

….in der Zeit zwischen 15:30 Uhr und 17:25 Uhr Ortszeit zu Erschütterungen im Gebiet um das Rhein Neckar Stadion. Der Seismograf zeigte deutliche Erschütterungen an und die Gefahr eines mittleren Erdbebens war gegeben. Nachdem zahllose Wissenschaftler sich sofort auf die Suche des Auslösers begaben, wurden die Schuldigen, bzw die Ursache für das Anschlagen des Seismografen ausfindig gemacht. Laut der Aussage eines Wissenschaftlers waren Fans des Hamburger Sport Vereins für die Erschütterungen verantwortlich. Daraufhin konnte Entwarnung für die umliegenden Bewohner gegeben werden.

Polizei Heidelberg, 12.05.2013. Zeuge D. Hopp

01 hsv

Donnerstag, 09 Mai 2013 18:22

#fürimmerWeserstadion

geschrieben von in 360°-Pass

Eine Aussage machte diese Woche die Runde im hohen Norden. Werder Bremen zieht es aktuell in Erwägung, den Stadionnamen an einen Sponsor zu verkaufen. Marco Bode, Mitglied im Aufsichtsrat von Werder Bremen, äußerte sich dazu wie folgt: "Das wäre für mich denkbar. Aber es hätte natürlich einen hohen Preis".

Die gute alte Namingrightdiskussion. Warum dem ganzen nicht mal eine neue Denkrichtung geben? Namingrightsponsoring und Erhalt des Namens - und das gleichzeitig. Geht nicht? Geht doch. Vor wenigen Wochen habe ich genau diesen Lösungsansatz für das Fritz-Walter Stadion in Kaiserslautern untersucht. Umfrageergebnisse und Darstellung der Idee habe ich für jedermann öffentlich zugänglich gemacht:

Namingrightsponsoring - Zeit, neue Wege zu gehen.

Lässt sich das auf Werder Bremen und ihr Weserstadion übertragen? Ich glaube ja. Wie und warum das so ist? Das ist das Thema dieses Artikels:

Die allgemeinen Rahmenbedingungen

Hunderte von Sponsorennamen strömen Spieltag für Spieltag auf uns ein. Werbepartner auf allen Ebenen: Vom Trikot, über Bandenwerbung bis hin zum Stadionnamen.  Die Unternehmen zahlen viel Geld dafür, dass sie sich dort platzieren können, wo sie vermeintlich wahrgenommen werden. Das inflationäre Ausmaß von Namensrechten hat aber zur Folge, dass Sponsoren immer weniger Aufmerksamkeit erzielen. Nicht nur das: Sie überschreiben Identität und erzeugen negative Emotionen.

Keine guten Voraussetzungen für Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit ist aber eine der Voraussetzungen für Wahrnehmung. Also wie Aufmerksamkeit erzeugen in Zeiten, in dem Sponsoring nur noch dem Muster Copy+Paste zu scheinen folgt?

Nur wer ab und an mal Regeln bricht, sorgt für Aufmerksamkeit.

Wahrgenommen wird man, wenn man anders ist und andere Pfade betritt, bewährte Muster und Regeln bricht.

Was braucht es dafür?

  1. Die Muster und Regeln zu erkennen
  2. Sehr viel Mut, um sie zu brechen

Beispiele?

  • Vapiano hat das Prinzip des Restaurants neu erfunden.
  • H&M durchbrach die Regel, dass modische  Exklusivität nicht mit niedrigen Preisen vereinbar ist.
  • MyMuesli konnte ihren Kunden etwas bieten, was sie vorher nie bekamen: ihr individuelles Müsli.
  • Ikea lässt ihre Kunden die Möbel selbst aufbauen und beschritt damit vollkommen neue Wege.

Es macht also Sinn, Regeln zu brechen. Schauen wir uns doch mal die Regeln des Sponsorings im Fußball an. Genauer gesagt, die des Namensrechtesponsoring.

  • SC Freiburg: MAGE-Solar Stadion
  • Hamburger SV: Imtech Arena
  • Borussia Dortmund: Signal-Iduna Park
  • SpVgg Fürth: Trolli Arena
  • 1. FC Nürnberg: Grundig Stadion

Das sind nur einige wenige aus einer Fülle von teilweise albern klingenden Namen. Die Regel: Sponsoren überspielen nicht nur den Namen eines Stadions mit ihrem Enblem, sondern auch die Interessen und Wünsche vieler Anhänger des Vereins.

Es wird für Aufmerksamkeit gesorgt, ohne in den meisten Fällen einen emotionalen Bezug herzustellen.

Klar ist: Natürlich nimmt die Bekanntheit dieses Sponsors sprunghaft zu. Das heißt aber lange noch nicht,  dass ich die Produkte des Unternehmens demnächst auch bevorzuge. Denn allein Reichweite schafft keine Beziehungen. Und genau darum geht es: Beziehungen zu schaffen. Diese Beziehungen beruhen vor allem auf positiven Emotionen. Die zahlreichen Unmutsäußerungen - auch außerhalb Bremens - gegen die Umbenennung von Stadien deuten aber eher auf das Gegenteil hin:

protest stadion

Für B2B-Unternehmen, also Firmen deren Kunden andere Unternehmen sind, gilt übrigens selbiges. Auch hier geht es darum, Emotionen zu erzeugen. Und auch hier funktioniert Aufmerksamkeit nicht mit dem Lautsprecher, sondern mit einem emotionalen Bezug:

Es geht nicht darum, wer am lautesten schreien kann, sondern über wen am meisten gesprochen wird.

Gesprochen wird beispielsweise in Hamburg über vieles, aber sicher nicht über Imtech. Das Hamburger Stadion hieß schon AOL-Arena, HSH-Nordbank Arena und nun eben Imtech-Arena. Und wie nennen es die Fans? Volksparkstadion.

Es wird Zeit, die Regeln zu durchbrechen. Und wo wäre diese Regelbrechung effizienter, als bei einem Verein, bei dem sich diese Regeln noch nicht durchgesetzt haben: Der SV Werder Bremen und ihr Weserstadion.

Das Ziel für den SVW:

  • Der SVW soll Einnahmen aus einem Namingrightsponsoring erzielen
  • Der Name soll trotzdem erhalten bleiben

Das Ziel für den Sponsor:

  • Der Sponsor muss trotzdem wahrgenommen werden
  • Der Sponsor muss einen Gegenwert zu der investierten Summe erhalten

Die Überlegung, den Stadionnamen mit einem Sponsorennamen zu überschreiben, stieß bisher auf Kritik FürImmerWeserstadion. Und das völlig zurecht: Schließlich ist der Name ein wesentliches Identitätsmerkmal des SVW.

Das macht es notwendig, einen alternativen Weg zu gehen – Regeln zu brechen. Also zurück zu der Fragestellung:

Wie kann ein Sponsor wahrgenommen werden, ohne den Namen des Stadions umzubenennen?

Um dies zu realisieren, bedienen wir uns einem Trick aus der Markenwahrnehmung. Starke Marken werden auch erkannt, ohne ihren Namen zu nennen.  Nur ein paar Beispiele:

marken

Ein Getränkehersteller, eine Fast-Food Kette und ein Mobilfunkanbieter – ich würde behaupten, 99% der Menschen erkennen es zweifelsfrei. Wahrnehmung findet vor allem unterbewusst statt. Das ist im übrigen auch durch die Hirnforschung belegt: Marken, Produkte und Kommunikation wirken zu 95% implizit, d.h. intuitiv, unreflektiert und unbewusst. Wenn wir diese Erkenntnis mal auf das Weserstadion anwenden, könnte das wie folgt aussehen:

fürimmerWeserstadion

Die meisten Bremen-Fans werden das potentielle Unternehmen wohl erkennen. Ebenso ist es mit beinah allen Logo’s möglich. Der Name „Weserstadion“ erscheint im CI (Corporate Design) des Sponsors. Der Name bleibt erhalten, der Sponsor wird trotzdem wahrgenommen – positiv wohlgemerkt! Denn dieser Sponsor erhält das Identitätsmerkmal des SVW und fördert zugleich den Verein. CSR-Namingrightsponsoring sozusagen. Ohne die Bedeutung des Regenwaldes für die Menschheit herunterzuspielen, aber hier würde nicht einfach ein Quadratmeter Urwald irgendwo in Südamerika geschützt werden (ob es tatsächlich so ist, weiß eh niemand), sondern es wird etwas erhalten, was einen sichtbaren Wert für die Menschen hat: Das Weserstadion

Wie müsste der Sponsor diese Aktion aktivieren?

Schließlich heißt es ja: Tue Gutes und sprich darüber. Der Sponsor könnte das Ganze mit der Botschaft: „Weserstadion erhalten – Tradition bewahren“ unterstützen. Welche Kanäle dafür auch immer genutzt werden: Entscheidend ist die Botschaft, die kommuniziert werden soll: Man schützt das Identitätsmerkmal des SVW.

Wie könnte ein Vertrag konkret aussehen?

§ 1 Leistungen des Sponsors

I.       Der Sponsor verpflichtet sich, an den Verein einen jährlichen Betrag von ... € zuzüglich etwa anfallender Umsatzsteuer zu zahlen. Fälligkeit tritt jeweils am ... ein. Der Betrag ist auf folgendes Konto zu überweisen ... .

II.      Der Sponsor verpflichtet sich, dem Verein einen einmaligen Betrag von ... € für das Erreichen des Halbfinals im DFB-Pokals zu zahlen.

III.     Der Sponsor verpflichtet sich, dem Verein einen einmaligen Betrag von ... € für das Erreichen einer Platzierung zu zahlen, die zur Teilnahme an den europäischen Wettbewerben berechtigt.

IV.     Dem Verein stehen für den Fall des Zahlungsverzuges Verzugszinsen in Höhe von ... Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu. Die Geltendmachung eines weiteren Schadens wird dadurch nicht ausgeschlossen.

§ 2 Gegenleistungen des Vereins

Der Verein verpflichtet sich zu folgenden Leistungen, beziehungsweise räumt dem

Sponsor folgende Rechte ein:

a)      Der Verein räumt dem Sponsor das Recht ein, als Bewahrer des Weserstadions aufzutreten und für die Laufzeit des Vertrages von ... Jahren ab dem ... mit diesem CSR-Sponsoring zu werben. Der Sponsor wird bei der Ausübung dieses Rechts die gesetzlichen Bestimmungen beachten.

b)      Der Verein räumt dem Sponsor das Recht ein, während der Spiele der A- Mannschaften auf eigene Kosten einen Informationsstand zu errichten. Standort und Größe sind individuell in der Woche vor dem jeweiligen Spiel abzusprechen.

c)      Der Verein verpflichtet sich, einzelne Spieler oder die gesamte Mannschaft auf Anforderung des Sponsors und auf dessen Kosten für besondere Werbeaktionen einzusetzen. Anzahl und Dauer werden individuell mindestens 4 Wochen vor der jeweiligen Durchführung abgesprochen. Diese Möglichkeit kann der Sponsor vier Mal per annum wahrnehmen.

d)      Der Verein räumt das Recht ein, ein Logo mit dem Namen Weserstadion im CI des Sponsors zu entwerfen und es an der Fassade des Stadions anzubringen. Als einziger Text muss zwingend „Weserstadion“ zu lesen sein. Die baurechtlichen Vorgaben sind zu beachten.

e)      Der Verein verpflichtet sich, dem Sponsor für jedes Heimspiel jeweils ... VIP- Karten und ... VIP-Logen zur Verfügung zu stellen. Über das Grundkontingent hinausgehende Karten, maximal allerdings ... Stück, kann der Sponsor über den Verein direkt bestellen.

f)       Der Verein verpflichtet sich, Spiel- sowie sonstige Veranstaltungsankündigungen mit dem Logo „Weserstadion“ zu versehen.

g)      Dem Sponsor wird das Recht eingeräumt, das Logo „Weserstadion“ in die Verkehrshinweise und Ausschilderungen in Richtung des Stadions einzufügen. Die weiteren straßenverkehrsrechtlichen Vorgaben sind zu beachten.

h)      Der Verein verpflichtet sich, den Sponsor bei der Einführung und Bekanntmachung des CSR-Sponsorings des Weserstadions zu unterstützen, indem er Dritte auf diese Aktion hinweist, sowie brancheninterne Kontakte nutzt, um die Berichterstattung in den Medien zu animieren, den neuen Namen zu verwenden.

Es wäre gegen die Regeln. Es erfordert ungeheuren Mut, aber die Pioniere sind meistens auch die, die am nachhaltigsten profitieren. Der First-Mover-Effekt würde ein Umdenken, ein Paradigmenwandel auslösen – und welches Unternehmen würde sich nicht gerne damit brüsten?

Die Zeiten sind doch längst vorbei, in denen Marketing die Aufgabe hat, die Kunden so lange mit Informationen und Werbebotschaften zu bombardieren, bis sie das getan haben, was man von ihnen erwartet hat: kaufen.

Es geht für Unternehmen darum, Geschichten zu erzählen. Die Geschichte, das Identitätsmerkmal des SVW – das Weserstadion – zu schützen und dafür einen Geldbetrag beizusteuern, wäre eine Geschichte, die Emotionen beinhaltet und transportiert. Der Sponsor wäre kein Mäzen, der das Geld aus gutem Willen aus dem Fenster schmeißt, sondern hätte einen ernsthaften Gegenwert – wenn man es eben clever aktivieren würde. Nicht mit dem Zweck Werte zu kommerzialisieren, sondern sie nachhaltig zu bewahren.

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Und für alle Twitteranhänger: Der Hashtag #fürimmerWeserstadion lädt zu Weiterverbreitung, Reaktionen, Kritik, Anregungen und Meinungen ein.

Dienstag, 07 Mai 2013 14:53

Warum so weite Reisen?

geschrieben von in Allgemein

Diese Frage stellen sich immer wieder Menschen, die eine lange Auswärtsfahrt noch nie erlebt haben: Warum fahren Wochenende für Wochenende Fußballfans viele Stunden, um ein Fußballspiel zu sehen, was nur 90 Minuten dauert?

Oft habe ich als Fußballfan diese Situation,  auf der Arbeit, in der Schule oder unter Freunden erzähle ich, das ich am Samstag wieder die lange Auswärtsfahrt meines Klubs auf mich nehme. Und nicht selten werde ich dafür belächelt.  „Für 22 Mann, die hinter einem Ball herlaufen, willst du wieder fünf Stunden im Bus sitzen um dann bei Regen eine eventuelle Niederlage deiner Mannschaft zu sehen?“  Das ist zum Beispiel so eine Frage, der sicher nicht nur ich mich häufig stellen muss. Doch warum nehme ich diese weiten Wege auf mich, um die Mannschaft im Stadion zu unterstützen?

Vor einer längeren Fahrt zu einem Auswärtsspiel, bin ich immer total aufgeregt. Ich freue mich auf das Miteinander, auf das Gemeinschaftsgefühl im Bus, in der Bahn oder im Auto. Ich unterhalte mich mit anderen Fußballfans lange Zeit über das Spiel, über die Aufstellung, über lustige Sachen oder ich lasse noch mal das letzte Spiel Revue passieren. Es wird nie langweilig, es ist immer lustig.

Das erste Mal dabei gewesen, wollte ich  immer wieder mit Freunden oder auch Unbekannten im Bus sitzen und zusammen singen oder  mich unterhalten. Die Stimmung auf solchen Fahrten ist eigentlich immer gut, auch darauf freuen sich alle Mitreisenden.

Und dann dieser Moment, das Stadion endlich in Sichtweite , der Ausstieg  und die ersten Fangesänge unter freiem Himmel , einfach nur herrlich, ein Kribbeln im Bauch macht sich bemerkbar. Dann endlich im Stadion angekommen , erlebt man Sachen und Gefühle, die man vor keinem Bildschirm der Welt bekommt, wenn man auf dem Sofa das Spiel verfolgt, Herzklopfen, Herzrasen sind da nur Beispiele aus der Gefühlswelt eines Fußballfans. Das Gemeinschaftsgefühl, mit Gleichgesinnten im Block zu stehen, dazu die Stimmung zu erleben, lässt sich sonst nirgendwo kaufen.

Kommt die Mannschaft dann endlich zum Warmmachen aus der Kabine, und vor den eigenen Block , spüre ich das es gleich endlich losgeht und das Fußballherz schlägt höher. Den gegnerischen Fans wird gezeigt, dass wir da sind, dass wir präsent sind, das man den Auswärtssieg will.

Im Stadion kann ich Sachen erleben und machen, die ich zu Hause auf dem Sofa nicht so gut machen kann, und die alleine auch keinen Spaß machen: Das Gehüpfe, das Geschreie, danach wurde nicht nur Ich süchtig. Sich aufzuregen gehört selbstverständlich auch dazu, und im Stadion kann ich das besonders laut tun, ob sich der Ärger gegen die eigene Mannschaft, die gegnerische Mannschaft oder den Schiedsrichter  richtet, ist dabei nebensächlich. All das sind Gefühle und Dinge, die „normale“ Menschen nie verstehen werden, wenn sie es nicht selber mal erlebt haben.

Sicher hat jeder Fan seine eigenen Geschichten, Erlebnisse und Gefühle bei Auswärtsfahrten. Und sicher kann man auch ich mir besseres vorstellen, als  bei fünf Grad und Dauerregen ein schlechtes Spiel zu schauen, aber es treibt mich dann trotzdem wieder zu Auswärtsfahrten, weil ich immer die Hoffnung habe, das die eigene Mannschaft einen Sahnetag erwischt und wir im gegnerischen Stadion den Sieg feiern können.

Denn Auswärtssiege sind ja bekanntlich besonders schön.

 

Autor Robert Willeke ist 15 Jahre und bezeichnet sich selbst als fußballverrückt, spielt ium Verein und trainiert eine Jugendmannschaft. Robert ist Preußen Münster und ist Dauerkarteninhaber und Auswärtsfahrer beim SC Preußen Münster