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Donnerstag, 31 Oktober 2013 10:00

„The Secret Footballer“ berichtet aus der Premier League

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SecretFootballer NewsTrotz der medialen Dauerberichterstattung erhält man nur selten ungeschminkte Einblicke in den Profifußball. Während ehemalige Topspieler zuweilen nach dem Karriereende Erinnerungen veröffentlichen, deren Verkauf sie durch Skandalgeschichten fördern, halten sich aktive Spieler aus Sorge vor Repressalien ihrer Vereine und Mannschaftskameraden in der Regel bedeckt. Hinsichtlich des englischen Fußballs besteht mittlerweile jedoch der glückliche Umstand, dass die Zeitung „The Guardian“ seit 2011 die Kolumne eines Premier League-Profis veröffentlicht und dieser bislang anonym blieb. „The Secret Footballer“ hat nun eine Sammlung seiner Texte in Buchform präsentiert … und wird von Identitätsdetektiven gejagt.

So erfreulich diese Informationsquelle für Fußballinteressierte auch ist, muss sich der Leser zunächst fragen, ob „The Secret Footballer“ tatsächlich existiert oder nur die Erfindung eines mit den Verhältnissen im englischen Profifußball bestens vertrauten Schreibers ist. Dabei spricht die Zusammenarbeit mit dem „Guardian“ für die reale Existenz des Footballers, handelt es sich doch um eines der Vorzeigeblätter des britischen Journalismus. Das weltweit anerkannte Organ wurde zuletzt durch Berichte über den abtrünnigen US-Agenten Edward Snowden bekannt und widersetzte sich dem Druck der britischen und amerikanischen Nachrichtendienste. Demzufolge kann man der Zeitung einen Vertrauensvorschuss gewähren und von der realen Existenz seines Kolumnenschreibers ausgehen.

Der Buchinhalt deutet darauf, dass der Autor ein aus der Arbeiterschicht stammender Familienvater ist, der einerseits auf eine mehrjährige Karriere in Englands oberster Spielklasse zurückblickt, aber andererseits einen erheblichen Teil seiner Einkünfte durch undurchsichtige Steuersparmodelle verloren hat. Er berichtet sowohl von der Unbeschwertheit der ersten Schritte eines noch bei unterklassigen Teams agierenden Fußballers als auch über die Bedingungen des Profis, der seinen Lebensunterhalt erwirtschaftet. Dabei macht er deutlich, dass es letztendlich einem bestimmenden Grund für ein Engagement bei einem Verein gibt - das Gehalt. In diesem Zusammenhang setzt er sich auch differenziert mit der Funktion von Spielerberatern auseinander und betont die wichtige Rolle seriöser Berater bei der Gestaltung von Verträgen zwischen Spielern und Vereinen. Zur Vielfalt der behandelten Themen gehören der Umgang mit Journalisten, Trainern und Fans sowie das teilweise missgünstige Verhalten von Spielern untereinander.

Hervorzuheben ist der Stil der Ausführungen. „The Secret Footballer“ verzichtet auf eine distanzierte Beschreibung seiner Erlebnisse. Stattdessen schildert er sie auf eine humorvolle Weise, bei der er sich nicht zu wichtig nimmt. Stattdessen äußert er sich ebenso selbstironisch wie selbstkritisch. Zu den amüsanten Stellen gehören etwa Ausführungen über das Auftreten der WAGs (Women and Girlfriends) genannten Spielerfrauen oder über einen im Verlauf eines USA-Aufenthalts in einem Nobelclub ausgetragenen „Champagnerkrieg“ mit Spielern des „FC Barcelona“. Dass derartige Anekdoten nicht zu einer Oberflächlichkeit führen, ist der Tatsache zu verdanken, dass der Verfasser auch Einblicke in die Schattenseiten seines Sports gewährt und dabei seine persönlichen Erfahrungen darlegt. Dazu gehörten die Neigung zur Entwicklung eines verschwenderischen Lebensstils oder der auf den Spielern lastende Druck. In seinem Fall führte letzteres zu einer Depression. Deren Auswirkungen beschreibt der Footballer - mit dem Hinweis auf das Schicksal Robert Enkes - dahingehend, dass er zeitweilig nach Hause kam und nur noch in der Lage war, stundenlang auf einem Stuhl zu sitzen.

SecretFootballer CoverDie weiterhin im „Guardian“ veröffentlichte Kolumne und das vielschichtige Buch bieten ebenso informative wie unterhaltsame Einblicke in die Hintergründe des Profifußballs. Diese sind nicht nur für Freunde des englischen Fußballs von Interesse, sondern auch für die Anhänger seines deutschen Pendants, da in diesem vergleichbare Mechanismen wirken.

Anonym

The Secret Footballer. Ein Premier-League –Profi packt aus

Göttingen 2013

12,90 Euro - Amazon / Verlag Die Werkstatt

Football Museum 1 Signet Überschrift2012 eröffnete das „National Football Museum“ seine Pforten in Manchester. Dabei handelte es sich nicht um eine Neugründung, sondern um einen Umzug aus dem rund 70 Kilometer nordwestlich gelegenen Preston. Dieser erfolgte im Rahmen eines radikalen Modernisierungsprozesses der ehemaligen Industriestadt Manchester. Sie unterliegt zwar, wie alle Metropolen, einem ständigen Wandel, doch wer sie noch aus den 1990er Jahren kennt, wird sie heute kaum wiedererkennen. Zwar wurden in England seit der Jahrtausendwende diverse Städte nach Jahren des Niedergangs verschönert, doch im einstigen Zentrum der Textilherstellung war der Baubedarf aufgrund eines 1996 von der IRA mit einer LKW-Bombe verübten Bombenanschlags besonders groß.Football Museum 2 Gebäude Seite In den damals verwüsteten Straßenzügen entstanden ausgeweitete Shoppingmöglichkeiten, um konsumfreudige Touristen anzulocken.

Vor diesem Hintergrund erfolgte der Umzug des Museums nicht nur, um einer größeren Zahl von Fußballinteressierten den Zugang zu erleichtern, sondern auch zur Verbesserung des touristischen Angebots der Großstadt. Seine neue Heimat fand es in einem „Urbis“ genannten Gebäude. Der sich mit einer geschwungenen Glasfassade steil erhebende Bau entstand als eines der Vorzeigeprojekte der neuen Innenstadt und kontrastiert die steinernen Fassaden der viktorianischen Nachbarhäuser und des nahen Victoria-Bahnhofs.

Football Museum 3 Gebäude ViktoriaDas „National Football Museum“ zeigt die Entstehungsgeschichte des Sports in seinem Geburtsland sowie dessen Entwicklung. Dabei beschäftigt es sich auch mit kleineren Vereinen, der Arbeitsweise von Managern oder der Rolle der Fans. Es zeigt an Medienstationen Filmausschnitte früherer Ligaspiele, aber auch neuerer WM-Begegnungen. Zudem betreibt das Museum mehrere Kabinen, in denen Besucher ihre eigenen Ballfertigkeiten, etwa Passspiel und Schusspräzision, präsentieren können. Darüber hinaus bietet es Raum für Wechselausstellungen, die sich zum Beispiel mit der Bedeutung der Mode für den Sport beschäftigen. So präsentiert eine zeitweilig errichtete „Boutique“ Anzüge des genialen Exzentrikers George Best. Das Angebot rundet ein Museumsshop ab, der signierte Trikots und Drucke anbietet.

Football Museum 4 BestDie Stärke des Hauses sind die einzigartigen Ausstellungsstücke. Diese beschreiben nicht nur die Entwicklung des Spiels, sondern erinnern auch an diverse Kuriositäten. Dazu gehören auch der zweite im FA Cup vergebene Pokal und der Hinweis auf das Schicksal der ersten Trophäe. Die war 1885 völlig unbedarft im Schaufenster eines Sportgeschäfts in Birmingham ausgestellt worden, das daraufhin - nicht gerade überraschend - eingeschlagen und seiner Attraktion beraubt wurde. Zu den Kuriositäten gehören auch die Halskrause des deutschen Torhüters Trautmann, der sich 1956 in Diensten von „Manchester City“ einen Halswirbel im erfolgreich bestrittenen FA-Cup-Endspiel angebrochen hatte. Zu den weiteren Exponaten zählen so unterschiedliche Stücke wie ein Trikot aus dem ersten Länderspiel der Geschichte, der 1872 ausgetragenen Begegnung zwischen England und Schottland, oder ein Propagandaplakat, das während des Ersten Weltkriegs für den Eintritt in ein aus Fußballern gebildetes Bataillon warb.

Andererseits hat das Museum die Schwäche, dass es eine teilweise einseitige Darstellung im Sinne von Politikern und Funktionären präsentiert. Das erfolgt bei der Beschreibung der zur Beseitigung der Stehplätze führenden Entwicklung. Dazu zeigt eine Medienstation Bilder von Hooliganausschreitungen und kommentiert diese mit den Aussagen: „1980s saw the game on its knees. Then came the change. The terraces disappered!” Dadurch entsteht der Eindruck, dass allein die Existenz von Stehplätzen für Fußballgewalt verantwortlich gewesen und demnach deren Beseitigung das folgerichtige Heilmittel war. Football Museum 5 PokalAnsätze für eine Sicherheitssteigerung durch verbesserte Polizeikonzepte oder sozial orientierte Fanarbeit finden hingegen keine Beachtung. Die Parteinahme für die Einführung der All-Seater-Stadien erfolgt auch an einer anderen Medienstation. Diese geht auf zwei Katastrophen ein, um daraufhin die Abschaffung der Stehplätze als notwendige Maßnahme darzustellen. Es sind der Brand der Haupttribüne des Valley-Parade-Stadions von Bradford im Jahr 1985, der 56 Menschenleben forderte, sowie die 1989 im Hillsborough-Stadion von Sheffield entstandene Massenpanik, bei der 96 Liverpool-Anhänger zerquetscht wurden. Ebenso wenig problematisiert das Museum die Kommerzialisierung des englischen Fußballs oder das Engagement arabischer Scheichs, russischer Oligarchen und amerikanischer Großinvestoren. Football Museum 6 PropagandaDabei wäre eine kritische Beschäftigung mit diesen Aspekten angebracht gewesen, da sie zur rasanten Erhöhung der Eintrittspreise und zur Herausdrängung einkommensschwacher Fans führten, in deren Folge es zu einem Niedergang der Stimmung in den Stadien kam.

Trotz dieser Schwächen zeichnet sich das „National Football Museum“ durch drei Stärken aus. Erstens präsentiert es eine für die Geschichte des Fußballs beeindruckende Sammlung von Ausstellungsstücken. Zweitens bietet es die für britische Museen typischen Möglichkeiten der aktiven Teilnahme. Drittens beschäftigt es sich auch mit gesellschaftlichen Aspekten abseits des Spiels. In der Gesamtschau ist es sowohl eine Dokumentationsstätte des englischen Fußballs als auch ein Ausdruck für den Veränderungsprozess englischer Großstädte. Es ist zwar als Attraktion etwas zu „glatt“ geraten, bleibt aber dennoch eine außergewöhnliche Einrichtung mit überzeugenden Exponaten.

Donnerstag, 10 Oktober 2013 14:06

Kein Wochenende ohne Fußball!- Oktober 2013

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Der Profifußball steht still. Bundesjogi und seine Jungs treten an, um die Quali für Brasilien klar zu fahren. Doch auch dieses Wochenende gibt es Fußball satt abseits von Klatschpappe und falschen Deutschland-Augenbrauen.

Südtribüne1Am 3. Oktober 2013 sendete der „Westdeutsche Rundfunk“ (WDR) mit „Wir die Wand“ ein unter Leitung seines Redakteurs Klaus Martens erstelltes filmisches Portrait der Dortmunder Südtribüne, nachdem es zuvor bereits in einigen Kinos gezeigt worden war. Dazu hatten dessen Kollegen an einem einzigen Heimspieltag, dem 20. April 2013, insgesamt 11 Personen begleitet. Darunter waren ein Mathematikprofessor, ein ehemaliger Bergmann und eine Rentnerin, aber auch der als Allesfahrer mit seiner Zaunfahne bekannte „Borsti“ sowie ein Vorsänger der Ultra-Gruppe „The Unity“. Die Filmemacher verzichteten dabei auf Aufnahmen des Spielfeldes und bewegten sich mit ihren Kameras unmittelbar auf der „Süd“, um die Reaktionen der von ihnen ausgewählten Fans aufzunehmen.

Was zeigt der Film?

Der mit einem großen Aufwand von 16 Kameras erstellte Film präsentiert die ausgewählten Fans auf ihren Plätzen innerhalb der mit 25.000 Plätzen größten Stehplatztribüne Europas. Dabei zeigt er diese wortwörtlich aus kürzester Distanz, dringt aber dennoch nicht in die Tiefe ihrer „Süd“ vor. Die Ursache dafür liegt darin, dass er zwar authentische Borussen vorstellt, aber auf die Herausarbeitung der Besonderheiten ihrer Tribüne verzichtet. Dadurch erhält der Zuschauer zwar einen unmittelbaren Zugang zum Empfinden und den Lebensumständen der Ausgewählten, bekommt aber auch deren Auffassungen in einer Art präsentiert, dass sie als gemeinsame Haltungen der gesamten „Süd“ wirken. So erscheinen die Dortmunder Tribünensteher als glückliche Vereinsanhänger unter dem Motto: „Ach, wat iss dat nich’ schön hier.“ Dazu gehört, dass sich ein knorriger Fan tolerant gegenüber Homosexualität gibt und prompt ein Angehöriger der „Rainbow-Borussen“ präsentiert wird. Ebenso erscheint der Vorsänger der Ultra-Gruppe „The Unity“ als Vertreter einer stimmungsfördernden Gemeinschaft, ohne dass näher auf deren Spannungen mit der Polizei eingegangen wird. An einer anderen Stelle positioniert sich ein weiterer Dortmunder gegen Rassismus, ohne dass der Film über die Hintergründe rechtsextremistischer Aktivitäten bei einer sehr kleinen, dennoch bestehenden Minderheit informiert.

Was ist das Problem?

Das problematische an „Wir die Wand“ ist, dass das Projekt den Anspruch erhebt, die „Süd“ an sich vorzustellen, doch nur ein einseitiges Bild zeichnet. So gibt es auf ihr auch Personen, die Homosexuelle ablehnen oder eine gelegentliche Fußballrandale nicht grundsätzlich ausschließen. Derartige Tribünenbesucher sind jedoch ebenso Fans, wie die von Martens vorgestellten BVB-Anhänger. Sie sind aber in dem Film, der die gesamte „Wand“ zum Thema hat, nicht vertreten.

Zu den Versäumnissen des Projektes gehört, dass es sich, trotz der Mitarbeit langjähriger Fans, nicht mit den weniger vorzeigbaren Seiten der „Süd“ beschäftigt hat. So muss sich gegenwärtig mit „Borsti“ ausgerechnet einer der Beteiligten wegen seiner Kontakte zur rechtsextremistischen „Borussenfront“ rechtfertigen. Außerdem bot die Mitarbeit des „Unity“-Vorsängers eigentlich einen Anlass, um sich mit unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der Aneignung bestimmter Räume auf den Rängen zu beschäftigen. Ebenso hätte das Verhältnis der Ultras von „The Unity“ zur Ultra-Gruppe „Desperados“ nähere Aufmerksamkeit verdient gehabt. Interessant wären aber auch Informationen über die Haltung von Fans gewesen, die den BVB auch durch Zeiten sportlicher Krisen und schwerster Finanzturbulenzen begleitet haben und sich mittlerweile von neu zugestoßenen Eventfans umgeben sehen. Bei all diesen Schwächen fällt es dann auch kaum auf, dass der Zuschauer nicht über die längerfristige Entwicklung der außergewöhnlichen „Süd“ informiert wird.

Was steht dahinter?

Stellt man sich die Frage, warum „Wir die Wand“ einen derart einseitigen Charakter hat, sollte man sich mit einer von Klaus Martens geäußerten Stellungnahme beschäftigen. Danach vertritt der WDR-Redakteur die These: „Die Wand (setzt sich) aus Menschen zusammen… , die aus allen gesellschaftlichen Schichten kommen und über alle Gegensätze hinweg für ein paar Stunden ein soziales Gefüge bilden, eine Gesellschaft, in der nicht nur alle gleich sind – mehr noch, alle Freunde sind. ‚Sozialismus’ auf Zeit sozusagen.“

(www.wdr.de/tv/wir_die_wand/sendungsbeitraege/makingof/produktion.jsp)

Diese Einlassung liefert einen Erklärungsansatz für die einseitige Ausrichtung des Films. Die Beschränkung auf freundliche, tolerante und fröhliche Tribünensteher scheint den gesellschaftspolitischen Vorstellungen von Klaus Martens zu entsprechen. Doch so begrüßenswert diese auch sein mögen, sie spiegeln die Realität nicht wieder. Demzufolge wird der Film an einer Stelle unfreiwillig komisch, an der er von der Realität einholt wird. Das geschieht, nachdem sich einer der ausgewählten Fans gegen „Sexismus“ ausgesprochen hat und die Kurve an einer anderen Stelle, offenbar während des Abschlages des gegnerischen Torhüters, „Arschloch, Wichser, Hurensohn“ ruft.

Auch wenn sich jeder einzelne Fan auf der „Süd“ den maximalen Erfolg seiner Mannschaft wünscht - eine Gemeinschaft der Gleichen, in der „alle Freunde sind“, existiert beim BVB ebenso wenig wie bei anderen Vereinen. In den Fluren des WDR mag dem ein oder anderen öffentlich-rechtlich besoldeten Journalisten das Ideal einer konfliktfreien Gesellschaft mit einem speziellen ‚Sozialismus’ vorschweben; in der Fußballfanszene ist es allerdings nicht zu finden. Eine aus 25.000 Fans bestehende „Wand“ besteht eben immer noch aus 25.000 Individuen.

Was bleibt also?

Südtribüne2„Wir die Wand“ ist ein misslungenes Projekt. Es hatte die Chance, die Südtribüne mit all ihrer Tradition, all ihrer Energie und all ihrer Vielfalt vorzustellen. Doch statt eines tiefgründigen Portraits ist ein oberflächlicher Film voll Sozialromantik entstanden. Zwar preist „Wir die Wand“ die Tribüne, doch in diesem Fall ist das Lob auch ein Gift. Gerade das Stimmungszentrum des alten (heute den Namen eines Versicherungskonzerns tragenden) Westfalenstadions hätte es verdient gehabt, mit all seinen Facetten gezeigt zu werden. Dazu hätte es mit all seinen Gemeinsamkeiten, aber auch mit all seinen Bruchlinien dargestellt werden müssen, denn es sind vor allem die Brüche, die Dortmunds Fanszene so interessant machen. Zu diesen gehören zwar auch negative Aspekte, doch gerade die Ecken und Kanten unterscheiden das Umfeld in Dortmund von dem in Wolfsburg oder dem in Hoffenheim.

Dennoch werden sich viele treue BVBler in den vorgestellten Fans selber erkennen und sich über die durchweg positive Darstellung ihrer „Wand“ freuen. Vor dem Hintergrund, dass Fußballanhänger in den Medien häufig als tumb, aggressiv oder besoffen erscheinen, ist diese Freude nachvollziehbar. Demzufolge ist es ein Verdienst des Films, positive Seiten des Fanlebens zu zeigen, etwa Leidenschaft, Treue und … „Echte Liebe.“ Andererseits dürfte der Film bei Dortmundern, denen Authentizität wichtiger ist als eine gefällige Außendarstellung, ein nicht geringes Unwohlsein verursachen. In diesem Zusammenhang stellt sich unter anderem die Frage, wie „The Unity“ im Nachhinein zu dem Projekt steht.

Mit Schmunzeln oder sogar Schadenfreude könnten darüber hinaus Anhänger anderer Vereine reagieren, die nach den großen sportlichen Erfolgen der letzten Jahre eine gewisse Selbstgefälligkeit in der Ruhrmetropole ausmachen. Demzufolge hat der mittlerweile auch als DVD vertriebene Film durchaus das Potenzial, bei abendlichen Treffen von dem BVB nicht wohl gesonnenen Fans zur Unterhaltung vorgeführt zu werden.

Donnerstag, 05 September 2013 10:55

Kein Wochenende ohne Fußball!

geschrieben von

Die Nationalmannschaft spielt und legt mal wieder den Fußballalltag flach. Kein Fußball am Wochenende, nur Klatschpappen, Colafähnchen und Bitburger Nullkommanix. Kein Fußball?! Denkste!! Es gibt eine Menge attraktive Partien am Wochenende. Auf Grundlage eigener Erfahrungen präsentieren wir das Jogis-Buben-Ausweichprogramm:

Freitag, 23 August 2013 14:32

Zweckveranlassung - Ein Wort für Unverhältnismäßigkeit

geschrieben von

Merkwürdige Entscheidungen gibt es in den vergangenen Tagen im Bundesland Nordrhein-Westfalen im Umfeld von Fußballspielen zu beobachten.

Mittwoch, 21 August 2013 10:36

Fanclubtreffen München: Bittere Realität & viel Frustration

geschrieben von

miasanrotDie Fans des FC Bayern München sind in einer schwierigen und frustrierenden Situation. Über das aktuelle Fanclubtreffen, das ohne Beteiligung der Vereinsführung und der Fanclubbetreuung stattfand, berichtet miasanrot.de. Hier der Kommentar im Wortlaut:

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Fankurve

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