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Donnerstag, 05 September 2013 10:55

Kein Wochenende ohne Fußball!

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Die Nationalmannschaft spielt und legt mal wieder den Fußballalltag flach. Kein Fußball am Wochenende, nur Klatschpappen, Colafähnchen und Bitburger Nullkommanix. Kein Fußball?! Denkste!! Es gibt eine Menge attraktive Partien am Wochenende. Auf Grundlage eigener Erfahrungen präsentieren wir das Jogis-Buben-Ausweichprogramm:

cover1Viele Bücher sind schon über den BVB geschrieben worden; insbesondere in den vergangenen „Klopp-Jahren“ stieg die Flut an Publikationen über den Ballspielverein rasant an. Mit vielen dieser Produkte konnte man sich zwar die Zeit vertreiben, bleibende Eindrücke hinterließen jedoch die wenigsten.

Vor einigen Wochen ist nun ein weiteres Buch über den BVB erschienen - nein, eigentlich nicht über den BVB, sondern über die Fans des BVB: „Unser ganzes Leben - Die Fans des BVB“ heißt das Werk, das die Autoren Ulrich Hesse und Gregor Schnittker im Werkstatt-Verlag veröffentlicht haben.

Wenn man sich das Buchcover anschaut, mit seiner Collage verschiedener Fotos von BVB-Fans, und obendrein anfänglich noch etwas willkürlich im Buch blättert und die durchweg auf Hochglanz bedruckten Seiten anschaut, so drängt sich der Eindruck eines ausführlichen Geschichtsbildbandes auf. Aber was für ein Trugschluss sollte dieser Gedanke letztlich sein!

Sobald man schließlich mit der Lektüre beginnt, so wird man umgehend aus dem Hier und Jetzt herausgezogen; man taucht ab aus der Gegenwart und findet sich plötzlich wieder an der Weißen Wiese, dem ersten Sportplatz des Vereins. „Unser ganzes Leben“ vermag den Leser ähnlich in seinen Bann zu ziehen wie ein spannender Krimi. Einmal mit dem Lesen begonnen, möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Das Drumherum verschwindet - man taucht ein in die schwarzgelbe Geschichte und erlebt neben den sportlichen Aspekten auf dem Rasen insbesondere die Historie der Fans hautnah mit.

Auf 336 Seiten vermitteln die Autoren Ulrich Hesse und Gregor Schnittker die Vergangenheit rund um den Borsigplatz und die Strobelallee. Direkt die erste Doppelseite nach dem Aufklappen verleitet den Leser - ebenso wie die allerletzte - zum Verweilen ein, befinden sich doch dort jeweils Collagen der Logo-Patches verschiedener Fanclubs. „Ist meiner auch dabei?“, wird sich der aufmerksame Leser hierbei denken und begibt sich auf die Suche nach „seinem“ Fanclub. Die Autoren sammeln hier bereits die ersten Pluspunkte für eine interaktive Gestaltung.

Im Folgenden wird der Werdegang des Ballspielvereins und seiner Fankultur in sechs chronologisch sortierten Kapiteln beleuchtet. Verständlicherweise nehmen die neueren Kapitel, und insbesondere das letzte, das sechste Kapitel über den Zeitraum 2000 bis 2013, den größten Platz ein - sind hier doch naturgemäß noch die meisten Quellen vorhanden. Doch dies bedeutet keineswegs, dass insbesondere die Frühzeit der Vereins- und Fangeschichte lapidar abgehandelt wird. Anhand der wenigen noch lebenden Zeitzeugen und den vorliegenden Überlieferungen skizzieren die Autoren in fesselnder Art und Weise die Anfänge eines kleinen Fußballvereins im Dortmunder Norden, als viele Sportplatz-Gänger des BVB insbesondere dem großen königsblauen Rivalen aus dem Osten des Ruhrgebiets die Daumen drückten.

Die Geschichte der Borussia wird im gesamten Buch zwar mit erzählt - bildet sie doch den Grundstein für die Entwicklung der Fankultur samt seinen Höhen und Tiefen - doch im Mittelpunkt steht hier die Darstellung der schwarzgelben Fangeschichte; von Kutten über Trikotträger und Hooligans bis zu den Ultras und dem Publikum des 21. Jahrhunderts.

In erfrischender Art und Weise kommen die Protagonisten selbst zu Wort: Die Fans. So entwickelt sich das Buch nicht nur zu einem Buch ü b e r die Fans, sondern zu einem Buch m i t Fans f ü r Fans des BVB. Zahlreiche spannende Anekdoten schmücken die 336 Seiten aus - ohne dass das Buch dabei zu einer durchweg wohlwollenden Werbeschrift für den Verein verkommt. Auch die dunklen Momente der Fangeschichte werden ohne Berührungsängste thematisiert, beispielsweise die Anfänge und die Entwicklung der berüchtigten „Borussenfront“ als Speerspitze des Dortmunder Hooliganismus sowie die verstärkt auftretenden rechtsextremistisch motivierten Vorfälle in den zurückliegenden Monaten - jeweils mit Zeitzeugenberichten auch der „dunklen“ Seite.

Aufgelockert wird das Buch noch weiter durch kleine Exkurse, welche die einzelnen Kapitel voneinander abgrenzen. In diesen Exkursen beschreiben die Autoren fortlaufend ihre Recherchen auf der Suche nach „Erbse“, einer Dortmunder Kultfigur, die vor Urzeiten den legendären BVB-Walzer erfand, der noch heute regelmäßig von der Südtribüne angestimmt wird. Es sind diese Ermittlungen des Schreiberduos, die dem Buch den letzten fesselnden Kick geben, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte, bis man am Ende erfährt, wie die Suche nach „Erbse“ ausgeht.

Während ihres Streifzuges durch die Dortmunder Fangeschichte verkneifen sich die Autoren auch den einen oder anderen Seitenhieb auf heutige, teilweise hysterische Debatten nicht. So wird beispielsweise das BVB-Logo aufgegriffen, das von 1976 bis 1978 mit dem Löwenkopf eines Sponsors neugestaltet wurde, „übrigens ohne große Fanproteste“ (S. 92).

Angesichts der oben bereits angesprochenen Darstellung des Dortmunder Hooliganismus vergangener Jahrzehnte lassen die Autoren ebenfalls die Sicherheitsdebatte des 2010er-Jahrzehnts als lächerlicher Auswuchs einer hysterischen Medien- und Politiklandschaft erscheinen. Das Buch von Hesse und Schnittker sollte daher jedem Innenminister zur verpflichtenden Lektüre ausgehändigt werden, bevor seitens der Politik wieder der Teufel an die Stadionwand gemalt wird.

Vereinzelt wird sogar nicht nur die schwarzgelbe, sondern sogar die gesamte Historie der Fankultur dargestellt, so beispielsweise der Weg zum allerersten „Public Viewing“, das heutzutage zum festen Bestandteil der deutschen Fußballkultur gehört.

Unterm Strich lässt sich zusammenfassen: Die einzelnen Facetten des Buches könnten hier noch ellenlang weiter aufgeführt werden, doch darauf soll an dieser Stelle verzichtet werden, der kleine Einblick in ein wirklich rundum gelungenes Meisterwerk soll genügen. Die knapp 30 Euro für 336 Hochglanz-Seiten sind jeden einzelnen Cent wert. Gerade für die laufende Sommerpause eignet sich das Buch als hervorragender Zeitvertreib angesichts der Masse an interessanten Eindrücken, die sich zwischen den beiden Buchdeckeln verbergen. Die Nachhaltigkeit dieser Impressionen hebt sich deutlich von denen anderer Bücher über die Borussia ab, die Geschichte der Dortmunder Fankultur wird in diesem Buch lebendig.

Donnerstag Abend, ca. 19 Uhr: Ich laufe mit einem guten Freund von der Haltestelle „Stadion“ zum Waldstadion. Anlass ist leider nicht, wie hoffentlich nächstes Jahr, ein Eurobbabokalabend, sondern ein ganz anderer. Wir laufen am gespenstig dunklen Waldstadion vorbei in Richtung Eintracht-Museum in der Haupttribüne. Anlass ist die Buchvorstellung der Biographie des Kulttrainers Dragoslav Stepanovic, geschrieben von Martin Thein und Peter C. Moschinski.

Dienstag, 05 Februar 2013 14:33

TV Tipp: Verrückt nach Fußball - Englische Fans im Abseits

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zdf infoStimmgewaltige Fans in reinen Fußballstadien. Für viele Fußballfans war England lange Zeit ein beliebtes Reiseziel, nicht nur bei Groundhoppern. Inzwischen hat sich das Bild gewandelt. Zwar ist der englische Fußball weltweit beachtet, Mannschaften wie Manchester United haben Fans rund um den Globus, aber die Entwicklung hat seine Schattenseite. Nach der Sheffield Katastrophe und der Abschaffung der Stehplätze steigen die Kartenpreise massiv an und die Clubs sind längst in der Hand von reichen Scheichs und Ölmultis. ZDFinfo schaut im Rahmen der Reihe "Verrückt nach Fußball" auf die Insel, wo die englischen Fans inzwischen neidvoll nach Deutschland und die vielfälltige Fankultur schauen. Ausgestrahlt wird die Sendung heute Nacht um 0:55 Uhr in ZDFinfo

England - Mutterland des Fußballs. Hier wurden im 19. Jahrhundert die Regeln des Fußballs erfunden und in den frühen 60ern die ersten Fangesänge angestimmt. Die erste englische Liga ist der Traum der meisten Fußballer und wird in fast alle Länder weltweit übertragen. Zig 100 Millionen Menschen auf dem Globus sind Fan eines englischen Vereins. Also alles prima im gelobten Land des Fußballs? Mitnichten. Denn die Opfer dieser intensiven kommerziellen Entwicklung sind die englischen Fans. Die Kartenpreise steigen seit Abschaffung der Stehplätze stetig an und der Fußball findet für viele -vor allem jüngere - englische Fans nur noch im Pub statt.

Quelle: ZDFinfo

Wiederholung der Sendung am Montag, 18. Februar, 18.00 Uhr, in ZDFinfo. Wer so lange nicht warten möchte, findet die Reportage von Marc Quambuschschon jetzt in der ZDF Mediathek

In den ersten Teilen der Reihe "Verrückt nach Fußball" wurde über die Fans in den EM Gastgeberländern Polen und Ukraine und im zweiten Teil über die Entiwcklung der italienischen Fankultur berichtet.

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Donnerstag, 24 Januar 2013 16:51

Gerald Asamoah – Dieser Weg wird kein leichter sein …

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Fußballer-Biografien präsentieren sich zuweilen nach dem Motto „Titel, Tore und Triumphe“ oder enthalten skandalträchtige Geschichten zur Steigerung der Auflage. Im ersten Fall sind sie gelegentlich zu flach, im zweiten Fall zu durchsichtig. Gerald Asamoah hat mit Unterstützung des Sportjournalisten Peter Großmann eine Lebensbeschreibung erstellt, die sich positiv von derartigen Werken abhebt.

Ghana und Hannover

Der sportliche Weg des 1978 in Ghana geborenen deutschen Nationalstürmers war in seiner Jugend von verschiedenen Erschwernissen behindert, die eine Profikarriere eigentlich hätten verhindern müssen. Zu diesen gehörte, dass er während eines großen Teils seiner Kindheit von seinen Eltern getrennt lebte. Der Vater, ein Journalist, hatte aus politischen Gründen nach Deutschland flüchten müssen und war mit seiner Frau nach Hannover gezogen. Gerald Asamoah wuchs zunächst bei seiner ihn christlich erziehenden Großmutter auf und zog erst im Alter von zwölf Jahren in die niedersächsische Hauptstadt. Dort trat er ein Jahr später dem BV Werder Hannover bei. Trotz der Anforderungen einer Schulausbildung in einem neuen Sprachraum sowie Arbeitspflichten im Haushalt und im väterlichen Laden brachte er die Energie für den Fußball auf. Den Durchbruch erlebte er nach seinem Wechsel zu Hannover 96, wo er 1998 maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die 2. Bundesliga hatte.

Herz und Schalke

Zur größten Bedrohung für Asamoahs Karriere wurde jedoch eine erst spät festgestellte Herzanomalie. Letztendlich konnte er seine Karriere nach aufzehrenden Untersuchungen fortsetzen, wenngleich unter Inkaufnahme eines Restrisikos und eines griffbereiten Defibrillators. Dennoch verpflichtete ihn 1999 der FC Schalke 04, mit dem er zwei DFB-Pokale erringen sollte. Bei den „Königsblauen“ entwickelte er sich zu einem bei den Fans sehr beliebten, kampfstarken Angreifer mit hoher Vereinstreue. Dies zeigte sich insbesondere bei den aufgeheizten Begegnungen gegen Borussia Dortmund, von denen ein 2007 errungener 4:1-Derbysieg zur denkwürdigsten  Partie wurde. In deren Verlauf kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung Asamoahs mit dem gegnerischen Torhüter Roman Weidenfeller, dem der Schalker vorwarf, ihn als „schwarzes Schwein“ beleidigt zu haben (S. 60). In der Biografie geht Asamoah ausführlich auf die nicht durch einen Zeugen bemerkte Ehrverletzung ein und bedauert gleichzeitig auch eine von ihm gezeigte „Geste zu den Dortmunder Fans“ (S. 61). Dabei bleibt er leider unkonkret, indem er auf eine Beschreibung dieser Geste verzichtet - es war ein durch Vorbeiziehen des Daumens am Hals angedeuteter Kehlenschnitt.

Rassismus und Nationalmannschaft

Unabhängig von der Beweisbarkeit des Vorwurfs wurde Asamoah wiederholt Ziel des Hasses von Rassisten. Wie andere dunkelhäutige Spieler wurde er in verschiedenen Stadien „als Nigger beschimpft und mit Bananen beworfen“ (S. 146). Dennoch nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an, verzichtete auf eine Karriere in der Nationalmannschaft Ghanas und entschied sich stattdessen für die sich im Neuaufbau befindende deutsche Auswahl. Mit ihr wurde er 2002 unter Rudi Völler überraschend Vizeweltmeister. Dass er trotz dieses Bekenntnisses zu und seines Einsatzes für Deutschland weiterhin Anfeindungen von Rechtsextremisten ausgesetzt war, belegt das Ausmaß des sich im Fußball zeigenden rassistischen Hasses. Asamoah nennt in diesem Zusammenhang insbesondere ein Spiel in Rostock und beklagt das Ausbleiben einer unterstützenden Reaktion der Nationalmannschaftkameraden, insbesondere des Kapitäns Michael Ballack, den er allerdings nicht namentlich nennt (S. 72). Der Nationalstürmer setzte seine Karriere dennoch in der DFB-Auswahl fort und krönte sie 2006 bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land. Während des Turniers hatte er als DJ einen erheblichen Einfluss auf das Klima innerhalb der für das „Sommermärchen“ verantwortlichen Mannschaft und trug dadurch zu einer im ganzen Land aufkommenden positiven Stimmung bei. Besonderes beliebt war dabei ein Zuversicht verbreitendes Lied Xavier Naidoos, das die Textstelle enthielt: „Dieser Weg wird kein leichter sein.“

St. Pauli und Greuther Fürth

Nach der Weltmeisterschaft setzte Asamoah seine Vereinskarriere zunächst auf Schalke fort. Es folgte eine kurze, glücklose Zeit beim FC St. Pauli sowie ein Engagement bei der Spielvereinigung Greuther Fürth, mit der er 2012 den von ihr lang ersehnten Aufstieg in die Erstklassigkeit schaffte. Zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung steht er zwar noch im Dienst des fränkischen Vereins, befindet sich aber mit 34 Jahren im Spätherbst seiner Profikarriere.

Was bleibt …

asamoah dieser weg coverDas lesenswerte, durch Beiträge von Gastautoren wie Manuel Neuer, Otto Addo, Mirko Slomka oder Theo Zwanziger angereicherte Buch besticht dadurch, dass es neben Asamoahs sportlicher Laufbahn auch seine Familiengeschichte sowie die von ihm bewältigten Erschwernisse behandelt. Er stellt sich durch die offene Beschreibung seines Lebensweges, unter Einschluss seiner religiösen und familiären Verwurzelung, nicht nur als Spitzensportler, sondern als Mensch vor. Darüber hinaus beleuchtet er mit seiner Einwanderungsgeschichte auch die deutsche Gesellschaft, sowohl mit ihren rassistischen Schattenseiten als auch mit ihren Möglichkeiten zur Teilhabe und ihrer sich im letzten Jahrzehnt verändernden Einstellung zum Thema Zuwanderung.

Es passt zum Optimisten Asamoah, eine Zeile des 2006 bekannt gewordenen Xavier Naidoo-Liedes als Titel für seine Spielerbiografie zu verwenden. Seinen sportlichen Weg damit als „nicht leicht“ zu beschreiben ist allerdings unzutreffend - denn es ist eine Untertreibung. Dass der Stürmer es trotz der Erschwernisse in den Profifußball und sogar in die Nationalmannschaft schaffte, deutet auf eine vorbildliche Haltung sowie eine außergewöhnliche Leistungsbereitschaft hin. Dadurch erklärt sich auch sein unbedingter Kampfeswille auf dem Spielfeld, mit dem er technische Mängel mehr als ausglich. Mit diesen Voraussetzungen hätte er keinen besser zu ihm passenden Verein finden können, als den Arbeiterklub FC Schalke 04. Asamoahs Buch ist in Teilen auch eine Art Liebeserklärung an diesen Klub, wobei es seine Zeit bei Hannover 96 leider etwas vernachlässigt. Dies ist umso bedauernswerter, da er einen großen Anteil an der erfolgreichen Aufbauarbeit des niedersächsischen Vereins hatte und dieser wiederum seine persönliche Entwicklung gefördert hatte.

Gerald Asamoah hatte das hart erarbeitete Glück, dass seine Nationalmannschaftskarriere zur Zeit des Neuanfangs unter Rudi Völler begann und ihren Höhepunkt beim „Sommermärchen“ unter Jürgen Klinsmann erreichte. Der deutsche Fußball wiederum hatte das Glück, dass Gerald Asamoah ihn in den Jahren grundlegender Veränderungen um eine ungewöhnliche Facette bereicherte. Nach der Lektüre seiner Biografie kann man sich den sozial engagierten Fußballarbeiter, der eine nach ihm benannte Stiftung für am Herzen erkrankte Kinder gegründet hat, nicht als untätigen Fußballrentner vorstellen.

Gerald Asamoah / Peter Großmann
„Dieser Weg wird kein leichter sein …“
Herbig-Verlag, 19,99 Euro

Dienstag, 15 Januar 2013 11:29

TV-Tipp: Wem gehört der Fußball?

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100 das spiel logoGestern haben die fünf TV-Sender ARD, ZDF, Sky, Sport1 und Liga Total eine gemeinsame Kampagne gegen Gewalt im Stadion vorgestellt. Im Rahmen der Initiative wurde unter anderem ein Image-Film produziert, der heute erstmals ausgestrahlt und wohl über die Rückrunde immer wieder zu sehen sein wird. Ob nun ernsthaftes Bestreben oder doch nur Image-Gründe dahinter stecken, wird sich zeigen. Heute jedenfalls startet die Aktion mit einer Diskussionsrunde im Spartensender PHOENIX. Der Sender hatte in der Vergangenheit schon einmal eine Diskussionsrunde zum Thema Fußball die alles in allem doch sachlich und unaufgeregt geführt wurde. Auch diesmal lässt die Zusammensetzung der Gesprächsrunde vermuten, dass keine Zündel-Einlagen ala Kerner zu erwarten sind. 

Zu Gast in der Sondergesprächssendung zur Initiative "100 Prozent das Spiel – 0 Prozent Gewalt"

  • Andreas Rettig (DFL-Geschäftsführer)
  • Philipp Markhardt (Faninitiative "ProFans")
  • Philipp Köster (11Freunde-Chefredakteur)
  • Steffen Simon (WDR-Sportchef)
  • Reinhold Gall (Innenminister Baden-Württemberg)

Moderiert wird die einstündige Sendung von Christina von Ungern-Sternberg. (Phoenix, 15. Januar um 22 Uhr und Wiederholung um 0 Uhr)

Vor der Diskussionsrunde zeigt der Sender bereits ab 21:30 Uhr die Dokumentation Ergänzend „Dritte Halbzeit Randale“ in der "Ultras", Polizisten, Fanvertretern und Politikern zu Wort kommen.

Wir schalten ein!

Bildquelle: obs/Sky Deutschland

hauptsache fussballWir haben an dieser Stelle schon öfter auf den Film "Hauptsache Fußball" hingewiesen, nun wird die Fußball-Dokumentation dank Spiegel.TV im Rahmen des Online-Dokumentations-Festivals „Open Doku 2012“ erstmals öffentlich gesendet. Für die kommenden drei Monate, bis März 2013, ist die Doku unter Spiegel.TV abrufbar.

Der Film behandelt im Schwerpunkt Ruhrgebietsclubs wie den BVB,  Schalke 04, sowie dem VfL Bochum. Lars Ricken, Horst Heldt, BVB U-Trainer Hannes Wolf, VfL U-Trainer Dariusz Wosz und andere geben hoch interessante Einblicke in das Wirkungsumfeld ihres jeweiligen Vereines.

Wir hatten die Film-DVD im Jahr 2011 angeschaut und Martin Thein schrieb damals in seiner Rezension

Die Leidenschaft für den Fußball und in einigen Fällen leider auch nur für das schnelle Geld ist das verbindende Glied aller Filmakteure. Besonders beeindruckend wirkt die kompetente, selbstreflektierende Art des Spielervermittlers Jörg Neblung. Mit Tiefgang und Trennschärfe, leider aber nach wie vor gezeichnet von den Geschehnisse um seinen verstorbenen Freund Robert Enke, stellt er das Profigeschäft in einem ganzen anderen Licht dar.

Der Film ist sehenswert und daher lohnt ein Blick auf Spiegel.TV

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