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Stefan Viehauser

Stefan Viehauser

Amateurederby

Das Amateurederby ist vorbei. Die Roten haben mit 1:0 gewonnen, bis zum nächsten Aufeinandertreffen sind die Verhältnisse geklärt. Zumindest sportlich. Was noch nicht geklärt ist sind die Folgen für die Zukunft was den Spielort und das Drumherum angeht.

Mittwoch, 25 März 2015 01:11

Ich geb' mein Herz für dich...

Herz-für-FCB

Wenn man nach 19 Jahren Kurve plötzlich auf die Sitzplätze muss ist das hart. Und kaum zu ertragen.

Landauer PlakatKurt Landauer war Präsident des FC Bayern München. Schon vor dem Ersten Weltkrieg leitete er zwei Jahre den Verein. Von 1919 bis 1933 legte er die Grundsteine dessen, was heute noch den FC Bayern München ausmacht: Ein weltoffener Verein. Man ließ sich nicht vom zunehmenden Deutschtum vereinnahmen. 1932 führte Landauer den verhassten Judenklub zur ersten deutschen Meisterschaft. Um den Verein zu schützen, musste er kurz nach der Machtergreifung der Nazis zurücktreten. Er wurde ins KZ nach Dachau gebracht.

Donnerstag, 03 Juli 2014 16:05

Istanbul United

istanbul unitedBeeindruckend. Das war schon mein Gedanke, als ich über den Zusammenschluss der Istanbuler Fans bei den Gezi Park Protesten hörte. Nach diesem Film weiß ich, dass es dieses Wort nicht mal ansatzweise trifft.

Gestern Abend fand auf dem Filmfest München die Deutschlandpremiere von „Istanbul United“ statt. Die Dokumentation zeigt die Fangruppen der drei großen Istanbuler Vereine Besiktas, Fenerbahce und Galatasaray. Ihre Liebe zum Verein, ihren Hass aufeinander. Und wie es dazu kam, alle Abneigung über Bord zu werfen, und gemeinsam am Taksim Platz die Protestbewegung zu unterstützen. „Es war nicht geplant, es war nicht organisiert. Es passierte auf dem Platz.“  erzählt Kerem Gürbüz, Mitglied der Ultraslan (Ultragruppierung von Galatasaray).

Blog - FC Bayern Amateure Relegation

Was will man sagen? Was will man schreiben? Was will man tun? Nach so einem Spiel…

Unfassbar, zu unfassbar ist das Ganze. Eine der schlimmsten Niederlagen für mich seit ich Bayernfan bin (seit immerhin über 30 Jahren), und dabei haben wir das Spiel noch nicht mal verloren. Alles fokussiert sich auf diesen einen Moment, vierte Minute der Nachspielzeit, jede Sekunde wird abgepfiffen. Wir sind ein Mann mehr auf dem Platz, führen seit der 88. Minute mit 2:0 und sind nach einem 0:1 im Hinspiel damit aufgestiegen.

Aufstieg - ein Wort, von dem man meinen könnte es käme im Wortschatz eines Bayernfans gar nicht vor. Nur die wenigsten von uns haben den letzten erlebt, 1965 in die damals noch junge Bundesliga. Und auch die Bayern Amateure spielten bis vor kurzem ständig in der höchsten möglichen Spielklasse. 2011 dann kam der Abstieg. Trauriger Abschluss einer traurigen Saison. Aber verarbeitbar, da man von Anfang an mit unseren jungen, unerfahrenen Leuten in dieser Profiliga nicht mithalten konnte. Und nun das.

Dienstag, 29 April 2014 10:55

Schlaflos in München

Ich geb mein Herz für dich

Extra spät ins Bett gegangen, um aus Müdigkeit wenigstens etwas schlafen zu können.
Fünf Stunden im Bett gelegen - kein Schlaf.
Den ganzen Tag in der Arbeit sitzen, aber mit den Gedanken nur bei diesem Moment:
20.45 Uhr, Anpfiff, Ekstase.
Es gibt sie nur selten, diese Tage, wo es wirklich um alles geht. Auf die man hin fiebert, auch wenn man eigentlich ruhig bleiben möchte. Tage, an denen man keinen Hunger hat und viel zu viel Kaffee trinkt.

Fans gegen HomophobieHeute ist ein bemerkenswerter Tag im deutschen Fußball – ein bekannter Spieler hat sich geoutet. Thomas Hitzlsperger, ehemaliger Nationalspieler, bei national und international bekannten Vereinen tätig, sagt offen, dass er homosexuell ist. Er ist der erste, der das tut.

Die Presse und sozialen Medien überschlugen sich, der Server von Zeit Online, welche das Interview mit Hitzlsperger geführt hatte, brach innerhalb kürzester Zeit zusammen.

Sehr viel positives Feedback war zu lesen, zahlreiche gute und richtige Artikel. Auch wenn es traurig ist, dass etwas völlig normales wie die sexuelle Orientierung eines Fußballers solch ein großes Echo auslöst. Es war absehbar, dass es beim ersten Mal so laufen würde.

Dann kamen die ersten Kommentare, die das ganze einordnen wollten. Und es kam, wie es kommen musste.

In nahezu jedem Kommentar stand zu lesen, dass es vollkommen klar ist, dass Hitzlsperger sich erst jetzt, nach seinem Karriereende outen könnte. Schließlich würden aktive Spieler dem Hass von Fußballdeutschland ausgesetzt sein, und sich kaum noch auf den Platz wagen können. Als heftigstes Beispiel sei hier der Kommentar von Bernd Ulrich von der Zeit genannt. Der Fußballplatz ist laut ihm die wichtigste verbliebene Zone der gesellschaftlichen Rückständigkeit. Der erste aktive Profi, der sich zu seinem Schwulsein bekennt, würde noch mal alles abkriegen, was der deutsche Fußballfan und -funktionär und -spieler an Homophobie so zu bieten hat. Die Tribüne hätte sich an Hitzlsperger ausgetobt, keiner hätte erst mal mehr darauf geachtet, wie er seine Rolle im defensiven Mittelfeld interpretiert, sondern nur darauf, ob er irgendwie schwul spielt.

Bernd Ulrich fragt dann noch, wie sich ein Spieler noch auf das Spielen konzentrieren will, wenn halb Fußball-Deutschland an ihm die eigene Schwulenfeindlichkeit austobt? Es sei für sie schließlich ein irritierender Gedanke, dass es Schwule nicht nur in Travestieclubs gibt, sondern sogar im Allerheiligsten des Mannes, im Refugium scheinbar ungestörter Männlichkeit, dem Fußball.

Es reicht!

Nicht nur, dass ich mir als Fan vorhalten lassen muss Gewalttäter und vermutlich auch rechtsradikal zu sein. Jetzt bin ich also auch noch ein Schwulenhasser!

Natürlich gibt es Homophobie in den Stadien. Genauso wie Rassismus und rechtes Gedankengut. Ihr Anteil ist dabei aber nicht höher, als es in der Gesellschaft leider ohnehin der Fall ist. Ins Stadion begeben sich (noch) alle Schichten, Altersstufen, Geschlechter und sexuelle Orientierungen. Es bildet wie ein Spiegel unsere Gesellschaft ab.

Bernd Ulrich erwartet anscheinend, dass sich eine Art Lynch Mob bilden würde, sollte ein schwuler Spieler den Rasen betreten. Dabei lässt er völlig außer Acht, wie sich die Kurven in den letzten Jahren und Jahrzehnten verändert haben. Der Frauenanteil ist immens gewachsen, schwul-lesbische Fanclubs wurden gegründet und stehen, ihre Fahnen schwingend, mitten im Block. Kaum ein Wochenende vergeht, an dem nicht in einem Stadion eine Aktion gegen Rassismus und/oder Homophobie stattfindet. Und die Initiative geht dabei in 99% der Fälle von den Fans selbst aus.

Was müssen wir Fußballfans eigentlich noch tun, um endlich aus dem Klischee ausbrechen zu können? Stattdessen werden wir immer weiter hineingetrieben. Wir sind auf dem besten Weg, selbst eine diskriminierte Minderheit zu werden.

Michael Wollny von Eurosport ist dabei eine rühmliche Ausnahme. Er hat schon vor über einem Jahr auf das Engagement der Fans hingewiesen, und tut es heute wieder. Danke dafür!

Aber ist es nicht traurig, dass diese Tatsachen so wenig wahrgenommen werden?

Bild: http://fussballfansgegenhomophobie.de

Sonntag, 23 Juni 2013 02:44

Wahn!

Pep FanWir haben den Europapokal gewonnen. Wir haben die Meisterschaft mit 25 Punkten Abstand geholt. Und mit dem DFB Pokalsieg als erste Mannschaft in Deutschland das Triple perfekt gemacht. Eine unglaubliche Saison liegt hinter uns, von denen wir noch unseren Kindern und Kindeskindern erzählen werden.

Nun kommt noch der in den letzten Jahren erfolgreichste Trainer zum FC Bayern. 14 von 19 möglichen Titeln hat er in Barcelona geholt. Eine Bilanz, die selbst mit einem Team von exzellenten Spielern wie sie der FC Barcelona besitzt nur als herausragend bezeichnet werden kann. Man kann sich einfach nur auf die kommende Saison freuen.

Wirklich?

Und warum kann ich das dann nicht? Nicht mehr?

Wembley Stadium klein

Warum sollte man einen Blog über eine Auswärtsfahrt schreiben? Fast jeder, der diese Zeilen liest, hat schon selbst eine oder auch viele mitgemacht. Warum sollte man also eine Geschichte darüber lesen wollen? Weil diese es wert ist. Es war eine besondere Auswärtsfahrt zu einem besonderen Spiel. „Auswärtsfahren muss wehtun“ heißt es immer. Man glaubt gar nicht, wie sehr diese Worte zutreffen können.

Freitag, 24.05.2013, 17 Uhr. Vier Busse setzen sich in München in Bewegung. Ziel: London, Wembley Stadium, Champions League Finale.

Dienstag, 30 April 2013 13:14

Wachablösung?

FCB - FCB

Hätte ich diesen Text wie geplant letzte Woche geschrieben, wäre hinter der Überschrift kein Fragezeichen, sondern ein Ausrufezeichen gestanden. Die Emotionen, die der 4:0 Sieg auslöste, waren grandios. Ich fühlte mich wie der König der Welt, selbst zwei Tage danach.

Es war so unglaublich, so überwältigend, dass es nicht in Worte zu fassen schien. Und auch eine Woche später habe ich zwar viele, sehr viele Texte zu dem Spiel gelesen und gehört. Von Journalisten, Sportreportern, Bloggern oder ganz normalen Menschen in den sozialen Medien. Aber wirklich einfangen konnte diesen Abend keiner. Auch ich werde mit Sicherheit daran scheitern.

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