Redaktion
Rostock-Fans als Trikot-Sponsor

Zwei Spieltage vor Saisonschluss der 3. Liga präsentiert der FC Hansa Rostock einen neuen Sponsor. Keine Firma sondern Fans werden auf dem Trikotärmel präsentiert. Die Fan-Initiative "A.F.D.F.C.H. – Alles für den F.C. Hansa" hatte die Idee und unter den Fans zum Sammeln aufgerufen. Ursprünglich war eine Summe von 1.965€ für ein Spiel geplant, nun sind innerhalb kurzer Zeit schon 5.000€ zusammen. Daher wird das Logo der Initiative für zwei Spielen den Trikotärmel zieren.
VfR Aalen mit Lizenzproblemen - Mannschaft bittet Fans um Unterstützung
Die Mannschaft des VfR Aalen hat einen offenen Brief an die Fans und Anhänger des Vereins veröffentlicht und darin um finanzielle Unterstützung gebeten. Der Aufsteiger der letzten Saison hat eine sportlich erfolgreiche Saison bestritten und als einziger Neuling den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft. Mit Platz 8 in der Tabelle steht man sogar auf einem mehr als soliden Mittelfeldplatz. Dem gegenüber stehen jedoch Probleme mit der Erteilung der Spielerlaubnis für die kommende Saison.
Weserstadion möglicherweise mit neuem Namen?
Marco Bode, Mitglied im Aufsichtsrat von Werder Bremen, schliesst einen Verkauf der Namensrechte nicht mehr kategorisch aus. In einer Gesprächsrunde des Weser-Kurier sagte der ehemalige Werder-Profi: "Das wäre für mich denkbar..Aber es hätte natürlich einen hohen Preis" Bisher hat der Verein einen Verkauf des Stadionnamens nicht in betracht gezogen und verzichtet dabei auf Millionen-Einnahmen. Neben Werder Bremen verzichtet bisher nur Borussia Mönchengladbach als weiterer Bundesliga-Verein auf einen Sponsor im Stadionnamen. In den obersten drei Ligen haben nur noch ein Drittel der Spielstätten einen sponsorenfreien Namen., das Weserstadion übrigens durchgängig seit 1947.
Eine mögliche Lösung ohne Namensänderung auszukommen und denoch nicht vollständig auf mögliches Geld zu verzichten liegt im Corporate Social Responsibility Sponsoring (CSR-Sponsoring) Wie und was das ist, haben wir schon einmal in einem Artikel aufgegriffen. Werder Bremen könnte der erste Verein sein, der diese innovative Lösung nutzt und damit erhöhte Aufmerksamkeit erlangen.
Kein Zwanni: Kein Opernpublikum in deutschen Stadien
Die Initiative "Kein Zwanni für nen Steher" möchte am 33. Spieltag nochmal ein Zeichen für faire Ticketpreise setzen. Fans von Borussia Dortmund wollen beim letzten Auswärtsspiel der Bundesliga-Saison in Wolfsburg die ersten 20 Minuten nicht den Stehplatzblock betreten.
"Es ist an uns, erneut Zeit ein Zeichen zu setzen und die Vereine daran zu erinnern, dass Fußball durch seine Fans lebt." so die Initiative zur Begründung. "Wenn die Preisentwicklung so weiter geht, werden wir bald - wie in England - überwiegend ein Opernpublikum haben." und ist froh, dass der eigenen Verein angekündigt hat, in der kommenden Saison auf Topzuschläge weites gehend zu verzichten. Man wolle nun weiter dazu beitragen, dass sich weitere Vereine diesem Vorgehen anschließen.
Der Dortmunder Anhang musste in dieser Saison bei 17 Auswärtsspielen insgesamt 150€ mehr für sein Platz bezahlen im Stadion bezahlen, als ein Anhänger des FC Augsburg.
Die Forderungen sind dabei recht schnell zusammengefasst:
- Stoppt die Topzuschläge für Gästefans
- Keine Zusammenarbeit mit Online-Ticketplattformen
- Preisstopp bei den Stehplatzpreisen
- Ausreichende Anzahl Karten in der günstigen Sitzplatzkategorie
Zwar richte sich die Aktion am Samstag auch gegen den VfL Wolfsburg, jedoch nicht ausschließlich. Es soll eine Warnung und Zeichen für die ganze Liga sein: Fußball muss bezahlbar sein.
Quelle: Schwatzgelb.de
Gewalttätiger Angriff in Düsseldorf auf U-18 Auswärtsfahrt
Das Fan-Projekt Dortmund berichtet über unschöne Vorkommnisse beim Auswärtsspiel in Dortmund. Sowohl vor dem Spiel als auch beim Verlassen des Stadions sei es zu gewalttätigen Übergriffen auf Teilnehmer der U18 Auswärtsfahrt. Dabei wurden nicht nur Fanutensilien entwendet, sondern es kam auch zu körperlichen Verletzungen bei den Minderjährigen. Indirekt mach das Fan-Projekt auch dem Sichheitsdienst in Düsseldorf einen Vorwurf, da vorallem der Rückweg aus dem Stadion entgegen der Absprachen nicht vollständig abgesichert wurde.
Zwischenfall bei Spitzenspiel in Österreich
Zu einem dramatischen Zwischenfall kam es gestern im Gästeblock von Austria Salzburg beim Spiel gegen den FC Liefering. Kurz nach Abpfiff verlor der Vorsänger der Violetten das Bewusstsein und schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr.
Gerhard Stöger, Manager und Sportdirektor bei Austria Salzburg, veröffentlichte gestern auf Facebook dazu folgende Meldung:
Unser Vorsänger "Salva" ist außer Lebensgefahr - Lungenembolie - er wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt und ist auf der Intensivstation!
Die Niederlage ist somit komplett nebensächlich geworden und wir, die gesamte Austria und insbesondere die 1. Mannschaft drücken dir und deiner Familie die Daumen, dass du bald wieder fit und wieder mitten unter uns bist! Forza Salva.
Auf der Webseite des Vereins wird inzwischen Entwarnung gegeben, Salva befinde sich außer Lebensgefahr aber sei noch im künstlichen Koma. Kurz nach dem Zwischenfall wurden Vorwürfe laut, der Ordnungsdienst hätte ein schnelleres Eingreifen durch den Rettungsdienst verhindert. Ein Tor zum Innenraum in Nähe des Verletzten, sei bewusst nicht geöffnet worden, wodurch die Rettung durch den gefüllten Stehplatz-Block erfolgen musste. Dieser Darstellung widerspricht der Verein FC Liefering in einer Stellungnahme. Vielmehr wollte man die Rettung ermöglichen, sei jedoch durch Austria-Fans im angrenzenden Sitzplatzbereich massiv gehindert worden. Zudem sei durch den Druck die Türmechanik beschädigt worden, und damit eine Öffnung nicht mehr möglich gewesen. Man wehrt sich gegen die Vorwürfe und erstattet im Gegenzug nun Anzeige wegen schwerer Körperverletzung, illegaler Pyrotechnik sowie massiver Sachbeschädigung. Bilder der Rettungsaktion gibt es hier.
Das Ergebnis im Spitzenspiel der Regionalliga West rückte durch den Zwischenfall in den Hintergrund. Der FC Liefering gewann vor der Rekordkulisse von 9.600 Zuschauern in der Red Bull Arena Salzburg knapp mit 1:0 und hat damit sechs Spieltage vor Schluss einen Vorsprung von 5 Punkten auf Verfolger Austria Salzburg. Der FC Liefering ist zwar offiziell Unabhängig von Red Bull, ist jedoch Kooperations-Verein von Red Bull Salzburg. Nachwuchsspieler sollen somit die Möglichkeit erhalten, in einer höheren Liga Spielpraxis zu sammeln. Der zweiten Mannschaft von RB Salzburg ist die Teilnahme durch die Statuten nicht möglich.
Quelle: austria-salzburg.at , Webseite FC Liefering
Club Nr. 12 sagt Choreo gegen Barcelona ab
Der Club Nr. 12, Vereinigung der aktiven FC Bayern Fans, hat in einer heutigen Stellungnahme die Absage der geplanten Choreo beim Halbfinale-Spiel gegen den FC Barcelona mitgeteilt. Dabei sind, nicht wie man etwa vermuten könnte Verbote und Beschränkungen von Vereins oder Verbandsseite schuld, sondern die Hintergründe liegen weit tiefer. Wer es verstehen will, der sollte sich das Statement durchlesen.
DFB bittet Vereine zur Kasse - Bayer04 erstattet Anzeige
Der DFB bittet einige Vereine zur Kasse und ahndet damit Vergehen von Fans. Betroffen sind Eintracht Frankfurt, der VfL Bochum und Energie Cottbus. Der Verband bestraft dabei den Einsatz von Pyrotechnik sowei Würfe von Gegenständen Richtung Spielfeld.
Präsident Mäuser tritt ab, Bobic im Vorstand
Der VfB Stuttgart hat mit zwei Meldungen auf seiner Webseite Veränderung in der Vereinsführung bekannt gegeben. So wird Fredi Bobi, bisher Sportdirektor, in den Vorstand berufen um dort in Zukunft die sportliche Seite zu Vertreten. Zurücktreten wird hingegen Gerd E. Mäuser. Nicht sofort, aber zum 3. Juni, wird der umstrittene Präsident sein Amt niederlegen und damit Platz machen für Neuwahlen bei der Mitgliederversammlung am 22. Juli 2013.
Polizei vs. Fans: Sevilla 2010 als Beispiel von Polizeigewalt im europäischen Fußball
Auswärtsspiele im internationale Wettbewerbe sind für Vereine ein Highlight: Für die Spieler und für die Vereinsverantwortlichen geht es um Prestige und Geld. Für die oft zahlreich mitreisenden Fans deutscher Vereine spannende Kurztrips in die unterschiedlichsten Städte, Länder und Stadien.
Genau darauf freuten sich auch viele Fans von Borussia Dortmund als sie im Dezember 2010 ihrer Mannschaft zu dem Europa League Spiel ins spanische Sevilla begleiteten. Die dortigen Ereignisse entwickelten sich dann für viele Anhänger jedoch anders, als sie sich das vorgestellt hatten: Es kam zu Auseinandersetzungen mit der spanischen Polizei, welche für manch Einen noch bis heute Folgen hat. In den Medien finden diese Vorfälle und Nachwirkungen kaum mehr Beachtung.
Alexandra Schröder vom Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum hat sich in ihrer Dissertation unter anderem intensiv mit den Ereignisse in Sevilla und ihre Folgen beschäftigt.
Am Spielfeld