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Freitag, 25 April 2014 11:29

Weniger Sicherheitswahn mehr Vernunft. Für eine freie Auswärtsfahrt!

geschrieben von  MdBVB

Jedes Wochenende reisen tausende von Fußballfans ihren Lieblingsvereinen hinterher, um diese zu unterstützen. Jeder nutzt dabei seine bevorzugten Verkehrsmittel, hat seine individuellen Anreisewege und seine eigenen Interessen, die er mit seinen Reisen verbindet. Eine Auswärtsfahrt gestaltet sich also in höchst unterschiedlicher Weise.

Mit Erschrecken stelle ich nach den letzten Wochen fest, wie diese Individualität im Sicherheitswahn zu schwinden droht und Freiheiten immer mehr eingeschränkt werden. So geht die Tendenz dahin, Fans immer weiter in ihren Bewegungsfreiheiten einzuschränken, ihnen gar den wichtigen Teil der Tagesplanung durch das holländische Modell im Umgang mit Fußballfans vorzuschreiben. Nach diesem Modell ist nur eine gemeinsame Anreise aller Auswärtsfans möglich. Dabei wird ein Treffpunkt für die Fans der Gastmannschaft vorgegeben, an dem die die Karten für den Gästeblock abgeholt werden müssen und von wo aus die Fans dann gemeinsam  ins Stadion fahren. Dort angekommen finden sich die Fans in einem abgeschotteten Bereich hinter dem Gästeblock wieder und werden dann in einen abgeriegelten Gästeblock, ähnlich einem Käfig, geführt. Zu solch einer Anreise holländischer Art hat Hannover 96 seine Fans für das Niedersachsenderby gegen Eintracht Braunschweig verpflichtet. Aus Sicherheitsgründen. Kartenherausgabe nur in Verbindung mit der dafür vorgesehenen gemeinsamen Anreise per Bus. Das holländische Modell nicht mehr nur ein Schreckgespenst, sondern Realität.

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(Fans von F. Rotterdam in Breda, Saison 2013/14 Quelle: http://www.f7breda.nl/)

Auf diese Weise werden nicht nur sämtliche Fans in Sippenhaft für eine Minderheit genommen, sondern auch die persönliche Freiheit eines jeden Einzelnen beschnitten. Der Fan als unmündiger Bürger oder als Kind von einem Vater, der richtige Erziehung nie erlernt hat und das Kind mit Druck in seine vorgegebene Form passen möchte. Individualität Fehlanzeige, ganz im Gegensatz zu den allgemeinen kulturellen und politischen Bestrebungen Individualität zu fördern. Der Vater ist hier deutlich als Herr Kind zu erkennen, ein Mann, den man bereits als Gefahr für die Fankultur und den deutschen Fußball wie wir ihn kennen, wahrgenommen hat. Nun ist er auch eine Gefahr für die Freiheit der Fans, also einem Teil unserer Gesellschaft. Einen Herrn Kind werden wir mit Sicherheit nicht mehr ändern, aber es muss an uns liegen diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und uns unsere Freiheiten, die uns zustehen, zu erhalten.

Dafür gibt es, neben persönlichen Bedürfnissen, gute Argumente, die für jeden nachvollziehbar sein dürften. Es ist beispielsweise wenig sinnvoll und mit erhöhten Kosten, sowie erhöhtem zeitlichen Aufwand verbunden, wenn ein Hannover Fan aus Braunschweig zunächst nach Hannover reisen muss, um das Spiel seiner Roten in Braunschweig zu besuchen. Dies könnte für manch einen jungen oder älteren Fußballfan zum finanziellen oder zeitlichen K.O.- Kriterium werden. Zu einem durchaus offensichtlicheren Ausschlusskriterium können gesundheitliche oder körperliche Beeinträchtigungen von Fans werden, wie u.a. die Klage eines Fans aus Hannover auf Herausgabe seiner Auswärtsdauerkarte zeigte. (http://www.fanhilfehannover.blogspot.de/2014/03/wichtige-informationen-zum-thema-derby.html) Dieser Fall beschreibt einen gesundheitlich beeinträchtigten Fan von Hannover 96, der mit einer Begleitperson und mit dem eigenen Fahrzeug zu den Spielen von Hannover 96 anreisen muss, um in Notsituationen von seiner Begleitperson im Fahrzeug versorgt werden zu können. Hier findet also entgegen aller politischen und kulturellen Integrationsversuche von körperlich, sowie gesundheitlich beeinträchtigten Menschen, im Namen der Sicherheit eine Desintegration statt. Diese würde bereits dann stattfinden, wenn die betroffene Person nicht mehr mit seinem gewohnten Umfeld zum Spiel anreisen dürfte. Das Verfahren ging zu Gunsten des Klägers aus und Hannover 96 musste somit seine Karten auch ohne verbindliche Busanreise herausgeben, allerdings nur aufgrund der vertraglichen Bindung, die jedem Auswärtsdauerkartenbesitzer eben diese zugesteht. Ein letztes Beispiel, dass ich geben möchte ist ein persönliches. Bereits im Kindesalter bereiste ich mit meinem Vater die Auswärtsspiele von Borussia Dortmund, doch im fortgeschrittenen Alter und nach seinem ersten Herzinfarkt sind für ihn längere Reisen zu einer Belastung geworden, insbesondere stressige Busreisen. Die verbliebene Alternative wäre eine entspannte Zugfahrt. Diese wäre nach diesem Modell aber nicht mehr möglich. Darf er nicht mehr zu bestimmten Spielen reisen, weil der unsinnige Wahn nach Sicherheit das gebietet? Und selbst wenn er darf, dürfen wir dann nicht mehr gemeinsam zu einem Auswärtsspiel, weil irgendjemand befindet, dass ein hohes Konfliktpotential besteht und Sicherheit nicht anders zu gewährleisten sei? Müssen wir uns wie das Hannoveraner Beispiel zeigt ein Attest besorgen und klagen? Was ist wenn dem nicht stattgegeben wird, weil der Grad der körperlichen Beeinträchtigung nicht als ausreichend erachtet wird? Mein moralisches und freiheitliches Verständnis erwarten von einer Demokratie mehr und jeder einzelne muss sich solcher Argumente bewusst werden und rechtzeitig entgegensteuern.

Sehen wir mal von den ganzen Härtefällen und logischen Beispielen ab, wer auch immer festlegen darf, wer ein Härtefall ist oder ab wann die Logik greifen darf. Wohlgemerkt, wir müssen darüber in einem freiheitlichen und demokratischen Land diskutieren. Meine Grunderwartung an eine Auswärtsfahrt ist auch, da ist wieder jeder individuell, der Wunsch eine Auswärtsfahrt als solche wahrzunehmen. Dazu zählt es die fremde Stadt zu besuchen, egal wie oft man nun schon dort war, und sich unter die Fans der Heimmannschaft mischen zu können. In Biergärten ein paar Bierchen zu trinken und wohlmöglich Kontakt zu den Heimfans zu erhalten, auch wenn man dies natürlich nicht bei jeder Fangruppierung möchte, so ist ein friedliches nebeneinander in der Bundesliga dennoch problemlos möglich. So stellte ein Dauerkartenbesitzer aus den Niederlanden fest, dass solch ein friedliches Nebeneinander wie es in Deutschland selbst auf den Tribünen zu finden ist, in den Niederlanden nicht möglich sei, gar undenkbar sei. Er muss es wissen, auch dort besitzt er für sein Team eine Dauerkarte. Warum also die Aufregung in Deutschland? Man lernt auf diese Art der Auswärtsfahrt Land und Leute kennen, erhält immer wieder neue und positive Eindrücke und lässt die Auswärtsfahrt dann bei ein paar Bierchen oder im Nachtleben ausklingen. All das macht das Auswärtsspiel zu etwas besonderem. Fußball ist eben mehr als nur 90 Minuten und beschert einem ein positives Lebensgefühl. Auch wenn viele Fans nur den direkten Weg ins Stadion und wieder zurück nach Hause suchen und es denen wohlmöglich ohnehin egal ist, so ist dies nicht das, was ich mir unter einer gelungenen und schönen Auswärtsfahrt vorstelle. Selbst wenn insbesondere bei Stadien wie in Mainz oder Hoffenheim alles an Flair verloren geht, Wolfsburg jetzt nicht gerade vor Pracht erstrahlt und auch nicht wirklich einladend ist, so gibt es immer wieder individuelle Möglichkeiten die Auswärtstouren zu etwas besonderem zu machen. Die Auswärtsfahrt im holländischen Modell würde all diese Freiheiten zu Nichte machen und ein Hauch von Lebensgefühl, das einem der Fußball gibt, nehmen. Freiheiten, die nicht die Ursache für Problematiken sind. Auch Heimspiele würden um Attraktionen ärmer. Viele Abende durfte ich bereits in den heimischen Lokalitäten verleben, in denen sich Fans der Auswärtsmannschaften in die Innenstadt bewegten und dort nach eigenem Bekunden schöne Abende unter BVB Fans erlebten. Ein Miteinander statt einem Gegeneinander. Sie wurden freundlich empfangen und wussten begeistert von Dortmund zu reden. Warum sollte es auch zu Zwischenfällen mit friedlichen Fans kommen, die nur einen schönen Abend verleben möchten? Zwischenfälle, wenn es diese mal gibt, wird man nicht häufiger erleben, wie bei sonstigen gesellschaftlichen Ereignissen auch, wahrscheinlich mit den gleichen Ursachen.

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(FCN – BVB: friedliches Nebeneinander im Heimbereich des FCN)

Der Kontakt zu den Fans der gegnerischen Mannschaft gehört zum Fußball dazu. Es werden Sprüche gerissen, sich gegenseitig geärgert, aber dennoch gemeinsam Bier getrunken oder gelacht. Eine strikte Trennung? Wofür? Ohne Sticheleien wäre es im Übrigen deutlich langweiliger. So viel Spaß bietet einem auch das Pay-TV. Dies ist übrigens nicht nur eine Problematik des holländischen Modells. In Stuttgart angekommen mussten die Dortmunder zur Verwunderung aller feststellen, dass ihnen vom Busparkplatz nur der direkte Weg ins Stadion genehmigt wurde. Alle anderen Wege wurden von der Polizei versperrt. Ein Aufenthalt im Stuttgarter Hof, der sich direkt neben dem Stadion befindet, war bei warmem und herrlichem Sonnenschein für die meisten nicht möglich. Dies war besonders deshalb verwunderlich, da bekanntermaßen die Ultras, die zu den problematischen Fans gezählt werden, nicht anwesend waren. Sie boykottierten das Spiel und das war auch der Polizei bekannt. Durch einen Trick konnten wir uns dennoch, ein wenig theatralisch ausgedrückt, in die Freiheit begeben und  stellten verwundert fest, dass sich am Stuttgarter Hof bereits eine Menge Borussen befanden und die verschiedenen Fanlager durchmischt waren. Auch diesmal blieb alles friedlich und ein Nebeneinander störte niemanden. Polizei war dort im Übrigen nicht zu sehen. Ein deutliches Zeichen dafür, wie friedlich alles war. Warum also wurde die Anweisung gegeben, dass sich die Dortmunder Fans nicht frei bewegen dürfen? Die vor Ort anwesenden Polizisten konnten es auch nicht verstehen und entschuldigten sich, da sie nur Anweisungen befolgen würden. Wir jedenfalls genossen unser Bier bei einem Wetter, dass eher einem schönen Sommer als einem Wetter Ende März glich.

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(VFB – BVB: deutlich zu erkennen - ein friedliches Nebeneinander im Heimbereich des VFB)

Nun kann man natürlich entgegnen, dass der Autor hier über ein Spiel ohne erhöhtes Risikopotential schreibt und das Niedersachsenderby dazu kein Vergleich darstellt. Richtig, so ist es auch, das Gewaltpotential liegt bei solch einem Spiel deutlich höher. Beteiligt sind nicht nur gewaltbereite Fans beider Vereine, wie man beim Hinspiel beobachten konnte. Und dennoch fordere ich einen intelligenten Umgang mit den Problemfällen und nicht eine Kollektivmaßnahme solch großer Ausmaße, in der Freiheiten eines jeden Einzelnen beschnitten werden. Betrachten wir das Ruhrgebietsderby zwischen dem BVB und den Blauen. Etwa 3000 Polizisten sollen im Einsatz gewesen sein. Viele Wege, die alle zwei Wochen von BVB Fans zum Stadion genutzt werden, wurden abgesperrt. Am Nachmittag vor dem Spiel war es mir nicht einmal möglich vom Hauptbahnhof mit der U-Bahn nach Hause zu fahren. Der Weg dorthin wurde mir von der Polizei versperrt. Stattdessen musste ich bis zur nächsten Haltestelle laufen. Die Art und Weise der durchgeführten Maßnahmen war mir ein Rätsel, zurück blieb nur Frust. Eigentlich keine gute Voraussetzungen für ein friedliches Derby, wenn es auch anderen Fans so ergangen sein sollte. Nun möchte ich nicht weiter auf Details eingehen, aber man fragt sich schon, wofür man solche übertriebene Maßnahmen braucht, bei dem die Fans hermetisch voneinander getrennt und Bewegungsfreiheiten stark eingeschränkt werden, denn nach dem Spiel bewegten sich plötzlich wieder Heimfans auf den vorgeschriebenen Wegen für die Gäste. Nun wurde es genehmigt und es gab keine Trennung mehr. Außer den nun vorgeschriebenen Wegen für die Gäste nichts Neues bei einem Derby in Dortmund und auch diesmal blieb alles friedlich. Nicht einmal gegenseitige Sticheleien waren in den vermischten Fangruppen zu vernehmen. So verwundert es auch nicht, dass es keine besonderen Vorkommnisse gab. Dies war nicht nur das Resultat der absolut übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen, sondern eben auch ein Resultat aus dem friedlichen Nebeneinander, das unter dem Durchschnittsbesucher üblich ist und auch bei den vorherigen Derbys nicht anders war.
 
Es zeigt sich also: Es ist nicht das Problem, dass Durchschnittfans zu viele Freiheiten haben und es deshalb zu Auseinandersetzungen kommt, sondern dass schlichtweg von entsprechenden Stellen u.a. schlecht gearbeitet wird. Als Beispiel lässt sich wiederum ein Revierderby heranziehen, bei dem ein paar hundert Ultras der Blauen von der Universität Dortmund unbehelligt bis zur Nordtribüne des Westfalenstadions laufen konnten. Immerhin knappe 4 km und das obwohl ein Polizeihubschrauber im Einsatz war. Wenn es dann zu Auseinandersetzungen kommt, wer wundert sich dann noch? Brauchen wir dafür tatsächlich freiheitsberaubende Maßnahmen unter denen dann alle zu leiden haben oder reicht es nicht einfach nur mehr Professionalität an den Tag zu legen und z.B. einzelne Einsatzkräfte an bestimmten Punkten zur Beobachtung aufzustellen, einzelne Gruppen intensiver zu begleiten und bei Bedarf einzuschreiten? Größere und problematische Gruppen kann man, wie ohnehin schon, kanalisieren. Es gibt viele bestehende Möglichkeiten, man muss sich nicht immer weiter dem Sicherheitswahn und der Politikmacherei einiger weniger beugen. Kurios wird es aber dann, wenn es diese Einsatzkräfte zur Beobachtung bestimmter Punkte sogar gibt. So muss sich die Freiburger Polizei z.B. fragen lassen, wie es sein kann, dass drei Busse der Ultras Nürnberg direkt am Fan Projekt Freiburg vorbeifahren können, wo es dann zu Angriffen seitens der Nürnberger Ultras auf die soziale Einrichtung in Freiburg kam, obwohl sie vorher eine Polizeikontrolle passiert haben müssen. Es muss ein Umdenken der friedlichen Fans stattfinden. Denn es kann nicht sein, dass Sicherheitsparolen gegrölt werden und man sich alles nehmen lässt. Noch sind wir freie und mündige Bürger, die sich ihre Individualität nicht nehmen lassen dürfen. Das Beschneiden der Freiheiten über die eigentlich nicht diskutiert werden dürfte, darf nicht hingenommen werden. Die Forderung muss lauten: Vernunft walten lassen und passgenau arbeiten, zumal die Problemfans bekannt sein sollten. Verstand und Professionalität sind an den Tag zu legen und nicht Denk- und Arbeitsvermeidung. Dennoch kann es immer wieder zu Zwischenfällen kommen, dann muss aber mit bestehenden Möglichkeiten reagiert und nicht immer weitere Einschränkungen eingeführt werden.

Wie wirkungslos das holländische Modell sein kann zeigt übrigens u. a. das Spiel Breda vs. F. Rotterdam. 20 gewaltbereite Rotterdam Anhänger statteten der Stadt Breda, fernab von jeglichem Interesse an dem Spiel im Stadion teilzunehmen, einen Besuch ab und es kam zu Auseinandersetzungen mit rund 50 Anhängern aus Breda. Probleme wurden also nur verschoben und sind nicht gelöst, gerade in Hinblick auf Personen, die ohnehin mit Stadionverboten belegt wurden. Dafür müssen aber alle friedlichen Fans Freiheiten einbüssen. Freiheiten, die Auswärtsfahrten zu etwas besonderem machen. Sollten sich solche Maßnahmen wie beim Spiel Braunschweig vs. Hannover durchsetzen, dann geht, wie angedeutet, eine Menge verloren. Sie dürfen nicht mal als Ausnahmeregelungen akzeptiert werden, denn die Politik setzt ihre Ideen in kleinen Schritten um. Die Leute werden gewöhnt und sozialisiert und merken schleichende Wandlungen nicht. Fußball kann übrigens als Vorstufe genutzt werden, um Regelungen gesamtgesellschaftlich zu verankern, ein Testfeld sozusagen – es lässt sich beim Fußball schließlich alles einfacher durchsetzen und begründen. Hier sollten wir als mündige Bürger wachsamer sein und unsere Freiheiten bewahren. Schuld an verkehrten und übertriebenen Maßnahmen darf nicht den Problemfans gegeben werden, diese sind ein Thema für sich, sondern diejenigen, von denen Vernunft erwartet werden muss. Ich erwarte Lösungen, die einen intelligenten Umgang mit Problemen zeigen und nicht alle wegsperren. Verkehrte Maßnahmen finden nicht ihre Rechtfertigung durch das Vergehen (bzw. krimineller Handlungen) anderer von denen wir keine Vernunft erwarten. Ich möchte mir jedenfalls meine Vorstellung einer Auswärtsfahrt nicht nehmen lassen und ich möchte auch nicht, dass irgendjemand durch solche Regelungen ausgegrenzt wird. Ich habe andere Vorstellungen von einem demokratischen Land, in dem die Bürger in Freiheit leben. Entwicklungen wie in Hannover machen wütend. Man darf sich gerne fragen, wie die Gesellschaft in Deutschland die 90er überstanden hat und wie sie bis heute überleben konnte und das in einer Zeit, die, wie jeder langjährige Fußballfan weiß, deutlich schlimmer war. Lasst uns unseren Verstand einschalten. Lasst uns frei bleiben. Lasst den Fan auch als Menschen leben. Jeder ist für sich gefragt und trägt für sich die Verantwortung, ob er sich und nachfolgenden Generationen wirklich die Freiheit nehmen lassen möchte.

 

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