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Montag, 26 Oktober 2015 17:41

Arminia gegen Sandhausen

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Rundumbeobachtungen DSC2015/16-XI

Samstag, 17 Oktober 2015 16:40

Arminia bei Fortuna Düsseldorf

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Rundumbeobachtungen DSC2015/16-X

Samstag, 03 Oktober 2015 16:52

Arminia gegen 1860 München

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 Rundumbeobachtungen DSC2015/16-IX

Sonntag, 27 September 2015 11:20

Der Wiederbeginn einer wunderbaren Freundschaft

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 Wunderbar 4

Nach dem Schlusspfiff des 1:0-Auswärtssiegs in Hamburg tollt die junge Schalker Mannschaft überglücklich über den Rasen des Volksparkstadions. Die Kurve skandiert „der S 04 ist wieder da!“ und „Schalke, nur Du alleine, bist meine Liebe, mein ganzes Leben“.

Keine zehn Pflichtspiele vorher, am 34. Spieltag der vergangenen Saison, befand sich der FC Schalke 04 nach einem desaströsen 0:2-Auftritt beim HSV am Boden. Der direkte Euroleague-Qualifikationsplatz 5 war an den FC Augsburg verschenkt worden, Trainer Roberto di Matteo wirkte vollkommen hilflos und das Tischtuch zwischen Mannschaft und Fans schien jedenfalls mittelfristig gründlich zerschnitten. „Verpisst Euch“, „außer Fährmann könnt Ihr alle gehen“ und „wir haben die Schnauze voll“, nicht selten untermalt mit hochgereckten Mittelfingern, drohenden Fäusten und Kopf-ab-Kehle-durch-Gesten prasselten auf die „Scheißmillionäre“ ein. Die Spieler standen der geballten Fanwut sichtlich unglücklich gegenüber und wollten nur noch weg.

Wunderbar 3Momentaufnahmen? Nein, diesmal ist es sehr viel mehr als die typische königsblaue Sprunghaftigkeit zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, hosianna und kreuzigt sie! So umstritten Trainer André Breitenreiter bei seiner Verpflichtung war, weil ihm vermeintlich Charisma und Strahlkraft abgingen, so schnell hat er es in Rekordzeit geschafft, einige auf Schalke langvermisste Tugenden wiederzubeleben.

Keiner der nunmehr fünf Siege in Folge beruhte auf Zauberfußball, alle waren ehrlich und hart erkämpft. Es gibt keinen alleinunterhaltenden Superstar mehr im Team, vielmehr läuft jeder für jeden und Youngster und frühere Sündenböcke fangen Verletzungsausfälle und Formschwäche der Leitwölfe ab. Kapitän Höwedes und Nastasic fehlen? Dafür spielt Joel Matip wie ein junger Gott und sogar Roman Neustädter, dessen körperloses Spiel den Schalker Anhang manches Mal auf die Palme brachte, kämpft als Innenverteidiger. Tor-Garant Huntelaar läuft seiner Form hinterher, Choupo-Moting trifft keinen Möbelwagen und Flanken sind Fremdwörter? Was soll’s, dann springen halt Rohdiamant Leroy Sané oder Matip per Köpfchen in die Bresche, dahinter glänzen Leon Goretzka, Johannes Geis und Keeper Ralf Fährmann mit bestechender Form.

Aber auch abseits der Auffälligkeiten auf dem Platz sind zahlreiche kleine Veränderungen zu bemerken. Großspurige anlassunabhängige Interviews sind weniger geworden; statt mit vollmundigen Träumen glänzen Sané, Geis, Goretzka und Breitenreiter selber mit selbstkritischen Analysen. Keine Ausflüchte, keine Ausreden, der Sieg in Stuttgart war verdammt glücklich und nicht ü-ber-ra-gend. Kompetenter, unaufgeregter Tacheles. Endlich.

Goalgetter Huntelaar saß in Hamburg, obwohl unverletzt, neunzig Minuten auf der Bank. Und klatschte nach dem Schlusspfiff lachend mit dem Coach ab. Nur ein Mosaiksteinchen, aber Schalker wissen, dass in der Vergangenheit die Scheu vor großen Namen und deren Unzufriedenheit bei Nichtberücksichtigung zu oft in die Aufstellungsüberlegungen reingespielt hat.

Wunderbar 1

Es gab bei allen Spielen Durststrecken zu überwinden, die Chancenverwertung ist trotz sichtbar verbessertem Passspiel noch stark ausbaufähig. Auch in den Heimspielen gegen Mainz und Frankfurt musste das Publikum zittern, bis der Knoten platzte. Und es brachte tatsächlich Geduld auf! Anders als noch vor wenigen Wochen gab es kein unzufriedenes Geraune, wenn es ohne Führung in die Pause geht. Keine Pfiffe bei den (durchaus zahlreichen) Rückpässen, kein Murren bei misslungenen Aktionen. Es ist endlich das eingetroffen, was oft beschworen wurde: Es steht eine Mannschaft auf dem Platz, bei der die Fans das Gefühl haben, dass sie alles gibt und deshalb werden auch Fehler verziehen. Aufmunternde Unterstützung statt Supportboykott, der Wiederbeginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen Team und Fans. Die noch im Mai klaftertiefen Gräben schließen sich ganz ohne Riesenbagger. Und man hat als Beobachter den Eindruck, dass die Jungs Spaß miteinander haben und nicht nur kickende Ich-AGs sind.

Wunderbar 2Selbstverständlich ist es für ein Saisonfazit noch zu früh. Es wäre vermessen, bereits den in den sozialen Netzwerken euphorisch beschworenen „Schalker Kreisel 2.0“ oder „Breitenreiter ist der Jahrhundertcoach des 21. Jahrhunderts“ auszurufen. Auch dieses junge Team wird Rückschläge und Niederlagen erleiden. Aber es besteht eine echte Hoffnung, dass es daran unter Anleitung von Breitenreiter und mit Unterstützung der Fans, lernen und wachsen wird.

Wenn jetzt alle Beteiligten auf dem Teppich bleiben, werden wir sehen, wohin der beste Saisonstart seit 44 Jahren führt. Aber unabhängig von der Platzierung am Ende waren die Aussichten, dass die ausgerufenen Saisonziele „besserer Fußball und die Fans mitnehmen“ (Horst Heldt) und „eine Mannschaft formen, in der sich jeder auf jeden verlassen kann“ (André Breitenreiter) erreicht werden, selten besser.

 Blau-weiße Grüße und einen sonnigen Sonntag,

Susanne Blondundblau

Mittwoch, 23 September 2015 15:26

Arminia gegen Bochum

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 Rundumbeobachtungen DSC2015/16-VIII

Mittwoch, 23 September 2015 11:25

Another one bites the dust

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FCK FCN 20150922 - 2Es gab mal eine Zeit, da spielte ich dieses Lied meist, nachdem die gegnerischen Mannschaften auf dem Betze eins auf den Deckel bekamen und am Tag drauf ihre Trainer feuerten. So auch vor gut sieben Jahren, am 26. August 2008, einen Tag nach dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg, als Thomas van Heesen aufgrund der scheinbar schlechten Leistung beim Spiel gegen den 1. FCK tags zuvor, seinen Rücktritt erklärte. Heute nun muss ich es mal wieder spielen, da unser Trainer nach dem Auftritt gestern, gegen eben diesen 1. FC Nürnberg, ebenfalls seinen Rücktritt erklärte.
Was war geschehen? Wie konnte man den Trainer, der seit mehr als zwei Jahren an der Seitenlinie steht und dem man noch unmittelbar vor der JHV im November des vergangenen Jahres mit einer Vertragsverlängerung - die völlig ohne Not war - das Vertrauen ausgesprochen hatte, nach einem 0:3 gegen den 1. FC Nürnberg dazu drängen das Handtuch zu werfen?
Lag es daran, dass man einem Verein der seit 212 Tagen ohne Auswärtssieg war, das Leben und das Siegen so leicht machte? Lag es an der, seit dem Paderborn Spiel, vergifteten Stimmung zwischen Trainer, Mannschaft und Fans? Oder liegt das Übel vielleicht doch tiefer begraben?
Lag es doch an dem, in letzter Minute, versemmelten Aufstieg der vergangenen Saison? An dem lust- und blutleerem Spiel? An dem Ballrumgeschiebe? Woran auch immer es gelegen haben mag, mit dem Wechsel auf der Trainerposition wird sich wohl nicht allzu viel ändern, der Stachel der Vergangenheit sitzt viel zu tief. Nun wird, den “Gesetzen des Fußballs” folgend also der Cheftrainer gegen den Trainer der U23 ausgetauscht. Die Co-Trainer wohl in die U23 “verschoben”. Man munkelt, dass auch der Posten des Schutzschildes “Sportdirektor” wackelt. Was wird das alles bringen?

Sonntag, 13 September 2015 13:22

Arminia gegen den 1.FC Heidenheim

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 Rundumbeobachtungen DSC2015/16-VII