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Dienstag, 07 August 2012 00:25

Fankultur Braunschweig - Wenn man selbst Teil der Choreo ist

geschrieben von

fankultur-freiheitMit einem breiten Grinsen schreibe diesmal nicht nur ich, sondern auch eine Löwin aus der Kurve, die zu den Stammkräften der Braunschweiger Stimmungs- Elite gehört. Die Fans, das ganze Umfeld und Team sind sehr erleichtert, das erste Heimspiel der Saison vor toller Kulisse mit drei Punkten belohnt zu haben. Braunschweiger Nächte können lang werden und so früh sich die Kölner schon am Samstag Abend in unserer City sehen ließen, um so länger feierten anschließend einige Löwen den Sieg gegen die Rhein-Metropole.

Da ja nicht nur Fußball- sondern auch Fanspirit um unseren heiligen Fußball-Tempel zelebriert und ernst genommen wird, war die Choreographie der Ultra-Cattiva´s BS und sicherlich ein Highlight in Sachen Fankultur – auch unter Beteiligung anderer Fans! Bilder dazu auf meiner Hompage.

Montag, 06 August 2012 00:38

Fortuna und die Superstars

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fortuna duesseldorfWie ein Teil der Fortuna-Fans in Sachen Andrey Voronin skeptisch ist.

Das Schöne an einer Veranstaltung wie diesem Fan-Blog ist, dass jeder Anhänger eines Vereins erfahren kann, was die Anhänger anderer Vereine bewegt. Und dass das oft genau dieselben Probleme und Situationen sind. So zeigt der Beitrag des Kollegen Robert Pohl aus Dresden, dass auch dort eine Diskussion zwischen den Immerschonfans und den Neulingen entbrannt ist – bei der Fortuna kennen wir das bereits seit dem Zweitligaaufstieg 2009. Die klügeren Menschen unter den Altanhängern freuen sich erst einmal über diesen wahnwitzigen Zulauf zur Fortuna: Bei 31.000 abgesetzten Dauerkarten für die Saison 2012/13 wurde der Vorverkauf abgeriegelt, es sollen bei jedem Spiel auch noch ein paar Karten in den freien Verkauf gehen; kürzlich meldete der Verein die irrwitzige Zahl von 17.200 Mitgliedern – vor zehn Jahren waren es nicht einmal 1.500, allein seit April kamen über 7.000 Neulinge dazu. Rot und Weiß sind plötzlich wieder präsent in der Stadt, und die Buben traben nicht mehr im FCB- oder BVB-Trikot über den Bolzplatz, sondern tragen stolz die Farben dieser schönsten Stadt am Rhein.

Aber – es gibt ja meistens ein Aber – was den Damen und Herren, die auch zu Auswärtsspielen in der Oberliga unterwegs waren, stinkt: Viele der neugeborenen oder wiedererweckten Fans haben null Ahnung davon, was sich seit 1997 beim Verein wirklich abgespielt hat. Und sind trotzdem sicher, zu Allem und Jedem eine Meinung haben zu können und äußern zu müssen. Das nervt. Genau wie die allgemeine Geschichtsvergessenheit dieser Republik. Vermutlich ist es woanders nicht anders, aber die neuen (von manchen bösartig als „Eventies“ bezeichnet) gehen oft so vor, als habe die Historie der Fortuna mit dem Tag ihres Vereinseintritts begonnen. Und treten die Geschichte, die Erfahrungen der anderen, die Vorlieben und Abneigungen, die liebgewonnenen Rituale, die Tausenden Anekdoten und Witze mit Füßen.

Man kann das sehr schön an den Reaktionen auf die Verpflichtung von Andrey Voronin vor ein paar Tagen ablesen. Da sind einerseits die Euphoriker. Die freuen sich wie Bolle, dass der Underdog der Bundesligasaison 2012/13 einen ukrainischen Nationalspieler verpflichten konnte, der wenige Woche zuvor noch bestens bei der EM gekickt hat. Da sind andererseits die Kenner der Fortuna-Geschichte der vergangenen zwanzig Jahre. Die begründen ihre Skepsis mit Namen: Igor Dobrovolski (97 bis 99), Sergej Juran (96 bis 97) und vor allem Darko Pančev (95 bis 96) - allesamt zu ihrer jeweiligen Zeit Weltstars, die extrem teuer gekauft und verköstigt wurden, dem Verein aber kaum Nutzen brachten. Letztlich waren es diese Verpflichtungen (hinzu kommen noch die Söldner Mill und Marin), die den Verein in die finanzielle Klemme brachten, aus der ihn das Geld vom Sportwelt-Kölmel rausholen sollte – eine Erblast, an der F95 heute noch knabbert, weil 30 Prozent aller Einnahmen aus TV-Geldern an diesen Geschäftsmann abgeführt werden müssen.

Mit großen Namen haben wir schlechte Erfahrungen. Deshalb begegneten gerade die Altfans dem lieben Andrey mit einiger Skepsis. Hinzu kommt seine Vergangenheit beim verhassten VfL BMG und dieser Hertha, die ihn manchem F95-Fan wenig sympathisch erscheinen lassen. Die vergessen gern, dass der junge Mann von 33 Jahren quasi Rheinländer ist, weil er schon mit 15 zum damaligen A-Jugend-Trainer der Borussia, einem gewissen Norbert Meier, kam, der ihn förderte und zum Profi beförderte. Und genau dieser Meier, den Voronin als väterlichen Freund bezeichnet, wird nun nach fast 15 Jahren wieder sein Coach sein. Das kann doch gar nicht schiefgehen.

pyro fakelEs ist wohl die längste und intensivste Debatte, die es seit vielen Jahren im Fußball gibt. Es geht um das Abbrennen von Pyrotechnik in deutschen Stadien und bei Partys auf der Straße (Beispiel: Meisterkorso Borussia Dortmund).

Ja, das Abbrennen von Pyrotechnik stellt eine Straftat dar, zumindest wenn es nach dem deutschen Gesetzgeber geht. Und auch die Vereine verbieten es durch die Hausordnung ausdrücklich, die man als Fan mit dem Kauf der Karte auch akzeptiert. Es ist gefährlich, Pyro-Befürworter sehen das vielleicht etwas anders oder haben den ultimativen Plan zur Hand, wie das Ganze ohne jegliche Gefährdung abläuft. Aber so wie Pyro derzeit verwendet wird, ist es sehr gefährlich und gehört meiner Ansicht nach auch bestraft. Auch die Grundlagen, die Pyro-Befürworter mitbringen, sind keine, auf die sich eine Debatte aufbauen lässt. Viele Befürworter posten auf Facebook oder in diversen Foren gerne mal aggressives Material, das Hooligans zeigt, die auf Polizisten eintreten. Warum sollten sich Vereinsvertreter mit solchen Fangruppierungen zusammensetzen, wenn die Produktivität durch Geschehnisse im Vorfeld bereits extrem leidet. Viele Befürworter von Pyrotechnik und auch die anständigen unter Ihnen sollten sich mal Gedanken machen, warum Debatten abgeblockt werden und dabei nicht immer die Schuld beim DFB oder anderen Gremien suchen, sondern auch mal vor der eigenen Haustür kehren.

Samstag, 04 August 2012 00:40

Eintracht Braunschweig-Blog startet auch

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eintracht braunschweigEs schreibt Euch ein Eintrachtler aus der Löwenstadt. Genauer beschrieben die Mutterstadt des Deutschen Fußballs, wobei jetzt viele die Stirn runzeln und mit dem Kopf schüttel. Tja, und diese unermessliche Fußball- Tradition, die erste Trikot-Werbung im Fußball und so viele andere Akzente die der Braunschweiger- Turn- und Sportverein schon setzte, hat mich dieses Jahr besonders getroffen. Eine Ehre jagte die nächste, indem ich dem Team als Künstler und Jahrzehnte langer Eintracht Braunschweig Fan ein Kunstwerk von mir schenken konnte und es den Weg in die Heiligen Katakomben unseres Tempels schaffte!

Freitag, 03 August 2012 00:00

Die Sommerpause ist zu Ende

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Vorbericht zu dem Spiel Hertha BSC Berlin gegen den SC Paderborn

hertha berlinLeider erwartet uns wieder ein schweres, aber spannendes Jahr in der 2. Bundesliga. Vereine wie Dresden, Braunschweig, St. Pauli oder Köln versprechen spannende Duelle auf dem Rasen, wie auch auf den Rängen. Natürlich gibt es aber auch die „kleinen“ Vereine wie Aue, Sandhausen, Regensburg oder Aalen, bei welchen wir unserer Hertha, mit genügend Auswärtsfahrern, eine Heimspielatmosphäre verschaffen können. Überstrahlt wird das Ganze vom Derby gegen den 1. FC Union. Dort gilt es sich für die bittere Heimniederlage aus der Saison 2010/11 zu revanchieren.„Fahne Pur – Fußball Pur!“

Unter diesem Motto wurde das Spielertrikot auf der letzten Mitgliederversammlung von Hertha B.S.C. vorgestellt.In der 120jährigen Geschichte unserer Hertha wurde das Logo leider schon öfter geändert. Das Aushängeschild unseres Vereins ist und bleibt die Herthafahne. Sie darf nicht umrahmt von einem Rundlogo und dem verwirrenden und doppelten Schriftzug „Hertha Berliner Sport Club Berlin“ sein. Unser Verein heißt: „Hertha, Berliner Sport-Club“ (Hertha B.S.C.)

Donnerstag, 02 August 2012 00:46

Bei der Kogge brennt der Mast

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hansa-kurveIn Rostock ist die Saison bereits zwei Spieltage alt. Die Probleme, mit denen sich die Ostseestädter allerdings herumplagen, zeitigen jedoch schon einige Monate. Dabei geht es hier nicht nur um die finanziellen Sorgen, sondern auch darum, wie mit den eigenen Fans umgegangen wird.

Beim F.C. Hansa steht am Wochenende das zweite Heimspiel der Saison an. Zum Auftakt konnte im heimischen Ostseestadion bereits gegen den Aufsteiger aus Stuttgart gewonnen werden und der Mitschnitt der NDR-Live-Übertragung lässt nur bedingt erahnen, dass die Vereins-internen Wellen seit einigen Wochen wieder deutlich höher schwappen als man es gemeinhin gewohnt ist.

Dienstag, 31 Juli 2012 20:36

Marke und Fankultur

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markenWie passt das überhaupt zusammen und was hat dieser Blog hier genau zu suchen? Fankultur - Der Name sagt es - wird DURCH und MIT uns Fans gestaltet. Fankultur findet statt in unserem Verein. Verein? Man könnte auch sagen „Marke“, denn jeder Fußballverein ist eine Marke. Ob er will oder nicht.

Die Unterschiede: Es gibt schwache und starke Marken und - was noch viel entscheidender ist - Marken die im Sinne der Fans agieren und Marken, die es nicht tun. Noch viel weiter gegriffen: Es gibt Marken, die aus ihrer Identität handeln und Vereine die sich ein 1899 vor dem Namen setzen um eine vermeintliche Tradition zu suggerieren.

Marketingprodukte haben immer einen künstlichen Touch. 1899 Hoffenheim oder RB Leipzig sind etwas anderes als der 1. FC Kaiserslautern oder Borussia Dortmund. Doch machen wir uns nichts vor: Letztendlich findet überall Markenführung, Marketing & Co. statt. Bei manchen spürbar - bei einigen nicht. Bei manchen nur auf das Kassenklingeln ausgerichtet - bei einigen mit und für die Fans.

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