Do29Jun2017

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Ich habe mich bisher komplett aus der Sicherheitsdebatte im deutschen Fußball herausgehalten. Ich habe lange alles beobachtet und es lange aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Jetzt allerdings ist es Zeit für eine Meinungsäußerung.
Die Debatte kocht gerade über. Und die Frage ist: Wieso nur? Das Thema "Sicherheit" wurde in letzter Zeit hochgeschrieben und hochdiskutiert ohne Ende. Ich halte ja diese Debatte für eine kleine Farce. Die Politik wartete lange darauf eine gute Möglichkeit zu haben um die Vereine an den Kosten für die Polizeieinsätze zu beteiligen. Immer wieder wurde dieses Thema von Politik-Seite geäußert, doch immer wurde es abgeschmettert. Jetzt bot sich der Politik sich ein Sprachrohr; vor allem nachdem "Skandal-"Spiel in der Relegation Düsseldorf - Hertha BSC Berlin. Wo war hier Gewalt zu sein? Auch dieses Spiel war eine Farce. Die Hertha stellte sich als Opfer da. Obwohl die Hertha-Fans begannen Bengalos zu zünden und so einen Spielabbruch provozierten. Der Stürm der Düsseldorf-Fans war natürlich klar nicht angemessen. Aber letztlich waren sie nicht mehr im Zaun zu halten. Hier stellt sich die Frage, hätte man es nicht verhindern können? Hier zu unterstellen, es war ein gewaltmotivierter Akt der Fans, ist falsch.
Sicherheit ist wichtig, klar. Doch sie war nie in deutschen Stadien gefährdet. Zu keiner Zeit. Vorfälle bei denen Gewalt vorkommt, gibt es immer wieder. Erst nicht seit dieser oder letzter Saison. Leider werden hier allerdings wird hier die ganze Fan-Szene über den Kamm geschert. Es sind meistens Einzeltäter oder kleine Gruppen, die für Gewalt sorgen. Abgestraft wird allerdings die große Maße. So wie es eben im Leben ist. Jeder kennt es aus der Schule. Bauen zwei Schüler Mist, fährt die ganze Klasse nicht auf Klassenfahrt. Die Diskussion ist halb so brisant. Klar ist Gewalt ein Problem. Allerdings ist sie nicht in der ganzen Liga ein Problem. Sie war es noch nie und wäre auch nie eines geworden. Die Diskussion über die Beteiligung der Vereine, scheint berechtigt. Wer letztlich die Zeche halt, darüber Maße ich mir keine Beurteilung an.
Die Ganzkörperkontrollen so scheint es, werden gar nicht in diesen Sicherheitspapier auftauchen. Sonst wird sich nicht viel ändern. Mehr Dialog steht unter anderem auf der Agenda. Was wohl im Vorfeld auch nicht geschadet hätte. Die Gäste-Ticket-Kontingente sollen verkleinert werden können.
Auch hier stellt dich die Frage, mit welchem Sinn? In der zweiten Liga zum Beispiel nimmt nur die Hälfte der Vereine fast immer das komplette Kontingent in Anspruch. Vorteil: volle Stadien, gute Stimmung und natürlich Kohle. Krawallen gibt es selten. Warum die friedlichen Fans aussperren?
Diese Debatte geht zum größten Teil am Wirklichen vorbei. Weil zu wenig Dialog herrschte und sich gewisse Herren in dieser Debatte, über etwas sprechen über das sie keine Ahnung haben. An Amateurfußballplätzen solle eine rauer Ton herrschen zwischen Spielern und Schiedsrichter. Schiris sollen angefeindet werden von Zuschauern. Da muss ich leider sagen, das ist leider Alltag. Auch wenn es sich nicht gehört. Es ist leider Alltag. Gewalt hat nirgendwo etwas zu suchen, weder in U-Bahnen, beim Sport oder sonstwo. Es gibt keinen Grund für Gewalt. Und Gewalt sollte nicht toleriert werden. Sondern hat bestraft. Bestraft sollten diejenigen werden, die etwas Falsch gemacht haben und nicht die, die immer friedlich in der Kurve stehen und ihr Team anfeuern. Und dagegen helfen keine Begrenzungen von Ticket-Kontingenten oder ein überhöhtes Polizei-Aufgebot. Ich bin mir sicher, manch ein Polizei-Aufgebot könnte man sich wirklich sparen. Und damit auch Kosten.
Die deutsche Fankultur wird nicht sterben. In England sieht es anders aus. Da herrscht Stehplatzverbot, die Stimmung ist im Keller in den Stadien. Die Liga Deutschlands wird weltweit gelobt, für ihren tollen Fußball, ihre erschwinglichen Ticketpreise, spannende Spiele und für ihre Stimmung. Viele sagen, die deutsche sei die Beste der Welt, in vielerlei Hinsicht. Und darum sollten die Fans nicht als Problem dargestellt werden. Sind wir einfach mal froh über unsere Liga. Und hoffen das die Vereine ordentlich entscheiden morgen. Und das die Politik sich endlich wieder um das kümmert um das sie sich kümmern soll.

Samstag, 15 Dezember 2012 13:57

Distanzierung zu 12:12

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Der Schwarz-Rot-Blog distanziert sich zur Protestaktion 12:12 der Fans von den ersten beiden Profi-Ligen. Die Proteste nach der Unterzeichnung des Papiers der DFL ist vollkommen überzogen. Das Papier sieht keine Beschneidung der Fanrechte vor. Ebenfalls wird die Fankultur in ihrer jetzigen Existenz gefährdet. Deswegen distanziert sich der Blog von den Protesten nach der Unterzeichnung des Papiers!

Montag, 29 Oktober 2012 20:05

Spitzenspiel ja, Aufstiegsfavorit nein

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Am Freitag steigt im Berliner Olympiastadion das Spitzenspiel der zweiten Liga. Nein es nicht als Gastmannschaft 1860, Kaiserslautern oder Braunschweig beteiligt. Ja, unfassbar unser FC Ingolstadt 04! Zum ersten Mal in seiner Zweitliga-Geschichte sind wir Teil eines Spitzenspiels in der zweiten Liga. Wer hätte das gedacht? Fünfter Platz, zwei Punkte Abstand zum Relegationsplatz. Die Schanzer brutal effektiv aber nicht mit brillierenden Superfußball. Doch die Ergebnisse geben der Mannschaft Recht. Doch Aufstiegsfavorit sind wir damit noch lange nicht. Doch wenn wir weiter unseren Tabellenplatz festigen, werden wir diese Favoritenrolle nicht los. Und warum sie auch nicht inne halten, wenn die Mannschaft weiterhin ihre Punkte einfährt. Das Spiel in Berlin wird eine harte Prüfung. Es wird zeigen ob die Mannschaft wirklich Potenzial hat oben mitzuspielen oder eben nur eine Mittelfeldmannschaft ist. Dieses Spiel wird wie in Bayern so schön gesagt wird: Die Spreu vom Weizen trennen.

Hertha war einmal ein gutes Pflaster. Im Sportpark machte der FC04 in der Rückrunde vor zwei Jahren eines seiner besten Spiele der Zweitliga-Geschichte. Die Schanzer hatten die Hertha an dem Rande eine Niederlage. Am Ende stand es 1:1. Wenn das Spiel am Freitag 1:1 endet, wäre das schon ein riesen Erfolg und ein weiterer Schritt zum wahren Saisonziel: dem frühzeitigen, ungefährdeten Klassenerhalt. 

Freitag, 26 Oktober 2012 21:48

Schanzer gewinnen brutaler Effektivität

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In einem erwarteten schweren Spiel, setzte sich der FC Ingolstadt aufgrund starker Effektivität und langer Geduld gegen tief- und kompaktstehende Aalener durch.

Nachdem der FC04 in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals in Aalen mit 0:3 verlor hatten die Schanzer etwas wiedergutzumachen. Trainer Oral änderte an seiner Anfangsformation im Vergleich zum Spiel in Duisburg nicht.

Das Spiel insgesamt war höhepunktarm, allerdings sehr kämpferisch geführt. Die Schanzer allen voran Andreas Schäfer hatten mit dem schnellen Lechleiter ordentliche Probleme. Jener Lechleiter hatte in der 23. Minute eine gute Torchance. Nachdem er in den Sechszehner eindrang, verfehlte sein Schuss aus acht Metern nur denkbar knapp den Pfosten. Die Schanzer kamen vor der Halbzeit gefährlich vor das Tor. Nach einem Foul an Caiuby, fand Leitls Freistoß, Matip. Der Sechser konnte seine Chance allerdings nicht nutzen und setzte den Ball knapp am Pfosten vorbei. Die Ingolstädter Fans stöhnten unmittelbar vor dem Pausenpfiff dagegen laut auf. Nachdem Reichwein, Lechleiter bediente zog dieser mit einem sehenswerten Schuss aus 16 Metern ab. Seinen Schuss konnte allerdings Özcan zur Ecke klären.

Die Ingolstädter kamen vor 5812 Zuschauern im Sportpark mit mehr Esprit aus der Kabine. In der 56. Minute setzte sich Schäfer auf der Außenbahn durch und fand mit seiner Flanke, Pascal Groß. Der köpfte unhaltbar in den Kasten ein. Sein erstes Saisontor. Der VfR Aalen versuchte sich nochmal aufzubäumen, kam allerdings zu keinen zwingenden Torchancen. Kurz vor dem Ende brachte Oral, den Edeljoker „Shevy“ Schäffler. Vor dem entscheidenden und späten 2:0, hätte Leitl noch eine gute Aktion einleiten können. Doch der Kapitän, der ein starkes Spiel zeigte, nahm vor dem Sechszehner das Tempo raus und verlor den Ball. In der Schlussminute wurde Schäffler geschickt und krönte seine Aktion mit einem gefühlvollen Schuss der von der Unterkante der Latte ins Tor sprang. Die Schanzer Mannschaft jubelte geschlossen. Das Spiel war spät, aber verdient schieden. Schäffler gab mit seinem dritten Tor als Joker eine weitere Empfehlung für die erste Elf ab.

Die Schanzer siegen dank brutaler Effektivität am Ende verdient gegen den VfR Aalen. Oral meinte nachdem Spiel: „Alles andere als ein Sieg wäre unverdient  gewesen.“ Dass die Schanzer auf Platz fünf nun rangieren und nur zwei Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz haben kommentierte der Trainer mit den Worten: „Für mich zählen die 19 Punkte, der Tabellenplatz interessiert mich nicht.“ Das sollte auch die weiterhin die Zielsetzung sein. Frühstmöglich die 40 Punkte einfahren. Oral meinte weiter: „Denn sobald man ein anderes Saisonziel ausgibt, werden wir ein blaues Wunder erleben.“ Auf ein blaues Wunder hoffen die Schanzer Fans am Freitag. Denn da gastieren die Ingolstädter im Berliner Olympiastadion. Am 11. November kommt es dann zum „Donaustadt-Derby“  im Sportpark gegen den SSV Jahn Regensburg.

Mittwoch, 24 Oktober 2012 20:17

Die Reifeprüfung der Schanzer

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Wir stehen endlich da, wo wir uns schon lange sehen - im gesicherten Mittelfeld der zweiten Liga. Ein bisschen die Fühler nach weiter oben ausgestreckt. Nach unten ist ein gutes Polster mittlerweile angewachsen. Auswärts die zweitbeste Mannschaft der Liga. Die Saison der Schanzer war bisher positiv. Nach holprigen Start, konsolidierte sich die Mannschaft und fand sich. Die Neuzugänge schlugen ein. Alper Uludag auf fast allen Position im Mittelfeld einsetzbar überzeugte ebenso wie der neue "Super-Sechser" und heimliche Regisseur des Ingolstädter Spiels Pascal Groß. Vorne im Sturm bewies sich zumal Christian Eigler als echte Verstärkung

Jetzt kommt mit dem VfR Aalen die Mannschaft der Stunde nach Ingolstadt. Bester Aufsteiger, punktgleich mit uns. Nur ein Tor trennt uns in der Tabelle. Also ein Duell auf Augenhöhe? Womöglich. Das Spiel gegen Aalen dürfte die Reifeprüfung werden für die Schanzer. Denn der VfR wusste bisher in der Liga zu überzeugen. Eine gut eingespielte Mannschaft, die verdient aufstieg und nun im Unterhaus wirbelt. Und da war auch noch ein 0:3 zu Beginn der Saison. In jenen Wettbewerb in dem der FC04 noch nie weiter als in die 2. Hauptrunde stieß: den DFB Pokal. Hier wurden den Schanzern das Gas mal so richtig eingestellt. Die Aalen zeigten ein taktisches Meisterstück und schlugen eiskalt zu. Das dieses Spiel mit drei Toren Unterschied zu Ende ging, war glücklich. Es hätte eine richtige Schlappe werden können. Doch das liegt nun doch schon zwei Monate zurück. Und die Schanzer haben sich gefunden. Nun hat auch der FC04 die Möglichkeit zuhause endlich ordentlich zu punkten. In der Heimtabelle kämpft der FC Ingolstadt gegen den Abstieg. Vor allem auf Hinblick auf die "Festspielwochen" mit tollen Gegnern wie Hertha BSC und Jahn Regensburg würde ein Sieg am Freitag doppelt gut gehen. Aalen lag den Schanzern noch nie wirklich, also darf man auf ein spannendes Spiel hoffen. Am Ende geht hoffentlich unser FCI vom Platz.

In so vielen Städten war ich bereits. In der Regionalliga, 3. Liga und 2. Liga. Überall reiste ich mit meinem Verein hin. Doch nur wenige Städte kenne ich wirklich. Berlin, Dresden und eben Bochum. Letztes Jahr machte ich mit zwei guten Freunden einen Wochenend-Trip nach Bochum. Stadt und Leute kennenlernen. Also war es heute keine Reise ins Unbekannte. Weil ich vor allem bereits vor zwei Jahren bei einem Spiel mit dabei war. Dresden durfte ich Rahmen des Kirchentags 2011 näher kennenlernen. Nach Berlin kam vor einigen Jahren mal - ein typischer Hauptstadttrip eben. Also war es angerichtet:

Die Liebe zu Derbys haben wir Schanzer noch nicht entdeckt. Dazu ist sie Punktebilanz einfach zu schlecht. Der letzte Derbysieg datiert aus der Saison 2008 / 2009 am ersten Spiel gegen Greuther Fürth. Hier gewannen die Ingolstädter mit 3:2 und übernahmen für einen Spieltag die Tabellenführung. Am Saisonende musste man den bitteren Gang in die Liga drei antreten. In der selben Saison verlor Ingolstadt die Derbys gegen Nürnberg.

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