Die Geschichte vom Fußball
Es war einmal ein großes Stück Leder. Das wurde in viele, kleine Lederstücke zerschnitten und zu einem schönen, runden Fußball zusammengenäht. Und diesen Fußball sah der Präsident von Arminia Bielefeld, Jörg auf der Heyde, im Schaufenster eines Sportgeschäftes. Er dachte: „Das ist aber ein schöner Ball, den kaufe ich für meine Mannschaft.“. Und er ging in das Sportgeschäft und kaufte den Fußball. Der Ball freute sich, daß nun mit ihm gespielt werden würde.
Am nächsten Tag brachte Jörg auf der Heyde den Ball mit zum Training der Mannschaft von Arminia Bielefeld. Das Training war schon im vollen Gange, als er eintraf. Und es lief schlecht. Kaum ein Zuspiel klappte, die Spieler stolperten ständig über die Trainingsbälle, und selbst die beiden Torwarte konnten kaum einen Schuß richtig abwehren. Der Trainer war sehr böse und verzweifelte fast an den schlechten Leistungen. Auch der Präsident hatte entsetzt zugesehen, aber er dachte sich: „Ich habe doch den schönen, neuen Ball gekauft, vielleicht geht es mit dem besser...“. Und er holte den Ball hervor und warf ihn auf den Trainingsplatz. Und auf einmal lief das Training wie am Schnürchen. In fantastischem Tempo umliefen die Spieler mit dem Ball am Fuß die Hütchen, die als Hindernisse aufgestellt waren. Die Flanken kamen immer in den Lauf der Flügelspieler und die Torwarte hielten unglaubliche Schüsse, es sei denn, daß diese so genau geschossen waren, daß nicht einmal eine Mauer sie hätte aufhalten können. Nach dem Training gingen die Spieler sehr zufrieden in die Umkleideräume, der Trainer freute sich über die guten Leistungen seiner Mannschaft ebenso wie der Präsident. Und der Ball war glücklich, daß er der Mannschaft so gut helfen konnte.
Am nächsten Samstag spielte Arminia Bielefeld gegen Bayern München. Und Arminia Bielefeld spielte in der ersten Halbzeit ganz, ganz, ganz schlecht. Kaum ein Paß kam an, die Flanken landeten ständig bei den gegnerischen Spielern und die Schüsse auf das Tor gingen weit, weit daneben. Die Bielefelder waren schon ganz verzweifelt und hätten bestimmt mehrere Tore reingekriegt, wenn die Münchner nicht ständig an den Pfosten geschossen hätten. Jörg auf der Heyde machte sich große Sorgen. Doch er hatte den neuen Ball dabei, und warf ihn in der zweiten Halbzeit seiner Mannschaft zu. Und auf einmal klappte alles bei Arminia Bielefeld. Die Pässe kamen alle zu den Mitspielern, die Flanken kamen alle auf den Kopf vom Mittelstürmer, und der schoß auch mehrere Tore, und am Ende hatte Arminia Bielefeld 4:0 gewonnen. Die Spieler freuten und umarmten sich, Jörg auf der Heyde war glücklich, daß seine Mannschaft gewonnen hatte. Und der Ball war ganz, ganz ganz stolz.
Das hab' ich jetzt davon...
Historischer Hintergrund: Die Geschichte spielt 1979, das 4:0 in München am 10. März ist bis heute Arminias höchster Bundesliga-Auswärtssieg. Die Tore schossen Volker Graul, Helmut „Anneliese“ Schröder und zweimal Norbert Eilenfeldt. Trainer Otto Rehagel – schon damals nicht um markige Worte verlegen - nannte das Spiel „Fußballgrüße aus Bielefeld“. Hat aber nichts genützt, abgestiegen sind sie trotzdem.

Als junger, fußballverrückter Elternteil stellt man sich die bange Frage, wie man seinen Nachwuchs auf Linie bringt. Ganz einfach: In dem man ihm die richtige Gute-Nacht-Geschichte erzählt! In meinem Fall hat ein
