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Montag, 19 Dezember 2016 19:57

Gespenster - Arminia gegen Dresden

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Rundumbeobachtungen

Jubiläum! Vor 30 Jahren (und fünf Tagen) war der Rundumbeobachter das erste Mal auf der Alm! Damit habe ich heute Perlenspiel! Und die LC hat Rosenspiel:

 

3:3 spielten Eilenfeldt, Kneib, Westerwinter und Co. damals gegen Fortuna Köln. Zum Jubiläum kommt Dynamo Dresden (am Tag meiner Almpremiere spielten Dörschner, Pilz, Minge und Co. 1:1 gegen Carl-Zeiss Jena, der Vollständigkeit halber). Die Fans der SGD sind komplett auf den Sitzern gegenüber und machen Stimmung. Und auch bei uns ist nach gelungener Choreo die Laune gut.

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Zusammen schauen wir zu, wie Dynamo Paßspiel trainiert. Ja, eigentlich sollten zwei Mannschaften gegeneinander spielen, aber Arminias Mannschaftsbus scheint im Adventschaos steckengeblieben zu sein – Arminias in den letzten Spielen so forsche Kicker sind jedenfalls nicht auf dem Platz. „Pfui.“, stellt Berengar sachlich fest, als Dresden nach einer Viertelstunde die dritte Ecke hat. Block3 pfuit sachlich mit. Kutschke hat keine Probleme, zum 1:0 für Dynamo einzuköpfen.

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Mit Ecken hat es der SchiRi nicht so: Wer wann von wo eine Ecke auszuführen hat, ist eine Herausforderung für Herrn Jöllenbeck. Höhö, Jöllenbeck, höhö...wützüüüch! Eventuellen Dresdner Lesern zur Erklärung: Ein SchiRi, der in Bielefeld „Jöllenbeck“ heißt, das ist so, als würde bei Euch ein SchiRi „Äußere Neustadt“ heißen. Dynamo trainiert fleißig weiter. Die Alm fragt sich, wann Arminias Mannschaftsbus endlich mal eintrifft. Tapferes „Immer dabei“ von der Süd. Latente Unzufriedenheit. „Klos, wo bist Du!?“ in einer Szene, bei der das Spielgerät 40 Meter vom üblichen Klos’schen Wirkungsbereich entfernt ist. „Ihr seid scheiße, wie Angelika!“. Wie wer? Die Tennisspielerin? Die heißt doch Angelique und ist gar nicht da. Ebensowenig wie UlmUlmUlm. Kann nicht sein, daß der gerade eine dicke Chance hatte, der spielt doch nie von Anfang an. Gespenst UlmUlmUlm. Gespenst Angelika.

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„Das ist ein Heimspiel hier!“, brüllt Berengar, „„Lääääääääääää.....“, „...t’s go, Arminia, let’s go!“, immer noch tapfer. Das mit dem Heimspiel sagt er öfter. Muß wohl auch sein, wenn von der Heimmannschaft nichts zu sehen ist und auf Block 3 festgestellt wird: „Immer hoch auf Nöthe, ey!“. Gottseidank keine Nachspielzeit.

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Halbzeit. Man könnte den ganzen Server damit vollschreiben, auf welche Arten und Weisen das Angebot an Almnahrungsmitteln reingerüsselt wird. Allein, wo Senf überall landet... Letztens habe ich meinem Lieblingskrokodil von den Verzehrweisen auf der Alm erzählt. Es meinte dazu, solche Tischmanieren seien unter seinesgleichen nicht hoch angesehen.

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Sebi Wiese kündigte in der Halbzeit „Fury in the Slaughterhouse und Band“ an. In der zweiten Halbzeit brauchen wir in Analogie dazu Arminia Bielefeld und Fußballmannschaft. Und tatsächlich: Da sind elf Kicker, und zehn davon haben blaue Hemden, schwarze Hosen und weiße Stutzen an. Und sie machen tatsächlich Dampf! Der eingewechselte Staude bringt eine Menge Schwung in die Offensive der Blauen. Käpt’n Klos rackert nach vorne und nach hinten und in der 55. Minute macht er den Ausgleich in Fabi-Style. JAWOLL!

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Da ist der DSC! Die Blauen kämpfen und hauen sich rein. Und auch die Alm wird lauter. Leider sind eine ganze Menge Stockfehler im Spiel, so daß einige vielversprechende Angriffe verstolpert werden. Zudem steht die SGD hinten gut und beschließt, daß ein 1:1 zu wenig ist. Arminia hingegen beschließt, das Feld nach ordentlichen 20 Minuten wieder zu verlassen. Anlaß genug für Block 3, sich ein paar mal pro forma aufzuregen, und zwar so: „Maaaaanmannmann!“. Ein Angriff nach dem anderen rollt auf die Kiste von Wolle Hesl. Die Offensivbemühungen der Blauen die...nun ja...sind gespenstisch. Wie das Gespenst im Eingang des Gästeblocks, siehe hier:

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Wußte ich’s doch, daß es auf der Alm spukt. In der 81. Minute hat der Spuk für heute ein Ende. Prico macht den Patsche...ääähm...Paco macht den Pritsche (gegen den ach so geliebten Ex-Deutschen Sportclub treffen. Obwohl...hätte Patsche letzte Woche sicher auch gemacht, wenn der Tore schießen könnte). Natürlich thematisiert Block 3 die ehemalige Vereinszugehörigkeit des Herrn Testroet: „Hoyzer Paco!“. Gespenst Angelika. Schluß, Ende, Aus.

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Das Perlenspiel war ebensowenig perlig wie das Rosenspiel rosig. Und jetzt mal ohne alle Scherze: Wer über 60 Minuten des Spiels einen auf Gespenst macht, verliert gegen einen stark aufspielenden Gegner. So einfach is dat. Gab schon entspanntere Winterpausen.

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So denn. Das war es für 2016 mit Spiel-Rundumbeobachtungen. Es folgen hier noch die Jahresrückrundumbeobachtungen. Auf der Westlinie bekommen sowohl Männlein als auch Weiblein einen sportlichen Hinrundenrückblick. Ansonsten sei Euch allen ein schönes Weihnachtsfest gewünscht ebenso wie ein guter Rutsch in ein hoffentlich erfolgreiches schwarzweißblaues 2017. Vor 30 Jahren war Arminia übrigens auch punktgleich mit der roten Zone (wenn auch überm Strich). Nach einer tollen Rückrunde wurden die Blauen Neunter in der Abschlußtabelle (Dynamo wurde Vizemeister und spielte europäisch, der Vollständigkeit halber). Und wir alle wissen, daß sich bei Arminia Geschichte wiederholt. Also, Kopf hoch, Schal hoch und weiter!

Der goldene Klops des Tages geht an:
Alle Gestalten, die sich über Klos‘ leichte Verletzung in der ersten Halbzeit freuten („Jetzt ist er endlich mal weg.“). Berechtigte Kritik ist eine Sache und absolut okay. In der Hitze des Spiels die Verdienste Vergessen ist eine andere Sache, kommt vor, geschenkt. Aber dem eigenen Mannschaftskapitän eine Verletzung wünschen – Gespenster im Dachgeschoß, Kinners!?

Video von terrorsittich
Jan-H. Grotevent

Jahrgang 1975.

Gefühlte Zuständigkeiten:

Arminia Bielefeld, Theorie und Satire der Fankultur und allgemeine Großmaulerei

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