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Montag, 08 August 2016 17:34

Kleiner Knoten im Lieblingssystem- Arminia gegen Karlsruhe

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Rundumbeobachtungen

Was ist das schönste an der Sommerpause? Ihr Ende! Endlich geht es wieder los! All das wunderbar rituelle, familiäre, schräge, schwarzweißblaue, unverwechselbare! Endlich! Wieder!! ARMINIA!!! Und was sind wir nicht gespannt auf das erste Saisonspiel. Wer wird die Nummer Eins? Wer spielt in der Startelf? Hält das von Rüdi Rehm angekündigte offensive 4-4-2 unter Wettkampfbedingungen, was es verspricht? Die Sonne scheint, 17.733 Zuschauer kommen. O-Ton Lothar:  „Wer im Urlaub ist, ist selber schuld!“. Mann, laß endlich anfangen!

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Nummer Eins ist Wolfgang Hesl. Die Startelf hat zumindest eine Überraschung: Tom Schütz auf hinten rechts. Die Neuzugänge Holota und Prietl spielen auf der Doppelsechs, der alte Neuzugang Voglsammer ist zweite Spitze neben dem Schon-länger-da-Fabi. Die Laune ist gut, die Stimmung auch. Alle sind Arminen und stehen auf. Und sind immer dabei, in Ewigkeit. Support ist ein guter Zeitvertreib, denn die 22 Aktiven müssen erstmal in den Alltag zurückfinden. In der 12. Minute schießt Holota etwas überhastet das erste Mal auf die Kiste.

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Die Stimmung ist sonnig wie der Himmel über der Alm. Der Gästeblock kommt aus Baden-Württemberg und hält konsequent die Rettungsgasse frei. Als die aktive Fanszene der Karlsruher eintrifft, wird es auch dort gut laut. Frage an die Karlsruher: Welchen Grund hat das späte Erscheinen? Auf dem Hybridrasen befindet sich die aktive Fußballerszene auf beiden Seiten weiterhin in der Findungsphase. Man spielt intensiv, aber ohne Highlights. Die üble Tendenz zu Schuhwerk in signalrot hat sich in der Sommerpause verstärkt. Gerade bei den gelben Auswärtstrikots des Gastes sieht das nicht unbedingt „en flic“ aus. Mit der Farbkombination werden woanders Landebahnen markiert.

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Aufwendig verteilt der KSC seine Spieler rund um einen Halblinks-Freistoß verteilt – Dat ja kein Armine guckt, welche tolle Variante jetzt kommt. Ganz schön viel Aufwand für einen schlußendlich neben die Eckfahne gechippten Freistoß. „Amen“ (oder so ähnlich) brüllt Berengar ins Mikro. Die Defensive der Blauen steht sicher. Der KSC agiert bissig, aber nicht wirklich torgefährlich. Nach vorne muß man den Blauen bisher „stets bemüht“ in den Spielbericht schreiben (im positiven Sinn). „4-4-2...mein Lieblingssystem“, wird auf Block 3 frohlockt. Irgendwie ist es aber so wie letzte Saison um die Uhrzeit.

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In der 34. Minute setzt sich Voglsammer auf halbrechts durch, legt per Hacke auf den Fabi ab. Und wenn Terry Pratchett recht hat, hält der Fabi den linken Schlappen rein, Arminia führt 1:0 und der Reigen ist eröffnet. In diesem Universum macht Klos etwas, was zu lange dauert und im Toraus endet. Geheimnisse des Universums, part one.

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Aber die Alm ist wach und die auf dem Platz auch. Kurz nach der Klos’schen Fehlversuch gibt es Royal Rumble vor den Trainerbänken. Erst schubst Börner rum. Dann schubst ein Karlsruher zurück. Dann schubst ein Karlsruher mit Anlauf zurück. „Clothesline“, um im Wrestling-Bild zu bleiben. Beim Fußball heißt es „Tätlichkeit“ und es gibt ein Paralleluniversum, wo das mit Rot geahndet wird. Hier nich‘. Geheimnisse des Universums, part two. Die Stimmung ist jetzt aufgeheizt. Die Süd will mit dem SchiRi eine Landebahn asphaltieren. Auch in die Aktionen der Blauen kommt kurz etwas mehr Schwung. Dann: Pausenpfeife pfeift Pause.

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Halbzeit. Es wird berichtet, daß die meinerseits schon vor längerer Zeit angesprochene Pommes-Unterversorgung auf der Alm immer noch nicht beseitigt ist. Auf den Almterrassen mußten Brezeln für die Kohlenhydrate sorgen. Ich werde gebeten, das in aller Form anzuprangern. Und das sei hiermit getan! Der Pommes-Engpaß ist PrangerPranger! Und das Brezel-Substitut sowieso! Hätten sie damals Pommes statt Brezeln gehabt, die Menschheit wäre schon längst auf dem Mars gelandet.

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Die zweite Halbzeit fällt unter die Bezeichnung Sommerkick. Beide spielen ein bißchen stärker, ein paar Mal muß sogar ein Torwart eingreifen (Hesl). In der 60. Minute hat die Süd ein Handspiel entdeckt. Der SchiRi nicht. „Ich werd‘ wahnsinnig mit dem!“ – „Da hatta schon wieder nicht den Pfiff gehoben!!“ (Und in die Fahne gepustet hatta auch nich). Block 3 is not amused.

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Eigentlich ist das mit dem Flügelspiel ganz vielversprechend. Schütz macht die neue Rolle gut, Görlitz vor ihm spielt sehr engagiert. Auch auffällig: Voglsammer. Perspektivisch sieht es nicht ganz so arg nach Käsebrötchen aus. Aber in der Schlußviertelstunde zählt nur das Hier und Jetzt. Support ist weiterhin gut, obwohl auf Block 3 ein paar Unzufriedenheitsinseln auszumachen sind. UlmUlmUlm wird gefordert. Als Junglas für Prietl kommt, heißt es: „Wieso der jetzt? Der bringt‘s doch auch nicht“. Die Schlußphase sonnt sich so in der Gegend herum. Kurze Hektik nochmal, als Allahi den Royal Rumble nochmal aufleben lassen will. Ampel, Landebahn, Dusche.

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Der Schlußpfiff erklingt, als der Ball irgendwo im Seitenaus ist. Schade. Zwei Drittel der letzten Saison habe ich damit verbracht, was von „auf Knoten platzen warten“  zu schreiben. In der 34. Minute heute hätte der Knoten schon platzen können. Also warten wir mal wieder. Hoffentlich nicht wieder bis in den Advent. Gut, soooo mies war’s auch nicht. Pressing war okay, von den Ideen her sah’s auch ganz vielversprechend aus. Kommt schon noch. Und jeder Punkt, den die Blauen jetzt haben, müssen sie später nicht mehr holen.

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Und die neue Saison hat natürlich einen neuen Running Gag. Credits to FWK. Und hiiiiiiier *trommelwirbel*  isser:

Der goldene Klops des Tages geht an:

Julian Börner. Für eine tadellose Leistung. Aber damit er auch heute einen Klops im Spielbericht hat...
(Kommt schon. Klo[p]s wäre zu einfach. Und unfair.)

 

Jan-H. Grotevent

Jahrgang 1975.

Gefühlte Zuständigkeiten:

Arminia Bielefeld, Theorie und Satire der Fankultur und allgemeine Großmaulerei

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