Mi26Apr2017

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Wie schon erwartet war am Ostermontag, beim Heimspiel gegen Paderborn, das Millerntorstadion ein Lichtermeer. Tausende St Paulifans schmuggelten, aus zivilem Ungehorsam gegen den DFB, Wunderkerzen mit ins Stadion und verwandelten dieses in ein Lichtermeer. Es sollte damit auch auch ein Zeichen gegen Homophobie gesetzt werden. Es war eine enorm bewegende Atmosphäre.

Freitag, 29 März 2013 13:23

Verwunderung über das Wunderkerzenverbot

geschrieben von

Erst wird und wird es einfach nicht frühlingshaft warm, dann haben wir nicht grade die erfolgreichste Saison und einen Komplettumbau der Mannschaft zu verkraften. Unsere Fanshopmitarbeiter werden offensichtlich von Upsulut ausgebeutet, ich nehme ich mir dieses Jahr schon die dritte Grippe und die DFB Sicherheitsregeln und Polizisten die Schlachten mit Fußballfans proben und dabei sogar ihr leben lassen, haben die Stimmung auch nicht grade angehoben.

Nun aber wird es richtig absurd. Der DFB untersagt offiziell das Abbrennen von Wunderkerzen in deutschen Stadien. 

ich war 4 als ich ganz stolz an Silvester meine erste Wunderkerze fest hielt und die mein Vater anzündete. Ich hatte etwas Angst vor den herumspringenden Funken und hielt sie so weit wie mögflich vom Körper weg.. Schon bei der 2. Wunderkerze wurde ich mutiger und traute mich sie herumzuschwenken. bei der dritten Kerze war ich locker, lachte amüsiert und war sicher, da passiert mir nix und die springenden leuchtenden Sterne waren wunderschön. Und nun soll dieser Kinderspaß der bei Fahrten auf Ttraumschiffen, bei Hochzeiten und auf Konzerten Gang und Gebe ist, plötzlich gefährlich sein.

Auf unserer Vereins-Homepage wurde vor dem Paderbornspiel dazu aufgerufen keine Wunderkerzen im Stadion zu zünden.Die interne Bloggeszene griff das auf und Hugo Hoffman widmete in Lichterkarussel dem Thema gleich 2 Blogbeiträge: Wunderkerzen kannste knicken und Guten Morgan schlafende Kunde Der magische FC Blog titelt sogar Geht Kacken, FCSTP

Selbst Marius Ebbers, unser 100 Tore Stürmer, bat in einem ironischen Post auf seiner Facebookseite, das Stadion doch bitte nicht mit Wunderkerzen abzufackeln. Es fehlen einem die nachvollziehbaren Motive für diese Entscheidung des DFB. Bei pyrotechnischen Fackeln entsteht ein beißender, undurchdringlicher Rauch, der einem die Luft zum Atmen und die Sicht nimmt und es gab tatsächlic hnicht nur einen durch diese Fackeln verursachten Brand. Es könnte zu einer Panik auf der Tribüne kommen und Menschen zertrampelt werden etc. Aber bei Wunderkerzen entsteht kein Rauch und niemand über drei Jahre gerät dabei in Panik. Wunderkerzen sind relativ schwer zu entzünden und man zündet auch nicht so leicht etwas Anderes damit an. Sie sind von Pyrotechnikern seit Generationen als ungefährlich eingestuft und sogar für den Gebrauch in Gebäuden zugelassen.

Bei Kapitänsdinner auf dem Traumschiff, gehört die mit Wunderkerzen betückte Torte zu einem festen Ritual und niemand fürchtete je, dass das Schiff dabei in Brand geraten und sinken könnte. Aber im offenen Stadion ist es plötzlich zu gefährlich sie abzubrennen...Das versteh wer will.

Dieses Verbot wird eine Welle zivilen Ungehorsams nach sich ziehen, wie er bei den streitbaren  St. Pauli Fans üblich ist. Aux armes!

Der DFB betonte schon immer, dass er nicht gegen sondern für und mit den Fans agiere. Das nahm und nimmt gerade jetzt niemand der Fans den dortigen Verantwortlichen noch ab. Ein bischen Spaß muss sein!!

Die Pusteblume 

Presseartikel dazu:

 

Endlich war es so weit! Die Winterpause ging zu Ende und die neue Gegengeradentribüne mit 13000 Plätzen war zum ersten mal voll in Betrieb. Die Aufregung war groß. Alle Sitzplatzdauerkartenbesitzer konnten endlich auf ihren neue Stammplätzen Platz nehmen die ja nun durch die vergrößerte Menge an Stehplätzen erheblich weiter oben liegen. Die Strhplätze waren ja zum Großteil schon während der Bauzeit nutzbar abgesehen davon, dass während der Bauphase 2 Türme für Kameras die Sicht behinderten.
Schon beim Testspiel gegen die Dänische Mannschaft Nordsaeland konnte man einen Blick auf die bestuhlte und bedachte neue Heimat der Gegengeradenfans werfen. Erwartungsfroh und auch wehmütig wurde einem klar dass der FC St Pauli nun wirklich nie mehr ein kleiner Vorstadtverein sein würde sondern einer der Großen. 29000 Zuschauer und die Vorstellung dass die üblichen Fangesänge nun noch eindrucksvoller von der Süd zur Haupttribühne zur Nordtribühne und zur Gegengerade hin und her geworfen werden würden. Und richtig. Beim YNWA Gesang vor dem Spiel überkam mich eine Gänsehaut und ich musste schlucken. Wow das war der absolute Wahnsinn! 29000 Menschen hoben ihre Fanschals in die Höhe und sangen inbrünstig mit. Die wundervolle Choreo der Ultras auf der Süd die forderte C’mon St Pauli, give me a goal. Das Fahnenschwingen und Konfettiwerfen währen des Einlaufs der Spieler zum Intro von Hells Bells und die ausgelassene Atimmung trotz einem langweiligen und torlosen Spiels gegen Chemnitz. Es war einer dieser Tage an denen man wusste es war was Besonderes dabei gewesen zu sein!
Die Sicht war von allen Plätzen aus sehr gut.
Es gab auch ein paar Wehmutstropfen. Der Einlass zur Gegengerade dauerte entschieden zu lang. Es bildeten sich lange Schlangen am Eingang. Es gibt für die große Zahl an Zuschauern zu wenig Getränkestände und mobile Bierausschenker waren nicht unterwegs. Manch einer stand mehr als 20 Minuten für ein Getränk an. Die Zu und Abgänge und die Treppen zu den Sitzplätzen der Tribüne sind doch sehr knapp geplant worden und recht schmal genauso wie die Flure hinter der Tribühne in denen sich auch die Cateringstände befinden. So waren die Zu und Abgänge auch während des Spiels immer so voll, dass man sich meist durchdrängen musste um von einem Ende zum Anderen zu gelangen.
Ich hoffe dafür wird im Nachhinein noch eine befriedigende Lösung gefunden.

Es war ein schönes Erlebnis trotz Allem!!

Die Pusteblume

http://www.youtube.com/watch?v=Rx0r-kr_KvU&list=UUmjYwKDykQSA9VtqaT-OVdA

 

 

Sonntag, 27 Januar 2013 21:02

Ein turbulentes Wochenende für den FC St. Pauli

geschrieben von

fc st pauliAn diesem Sonnabend fand das erste Testspiel nach der Rückkehr aus dem Trainigslager in Belek statt. Alle Spiele dort waren erfolgreich für unsere Jungs. Gesternspielte der Fc St Pauli  gegen die Dänische Mannschaft des FC Nordsjælland., das Spiel absolvierten unsere Jungs auf dem relativ gut wiederhergestellten Rasen des Millerntorstadions, mit 3:1 bei Minustemperaturen, vor 3700 Zuschauern. Es war ein entspanntes Spiel und es war erstmals möglich einen Blick auf die fast fertige, mittlerweile voll bestuhlte Gegengeraden Tribüne zu werfen. Die langersehnten Fanräume im Stadion sind nun bald auch bezugsfertig.

siehe auch:
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=3767425444246&set=a.2143223920223.82488.1834993219&type=1&theater

Mit Wehmut mussten wir nach dem Spiel erfahren dass uns am ende der Saison unser langjähriger Stürmer Marius Ebbers verlassen wird. er will am ende der saison seine karriere als fußballspieler beenden und nicht wie in den Medien verlautbart leihweise zu einenm anderen Verein wechseln. Es zerreiße ihm das Herz weil er die schönsten Jahre seiner erfolgreichen Karriere beim Fc St Pauli erlebt habe. Er wird uns fehlen.

Die Mannschaft wurde somit in den letzten 2 Jahren fast komplett verjüngt. 

Am Wochenende war es so weit. Ein Jahr nach den schlimmen Ereignissen beim Schweinske Cup 2012 fand am 12.1.2013 am gleichen Ort der Hallen Herren Cup 2013 unter Beteiligung von 6 Hamburger Regionalliga Mannschaften einschließlich der 2. Mannschaft des Fc St Pauli statt.
Da ich damals auf der Kopftribüne unfreiwillig in die Ausschreitungen hineingeraten bin und monatelang unter Schlafstörungen und Albträumen wegen der erlebten Gewalt gelitten habe, bin ich mit einem äußerst mulmigen Gefühl an den Ort der Geschehnisse zurückgekehrt. Ich war als ehrenamtliche Helferin für Viva con Agua schon 1 Stunde vor Öffnung der Halle für die Besucher da. Ein Polizist untersuchte mit seinem Schäferhund Reihe für Reihe der Sitze. Es waren diesmal keine Metallbarrieren die die Bewegungsfreiheit von der linken zur rechten Hallenhälfte einschränken könnten, um Fans zu trennen, aufgebaut. Die Kopftribüne war nicht offen und es gab keine extra Ehrentribüne.
Es war ein großes Aufgebot an Polizisten und Sicherheitsleuten der Firma Contro anwesend dafür dass nur etwa 1250 Zuschauer anwesend waren.
Nicht nur ich auch viele der Sicherheitsleute und Polizisten habe das im letzten Jahr miterlebt und waren sehr angespannt. Das spiegelte sich deutlich in den Gesichtern wieder.
Der Innensenator Herr Neumann war auch anwesend.
Ich war da und nutzte am Rande die Gelegenheit, um mit den Anwesenden über die Erlebnisse vom Schweinskecup zu sprechen und viele folgten meinem Beispiel. Ein junger Polizist erzählte, dass er damals auch Angst hatte und lange gebraucht hatte mit den schlimmen Erlebnissen zurecht zu kommen. Er sagte, dass die Situation auf der Kopftribüne am Schlimmsten war. Das war ja genau der Ort an dem ich mit meinen Freunden und Anderen unfreiwillig gefangen war.
Die Ordner die 10 Minuten lang nicht eingriffen haben, als es auf der Tribüne zu Ausschreitungen kam wollten das allerdings nicht so recht wahr haben. Im Laufe des sehr schönen friedlichen Turniers wich die Anspannung einer Erleichterung. Die Spiele waren spannend und die Fans supporteten ihre Mannbachaften leidenschaftlich wàhrend der Spiele und tranken miteinander Bier. Alle waren sehr beeindruckt von der Leistung der Mannschaft aus Curslack-Neuengamme, die ein sensationell gutes Turnier spielten, aber am Ende nur 3. wurden. Ich machte viele schöne Fotos die ich Hauke Brueckner für unsere Vereinshomepage zur Verfügung stellte und Viva con Agua nahm trotz der wenigen Zuschauer einiges an Spenden ein.
Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei.

Hier noch ein schöner bericht vom Turnierverlauf von elbkick.tv:

http://www.elbkick.tv/2013/01/14/elbkick-tv-herren-hallencup-2013/

Die Pusteblume

Freitag, 21 Dezember 2012 19:00

Winterpause St Pauli

geschrieben von

fc st pauliWährend in anderen Vereinen nach dem 12.12. 12 nichts mehr ist wie es war und man sich intern heftig streitet über das neue Sicherheitskonzept und dessen Auswirkungen, ist beim FC St Pauli erst einmal abwartende Ruhe eingekehrt.

Ich denke,dass man versuchen wird juristisch gegen unangemessene Kontrollmaßnahmen vorzugehen, falls diese zum Einsatz kommen sollten. Die Diskussionen über die Maßnahmen und mögliche Reaktionen sind immer noch hitzig, aber sachlich. man hält zusammen.

2012 waren die Fans durch eine tiefe Krise gegangen. Eine Aussperrung von Fans, der Schweinskecup, zahlreiche Strafen für Becher und Kassenrollenwürfe, Strafspiele mit Fanausschluß oder in Lübeck, der Stadionneubau  und viele sonstig Dinge haben zu viel internem Streit im Verein geführt. zu einer internen Spaltung hat das aber nicht geführt.

Die Mannschaft ist nach einem nicht so erfolgreichen Saisonstart, zahlreichen Verletzungen und personellen Veränderungen, in die Winterpause gegangen. Die Spieler posten Fotos von sich auf Weihnachtsmärkten oder im Urlaub auf Facebook.

Es gibt ein neues Mannschaftsposter im Fanladen zu kaufen oder als Geschenk wenn man Testspielkarten erwirbt.

Die Faninitiativen schwelgen online in Erinnerungen an das unglaubliche Pokalspiel gegen Herta BSC in der Saison 2005/2006 das unsere Jungs nach einem 2:0 Rückstand noch 4:3 gewannen. Was für ein Spiel.

Der Bau des St Pauli Museums in der Gegengerade steht leider immer noch auf tönernen Füßen. Man verhandelt immer noch mit der Hansestadt Hamburg über den Erwerb eines 80qm großen Areals des Heiligengeistfeldes, neben dem Stadion, ohne dass es nicht möglich sein wird, die Polizeiwache anstatt in der Gegengerade, hinter dem Stadion, zu errichten und so im Stadion Platz für ein Vereinsmuseum zu schaffen. Die Entscheidung wird auf nach der Winterpause vertagt wenn man sich mit der Stadt geeinigt hat.

Der Bau der Gegengerade geht gut voran. Die Toiletten und Getränkestände in der Tribüne sind in Betrieb die Fassade wird verklinkert und es gibt sehr viele neue Stehplätze, die schon seit Saisonbeginn benutzt werden. Die Sitzplatzdauerkarteninhaber werden sehr viel weiter oben sitzen als vorher in der alten Gegengerade. 

Vor dem Fanladen in der Brigittenstraße hatte ein übereifriger Polizeibeamter Besucher des Fanladens ohne irgendeinen Grund kontrolliert. Das wurde natürlich scharf verurteilt. Die Sicherheitskontrollen beim betreten des Stadions wurden im Dezember, im Gegensatz zu anderen Vereinen, beim Fc St Pauli nicht verstärkt . Es wurden meinen Beobachtungen zu folge auch eher weniger als mehr Polizisten im Stadion eingesetzt. 

Noch bis März sind die Bilder der Millerntorgallerie bei Stadionführungen und Heimspielen, in der Süd und Haupttribüne, zu bestaunen und zu erwerben. Der Erlös aus dem Verkauf fließt an die Trinkwasserinitiative Vivia con Agua (http://www.vivaconagua.org/).

Diese wurde vor 6 Jahren als Stiftung und GmbH im Umfeld des Vereins gegründet ist mittlerweile ein Verein und ein auch im Ausland agierendes Netzwerk, dass durch Fundraising bei Konzerten, Festivals und Fußballspielen, mit Bildungsprojekten und in Kooperation mit der Welthungerhilfe, Menschen den Zugang zu Wasser ermöglicht.

Frohes Fest

Die Pusteblume

Montag, 10 Dezember 2012 22:06

Sven Brux zum Antragspaket sicheres Stadion

geschrieben von

Sven Brux der vom Fan zum Fanbeauftragten und später zum Sicherheitschef des Fc St. Pauli wurde, der eine vermittelnde deeskalierende Sicherheitsstrategie im Verein verfolgt äußert sich in der Frankfurter Rundschau zu seinen Bedenken wenn das Antragspaket sicheres stadion am 12. 12. 12 wirklich verabschiedet wird. Er kritisiert die fehlende Selbstreflexionsbereitschaft von Ultra Fangruppen und merkt an dass es wegen zahlreicher Schließungen von jugendzentren bald keinen ort mehr gib t an dem  jugendliche Subkultur ausgelebt werden kann, Er habe das Gefühl der Stadionbesucher solle geltendem Recht angepasst werden. 

Im Stadion war es, wie nirgens sonst, möglich eine Männliche ritualisierte  Dominanz auszuleben. In einer verweiblichtlichten Welt, war das Stadion, einer der letzten Orte an denen man sich als "starkes Geschlecht", chauvinistischen Ritualen hingeben konnte. Nun war der Fc St Pauli stets ein Vorreiter in der Berücksichtigung und aktiven Beteiligung weiblicher Fans, die sich auch schon seit den 80 er Jahren in den Leitlinien des Vereins widerspiegeln (http://www.fcstpauli.com/home/verein/mitgliedschaft/leitlinien). 

Die Frauenmannschaft des FC St Pauli hat sich jedoch trotzdem sehr stark ihren Platz im Verein erkämpfen müssen ( hierzu mehr in einem späteren Blogbeitrag zum Thema). Sven Brux mahnt den Dialog an, der durch ein zu stringentes Sicherheitspapier, zerstört werden könnte und zu trotzigem Verhalten bei jugendlichen Fans führen könnte.

Zum Artikel: http://www.faz.net/aktuell/sport/sicherheitsleiter-sven-brux-dann-haben-wir-das-problem-auf-der-strasse-11987025.html

Der SC Freiburg hat sich hingegen bereits heute entschieden,das Antragspaket sicheres Stadionerlebnis, in der 3. Version,am Mittwoch zu unterzeichnen. 
Siehe auch: http://www.scfreiburg.com/teams/profis/meldungen/antragspaket-sicheres-stadion

Mehr zu Sven Brux und der Sicherheit am Millerntor http://fankultur.com/blog/pusteblume/item/887-fc-st-pauli

Die Pusteblume

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