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Samstag, 05 Januar 2013 04:24

Söldner im Fußball

geschrieben von 

439067 web R K by Angela Parszyk pixelio.deDer Begriff „Söldner“ wird häufig verwendet, wenn ein Spieler den Verein wechseln möchte um sich sportlich und/oder finanzielles zu verbessern und weiterzuentwickeln. Dabei wird oft vergessen, dass auch Fußballer nur ein Beruf ist. Ich habe mal eine fiktive Geschichte erfunden und möchte damit zum Nachdenken anregen.

Ich möchte euch heute von Patrick erzählen, Patrick ist Abteilungsleiter eines mittelständischen Unternehmens, verdient 2500€ Brutto und hat 2 Kinder. Das Leben von Patrick gestaltet sich recht komfortable. Er fährt ein etwas neueres Auto, plant ein eigenes Haus zu bauen und ist immer auf dem neusten Stand wenn es um Multimedia Geräte geht.

Patrick geht heute mit seiner Familie einkaufen, im Einkaufszentrum wird ein neues Auto verlost, das Nachfolgemodell von seinem Fahrzeug. Er denkt sich, gut, ich gebe 20,00€ für Lose aus und hoffe zu gewinnen.

Zu Hause angekommen öffnet Patrick seine Post und ist erschrocken, es liegt ein Angebot von einer größeren Firma vor, die seine Arbeit beobachtet hat. Sie bieten Patrick 6.000€ Netto, ein eigenes Büro und die Projektleitung an, um Marktführer in seiner Branche zu werden. Er überlegt, denn er müsste für diesen Job seine Kunden aufgeben, seine Freunde und Arbeitskollegen zurücklassen und auch den Wohnort verlagern und damit Freunde zurücklassen und den Kindern ein Schulwechsel zumuten. Eine schwere Entscheidung. Aber letztendlich hat er sich dann für den neuen Job entschieden, denn auch auf der neuen Arbeitsstelle kann man neue Freunde finden, neue Kunden mit seiner Arbeit begeistern und in eine tolle Nachbarschaft ziehen. Auch das neue Projekt an dem Patrick arbeitet macht ihm großen Spaß, es bringt beruflichen Erfolg und etwas um seinen Lebenslauf auszuschmücken.

Ist Patrick jetzt ein Söldner? Ein Söldner, weil er sich beruflich verbessern wollte obwohl er sich in seiner alten Firma Pudel wohl gefühlt hat? Aus welchem Grund gehen wir Menschen denn arbeiten? Weil wir etwas erreichen wollen? Weil wir unser täglich Brot verdienen wollen? Sind Zeitarbeiter, die wöchentlich ihre Arbeitsplätze wechseln müssen auch nur Söldner der Neuzeit, weil Sie alles annehmen was Geld einbringt um der Familie ein schönes Leben zu ermöglichen?

Man sollte sich vielleicht mal darüber Gedanken machen, wie man in einer Situation wie es viele tausend Fußballspieler immer wieder erleben verhalten würde. Würdet Ihr euren Arbeitsplatz standhaft behalten und das 3-fache an Gehalt ablehnen, wenn man es euch für die gleiche Arbeit anbieten würde? Statt immer gleich loszuschreien, muss man sich mal in die Lage der Spieler versetzen und dabei auch mal an euch und euer Handeln denken, welches Ihr in dieser Situation für Richtig empfinden würdet.

Das Beispiel mit dem Einkaufszentrum erlebe ich immer wieder, Menschen die bereits Autos haben die keine 2 Jahre alt sind, machen bei Gewinnspielen mit um ein noch neueres Auto zu gewinnen. Warum tun sie das? Wollen Sie es verschenken? Mal ehrlich, man will sich in allen Lebenslagen verbessern, beruflich und privat. Dieses Recht hat jeder, der gewillt ist Karriere zu machen. Niemand möchte gerne bei 1000€ Netto stagnieren, wenn ihm ein Angebot von 2.000€ Netto vorliegt.

Jeder hat das Recht, Karriere zu machen. Hört auf Spieler runterzumachen und respektiert Entscheidungen, die Ihr selber vielleicht nicht anders treffen würdet.

Foto: Angela Parszyk  / pixelio.de

Saathoff

Seit 1994 BVB Fan und seit 2004 stolzer 1.Vorsitzender eines BVB Fanklubs.

2 Kommentare

  • Kommentar-Link Kevin.K Samstag, 04 Januar 2014 23:41 gepostet von Kevin.K

    Man muss aber auch bedenken das Patrick vorher nicht gesagt hat das iss die beste Arbeit der Welt hier gehe ich nie wieder weg
    So wie es manche Fussballer machen !!!!Schon mal darüber nachgedacht??

  • Kommentar-Link Markus Dienstag, 18 Februar 2014 21:50 gepostet von Markus

    Kevin K., kennst du Patrick?

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