So19May2013

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Regensburg vs FCK 20130512 02Früher in der Schule musst man nachsitzen, wenn man sich nicht an die Regeln hielt oder den Lehrer über Gebühr strapazierte. Dann saß man also in der Schule, in einer dieser Klassenräume, mit einem griesgrämigen Lehrer und anderen “Nachsitzern” rum und verrichtete die Arbeiten, die dieser Griesgram, entweder im Auftrag des ursprünglich veranlassenden Lehrkörpers oder aus eigenem Antrieb heraus, dem bösen, widerspenstigen und ungehorsamen Schüler aufs Auge drückte. Ja, Nachsitzen hatte nichts mit Spaß zu tun. In meiner Schule gab es dann noch die Steigerung, Arrest, aber darauf will ich jetzt nicht näher eingehen. Meine Erfahrungen mit Nachsitzen habe ich durchaus zu Genüge gemacht, deshalb bin ich vielleicht auch ein wenig “uneuphorisiert”, wenn wir jetzt nachsitzen “dürfen”.

Ach immer diese Parallelen. Gegen Köln siegen wir im Hurrastil, schon müssen die Ratten zurück in ihre Löcher. Nun “dürfen” wir nachsitzen, BAUTZ, sind wir schon wieder dran schuld, wenn es nicht zur Versetzung reicht. Ja, Herr Kuntz, es ist schon ein Greuel mit diesen Fans. Stellen Ansprüche, bekommen was umsonst und sind immer noch nicht glücklich. Warum nur. Undankbares Pack!

Aber erst mal von Vorne, also nicht in den Rücken ;)

Freitag, 03 Mai 2013 20:40

Ein Kessel Buntes - Mai 2013

geschrieben von in Jochen G

Nun sind doch glatt schon wieder drei Wochen vergangen seit dem ich meinen letzten Beitrag schrieb. Deshalb heute mal ein wenig Aufarbeitung der liegen gebliebenen Erinnerungen, Meldungen und Sonstigem der letzten Wochen.

 

Sportlich

Auswärtsspiel Aue

Ein Kessel Buntes 20130503 2Hatten wir Anhänger des 1. FC Kaiserslautern noch nach dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln gehofft, dass nun endlich der Knoten geplatzt, der Bock umgestoßen, eine Reaktion der Mannschaft erfolgt sei, bezogen wir ja prompt eine Woche (und drei Tage) später die Haue in Aue. Zumindest Haue in Form der medialen Reaktion auf ein 1:1 gegen eine auf neun Spieler vom Schiedsrichter reduzierte Auer Mannschaft, die sich mit letzter Kraft und dem Aufbäumen gegen die drohende 1:0 Niederlage zur Wehr setzte. Es kam, wie es kommen musste. Der 1. FCK kassierte den Ausgleich und erntete den Spott der Fußballmedien. In Köln wird man wohl nicht nur ein Fass aufgemacht und dieses dem Fußballgott geopfert haben.

 

Heimspiel Paderborn

Am Wochenende drauf, zur besten Schweinebraten mit Klößezeit, also der Anstoßzeit der zweiten Liga um 13:30 Uhr, sollten die “roten Teufel” dann eine Reaktion zeigen. Schrumpft man das Spiel auf das Ergebnis zusammen und sieht nur die Zusammenfassung im Fernsehen, so mag der 3:0 Erfolg über den SC Paderborn sicher sehr eindeutig ausgesehen haben. Im Stadion selbst und über die gesamte Spieldauer war diese Eindeutigkeit allerdings nicht wirklich auszumachen. Es waren tolle Spielzüge, die zu den drei Toren geführt haben. Aber drei Spielzüge sind nicht 90 Minuten. Letztendlich ist es aber egal. Drei Punkte sind drei Punkte und keiner fragt, ob und wie sie gewonnen wurden. Wäre da nicht …

Mittwoch, 10 April 2013 21:55

Von Ratten, Maulwürfen und sonstigem Viehzeug

geschrieben von in Jochen G

WildRat

Es sind immer diese geringen Anlässe die einen Grund für einen Blog ergeben. Eigentlich hatte ich gehofft, dass mein Blogkollege Patrick seinen Optimismusblog über den Aufstieg “Ein Tag im Mai” fortführt, nachdem der 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Freitag in beeindruckender Weise gezeigt hat, welches Potential in dieser Mannschaft steckt. Einen Spielbericht über ein tolles Spiel, drei Tore, völlig verzweifelte Kölner und vor allem auch ohne irgendwelche größeren Auseinandersetzungen innerhalb und außerhalb des Stadions bei knapp 50.000 Zuschauern kann ein durchaus befreiendes Schreiben mit sich bringen. Meinem Ruf in so manchem Forum als Dauernörgler und Meckerbacke ohne Sinn und Verstand würde ein solcher Spielbericht natürlich überhaupt nicht entsprechen. Schon alleine aus diesem Grund verbietet es sich, dass ich etwas im positiven Licht darstellen soll. Obwohl - es war ein Klassespiel. Das erste in gut 1,5 Jahren bei dem sich bei mir und meiner Umgebung in der “West” ein Gefühl breitmachte das signalisierte “Warum nicht immer so”? Zielstrebig, sieghungrig, torgefährlich. Alles Attribute die viele, viele Anhänger in den letzten Monaten vermisst haben. Was ein Tag. Gut, nicht vergleichbar mit anderen großen Erfolgen aber ein tolles Gefühl mal wieder ein Fußballspiel live erlebt zu haben, dass mit Fußball und Kampfgeist zu tun hatte.

So, jetzt ist aber genug der Lobhudelei.

Aufgrund der Überschrift war doch klar, was jetzt kommt. Ein kleiner Exkurs in die Welt der Tiere.

Mittwoch, 03 April 2013 22:31

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil

geschrieben von in Jochen G

Zutritt verboten

Als der 1. FC Kaiserslautern am 26. März 2013 per Pressemitteilung ankündigte 52 Stadionverbote zu verhängen waren mehrere Dinge klar:

  1. Die Fanszene wird sich weiter spalten

  2. Vom 2008 angekündigten Schulterschluss mit den Fans ist nichts mehr übrig

  3. Eine individuelle Betrachtung und Auswertung aller Fakten vor der Erteilung des Stadionverbots hat wohl nicht stattgefunden

  4. Der Text der Pressemitteilung verbreitet eine differenzierte Sichtweise auf die Kriterien als die, in dem Schreiben des Stadionverbots genannten.

Von den Stadionverboten abgesehen, ging in der öffentlichen Diskussion unter, dass noch 78 Betretungs- und Aufenthaltsverbote für Fans des 1. FC Kaiserslautern ausgesprochen wurden, die vom Morgen des 5. April 6 Uhr bis zum kommenden Morgen (ebenfalls 6 Uhr) gelten.

Das leidige Thema Stadionverbot hat sicherlich schon viele Blogger schreiben lassen. Neben dem Thema Pyrotechnik wird kein Thema wird in den Fanszenen heftiger diskutiert als Stadionverbote.

Woran liegt es, dass so viele Stadionbesucher immer noch der Meinung sind, dass ein Stadionverbot nur dann verhängt wird, wenn eine strafbare Handlung nachgewiesen ist? Wurde nicht oft genug thematisiert, dass ein Stadionverbot im Grunde eine Unterwanderung unserer Gewaltenteilung darstellt? Die Exekutive “empfiehlt” einem Verein, ein Stadionverbot auszusprechen. Das Ganze geschieht ohne ein einziges Urteil durch ein deutsches Gericht. Es geschieht rein auf der von der Polizei ausgesprochenen “Empfehlung”.

Fahnen WestkurveSonntagmittag, 13:30 Uhr die beste Zeit um Mittag zu essen oder für manche zu einem Zweitligaspiel zu gehen. Ja klar, man kann sich über alles beschweren. Montags, 20:15, Samstag 13 Uhr und jetzt auch noch Sonntag 13:30 Uhr. Nie passt es mir. Anspruchsdenken eben.
“Wir sind von der Westkurv’ ihr wisst schon,
wir leben für unsern Verein,
wir stehen am Samstag im Stadion
und rufen laut HINEIN! …”
Samstag 15:30 Uhr, das ist die Fußballzeit und nicht mittags um eins oder montags um viertel nach Acht. Gut, ich bedanke mich dann einfach mal bei den Damen in Rot der letzten Saison, dass wir diese Saison schon wieder zu diesen komischen, fernsehgerechten Zeiten spielen und unterstützen sollen.

Dienstag, 12 März 2013 20:54

Was für eine Sauerei

geschrieben von in Jochen G

Gaestekabine UnordnungDieser Aufschrei kam gestern Abend nach dem Auswärtsspiel des 1. FC Kaiserslautern bei der Eintracht aus Braunschweig aus einem berufenem Mund. Nein, es war nicht Franco Foda, der sich über die verpassten Chancen des 1. FCK aufregte. Es war ebenfalls nicht Torsten Lieberknecht, der sich über die Fehlentscheidung eines nicht gegebenen Tores beim 1:1 ärgerte. Es waren auch nicht die ca. 1.200 Anhänger der roten Teufel die sich über die Anstoßzeit ausließen. Es waren auch nicht die Fans des 1. FC Kaiserslautern, die sich einer Sonderbehandlung durch das Ordnerpersonal unterziehen durften und sich im Freien mal eben der Schuhe, der Jacke und des Pullovers entledigen mussten, da sie offenbar “verdächtig” aussahen oder, wie im Falle Darmstadt gegen Halle, einen auffälligen Gang hatten.
Nein, dieser Ausruf - OK, ich gestehe nicht wörtlich - entwich dem Busfahrer und Zeugwart der Eintracht Braunschweig, Christian “Bussi” Skolik. Offenbar musste er die Gästekabine reinigen und war wohl von den Hinterlassenschaften unserer Mannschaft nicht begeistert. Was also bleibt da anderes zu tun als die Kamera oder das Handy zu zücken, eine Aufnahme zu machen und mit dem entsprechenden Kommentar an eine Facebookseite zu senden und damit den geballten Zorn der ordentlichen Braunschweiger in Richtung unserer Mannschaft zu schicken. So hinterlässt man niemals eine Gästekabine.

Mittwoch, 27 Februar 2013 21:18

Die drei Fragezeichen

geschrieben von in Jochen G

DreiFragezeichenRückblickend betrachtet war es, wieder einmal, eine äußerst überflüssige Auswärtsfahrt bei der es außer Kosten und stundenlanger Autofahrt nichts erfreuliches oder gar aufbauendes zu berichten gab. Patrick Potthoff hat es in seinem Blog über die Analyse dieses Spiels sehr schön auf den Punkt gebracht, es gab nichts zu analysieren. Wo nichts ist, lässt sich nichts analysieren. Nach dem Spiel sitzt die fünfköpfige Auswärtsfahrergruppe dann auch durchgefroren in der Hotellobby und nippt an Bier oder Tee. Jeder sieht den jeweils anderen an, schüttelt den Kopf und versteht nicht so ganz, was man sich da eben, nach sechsstündiger Fahrt, so ansehen musste. Über den Köpfen scheint nur eins zu kreisen, Fragezeichen …