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Donnerstag, 25 April 2013 14:17

Ein Mittwoch im April 2012

geschrieben von
Was für ein Freudentag ... der Himmel ist weißblau und der große FC Bayern steht im Champions League Finale, das dann auch noch am 19.Mai dahoam ausgetragen wird. Reporter Wolfi Fuss hat während des gigantischen Spiels einen sonnenbebrillten Jerome mit seinem Cabrio durch das Santiago Bernabeu zu Madrid fahren lassen. Auf den Tribünen des wunderbaren Estadio sah man 4000 Freibiergesichter um die Wette strahlen. Gerade hatte Urbayer Schweini, die bessere Hälfte von Prinz Poldi, den letzten Elfer an Iker Casillas vorbei geschoben. Auf dem Weg zum Schuß hatte er sogar seine Eier wiedergefunden, was naturgemäß kein Nachteil ist, wenn man zum Schuß kommen will... Bei Franckenstein waren alle Wunden verheilt und Metzgermeister Uli biß freudestrahlend in jedes Mikrofon. Moderator JBK mühte sich vor über 10 Mio Fernsehzuschauern seine hart erworbenen Deutschkenntnisse (bilden sie einen Satz mit Subjekt, Prädikat, Objekt) umzusetzen, es blieb aber bei zwei Worten : Finale daheim - dahoam ging bei Kerner irgendwie nicht ! Hollands bester Elferschütze Arjen versuchte vor laufenden Kameras eine stümperhafte Bewerbung für den bayerischen Komödienstadel, die der Kaiser gar nicht lustig fand und gleich vernichtete. Mittlerweile war es stockdunkel geworden, aber was für eine schöne Nacht. Von der Münchner Leopoldstraße machte mir sogar die hübsche Andrea Kaiser ihre Aufwartung, die mich mit ihren funkelnden Augen aufzufressen schien. Es war Zeit in´s Bett zu gehen ... doch selbst im Schlafzimmer waren die Jubelgesänge deutlich zu hören ... Jubelgesänge in einem Kneippkurort ... was für eine schöne Nacht ... der Premium Class Kurort feiert die Champions League ... sensationell und ich mitten drin ... aber ...
 
... ja aber ... richtig, ich bin ja gar kein Bayern-Fan ... auf Europas Bühnen konnte ich zwar Sympathien für den Verein entwickeln ... aber NEIN, ein Bayern-Fan bin ich nicht ...
 
MEIN Verein war abgestiegen - MEIN Verein ... das ist der AC CesenA, der sich seit dem 25.4.2012 wieder Cesena schreibt. Den endgültigen k.o. hatte den Romagnoli von der Adria eine alte Dame mit jugendlichem Namen versetzt. Juventus Turin gewann am fünftletzten Spieltag 1-0 im total ausverkauften Dino Manuzzi - 23800 Zuschauer sorgten für einen absoluten Einnahmerekord und leider auch für viele traurige Gesichter ... ja, seit 19.54 Uhr an diesem Mittwochabend bin ich wieder zweitklassig und mein Herz blutet. Die Hoffnung hatte ich schon seit Anfang Februar verloren, als meine Seepferdchen (der Spitzname des AC CesenA) bei Kloses Lazio Rom ein 2:3 kassierte. Cesena hatte zur Pause 2:0 geführt, freute sich über seinen Neuzugang Vincenzo Iaquinta und war sogar in Überzahl. Doch dann drehte Lazio innerhalb weniger Minuten das Match und mit dem Abpfiff war ich wie viele andere Tifosi sicher, dass die Saison 2011/12 kein gutes Ende nehmen würde ...
 
Und so begegneten sich am 25.4.2012 Licht und Schatten, wie ein guter Freund treffend schrieb ... Und wenn man auf der Schattenseite sitzt, ist man traurig, sehr traurig ... wie und wann ich dann doch in den Schlaf gekommen bin, weiß ich nicht mehr ... aber in Madrid werden bei einigen schon wieder die Lichter angegangen sein ...
 
FORZA CESENA ... sempre al tuo fianco
 
Cordiali saluti, Henning