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Montag, 04 Februar 2013 16:43

"Meet the champions" in Potsdam

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Am letzten Wochenende stand das letzte Hallenturnier der Saison auf dem Plan. Nach den Turnieren in Jöllenbeck und Magdeburg ging die Reise dieses Mal nach Potsdam, also quasi vor der eigenen Haustür. Turbine Potsdam lud zum 1. Internationalen Hallenturnier oder auf neu deutsch „Meet the champions“- Cup. Eingeladen hatte der deutsche Meister Mannschaften, mit denen man ein freundschaftliches Verhältnis pflegt und gegen die man in der Vergangenheit interessante Spiele ausgetragen hatte. Im Vorfeld ließ der Verein verlauten, dass es nicht nur um den Sport ginge, sondern um sich auch auf solch einer Ebene mit anderen Mannschaften zu treffen und die Freundschaften zu pflegen.

Insgesamt traten acht Mannschaften im Kampf um den Pokal an. Es waren der dänische Meister Bröndby IF, der tschechische Meister Sparta Prag, der Meister aus Österreich NöSV Neulengbach und Schottlands Meister Glasgow City FC verteten. Dazu noch der ehemalige polnische Meister KS AZS Wroclaw, sowie der ehemalige schwedische Meister Djurgardens IF und Finnlands Meister FC Honka Espoo.

So weit, so gut. Am Samstag ging es nach der offiziellen Eröffnung pünktlich um 14 Uhr mit den Spielen los. Der Turniermodus sah vor, dass in zwei Vierergruppen eine Hin- und Rückrunde gespielt wurde. Insgesamt sah man alle Mannschaften viermal in Aktion, denn das erste Spiel der Rückrunde wurde auch schon am ersten Tag gespielt. Dem Zuschauer bot sich also genug Gelegenheit sich ein optimales Bild der teilnehmenden Mannschaften zu machen. Bröndby IF kristallisierte sich hierbei schnell zum Turnierfavoriten heraus, ebenso wie der Gastgeber Turbine Potsdam. Auch wenn sich dieser gerade im ersten Spiel gegen Neulengbach recht schwer tat. Überhaupt überraschten mich die Österreicherinnen. In den Spielen in der Champions League waren sie immer klar unterlegen. In der Halle bewiesen sie aber, dass sie durchaus ein ebenbürtiger Gegner sind. 

Die Mannschaft aus Prag hingegen hatte ich stärker erwartet. Beim Turnier in Jöllenbeck waren sie eine der besten Teams, hier hingegen schafften sie es nicht dies zu bestätigen. Wobei man aber festhalten muss, dass sie mit einer veränderten Formation an den Start gingen. Insgesamt waren alle Mannschaften auf einem guten Niveau. Keines der Teams fiel in der Leistung extrem ab, die meisten Spiele endeten mit knappen Ergebnissen.

Zum Thema Kultur wurde an diesem Tag zum einen eine A Capella Gruppe aus Berlin geboten. Die Jungs unterhielten in der Pause kurzweilig und gekonnt. Die halbe Stunde verstrich schneller als gedacht. Als krönender Abschluss des ersten Tages wurde noch eine Lasershow des Filmpark Babelsberg präsentiert. Eine nette Idee, die den Tag gelungen abrundete.

Der Finaltag am Sonntag war nichts für Morgenmuffel. Schon um 10 Uhr ging es mit den restlichen Spielen der Vorrunde weiter. Die Eindrücke des ersten Tages bestätigten sich und am Ende trafen neben Turbine und Glasgow auch Neulengbach und Bröndby in den Halbfinals aufeinander. In den Spielen der Dritt- und Viertplatzierten kam es zu den Duellen Honka -Wroclaw und Djurgarden - Prag. Beide Spiele endeten mit nur einem Tor Unterschied und waren hart umkämpft. Am Ende setzten sich Wroclaw und Prag durch, die später noch die Möglichkeit hatten Fünfter zu werden. 

Relativ klar setzten sich hingegen Bröndby und Potsdam durch. Somit kam es zu dem erwarteten Endspiel dieser beiden. Die zwei Teams hatten ihre vorherigen Spiele souverän bestritten und waren noch ungeschlagen. Eine Serie sollte somit auf jeden Fall reißen. 

Nach den Platzierungsspielen, in denen sich Djurgarden, Prag und Neulengbach durchsetzten, kam es zum großen Finale der Meister aus Dänemark und Deutschland. Im letzten Aufeinandertreffen im UEFA Women‘s Cup hatte Bröndby dafür gesorgt, dass für Turbine schon im Viertelfinale Schluss war. Eine bittere Erfahrung. 

Das Finale bot den Zuschauern dann alles, was man sich wünschen konnte. Erst legte Turbine 2 Tore vor, ehe die Däninnen zurück ins Spiel kamen und dann sogar 3:2 in Führung gingen. Turbine schaffte zwar noch den Ausgleich, aber am Ende entschied ein Neun - Meter das Finale. Nach einem Handspiel von Yuki Ogimi verwandelte Sanne Troelsgaard diesen zum 4:3, was gleichzeitig auch den Endstand darstellte. Die Däninnen krönten sich damit zum ersten Sieger dieses Turniers.

Am Ende dieser zwei Tage steht ein positives Fazit. Sportlich war es eine Bereicherung im Hallenturnier- Kalender. Die teilnehmenden Mannschaften hatte man in dieser Form zumeist noch nicht auf dem Kunstrasen gesehen. Eine zweite Auflage dieser Veranstaltung wäre durchaus wünschenswert. Der Zuspruch von rund 2000 Zuschauern an beiden Tagen lässt darauf hoffen, dass der Verein sich auch im nächsten Jahr für eine Austragung entscheidet. 

Die Hallensaison ist im übrigen nun offiziell beendet. Mit zwei ersten, einem zweiten und einem dritten Platz kann Turbine Potsdam eine positive Bilanz von dieser ziehen. Auch die Neuzugänge Mjelde und die Hegerberg-Schwestern konnten überzeugen und wirken gut in die Mannschaft integriert. Am 9. Februar geht es schließlich schon im Ligaalltag mit dem Nachholspiel gegen den Vfl Singelfingen weiter.

 

Für alle Statisker findet man auf der Turnierseite alle Ergebnisse und Torschützinnen. 

 

Christin Heidmann

Aus Berlin, Jahrgang 1986. Fan des 1.FFC Turbine Potsdam und interessierter Beobachter des Frauenfußballs im Allgemeinen.

 

 

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