Wirklich eine Wachablösung?
geschrieben von Christin Heidmann in FrauengeschichtenMit dem VfL Wolfsburg wird erst der zweite „Männerverein“ im Frauenfussball deutscher Meister. 1976 war es der FC Bayern München, dem dies zum ersten Mal gelang. 2009 hätten sie dies fast wiederholt, erst am letzten Spieltag wurden sie abgefangen.
In der FAZ sprach man jetzt von Wachablösung, von klangvollen Namen, die Titel holen. Ob der VfL ein klangvoller Name ist, dass sei dahin gestellt. Im Frauenfussball sind es eher die beiden FFCs, die Esprit versprühen. Und doch kann dies der Anfang einer neuen Ära werden, einer, in der nicht mehr die reinen Frauenclubs die Geschehnisse bestimmen, sondern die Männervereine mit Frauenabteilungen.
Die verlorene Unschuld
geschrieben von Christin Heidmann in FrauengeschichtenWir schreiben den 4. Spieltag der Frauenfussballbundesliga. Dieser 30.09.2012 sollte vielen in Erinnerung bleiben, wenn auch nicht in guter. Nach dem Abpfiff schrieben die Zeitungen von Skandal, von der verlorenen Unschuld des Frauenfussballs.
Hinter dem eigenen Anspruch
geschrieben von Christin Heidmann in FrauengeschichtenEben noch freute man sich über die Punkte die Frankfurt hatte liegen lassen, jetzt steht man selbst wieder mit dem Rücken zur Wand. Denn dank der Niederlage gegen die SGS Essen muss am Mittwoch gegen den FFC schon fast ein Sieg her.
Doch wie soll das gelingen? Ich habe so meine Zweifel wie das werden soll. Nicht das ich der Meinung bin, dass man nicht auch mal ein Spiel verlieren kann. Nein, dass ist es wahrlich nicht. Die SGS ist ein gutes Team, zu Hause durchaus eine Macht. Aber die Art und Weise der Niederlage war doch erschreckend. In den 90 Minuten sah ich ein Team in blau, dass gegen elf Spielerinnen in rot spielte. An diesem Tag der entscheidende Unterschied.
Turbine gegen Jena- oder wenn der Gegner die Tore einfach selbst schießt
geschrieben von Christin Heidmann in FrauengeschichtenNach der Niederlage in München und der Länderspielpause, durfte mal also gespannt sein, wie die Mannschaft auftreten würde. Schließlich sind Niederlage schon fast verboten, will man im nächsten Jahr wieder in der Champions League spielen.
„Wir sind sehr froh über den sehr guten Auftritt unserer Mannschaft in Bad Neuenahr. Jedoch bedauern wir in gleichem Zusammenhang die vereinzelten unnötigen Rufe und Äußerungen bezüglich der Leistung der Nummer 2 der Nationalmannschaft Almuth Schult, die während des Spiels aus unserem Fanblock gekommen sind. Wir distanzieren uns von derartigen Äußerungen auf das Schärfste“
Bernd Schröder in einem offiziellen Statement
Als ich diese Zeilen las, hatte ich schlimme Dinge im Sinn, die da wohl geäußert worden waren. Man kennt halt seine „Pappenheimer“. Deshalb war ich auch sehr gespannt auf die Kommentare im Internet zu diesem Thema. Was ich dann da las, ließ mich zweifeln, ob das ganze wirklich eine offizielle Pressemitteilung verdient hatte. Denn der Satz der gefallen war, „Almuth hat den Ball“ und etwas Gelächter über ihre Fehler, war der Anstoss für diese Aussage.
Mit Glück ins Endspiel
geschrieben von Christin Heidmann in Frauengeschichten
3 Monate, 3 lange Monate ohne sonntäglichen Fußballbesuch. Der Winter machte es möglich das im Jahr 2013 bisher nur ein Pflichtspiel auswärts gegen den SC Freiburg stattfand. Am 3. März sollte aber endlich wieder der Ball im KarLi rollen.
Als Gegner hatte man keinen geringeren als den aktuellen Pokalsieger FC Bayern München zu Gast. Schon im Oktober waren die Roten zum Punktspiel in der Bundesliga hier. Das Ergebnis damals, ein knappes 2:1.
Die NWSL- des Traumes dritter Versuch
geschrieben von Christin Heidmann in FrauengeschichtenAm Anfang stand die WUSA, ihr folgte WPS und jetzt soll es die NWSL richten. Diese drei Abkürzungen sind nicht weniger als der Inbegriff des Traumes, dass auch Frauen auf Profiniveau Fussball spielen können. Und zwar nicht nur in Punkto Umfeld, sondern auch bei der Bezahlung.
Aber von Anfang an. 2001 wurde mit der Women‘s United Soccer Association (WUSA) die erste echte Profiliga für Frauen ins Leben gerufen. Acht Mannschaften kämpften um den Titel. So etwas hatte es noch nie gegeben. Die Spielerinnen waren Vollprofis, ein echter Luxus. Viele Stars folgten dem verlockenden Ruf in die USA. Steffi Jones, Bettina Wiegmann und Birgit Prinz waren nur ein paar dieser Stars. Nur leider kosteten diese Weltstars einiges an Geld. Geld, was nicht da war. 2003 stand es auf Messerschneide. Die Investoren wollten nicht mehr, nur ein WM-Titel hätte die Liga noch retten können. Im Halbfinale war gegen Deutschland aber schon Schluss für die USA. Was folgte war absehbar. Keine Titel, keine Liga.
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