Sa29Apr2017

Back Aktuelle Seite: Blog Dortmund Blog Reisereport, Teil 1: Zwischen Euphorie und Anspannung - Trotz Döner ab nach Düsseldorf
Donnerstag, 02 Mai 2013 20:22

Reisereport, Teil 1: Zwischen Euphorie und Anspannung - Trotz Döner ab nach Düsseldorf

geschrieben von 

ddorf2Beinahe wäre diese seit längerer Zeit geplante Reisereportage doch noch ausgefallen. Der offenbar verdorbene Dönerteller vom Donnerstagabend ließ mich am Freitag körperlich Achterbahn fahren. Es entwickelte sich ein Kampf gegen die Zeit: Von der Fahrt nach Düsseldorf hatte ich mich - ans Bett gefesselt - bereits innerlich verabschiedet, aber zumindest die Fahrt nach Madrid am Sonntag wollte ich unbedingt mitmachen. Regelrechte Panik machte sich breit, als selbst am Freitagabend immer noch keine Besserung in Sicht war.

Doch 14 Stunden Schlaf in der Nacht auf Samstag bewirkten wahre Wunder: Ich war soweit wieder fit, dass ich mich sogar auf den Weg nach Düsseldorf machen konnte. Erst einmal war ich zuvor in Düsseldorf, vor gut anderthalb Jahren beim DFB-Pokalspiel. Schon damals hatte sich ein bleibend positiver Eindruck hinsichtlich der Zu- und Abfuhr der Gästefans eingeprägt. Und so bestieg ich am Samstagnachmittag frohen Mutes die Regionalbahn zum Düsseldorfer Flughafen, der als Ankunftsort für die Gästefans ausgegeben wurde, während die Fortunen über den Hauptbahnhof anreisten. Vom Flughafen ließ ich mich zusammen mit den anderen Borussen per Shuttlebus zum Stadion befördern. Der Transport und - insbesondere nach dem Schlusspfiff - die strikte Trennung der beiden Fanlager muss als positives Beispiel für andere Stadion herausgehoben werden.

Den einzigen Kritikpunkt bildet die Parksituation, die ich am Rande aufschnappte: Es wird in Reihen ohne Zwischenfahrbahn direkt nebeneinander geparkt. Dadurch besitzen Autos in den hinteren Positionen keine Chance, den Parkplatz vorzeitig zu verlassen. Stattdessen fließt nach dem Schlusspfiff Reihe um Reihe von vorne nach hinten ab - was aber sicher nachteilig ist, wenn sich die Fahrer der vorderen Kfz nach dem Schlusspfiff sehr viel Zeit lassen, man selbst aber gerne möglichst schnell weg möchte.

ddorf1Die Stimmung im Düsseldorfer Stadion war geprägt von der Euphorie nach dem 4:1 über Real Madrid wenige Tage zuvor und der Anspannung, was das Rückspiel drei Tage später bringen würde. Entsprechend war das Spiel auf dem Rasen - das seitens der Borussia mit einer komplett umgestellten Mannschaft begangen wurde - zwar sehr nah, aber doch so fern. Sahins Traumtor löste diese seltsame Grundstimmung und sorgte für eine Welle der Euphorie, wenngleich die Fangesänge letztlich doch irgendwie wieder nur wie ein Einsingen für das Bernabeu wirkten.

Am Ende wurde es nach Kubas zwischenzeitlichem 0:2 und Bodzeks 1:2 kurz vor Schluss noch einmal unnötig spannend, doch das Zittern wandelte sich in Erleichterung, als Schiri Weiner endlich abgepfiffen hatte. Die Hürde Düsseldorf war übersprungen, ab sofort drehten sich alle Gedanken vollends nur noch um Real.

Nach den Vorrundenspielen in Manchester und Amsterdam wartete nun das dritte Europapokal-Auswärtsspiel in dieser Saison auf mich. Mit fünf weiteren Mitgliedern meines Fanclubs sollte es ab Sonntagmittag in einem Leihwagen eines Rüsselsheimer Automobilkonzerns auf in die spanische Hauptstadt gehen. Zunächst klang die Idee völlig verrückt, doch vermutlich war es gerade dieser Umstand, der die Reise für meine Mitstreiter und mich so attraktiv erscheinen ließ. Und es sollte letztlich eine sehr denkwürdige Reise werden, auf der Arnd Zeigler eine nicht unbedeutende Rolle spielen sollte und die niemand von uns wohl so schnell vergessen wird.

Freut Euch daher auf den zweiten Teil meiner Reisereportage, den ihr ab Montag hier lesen könnt.

1 Kommentar

  • Kommentar-Link BVB-Hurra Dienstag, 07 Mai 2013 10:02 gepostet von BVB-Hurra

    Leider nicht das "unfaire" Verhalten - um es mal vorsichtig zu beschreiben - der Dortmunder Fans beschrieben, die lautstark Fangesänge anstimmten, als die Düsseldorfer eine Trauerminute einlegten.
    Ich als BVB-Fan fand dies ziemlich peinlich...!

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.