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Mittwoch, 31 Oktober 2012 08:43

Liebe Fans von Eisern Union!

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Freunde kann man sich aussuchen, liebe Eisernen. Dass ihr gegen übertriebenen Sicherheitswahn und bescheuerte Strafen von DFB und DFL kämpft, macht euch sehr sympathisch. Auf diese Weise macht man sich viele Freunde, manche davon will man vielleicht gar nicht haben…

Ich hoffe, so ist es bei eurer Verbindung zu den Fans des Vereins von der anderen Mainseite.

Dass ihr damals geholfen habt, die DFB-Strafe (Ausschluss der Gästefans) zu umgehen, sei euch verziehen, es ging schließlich um die Sache, und die war gut.

Damit soll es aber dann auch gut sein. Wenn ich heute der FNP entnehmen muss, dass sich Fans des Rivalen bei euch mit Karten eingedeckt haben, um euch zu unterstützen, dann solltet ihr euch gut überlegen, ob ihr solche Freunde wirklich wollt.

Denn wenn man sich die Sache genauer betrachtet, dann seid ihr uns doch viel ähnlicher, als denen. Ihr und wir, wir sind die Arbeitervereine, die Schmuddelkinder, die Außenseiter, die gegen einen großen und mit viel Geld unterstützten Nachbarn bestehen müssen. Bei euch die Tante, bei uns die Diva.

Gerade die Fans des Vereins, der direkter Nachbar des DFB ist und als solcher schon seit Beginn der Bundesliga durch diesen protegiert wird, stehen nun an eurer Seite? Die Fans des Vereins, der seit je her durch Steuergelder finanziert wird? Des Vereins, der durch den heimischen Fernsehsender so gehypt wird, dass alle anderen hessischen Verein zur Randnotiz werden?

Bitte, liebe Unioner… sucht euch eure Freunde sorgsam aus!

Ja, ich gebe es zu, bisher habe ich viele Sympathien für euch, nicht nur wegen meiner jährlichen Teilnahme am Fanclubturnier eurer Wildauer Kickers. Ihr seid für mich der OFC des Ostens. Wir und ihr sind das, was St. Pauli mal war: Ein Kult-Club!

Seht zu, dass ihr diese Sympathien nicht verspielt…

 

Mittwoch, 24 Oktober 2012 10:47

The Show Mast go on - Die Offenbacher Eiffeltürme

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mast1Als klar wurde, dass in Offenbach ein neues Stadion gebaut wurde, gründeten engagierte Fans die Interessengemeinschaft Stadionbau (IGS) e.V. . Viele Ideen und Vorschläge der IGS wurden durch die Planer und Bauherren des neuen Stadions aufgenommen und umgesetzt. Ein wichtiger Punkt fehlt jedoch noch, aber auch das könnte sich (teilweise) bald ändern. Denn die IGS ist optimistisch, dass einer der ehemals zwei charakteristischen Flutlichtmasten wieder aufgestellt wird.

Erbaut wurden sie 1968 durch die Wiesbadener Firma Richard A. Ott, die zur damaligen Zeit ein Monopol auf Zwei-Mast-Flutlichtanlagen hatte. Die weltweit erste Anlage dieser Art baute die Firma im schweizerischen Biel. Der neuartigen Konstruktion mit nur zwei Masten lag ein Konzept zu Grunde, bei dem die natürlichen Lichtverhältnisse durch die Technik wiedergegeben werden sollten. Ein Mast stand für die Sonne als wichtigste Lichtquelle, der zweite symbolisierte das normalerweise vom Himmel reflektierte Nebenlicht. Der internationale Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst (bekannt und berühmt durch das „Wembleytor") schwärmte damals: „Ich habe noch nie unter so hervorragenden Lichtverhältnissen gepfiffen." Die von der Firma Ott errichtete Flutlicht-Anlage im jugoslawischen Novi Sad fand gar das Lob der UEFA: „Eine blendungsfreie Anlage, man sieht alles plastisch." (UEFA-Generalsekretär Hans Bangerter). Über die Offenbacher Einrichtung, die erste, und bis zu ihrem Abbau letzte Zwei-Mast-Anlage in Deutschland schrieb die „BILD", es handele sich um das „hellste Flutlicht der Welt".

Donnerstag, 13 September 2012 00:00

Von Fans - Für Fans! Das Fanmuseum in Offenbach

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kickers offenbachIn meinem ersten Blogbeitrag habe ich einen kurzen Überblick über die Situation in Offenbach gegeben. In den nächsten Wochen möchte ich diesen mit einigen Beiträgen vertiefen. Bei Ausdrücken wie „der etwas andere Verein“ und die „einzigartige Fanszene“ denkt wohl fast jeder in Deutschland zunächst an den FC St. Pauli. Hier funktioniert die Werbemaschinerie perfekt. Aber ist der FC St. Pauli mit seiner Durchkommerzialisierung und seiner von Ultras bestimmten Fanszene in vielen Dingen nicht auch nur noch ein Fußballverein wie jeder andere? Ob der OFC in diese Lücke stoßen kann, dieses Urteil überlasse ich meinen Lesern. Aber ich will einige „Offenbacher Besonderheiten“ vorstellen.

Den Anfang machen möchte ich mit dem Kickers-Fan-Museum. Vereinsmuseen gibt es mittlerweile viele in Deutschland. Bei den Kickers handelt es sich aber nicht nur dem Namen nach um ein FAN-Museum. Das Kickers-Fan-Museum wurde am 7. März 2007 durch Thorsten Franke in einem kleinen ehemaligen Ladengeschäft in der Offenbacher Nordstadt eröffnet. In diesen Räumlichkeiten verbrachte das Kickers-Fan-Museum vier Jahre. Thorsten Franke, seit seiner Kindheit bekennender Kickersfan, wollte die Ergebnisse seiner über 20-jährigen Sammelleidenschaft mit interessierten Fans teilen. Ursprünglich handelte es sich bei allen Ausstellungsstücken um Dinge aus Frankes Privatbesitz. Daraus entstand die Idee, ein eigenes Museum zu eröffnen, da er das Geschäft - welches er vorher dort betrieben hat - aufgab, der Mietvertrag aber noch lief. Die Besucher sollten dann entscheiden, ob und wie es weitergeht.

Donnerstag, 06 September 2012 00:00

Offenbach hat jetzt auch einen Blogger!

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kickers offenbachGude aus Offenbach!

Ich bin angetreten, um einen weiteren weißen Punkt auf der Landkarte von FANkultur.com zu tilgen: Ich werde ab jetzt regelmäßig aus Offenbach berichten. Ein Traditionsverein wie der Offenbacher Fussballclub Kickers von1901 e.V. muss hier vertreten sein.

Meine Perspektive, aus der ich den Verein beobachte, ist die aus dem Fanblock, denn dort habe ich mein Zuhause - im Block 2 der Waldemar-Klein-Tribüne. Ich zähle mich zur Gruppe der „Oldschool“-Anhänger zugehörig, das heißt ich bevorzuge einen spielbezogenen Support, der mal laut und brachial, aber auch mal mit einer Phase der Stille verbunden sein kann. „New-School“ wäre der Ultra-Einheitsbrei, der sich bisher in Offenbach zum Glück nicht durchsetzen konnte.

Donnerstag, 30 August 2012 21:33

Hansa Rostock auf Schlingerkurs durch Liga 3

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hansa rostockWährend sich der selbsternannte Aufstiegskandidat aus Rostock spielerisch mehr schlecht als recht in der untersten Profiklasse präsentiert, reißen die Sorgen um die Führungsriege im Verein nicht ab. Vorsitzender Bernd Hofmann steht seit Wochen in der Kritik der Fans. Nun droht ihm der vertragliche Rausschmiss, denn einen neuen Manager konnte er seit dem Rücktritt von Stefan Beinlich nicht präsentieren.

Von ruhigem Fahrwasser spricht man an der Ostseeküste dieser Tage nur selten und an die wirklich entspannten Zeiten kann sich wohl so recht auch nur noch erinnern, wer einst mit der Kogge die Bundesliga unsicher machte. Dass man Primus der neuen Bundesländer ist, liegt mittlerweile schon ganze sieben Jahre zurück. Und das, obwohl die Sieben doch die Glückszahl Rostocks ist.

Nicht gerade spielerisch verwöhnt werden dabei die noch immer massenweise mitreisenden Fans. Zwei Heimsiege aus sechs Spielen und obendrein bereits 13 Gegentore verdeutlichen, dass es mit dem in der Sommerpause ausgegebenen Ziel des direkten Wiederaufstiegs kein Leichtes wird. Während die Abwehr wackelt wie ein Lämmerschwanz, kommt der Chefcoach mit den immer gleichen Sprüchen daher: „Wir müssen das Positive aus dem Spiel mitnehmen!“ Aber auch der Pfälzer hat es derzeit nicht leicht. Seitdem Spieler-Legende Stefan Beinlich im Sommer seinen Hut als Manager bei den Hanseaten nahm, wurde Wolf diese Aufgabe übergangsweise gleich mit übergeholfen. Und der Vorstandsvorsitzende, Bernd Hofmann, tut ihm seit dem nicht gerade viele Gefallen. Nun vermeldet der Verein, dass es mit Hofmann bald auch dahin sein könnte.

Da seinem Manager-Vorschlag seitens des Aufsichtsrates nicht zugestimmt wurde, muss er nun binnen zwei Wochen einen neuen Kandidaten vorschlagen. Bisher war Stephan Beutel, der bereits einmal bei Hansa, aber auch Düsseldorf, St. Pauli und Erfurt einen Vertrag hatte. Und die Fans werden es dem höchsten Kontrollgremium des FCH danken müssen. Denn sowohl die Hamburger, als auch die Landeshauptstädter aus Thüringen hatte der heute 46-Jährige seinerzeit aus der 2.Bundesliga eine Klasse tiefer gebracht. Vertraglich muss Bernd Hofmann nun innerhalb von zwei Wochen mit einem neuen Sportvorstand und Manager nachlegen oder selbst das Weite suchen.

Auch wenn der finanziell angeschlagene Verein damit in eine noch tiefere Führungskrise geraten würde, wäre es nicht unwahrscheinlich, dass es auf freudige Töne der Rostocker Fans stoßen würde. Der Vorstandsvorsitzende steht seit Wochen in der Kritik. Nicht nur dass er mit der Südtribüne den Standort der aktiven Fanszene geschlossen hat, auch die Marketing-Ergebnisse unter seiner Regie werden inzwischen von vielen als eher bescheiden bewertet. Probleme im Umgang mit den Fans gibt es für den Sportökonom dabei auch nicht zum ersten Mal. Bereits beim 1.FC Union Berlin und dem 1.FC Magdeburg waren die Vereinsmitglieder und Fans keine Freunde seiner eigenwilligen Führungsweise. So hat sich inzwischen auch in Rostock eine breite Front gegen ihn gebildet.

Den Rücktrittsforderungen könnte nun mit einem erneuten Scheitern in der Manager-Frage Abhilfe geschaffen werden. Derweil steht der ehemalige Hansa-Torwart Martin Pieckenhagen Gerüchten zu folge bereit, sei aber nicht Favorit von Hofmann. Eine schnelle Lösung ist den Nordostdeutschen nur zu wünschen, wenn Trainer Wolf wieder seinem eigentlichen Übungsleiter-Auftrag nachkommen und das Team sich stabilisieren soll. Nach dem ersten Auswärtspunkt in Darmstadt setzte es gegen die Burghausener nun eine weitere Niederlage. Das wird die Stimmung ganz sicher nicht bessern. Aus Protest organisiert die Fanszene daher am kommenden Wochenende ein eigenes Fußballspiel in einem nahe dem Stadion gelegenen Park. Den Anstoß treten zwei Hansa-Profis. Mehr kann man sich gerade fast schon nicht mehr wünschen...

Donnerstag, 02 August 2012 00:46

Bei der Kogge brennt der Mast

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hansa-kurveIn Rostock ist die Saison bereits zwei Spieltage alt. Die Probleme, mit denen sich die Ostseestädter allerdings herumplagen, zeitigen jedoch schon einige Monate. Dabei geht es hier nicht nur um die finanziellen Sorgen, sondern auch darum, wie mit den eigenen Fans umgegangen wird.

Beim F.C. Hansa steht am Wochenende das zweite Heimspiel der Saison an. Zum Auftakt konnte im heimischen Ostseestadion bereits gegen den Aufsteiger aus Stuttgart gewonnen werden und der Mitschnitt der NDR-Live-Übertragung lässt nur bedingt erahnen, dass die Vereins-internen Wellen seit einigen Wochen wieder deutlich höher schwappen als man es gemeinhin gewohnt ist.

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