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Sonntag, 19 April 2015 17:31

Arminia gegen Preussen Münster

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0:2 in Dresden? Sorge um den Kräfteverschleiß in der Liga? Beim Pokalspielvorverkauf die Vollmacht vergessen? Endgültig durchdrehen und irgendwann in einem Heuschober bei Herzebrock neben einer geköpften Barbiepuppe aufgefunden werden? Da muß mal was anderes her, ein DERBYYYYYY! Nicht irgendein Derby! Westfälisches Derby! Ostwestfalen gegen Westostfalen! Westfälischer als im Tuche gereifte Sommerwurst am Stück! 100% Westfalen! Sogar westfälischer als im Tuche gereifte Sommerwurst in Scheiben! 150% Westfalen! Arminia gegen Preussen!

Donnerstag, 09 April 2015 21:24

Arminia gegen Gladbach

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 Rundumbeobachtungen DSC14/15-24

Sonntag, 05 April 2015 20:03

Arminia gegen Energie Cottbus

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Über die Vorfälle beim rheinischen Derby und dessen Folgen für die Kölner Fanszene habe ich bereits einen Artikel bei FANKULTUR.COM geschrieben. Da stand die DFB-Strafe aber noch nicht fest, somit bezog ich mich in dem Artikel allein auf die Maßnahmen des 1. FC Köln.

In besagtem Artikel zitierte ich allerdings bereits Werner Spinner, der am Tag des Derbys sagte, die Maxime des DFB, immer höhere Strafen auszusprechen, sei keine Lösung des Problems, da sich die Spirale immer weiter drehe.

Etwa einen Monat später jedoch sagte Spinner: „Den Unmut über die Strafen des DFB kann ich nicht mehr hören. Es gibt klare Regeln, die eingehalten werden müssen." Das ist nur ein weiterer Beleg dafür, wie schnell der werte Herr Präsident seine Meinung ändern kann, frei nach dem Motto: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“

Beim Spiel gegen Frankfurt wurde Spinner mit verschiedenen Spruchbändern erneut an seine Ankündigung erinnert, keine Kollektivstrafen aussprechen zu wollen. Leider behaupten Vereinsvertreter wie der FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle immer noch, dass es sich bei den gegen tatsächliche und vermeintliche Mitglieder der Boyz ausgesprochenen Stadionverboten um keine Kollektivstrafe handle.

Die Navajos präsentierten dazu die Definition des Begriffs „Kollektivstrafe“ laut Duden: „Kollektivstrafe, die: Strafe, die allen zu einer bestimmten Gruppe gehörenden Personen auferlegt wird“.

Selbstverständlich ist eine Strafe, die gegen alle Mitglieder einer Gruppierung gerichtet ist, eine Kollektivstrafe – das abzustreiten, ist nicht gerade ein Zeichen von Souveränität. Doch zumindest, so behauptet es der FC in seiner neuesten Stellungnahme, hat die Reaktion des Vereins dazu geführt, dass der DFB von einem Geisterspiel absah.

Die Blöcke S3 und S4, der Stimmungskern der Südkurve, werden für die Spiele gegen Hoffenheim, Leverkusen und Schalke gesperrt. Außerdem wurde gegen den FC eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 € ausgesprochen. Zudem sollen bei den restlichen vier Auswärtsspielen der Saison (Freiburg, Berlin, Augsburg, Mainz) nur noch personalisierte Tickets verkauft und zusätzlich 50 Ordner eingesetzt werden, um ein Verbot großer Fahnen durchzusetzen.

Selbst Wolfgang Bosbach (CDU), der Mitglied der AG Fankultur ist, bezeichnete das Strafmaß als „außergewöhnlich hart und nicht verhältnismäßig“. Fanforscher Jonas Gabler sagte, das Urteil zeuge von Aktionismus und Symbolpolitik. Michael Mertens von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hingegen ist der Meinung, das Urteil sei der richtige Weg, "den wahren Fans klar zu machen, dass Gewalttäter im Stadion nichts zu suchen hätten. Wie man das diesen „wahren Fans“ klar machen will, wenn man diese gleich mit aus dem Stadion verbannt, erschließt sich mir nicht, allerdings ist zu befürchten, dass diejenigen, die sich womöglich auch selbst als solche bezeichnen mögen, durchaus die vom DFB erhoffte Reaktion zeigen.

Das Ziel, das der DFB mit dieser Strafe verfolgt, ist klar: Indem man kollektiv die Fans in den Blöcken S3 und S4 bestraft, soll eine Entsolidarisierung der anderen Fans erreicht werden. Die Ultras trifft man mit dieser Strafe nicht, wie schon die Vergangenheit gezeigt hat: Beim Auswärtsspiel in Hoffenheim 2010 waren keine FC-Fans zugelassen, doch die aktive Fanszene fand trotzdem ihren Weg dorthin. Genauso war es auch, als beim ersten Heimspiel der Saison 2012/2013, als Strafe für den Platzsturm am letzten Spieltag der Vorsaison gegen die Bayern, die gesamte Südkurve gesperrt wurde.

Zugegeben, diesmal ist es fraglich, ob man sich die Mühe überhaupt macht, denn die Boyz haben ohnehin Stadionverbot und die Wilde Horde geht seitdem auch nicht mehr als Gruppe ins Stadion. Die einzige der Ultra-Gruppen, die derzeit überhaupt noch ins Stadion geht, sind die Coloniacs. Bestraft werden aber 2.800 FC-Fans, von denen die meisten gar nichts mit der Ultra-Szene oder gar den Vorfällen in Gladbach zu tun haben.

Dass die Betroffenen dieser Kollektivstrafe sich darüber aufregen, bei 3 Spielen nicht mehr ins Stadion gehen zu können, ist durchaus nachvollziehbar. Doch ihre Wut richtet sich nicht gegen den DFB, der diese Strafe ausgesprochen hat, sondern gegen die Ultras.

Vielleicht sollte man diesen Fans mal das Prinzip kritischer Solidarität erklären: Man muss nicht alles gut finden, was die Ultras machen, doch man muss immer bedenken, dass Strafen, die sich heute gegen einzelne Gruppen oder Fanblöcke richten, beim nächsten Mal auch die gesamte Südkurve oder das gesamte Stadion betreffen könnten.

Diesmal geht es um einen Platzsturm von 30 Fans, doch der DFB hat vergleichbare Strafen gegen ganze Fanblöcke auch schon wegen der Taten von Einzelnen ausgesprochen. So z.B. in Cottbus: Dort hatte ein Fan den Schiedsrichter mit einer Münze beworfen. Daraufhin wurden 3 Fanblöcke gesperrt, den betroffenen Dauerkartenbesitzern sollte lediglich das Geld erstattet werden.

Einer von ihnen wollte sich damit nicht abfinden und ging vor das Amtsgericht Cottbus. Das Gericht entschied, dass es nicht zulässig sei, Inhaber von Dauerkarten für einzelne Blöcke aus dem Stadion auszuschließen. Somit wurden alle ca. 1.000 betroffenen Cottbusser Fans mit Freikarten entschädigt.

Dieses Beispiel zeigt, dass es sich lohnen kann, Entscheidungen der DFB-Sportgerichtsbarkeit vor ordentlichen Gerichten anzufechten. Doch auf der Jahreshauptversammlung des 1. FC Köln entschieden sich 68% der anwesenden Vereinsmitglieder dagegen, auch nur eine Aussprache zu dem Thema abzuhalten.

Sicher, eine solche Aussprache hätte die jetzigen Strafen nicht verhindert. Solange aber die Mehrheit der Fans nicht einmal bereit ist, über die Rechtmäßigkeit von Verbandsstrafen zu diskutieren, wird der DFB weiterhin solch überzogene Strafen aussprechen. Am vermeintlichen Gewaltproblem ändert das nichts.

Repression sorgt nicht für einen Selbstreinigungsprozess der Kurve, sondern für eine Radikalisierung der Ultras, die sich doppelt ungerecht behandelt fühlen: Auf der einen Seite vom DFB, von dem man es nicht anders gewohnt ist. Doch auch der FC hat sich durch seine Maßnahmen gegen die eigene Fanszene dort unbeliebt gemacht. Das ist vom DFB auch genau so gewollt und hat laut dem Sportgerichts-Vorsitzenden Hans E. Lorenz dazu geführt, dass ein Geisterspiel abgewendet werden konnte.

Doch zu welchem Preis? Die AG Fankultur ist gescheitert. Dass sie gescheitert ist, will der Verein auch nicht zugeben. Dabei ist das bisher relativ gute Verhältnis zwischen Verein, Ultras und Normalos stark beschädigt worden. Das Ziel, den Verein zu vereinen, welches sich Werner Spinner bei seinem Antritt als Präsident gesetzt hat, ist damit ebenfalls in weite Ferne gerückt.

Sonntag, 08 März 2015 14:40

BVB II/U23/klein gegen Arminia

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 Rundumbeobachtungen DSC14/15-21

Soweit zum Hochgefühl. Zurück in den schnöden Liga-Alltag. Zu Gast bei der Zwoten von Borussia Dortmund, im Stadion Rote Erde. Das Stadion ist eine historische Stätte für uns Arminen, schließlich fand dort Arminias erstes Bundesligaspiel überhaupt statt und nebenan im Westfalenstadion das bis dato letzte Bundesliga-Auswärtsspiel. Ergebnisse: 0:3, 0:6. ... Eigentlich empfiehlt es sich bei Arminia immer, nur in der Gegenwart zu leben.

Donnerstag, 05 März 2015 13:43

Arminia gegen Werder Bremen

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Rundumbeobachtungen DSC14/15-20, dedicated to Elke und Jürgen, die mir mein Ticket besorgten

Auf zum Pokalfinale, zumindest wenn man der „Sportschau“ glauben darf. Der Bundesligist, der im Moment von vielen in die Europa League hochgefeiert wird, zu Gast beim Drittligisten, der im Moment von vielen in die Zweite Liga hochgefeiert wird, alles wegen der Leistungen beider Clubs in den letzten Wochen. Wichtiges Spiel für beide! Leistungstest für die Blauen, wenn sie mit einem Vielleicht-Europaligisten mithalten, sagt das aus, daß sie vielleicht mit Zweitligisten mithalten können. Aha. „Richtiger Gegner zur richtigen Zeit“, sagt Werder-Coach Skripnik, nachdem drei geschossene Tore gegen VW nicht zu Punkten reichten. Soso. Unter diesen Vorzeichen sind Prognosen schwer. Wenn die Blauen aber das Bayern-Gen haben und taktisch lange zu Null, dann...Wenn Werder konzentriert spielt, dann...dann...dann...spielt Arminia nächstes Jahr Europa-League, der FC Bayern im Pokal gegen Werder auf der Alm und das heute parallel stattfindende Spiel Momentan-in-Leipzig-verortete-Rindviechbrause gegen Radkäppchen-und-der-böse-Golf wird das Pokalfinale 2021. Alles klar? Nein? Okay, dann laßt uns einfach den Moment genießen, hoffen, daß sich keiner verletzt und einfach’ne Runde Spaß haben.