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Samstag, 18 August 2012 22:51

Was ist Kommerzialisierung?

geschrieben von

kein-zwanniKommerzialisierung - Ein Begriff der in aller Munde ist - den jeder verwendet, aber der zugleich vielfach interpretierbar ist. Sponsoren, Sitzplätze, TV-Verträge, Investoren, Ticketpreise - Was ist Kommerzialisierung - und was ist es nicht?

Wer könnte es besser beantworten, als die Fans selbst? Eine Online-Befragung, die ich im Rahmen meiner Abschlussarbeit geschaltet habe, gibt Aufschlüsse darüber. 3307 Teilnehmer - Fans von über 100 Vereinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gaben ihre Stimme(n) ab.

Frage: Welche Attribute verbinden Sie hauptsächlich mit dem Begriff Kommerzialisierung?

Freitag, 10 August 2012 00:11

Der Fußball lebt von Identifikation

geschrieben von

bvbEs ist schon bewundernswert, wie abhängig Fußballvereine von Ihren Identifikationsfiguren sind. Nicht das viele Geld oder das Interesse an einem Verein spornt die Mitarbeiter zu Höchstleistungen an, sondern die Menschen, die mit Ihnen arbeiten.

Das kommt euch Fremd vor? Schade! Bei meinem Verein, Borussia Dortmund, wird diese Philosophie bis zu den Fußspitzen gelebt. Jeder Fan kann sich mit dem Verein zu 100% identifizieren und auch die Mitarbeiter sind euphorische Fans. Sucht man beim BVB nach Identifikationsfiguren, wird man sofort im Management fündig, in dem Rauball, Watzke und Zorc tätig sind, die allesamt eine bewegende BVB Karriere hinter sich haben. So viel Herzblut wird man mit einem externen Management nicht mal ansatzweise erreichen.

Ein Journalist sagte einmal, das in Dortmund der Fußball gelebt wird, das in Dortmund die Menschen einem das Gefühl geben, der wichtigste Mensch der Welt zu sein. Fahre als neutraler Fan einmal nach Wolfsburg, Leverkusen oder Berlin. Es sieht aus, wie eine ganz normale Stadt. Die Floskeln die jetzt kommen klingen vielleicht etwas überholt, aber dann fahrt bitte mal nach Dortmund. Ab dem Ortsschild „Dortmund“ werdet Ihr sehen, das der Fußball die wichtigste Attraktion der Stadt ist. Der Bürgermeister der Stadt ist seit Kindheitstagen BVB Fan, ein anderer Bürgermeister würde auch kaum eine Chance haben gewählt zu werden. Die Pastoren der Kirchen predigen mit BVB Schal und beim Bäcker bekommt man Amerikaner mit BVB Logos. Wer das für verrückt hält wird auf staunende Gesichter treffen, die sich denken „ist doch ganz normal“.

Mit Jürgen Klopp hat der BVB nicht nur einen guten Trainer bekommen, sondern auch einen Menschen, mit dem sich die BVB Fans identifizieren können. Er ist bodenständig, humorvoll und gelassen. Er lebt den Verein und das macht Ihn so sympathisch, auch in anderen Fanlagern. Aber mit Lars Ricken, Siggi Held, Teddy de Beer und Norbert Dickel arbeiten weitere BVB Legenden beim BVB. Möchte man unser Westfalenstadion mal besichtigen, bekommt man nicht einen Führer, der seine Informationen aus einem Buch hat, sondern einen sehr authentischen Ex-BVB Spieler mit Aki Schmidt, der viel über den BVB erzählen kann und auch mal aus dem Nähkästchen plaudert. Er kam 1956 zum BVB und ist uns bis heute treu geblieben.

Schaut man mal zu den Fanbeauftragten des BVB wird man feststellen, das dort vier Mitarbeiter sitzen, die selbst in Fanclubs und Ultragruppierungen aktiv waren. Da sitzen nun der Versicherungskaufmann und die Bankangestellte von Nebenan und betreuen uns BVB Fans.Klar darf mit Siggi Held eine BVB Legende im Mitarbeiterteam nicht fehlen, wieder eine Identifikationsfigur.

Ohne Identifikation lebt ein Verein doch nur vom Event selbst, nehmen wir als Beispiel die TSG Hoffenheim. Ja ich weiß, ein gern genommenes Beispiel wenn es um fehlende Tradition und das Fehlen anderer wichtiger Werte geht. Aber was ist denn da noch los, wenn Hoffenheim mal in die 2.Liga absteigt? Da bringen auch die Propaganda Kinofilme von Dietmar Hopp nichts mehr, mit denen er versucht, Integration zu erzwingen. Oder mach in Wolfsburg mal das VW Werk zu? Dann kannste die Oberränge zumachen, dann kommt keiner mehr.

Die erfolgreichen Vereine, wie Bayern, Schalke, Bremen, Stuttgart, Gladbach, Hannover und der BVB haben allesamt Identifikationsfiguren und es funktioniert. Bei Bayern sind Hoeneß, Rummenigge, Breitner, Beckenbauer und Scholl mit Leidenschaft dabei. Schalke hat mit Huub Stevens wieder einen Trainer bekommen, mit denen sich Fans und Spieler identifizieren können, Bremen hat Thomas Schaaf, Stuttgart Bobic und Staudt und wenn man mal nach Gladbach guckt, haste da einen Uwe Kamps. Erfolg kann man sich nicht kaufen. Du brauchst Charakterwerte in einem Verein um Titel zu gewinnen, um treue Fans an deiner Seite zu haben und um die Liebe zum Fußball so intensiv wie möglich ausleben zu können.

Das Gefühl kennen viele Fans und viele werden sich angesprochen fühlen, bis runter zu den Kreisligisten. Ich liebe meinen Vereinen Borussia Dortmund, ich habe Höhen und Tiefen mit Ihm erlebt und keine Frau auf dieser Welt könnte es schaffen, diese Liebe kaputt zu machen. Mich kann man nur mit dem BVB lieben oder gar nicht. Bisher hat das aber gut geklappt.

Mittwoch, 08 August 2012 00:19

"Markenbotschafter" und ihre Botschaft

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markenbotschafterPaul Breitner, offizieller „Markenbotschafter“ des FC Bayern sorgte kürzlich für Schlagzeilen. Für „kindisch und lächerlich“ hält er die vermeintliche Tiefstapelei der - zumindest auf nationaler Ebene - aktuellen Nummer Eins des deutschen Fußballs - Borussia Dortmund.

„Markenbotschafter“ und ihre Botschaft. Welche Botschaft hat Herr Breitner im Sinne des FC Bayern? Eigentlich ist das: „Mia san Mia“ - das Leitbild des FC Bayern. Das Selbstverständnis, die unangefochtene Nummer Eins zu sein. Getreu dem Motto: „Mitleid bekommst du geschenkt, Neid musst du dir erarbeiten.“ Viele Sticheleien der Bayern deuten momentan darauf hin, dass sich der Klub aus dem Ruhrpott eine Menge Neid erarbeitet hat. So zumindest die versteckte Botschaft von Herrn Breitner.

pyro fakelEs ist wohl die längste und intensivste Debatte, die es seit vielen Jahren im Fußball gibt. Es geht um das Abbrennen von Pyrotechnik in deutschen Stadien und bei Partys auf der Straße (Beispiel: Meisterkorso Borussia Dortmund).

Ja, das Abbrennen von Pyrotechnik stellt eine Straftat dar, zumindest wenn es nach dem deutschen Gesetzgeber geht. Und auch die Vereine verbieten es durch die Hausordnung ausdrücklich, die man als Fan mit dem Kauf der Karte auch akzeptiert. Es ist gefährlich, Pyro-Befürworter sehen das vielleicht etwas anders oder haben den ultimativen Plan zur Hand, wie das Ganze ohne jegliche Gefährdung abläuft. Aber so wie Pyro derzeit verwendet wird, ist es sehr gefährlich und gehört meiner Ansicht nach auch bestraft. Auch die Grundlagen, die Pyro-Befürworter mitbringen, sind keine, auf die sich eine Debatte aufbauen lässt. Viele Befürworter posten auf Facebook oder in diversen Foren gerne mal aggressives Material, das Hooligans zeigt, die auf Polizisten eintreten. Warum sollten sich Vereinsvertreter mit solchen Fangruppierungen zusammensetzen, wenn die Produktivität durch Geschehnisse im Vorfeld bereits extrem leidet. Viele Befürworter von Pyrotechnik und auch die anständigen unter Ihnen sollten sich mal Gedanken machen, warum Debatten abgeblockt werden und dabei nicht immer die Schuld beim DFB oder anderen Gremien suchen, sondern auch mal vor der eigenen Haustür kehren.

Dienstag, 31 Juli 2012 20:36

Marke und Fankultur

geschrieben von

markenWie passt das überhaupt zusammen und was hat dieser Blog hier genau zu suchen? Fankultur - Der Name sagt es - wird DURCH und MIT uns Fans gestaltet. Fankultur findet statt in unserem Verein. Verein? Man könnte auch sagen „Marke“, denn jeder Fußballverein ist eine Marke. Ob er will oder nicht.

Die Unterschiede: Es gibt schwache und starke Marken und - was noch viel entscheidender ist - Marken die im Sinne der Fans agieren und Marken, die es nicht tun. Noch viel weiter gegriffen: Es gibt Marken, die aus ihrer Identität handeln und Vereine die sich ein 1899 vor dem Namen setzen um eine vermeintliche Tradition zu suggerieren.

Marketingprodukte haben immer einen künstlichen Touch. 1899 Hoffenheim oder RB Leipzig sind etwas anderes als der 1. FC Kaiserslautern oder Borussia Dortmund. Doch machen wir uns nichts vor: Letztendlich findet überall Markenführung, Marketing & Co. statt. Bei manchen spürbar - bei einigen nicht. Bei manchen nur auf das Kassenklingeln ausgerichtet - bei einigen mit und für die Fans.

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